>20k Notgroschen im Scalable Geldmarktfonds – Wie sicher ist das wirklich bei einer Broker-Pleite/Betrug?
Hallo zusammen,
ich stehe aktuell vor einer Frage bezüglich meines Notgroschens und würde gerne eure Einschätzung hören.
Ich habe derzeit 40.000 € auf meinem Scalable Capital Tagesgeld-Konto liegen. Wie bei Scalable üblich, ist das Geld zu 100 % im DWS Deutsche Managed Euro Fund (Geldmarktfonds) angelegt.
Eigentlich ist das mein Notgroschen + Reserve für spätere Aktien-Nachkäufe. Ich habe bei diesem Betrag absolut null Risikotoleranz.
Mir ist die Theorie hinter Geldmarktfonds und Sondervermögen bekannt: Geht Scalable oder die DWS pleite, gehört das Geld rechtlich weiterhin mir und fällt nicht in die Insolvenzmasse. Soweit, so gut.
Allerdings treiben mich ein paar Ernstfall-Szenarien um:
Verfügbarkeit im Pleitefall: Wenn Scalable wirklich mal insolvent gehen sollte, ist mein Geld zwar geschützt, aber wie lange komme ich da faktisch nicht ran? Wochen? Monate? Für einen echten „Notgroschen“ wäre eine lange Blockade ja fatal.
Der Extremfall (Betrug / Anlegerentschädigung): Sollte es doch mal zu krimineller Energie oder Veruntreuung kommen, greift ja nicht die klassische Einlagensicherung (100.000 € innerhalb von 7 Tagen), sondern die Anlegerentschädigung (EdW). Und die sichert soweit ich weiß nur 90 % ab, gedeckelt auf max. 20.000 € – und das Verfahren kann Jahre dauern.
Wie seht ihr das?
Schiebe ich hier unnötig Panik, weil Scalable als regulierte deutsche Vollbank/Broker extrem sicher ist? Oder würdet ihr bei 0 % Risikotoleranz für den Notgroschen das Geld konsequent abziehen und auf ein echtes Tagesgeldkonto bei einer Vollbank (ING, C24, Comdirect etc.) mit gesetzlicher Einlagensicherung legen?
Danke euch für euren Input!