u/Easy-Doughnut2303

Kritische Situationen machen Spaß, erschöpfen jedoch

Liebe Freunde der schnellen Medizin,

zu meinem Hintergrund: hab mit großer Freude Anästhesie-PJ gemacht, mich jedoch schlussendlich gegen das Fach wegen der bescheidenen Niederlassungsmöglichkeiten entschieden. Bin nun in einem kleinen Fach auf der anderen Seite des OP-Tuchs gelandet und einigermaßen zufrieden.

Absolviere derzeit meine Intensivrotation und merke, dass mir Notfallsituationen und intensivmedizinische Themen immer noch Spaß bereiten und ich gerne besser darin werde. Soweit die Situation für mich händelbar ist, fühle ich mich nach stressigen Situationen häufig belebt, ich mag den Adrenalinrush und kann meistens besser arbeiten als wenn nix los ist.

Fühle mich nach dem Hoch jedoch häufig auch ausgelaugt und fertig.

Nochmal mehr, wenn mich die Situation fachlich überfordert und mir zu entgleiten gedroht hat, da ich meistens alleine bin.

Bin am überlegen, doch Richtung Notfall-/Intensivmedizin/Änasthesie/Klinam in irgendeiner Konstellation zu gehen (die Sorgen mit der Niederlassung bleiben aber).

Deshalb zu meiner Frage an alle derart beschäftigen Kolleg:innen - geht es euch in/nach stressigen Situationen ähnlich, vor allem mit dem "Drop" anschließend? Gewöhnt man sich da eventuell mit mehr Erfahrung dran, sodass die Situationen nicht mehr richtig stressig sind und hauptsächlich das "Hoch" bleibt? (Klingt etwas übertrieben, bin sonst kein Adrenalinjunkie und hab Angst vor Achterbahnen und schnellen Fahrzeugen, I swear)

Freue mich über eure Erfahrungen, geht gerne tief in die Gefühle rein 🤗

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u/Easy-Doughnut2303 — 15 days ago