u/Clemensor

Unbeliebte(?) Meinung: Weniger Ferien für ausgeglicheneres Arbeitsvolumen

Der Gedanke ist mir dieses Jahr das erste Mal so richtig gekommen, als ich in den Kalender bis Weihnachten geschaut habe und feststellen musste, dass ich bis dahin genau zwei Wochen (exkl. Herbstferien) habe in denen wirklich nur eine stinknormale Unterrichtswoche stattfindet. In allen anderen Wochen gibt es immer wieder zusätzliche Angelegenheiten, die Zeit von meiner Kerntätigkeit (dem Unterrichten und vor allem Vor- und Nachbereiten) wegnehmen.

Sei es Tag der offenen Tür, Elternabend, Elternsprechtag, Fachkonferenz in beiden Fächern, Fortbildungen, Schulentwicklungsangelegenheiten, Bereitschaft/Supplierung in der Nachmittagsbetreuung, Konferenzen, pädagogischer Nachmittag, etc. Da rede ich noch gar nicht von anderen Dingen organisatorischer Natur, die so nebenher halt anfallen.

Dann noch der ganze Stress und das Tohowabohu anfang des Schuljahres bis mal alles steht, weil mit Religionsab- und anmeldungen bzw. Wiederholungsprüfungen und Neuaufnahmen Gruppen und Klassen und damit der Stundenplan lange nicht fix ist. Kommen dann noch Projektwochen und Reisen dazu, wirds manchmal schon ziemlich eng mit SA-Terminen und Stoff.

Erstens denke ich, könnte man das von Gesetzen und Fristen besser gestalten und zweitens würde ich weniger freie Tage/Ferien in Kauf nehmen, wenn der Rest der Zeit nicht so wahnsinnig dicht und stressig in der Planung wäre. Mir fehlt oft wirklich die Muße mich eingehend mit den Inhalten und Gestaltung meiner Stunden zu beschäftigen.

Kontext: KV-Oberstufe, AHS, M/GPB, 5+Dienstjahre am Buckel

Fragen rund um Besoldung in so einem Szenario lass ich jetzt mal absichtlich außen vor. Natürlich bin ich auch nicht so naiv zu glauben, dass die Möglichkeit besteht, dass bei weniger Ferien nicht einfach noch mehr anfallen und drauf gepackt werden könnte.

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u/Clemensor — 11 days ago