u/DocGreenthumb94

Subtile Kommunikation - eure Geschichten / Tipps dazu?

Hallo Zusammen,

seid ihr auch so grottenschlecht, was das "Zwischen den Zeilen lesen" angeht? Für viele Frauen ist das die primäre Art zu kommunizieren und - Autismus und Männergehirn sei Dank - war ich lange Zeit darin furchtbar schlecht Hints und Subtext zu interpretieren.

Früher waren das bei mir so Dinge wie Körbe zu erkennen.
Anstelle eines "nein danke, kein Interesse" kommt dann beispielsweise so etwas wie "pu, also momentan habe ich echt viel Stress und ich muss schauen wie es mir geht".
(Anmerkung: Heißt natürlich nicht, dass das gelogen sein muss. Aber aus dem Subtext erkennt man z.B. durchaus die Prioritäten.)

Über die Jahre bin ich dank meines Hobbies zwar besser geworden darin Subtexte zu lesen, allerdings ist das immer noch eine ziemliche Challenge "Frauensprache" richtig zu interpretieren und zu deuten. Etwas, das man diesbezüglich öfters liest, ist, dass man nicht darauf achten soll was jemand sagt, sondern was jemand tut.

Was sind bei euch Erlebnisse, wo ihr im Nachhinein ein "Aha!"-Erlebnis hattet?
Unter der Dusche der Gedanke: "Ach so hatte sie das eigentlich gemeint!"

Frauen, die hier mitlesen können selbstverständlich auch Antworten.

reddit.com
u/DocGreenthumb94 — 4 days ago

Ein paar Selbsterkenntnisse zum Thema Dating - eure Meinung dazu?

Hallo zusammen!
Da ich im FragtMänner Sub (Hier) schonmal sehr angenehme Antworten bekomme habe, dachte ich ich frage dasselbe mal hier.

Zunächst für den Kontext: Ich bin 32/m und seit 14 Jahren single. Meine erste und bisher einzige Beziehung war mit einer schwierigen Person (vulnerable Narzisstin) was mich lange negativ geprägt hatte. Das habe ich mittlerweile aufgearbeitet und ich bin seit sagen wir mal 4 Jahren wieder offen für eine Beziehung. Jedoch ziemlich erfolglos, weswegen ich mir seit Anfang des Jahres mal ein persönliches Projekt gestartet hatte um zu bestimmen "woran scheitert es konkret an mir?"

Auch für den Kontext: Ich bin autistisch (somit entschuldige ich mich vorab für das Infodumping), was ich erst 2022 im Alter von 28 Jahren an mir entdeckt habe. Durch das Entdecken davon habe ich einige wertvolle Erkenntnisse und Strategien ausarbeiten können.

Zur Frage "woran hat's jelegen?" habe ich mittlerweile einiges an Erkenntnissen gewonnen und würde dazu gerne mal eure Meinung hören. Eventuell hilft es auch dem einen oder anderen bei der persönlichen Entwicklung.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass es zu 80% an mir selbst scheitert und ich drei offene Baustellen habe. Die restlichen 20% sind externe Probleme, auf welche ich keinen Einfluss habe und welche auch beide Geschlechter betreffen - daher blende ich diese aus. Die sehen wie folgt aus:

  1. Autismusbedingt scheine ich wohl bei vielen Frauen einen negativen Ersteindruck zu hinterlassen. So Dinge wie Augenkontakt, flache Stimmlage, Infodumping, vermutlich auch "das Gefühl vermitteln ich interessiere mich nicht für mein Gegenüber" sind alles Dinge, die mir bekannt sind. -> Bisheriger Lösungsansatz: Lernen wie ich das dem Gegenüber humorvoll vermitteln kann, ohne dass ich Autismus direkt benenne. Ist aber Übungssache und machbar.
  2. Meine persönliche Motivation für eine Beziehung ist (war?) unklar und ich bin mir nicht sicher (gewesen) ob ich überhaupt einen Mehrwert für mich und für mein Gegenüber in einer Beziehung sehe. -> Ansatz: Irgendeinen Grund muss ich haben, sonst würde ich nicht so viel darüber nachdenken. Ich glaube mein persönlicher Wunsch ist es wenigstens einmal in meinem Leben eine gesunde Beziehung zu erleben. Eine, die auf Gegenseitigkeit beruht, wo es ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist, wo man gemeinsam an einem Strang zieht und sich was aufbaut. Ich glaube ich müsste nur mal genauer darüber nachdenken was ich selbst in eine Beziehung mitbringen kann und was ich mir vom Gegenüber wünschen würde.
  3. Hier liegt das größte Problem begraben: Ich habe ein extrem defensives Verhalten, was Konsens und Sexualität angeht. Ich möchte niemanden sexuell belästigen oder als Creep gewertet werden und ich habe panische Angst davor, dass wenn ich einen Flirt versuche, dass ich als sexueller Belästiger gesehen werde. Ich habe verinnerlicht, dass bevor ich irgendwas falsches mache, ich lieber gar nichts mache. Dadurch bin ich extrem passiv, auch wenn ich rational weiß, dass ich davor eigentlich keine Angst haben muss und meine Wünsche (Berühren, Küssen, Sex) ja durchaus auch legitim und normal menschlich sind. -> Ansatz: Das hat sich in meiner Kindheit und Jugend entwickelt. Hier muss ich noch einiges nachholen. Ist sicher auch zusammenhängend mit Autismus unter dem Stichwort "internalized ableism".

Das wären die drei größten Baustellen. Ursprünglich hatte ich noch zwei weitere Punkte als Probleme, die sehe ich jedoch nicht mehr kritisch.

Jedenfalls hat jemand von euch Erfahrungen in irgendeinem dieser drei Punkte? Bzw. wie seht ihr das Ganze? Vorausgesetzt jemand von euch ist gestört genug sich den Textblock hier überhaupt durchzulesen. Danke für alle Antworten schonmal vorab!

reddit.com
u/DocGreenthumb94 — 2 months ago

Ein paar Selbsterkenntnisse zum Thema Dating - eure Meinung dazu?

Hallo zusammen!

Zunächst für den Kontext: Ich bin 32/m und seit 14 Jahren single. Meine erste und bisher einzige Beziehung war mit einer schwierigen Person (vulnerable Narzisstin) was mich lange negativ geprägt hatte. Das habe ich mittlerweile aufgearbeitet und ich bin seit sagen wir mal 4 Jahren wieder offen für eine Beziehung. Jedoch ziemlich erfolglos, weswegen ich mir seit Anfang des Jahres mal ein persönliches Projekt gestartet hatte um zu bestimmen "woran scheitert es konkret an mir?"

Auch für den Kontext: Ich bin autistisch (somit entschuldige ich mich vorab für das Infodumping), was ich erst 2022 im Alter von 28 Jahren an mir entdeckt habe. Durch das Entdecken davon habe ich einige wertvolle Erkenntnisse und Strategien ausarbeiten können.

Zur Frage "woran hat's jelegen?" habe ich mittlerweile einiges an Erkenntnissen gewonnen und würde dazu gerne mal eure Meinung hören. Eventuell hilft es auch dem einen oder anderen bei der persönlichen Entwicklung.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass es zu 80% an mir selbst scheitert und ich drei offene Baustellen habe. Die restlichen 20% sind externe Probleme, auf welche ich keinen Einfluss habe und welche auch beide Geschlechter betreffen - daher blende ich diese aus. Die sehen wie folgt aus:

  1. Autismusbedingt scheine ich wohl bei vielen Frauen einen negativen Ersteindruck zu hinterlassen. So Dinge wie Augenkontakt, flache Stimmlage, Infodumping, vermutlich auch "das Gefühl vermitteln ich interessiere mich nicht für mein Gegenüber" sind alles Dinge, die mir bekannt sind.
    -> Bisheriger Lösungsansatz: Lernen wie ich das dem Gegenüber humorvoll vermitteln kann, ohne dass ich Autismus direkt benenne. Ist aber Übungssache und machbar.

  2. Meine persönliche Motivation für eine Beziehung ist (war?) unklar und ich bin mir nicht sicher (gewesen) ob ich überhaupt einen Mehrwert für mich und für mein Gegenüber in einer Beziehung sehe.
    -> Ansatz: Irgendeinen Grund muss ich haben, sonst würde ich nicht so viel darüber nachdenken. Ich glaube mein persönlicher Wunsch ist es wenigstens einmal in meinem Leben eine gesunde Beziehung zu erleben. Eine, die auf Gegenseitigkeit beruht, wo es ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist, wo man gemeinsam an einem Strang zieht und sich was aufbaut. Ich glaube ich müsste nur mal genauer darüber nachdenken was ich selbst in eine Beziehung mitbringen kann und was ich mir vom Gegenüber wünschen würde.

  3. Hier liegt das größte Problem begraben: Ich habe ein extrem defensives Verhalten, was Konsens und Sexualität angeht. Ich möchte niemanden sexuell belästigen oder als Creep gewertet werden und ich habe panische Angst davor, dass wenn ich einen Flirt versuche, dass ich als sexueller Belästiger gesehen werde. Ich habe verinnerlicht, dass bevor ich irgendwas falsches mache, ich lieber gar nichts mache. Dadurch bin ich extrem passiv, auch wenn ich rational weiß, dass ich davor eigentlich keine Angst haben muss und meine Wünsche (Berühren, Küssen, Sex) ja durchaus auch legitim und normal menschlich sind.
    -> Ansatz: Das hat sich in meiner Kindheit und Jugend entwickelt. Hier muss ich noch einiges nachholen. Ist sicher auch zusammenhängend mit Autismus unter dem Stichwort "internalized ableism".

Das wären die drei größten Baustellen. Ursprünglich hatte ich noch zwei weitere Punkte als Probleme, die sehe ich jedoch nicht mehr kritisch.

Jedenfalls hat jemand von euch Erfahrungen in irgendeinem dieser drei Punkte? Bzw. wie seht ihr das Ganze? Vorausgesetzt jemand von euch ist gestört genug sich den Textblock hier überhaupt durchzulesen. Danke für alle Antworten schonmal vorab!

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u/DocGreenthumb94 — 2 months ago

Hallo zusammen!
Mir ist gerade eine Frage durch den Kopf gegangen, wo mich mal interessieren würde wie eure Meinungen/Ansichten dazu aussehen:

Ist das Zusammenkommen mit einem anderen Menschen (Partnerin oder Partner) wirklich so viel schwerer geworden, oder wird das nur so empfunden?

Hierzu mal ein paar Thesen:

Wenn wir mal das Pferd von hinten aufzäumen und die Frage stellen "war es früher wirklich besser?", dann scheint der Eindruck zu entstehen, dass Boomer und GenX deutlich schneller in eine Partnerschaft gekommen sind. Allerdings könnte dies doch einfach nur auf dem damaligen sozialen Druck gewachsen sein. Es wurde quasi verlangt, dass du bereits mit X Jahren verheiratet bist, ansonsten bist du "komisch" und wirst sozial ausgegrenzt.
Die These kommt daher, da es augenscheinlich doch viele insgeheim unglückliche Ehen zu geben scheint und man nur zusammen bleibt, um dem sozialen Druck auszustellen.

Andererseits wäre auch mal zu hinterfragen, ob das, was wir uns als klassisches Dating vorstellen (wildfremde Person ansprechen, sich treffen und auf mehr hoffen) nicht immer schon wenig erfolglos war (oder es endete nach 1-2 Jahren). Erfahrungsgemäß kommen die meisten Menschen über Freundschaften, die Arbeit oder längere Bekanntschaften zusammen.

Andererseits hat Social Media hier sicher auch einen negativen Impact. Durch Filterblasen (z.B. Incel-Communities, Andrew Tate Jünger, etc.) wird hier immer wieder dasselbe gepredigt und dann irgendwann geglaubt.

All diese Thesen sind aber nur wilde Mutmaßungen bzw. Vermutungen.
Daher mal die Frage: Wie seht ihr das?

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u/DocGreenthumb94 — 4 months ago