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Cannabis bleibt am häufigsten konsumierte Droge

Cannabis bleibt am häufigsten konsumierte Droge


> Der EU-Drogenbericht zeigt:

Opioide verursachen sieben von zehn tödlichen Überdosen. Cannabis wird weiterhin am meisten konsumiert, aber auch der Kokainkonsum ist noch immer hoch.

  • Ingesamt ist der Drogenmarkt gewachsen.

Die Europäische Drogenagentur (EUDA) hat ihren Jahresbericht für 2024 vorgestellt. Darin wird deutlich:

Es sind immer mehr Drogen auf dem Markt und auch die Zahl der unterschiedlichen Substanzen steigt.

  • Laut Bericht gab es europaweit mindestens 7.600 Tote durch Überdosen.

EUDA-Exekutivdirektorin Lorraine Nolan erklärte, die Drogenmärkte entwickelten sich "in rasantem Tempo, und die Vielfalt der auf Europas Straßen anzutreffenden Substanzen wird zunehmend unberechenbar".

Das habe zur Folge, dass Konsumentinnen und Konsumenten "sehr starke Drogen einnehmen können - oft ohne sich dessen bewusst zu sein". Dem Bericht zufolge kombinieren sie zudem häufig verschiedene Drogen, was die Risiken erhöhe.


> Sieben von zehn Todesfälle durch Opioide:

Dem Drogenbericht liegen Daten aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen und der Türkei zugrunde. Opioide, wie zum Beispiel Heroin, waren laut dem Bericht 2024 für rund sieben von zehn tödlichen Überdosen verantwortlich.

Unter den Substanzen seien auch immer mehr synthetische Opioide.

Seit 2009 seien in Europa 95 davon nachgewiesen worden, allein 2025 sieben neue.Die Zahl bewusstseinsverändernder Drogen in Europa ist im vergangenen Jahr um 50 Substanzen gestiegen. Insgesamt zählt die EUDA nun 1.050 psychoaktive Substanzen, wie aus dem Drogenbericht hervorgeht.

Auch konsumierten mehr Jugendliche E-Zigaretten und sogenannte Vapes als im Jahr zuvor.


> Cannabis häufigste Droge:

Laut Bericht war Cannabis die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Europa. Schätzungen zufolge hätten im vergangenen Jahr 24,9 Millionen Europäerinnen und Europäer zwischen 15 und 64 Jahren die Droge konsumiert.

Allerdings ist der Besitz der Droge nicht in allen Ländern verboten. Malta, Spanien und Luxemburg beispielsweise erlauben den Anbau und Besitz kleinerer Mengen.

Auch in Deutschland sind Besitz und Anbau unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Ein Drittel der Menschen (104.000), die sich 2024 in Europa in eine Drogenbehandlung begeben haben, tat dies den Daten zufolge nach dem Konsum von Cannabisprodukten.

Die EUDA warnt zudem vor mit hochwirksamen synthetischen Stoffen verfälschte Cannabisprodukte.


> Kokainkonsum in Europa unverändert hoch:

Der Kokainkonsum bleibt laut dem Bericht ebenfalls auf einem hohen Niveau: Etwa 4,3 Millionen Menschen konsumierten diese Droge im vergangenen Jahr.

Auch die geografische Verbreitung von Kokain nehme zu. Abwasseranalysen zeigten, dass in 48 von 85 Städten (57 Prozent), in denen 2024 und 2025 Proben entnommen wurden, ein Anstieg der Kokainrückstände festzustellen sei.37.000 Menschen, die sich in Behandlung begaben, nannten Kokain als ihre Erstdroge - der zweithöchste Wert hinter Cannabis.

Die Zahl liegt demnach um 39 Prozent über der von 2018. Daten aus 20 Ländern deuteten 2024 zudem darauf hin, dass Kokain an mehr als einem Viertel der drogenbedingten Todesfälle beteiligt gewesen sei.


> Neue Wege für Schmuggel:

Wir müssen alles daransetzen, um zu verhindern, dass gefährliche neue Produkte den Markt überschwemmen", sagte der EU-Innenkommissar Magnus Brunner.

Er betonte, wie wichtig ein hartes Vorgehen gegen illegale Drogenhändler sei.

Der Bericht weist zugleich nach, dass nach vermehrten Polizeieinsätzen an großen europäischen Häfen Händler bereits neue Wege für den Schmuggel ausfindig gemacht hätten.

Sie nutzten verstärkt kleinere Häfen, Umladungen auf See, Schnellboote, Halbtauchboote und Drohnen.


Stand: 09.06.2026 • 16:50 Uhr - Quelle


u/CannaApotheken_News — 1 day ago

Hanfverband und CSC Inntal verklagen Bayern wegen Verhinderung von Anbauvereinigungen


> Pressemitteilung des Deutschen Hanfverband von 03.06.2026


Gegen die Versagung der baurechtlichen Genehmigung hat der CSC Inntal e.V. heute eine Klage eingereicht. Der Deutsche Hanfverband (DHV) finanziert die Klage, um eine grundsätzliche Klärung der baurechtlichen Einordnung von Anbauvereinen in Bayern herbeizuführen.

Die Bayerische Staatsregierung hat schon vor dem Inkrafttreten des Cannabisgesetzes der Ampel-Regierung verkündet, das Gesetz maximal restriktiv auslegen zu wollen. Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hatte für den Freistaat angekündigt, nach allen Möglichkeiten gegen das Gesetz vorzugehen. Diese Haltung ist in Bayern in vielerlei Hinsicht spürbar, auch bei den Anbauvereinigungen, sogenannten Cannabis Social Clubs (CSC).

Die zuständige Behörde in Bayern hat erst im April 2025 “wegen unausweichlicher rechtlicher Zwänge” die ersten drei Anbauvereinigungen genehmigt, darunter auch den CSC Inntal.

Allerdings hat es die Staatsregierung bis heute geschafft, den tatsächlichen Anbau von Cannabis in Bayern über baurechtliche Tricksereien vollständig zu verhindern. Nach deren Auffassung sei der Betrieb einer Anbauvereinigung ausschließlich in Sondergebieten gemäß § 11 BauNVO bauplanungsrechtlich zulässig- die es allerdings nirgends in Bayern gibt und die auch nirgends in Aussicht stehen.

Andere Bundesländer behandeln die CSCs baurechtlich pragmatisch zum Beispiel als Gartenbaubetriebe. Aus Sicht des Hanfverbands ist damit offensichtlich, dass Bayern mit dieser abenteuerlichen baurechtlichen Einordnung versucht, Bundesrecht auszuhebeln und Anbauvereinigungen zu verhindern.

Der CSC Inntal hat wie einige andere sämtliche Hürden gemeistert, die die Staatsregierung den CSCs in den Weg gestellt hat. Alle Voraussetzungen sind erfüllt. Die Genehmigung der zuständigen Behörde liegt seit über einem Jahr vor.

Die sehr kreative Auslegung des Baurechts ist der letzte Strohhalm der CSU, mit dem staatlich kontrollierter Anbau von Cannabis verhindert werden soll. Deshalb finanziert der DHV das Verfahren im Sinne eines Musterprozesses, damit auch in Bayern endlich eine legale Alternative zum Schwarzmarkt angeboten werden kann. Vertreten wird der CSC Inntal von Rechtsanwalt Dominik Kraft, der heute eine entsprechende Klageschrift eingereicht hat.



u/CannaApotheken_News — 7 days ago

MCOS Newsletter - KW20


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> KW20 2026 / 11. Mai - 17. Mai 2026

  • Diese Woche blickt MCOS auf den Deutschen Ärztetag in Hannover und die aktuellen politischen Entwicklungen.

> Deutscher Ärztetag: Prävention statt Prohibition

  • Auf dem 130. Deutschen Ärztetag in Hannover wurde intensiv über Suchtmedizin und Cannabis diskutiert. Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) und die Bundesärztekammer fordern eine Stärkung der Prävention und Suchthilfe. Wir stimmen zu: Mangelnde Präventionsangebote dürfen nicht zulasten der Legalisierung gehen, sie sind ein Versäumnis der Politik. Statt Patienten zurück in die Illegalität zu drängen, brauchen wir Aufklärung, Entstigmatisierung und eine verlässliche medizinische Versorgung.

> SPD-Initiativen vs. CDU-Blockade

  • Während die CDU weiterhin versucht, Fortschritte bei der Cannabis-Gesetzgebung zu blockieren, sehen wir aufseiten der SPD viele Einzelaktionen und Initiativen, die sich für eine vernünftige Umsetzung einsetzen. Eine geeinte Parteifront ist zwar aktuell schwer erkennbar, aber der Einsatz einzelner Abgeordneter zeigt: Der Weg zu einer fairen und sicheren Versorgung wird weiter erkämpft.

u/CannaApotheken_News — 23 days ago