Das Paradoxon Mann?
Bin sonst stiller Mitleser & habe mal eine Frage an die Runde hier betreffend die Rolle des Mannes in Deutschland.
Gibt es diese überhaupt? Ich bin ehrlich gesagt etwas verwirrt, so wie mein ziemlich bunter Freundeskreis (aus allen Kontinenten, ist wirklich sehr bunt), hatten das schon mehrmals besprochen. Soll kein Deutschlandhate oder so werden, nicht falsch verstehen bitte.
Meine Eltern stammen aus Polen (Mutter) & Ungarn (Vater) = eher konservativ, aber nicht so extrem wie das manche vielleicht denken.
In Deutschland fällt mir folgendes auf:
Für Frauen gibt es einen "Plan" = Emanzipation der Frau. Wie gut das läuft mag ein anderes Thema sein aber denke da hat sich schon viel getan. Soll hier aber nicht Thema sein & müssten Frauen beantworten.
Männer aber sind von der Sozialisierung her ein Paradoxon, so wie ich das erlebe.
Paar Beispiele:
Arbeit: "Flache Hierarchie" = Man(n) soll der Chef sein, aber nicht wirklich führen, als Mitarbeiter eben nur Mitarbeiter aber doch auch Chef zugleich. Zu oft in zu vielen Betrieben erlebt & führte überall zu Chaos. Bin in einer Führungsposition & könnte da viele Geschichten erzählen. Kopf hinhalten ja, den Ton angeben nein weil "das kennen die Mitarbeiter so nicht."
Wehrpflicht: Männer sollen nicht so maskulinsein, ist bis zu einem Punkt auch richtig, wurde auch nicht als Schläger erzogen im Gegenteil. "Gewalt ist keine Lösung" wenn der Mobber einen verprügelt (?!), dazu ist Nationalstolz schlecht & grundsätzlich "Nazi". Bei der Wehrpflicht aber heißt es jetzt Männer (Gleichberechtigung?) sollen fürs Vaterland töten & sterben. Ein gigantischer Widerspruch, Pazifisten erziehen aber Soldaten erwarten vereinfacht gesagt.
Dating: Der Mann soll Gefühle zeigen aber nicht zu viel, wobei doch kaum einer weiß was da genau gemeint ist. Er soll "dominieren" aber alle Freiheiten lassen. Selbstbewusst sein aber nur bei anderen. Der Versorger aber doch noch den Haushalt mitmachen. Nur meine Erfahrung aber Dating mit hier sozialisierten Frauen (nicht ausschließlich "Deutschen" Frauen & auch nicht pauschal alle) ist verwirrend hoch 10.
Deutsche Freunde sagen mir bei dem Thema nur "Ich hab keine Lust mehr & keine Ahnung was die Frauen, die Familie & die Gesellschaft von mir wollen, also mach ich mein Ding für mich selbst." Sie resignieren, etwas das ich auch hier im Sub oft sehe. Manche werden leider auch zum Incel, Rechtsextrem oder was weiß ich. Sie wenden sich Leuten zu, welche ihnen ein klares Bild, definierte Werte ect. vermitteln & das ist meistens leider recht extrem.
Täuscht mich das oder geht es hier anderen Männern auch so, das die Anforderungen an Männer so wie deren Sozialisierung hier irgendwie Widersprüchlich sind & zwar in jedem Bereich? Kommt mir so vor als sollen Männer immer das sein, was situativ gerade gewünscht/gebraucht ist oder eben nicht.