▲ 11 r/yoga

Intuitive or structured yoga?

Hey guys, I’m probably an advanced beginner, but I haven’t been regularly on the yoga mat for years. I did some poses today that I remembered from a yoga class I attended for a couple of semesters back in university. I learned the basic poses, but I’m not that familiar with the theory behind all of it.

The session felt really good, and I noticed that I did some poses quite intuitively on my own, as if my body knew what to do. In a sense, that’s probably true, since I had seen some of the poses before, and there’s also muscle memory involved. It went surprisingly well. One small highlight was that I successfully did Crow Pose for the first time.

My question is: Is it okay to combine various poses intuitively without following a strict sequence? I’m quite good at some poses, but I’m more or less clueless when it comes to creating a seamless flow between poses. I don’t want to think too much about it during my practice because it disrupts the immersion.

Should I just integrate new poses spontaneously into my routine, or would you recommend thinking about the exact sequence of poses beforehand?

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u/Positive_Bluebird888 — 4 days ago

Rassistischer Vorfall

Hey, liebe Duisburger und Duisburgerinnen, ich wollte mir nur mal kurz etwas von der Seele schreiben, bevor ich schlafen gehe, da ich wegen eines Vorfalls, der mir gerade passiert ist, etwas unruhig und aufgewühlt bin.

Als ich gerade eben vor einigen Stunden auf dem Nachhauseweg war und zu Fuß über die Autobahnbrücke vor dem Targobankgebäude am Hauptbahnhof ging, fuhr ein weißes BMW-Coupé neben mir her, in dem vier Typen saßen, die anscheinend meine Aufmerksamkeit haben wollten und irgendetwas in meine Richtung riefen, was ich aber, wie gewohnt, einfach ignoriert habe, da mir schon irgendwie bewusst war, dass sie mich provozieren wollten, so wie es halt angetrunkene junge Männer in „Feierlaune“ häufiger tun.

Das war jetzt noch nicht ungewöhnlich oder weiter schlimm, wenn überhaupt etwas nervig. Aber als ich an der Kreuzung stand, hörte ich, wie sie irgendwas untereinander besprachen. Als die Ampel dann grün wurde, fuhren sie mit Vollgas an mir vorbei und grölten alle gemeinsam laut dieses „Ausländer raus“-Lied, das ja vor einiger Zeit mal ein großes Thema in den Medien war. Ich schaute sie dann nur etwas irritiert an und hob ihnen wortlos den Mittelfinger entgegen (wie ein echter Duisburger).

Ich wohne schon fast mein ganzes Leben lang in Duisburg und habe natürlich auch schon so einiges an Rassismus erlebt (auch physische Gewalt), weshalb ich in dieser Hinsicht schon ein dickes Fell habe, aber was mich unheimlich schockiert und wütend gemacht hat, war, dass diese jungen Typen nicht nur total feige waren (zu Fuß hätten sie sich definitiv nicht getraut, so frech und respektlos zu sein), sondern mit einer Selbstverständlichkeit, ohne jegliche Scham und sich dabei auch noch feiernd, rassistische Parolen in der Öffentlichkeit sangen, was ich von jüngeren, unauffällig aussehenden Menschen auf diese „sylthafte“ Art und Weise (vor allem im Ruhrgebiet) eigentlich nicht erwartet hätte.

Natürlich kann jeder rassistisch sein, aber die sahen eher so aus wie Büroangestellte. Ich hätte mir vielleicht das Kennzeichen merken sollen, aber mir ist schon bewusst, dass man bei sowas nicht viel machen kann. Ich fand’s einfach nur traurig, dass sie sehr wahrscheinlich auch Duisburger waren, die als ganz „normale Bürger“ mittlerweile mit ihrer politischen „Meinung“ nicht nur unter uns sind, sondern diese auch immer offener äußern, wofür ich absolut kein Verständnis mehr habe (auch nicht, wenn andere Migranten solche menschenfeindlichen Dinge sagen, was leider auch immer häufiger vorkommt, was für mich ein ganz klarer Indikator dafür ist, dass rechtsradikales Gedankengut immer salonfähiger wird, vor allem unter Jugendlichen, die meistens durch harmlos wirkende Memes damit in Berührung kommen wie diesem albern anmutenden „Lied“).

Ich bin ihnen dann etwas zügiger gefolgt, um sie an der nächsten Ampel zur Rede zu stellen, aber natürlich waren sie dann schon weg, was sicherlich auch für uns alle besser war, weil es auch schnell hätte eskalieren können, da ich mir sowas Dreistes nicht mehr einfach gefallen lassen wollte und schon viel zu oft bei solchen Vorfällen ein Auge zugedrückt habe. Für diese Typen war es wahrscheinlich nur ein „Spaß“, aber für viele Migranten sind ähnliche Vorfälle leider Alltag, gegen die man auch nicht viel machen kann, was natürlich total entwürdigend ist und einem das Gefühl gibt, ohnmächtig und nicht mehr sicher zu sein (als Migrant bekommt man sogar von „beiden Seiten“ was ab). Bevor jetzt aber voreilig wieder darauf hingewiesen wird, dass man sich als Deutscher an Bahnhöfen nicht mehr sicher fühlt (was uns Migranten genauso geht), ist es trotzdem etwas ganz anderes, wenn Obdachlose am Bahnhof Passanten belästigen, was immer schon mehr oder weniger so war, im Vergleich zu Durchschnittsbürgern, die offen rechtsradikale Parolen singen, die man früher nur von einem bestimmten verpönten Klientel aus der Unterschicht zuhören bekam.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man zu solchen Typen wird, die sich daran ergötzen, ihre Mitmenschen auf beschämende Art und Weise abzuwerten und dann noch mit einem guten Gewissen in den Spiegel schauen zu können. Das ist schon echt armselig. Früher hat man solche Leute Versager genannt, aber der Aufschwung der Rechtspopulisten (auch in den USA) hat ihnen anscheinend Mut gemacht, so sehr sogar, dass sie sich wirklich für cool und „based“ halten, was ich total peinlich finde. Und einige von denen arbeiten wahrscheinlich noch in der Personalabteilung, bei der Polizei oder sitzen mit uns im Hörsaal.

Anscheinend ist deren Gesinnung schon so sehr normalisiert worden, dass auch deren Arbeitgeber, Familie und Freunde nichts dagegen unternehmen oder womöglich eine ähnliche Einstellung haben, welche sogar oft als legitim angesehen wird vor dem Hintergrund der in den Medien so ausgeschlachteten Ausländerkriminalität, was mir leider auch in meinem Umfeld aufgefallen ist. Aber gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist nie gerechtfertigt und auch niemals die Schuld desjenigen, der Rassismus, Sexismus usw. erfährt, da diese Formen von Diskriminierung per Definition nichts mit dem Verhalten des Einzelnen zu tun haben und Sippenhaft bloß eine primitive Form und Pervertierung von Gerechtigkeit ist. Ich will niemanden belehren, aber mir scheint es, dass viele Menschen nicht wirklich verstehen, was Fremdenfeindlichkeit eigentlich ist und dazu auch noch unterschätzen, dass sich diese Hassdynamik leicht aufschaukeln kann, sodass jeder davon Schaden nimmt, egal ob man der Mehrheit oder Minderheit angehört, weshalb es nicht nur eine moralische Angelegenheit ist, sondern eine ganz praktische, die uns alle früher oder später betrifft.

Mir geht es in diesem Post nicht darum, Duisburg oder sogar ganz Deutschland als rassistisch darzustellen (ich lebe gerne hier und bin weit davon entfernt, ein Kulturpessimist zu sein), denn die meisten Leute sind glücklicherweise noch halbwegs anständig und menschlich, ich wollte die Gelegenheit nur nutzen, um darauf aufmerksam zu machen, dass ähnliche Vorfälle gegen wen auch immer (Migranten oder Deutsche) nicht verharmlost werden sollten und dass wir alle tagtäglich dazu beitragen können, dass sich jeder in unserer Stadt wohlfühlt. Wir sollten öfter und konstruktiver über das Thema sprechen, damit wir nicht alles in uns hineinfressen und total ressentimentgeladen durchs Leben gehen, da mir auch bewusst ist, dass viele Deutsche, die negative Erfahrungen mit uns Migranten gemacht haben, genauso wie wir diese Wut verspüren, die mich dazu veranlasst hat, diesen Post hier zu verfassen. Diese Wut ist auch gerechtfertigt, nur muss sie auf die richtige Art und Weise gegen die richtigen Gruppen gerichtet werden, anstatt das soziale Klima noch weiter zu vergiften, wie ich es leider auch oft hier auf Reddit oder privat wahrnehme. Das war’s dann auch von mir. Danke fürs Lesen. Gute Nacht. Und passt auf euch auf.

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u/Positive_Bluebird888 — 11 days ago

Nächtliche Begegnung

Dieser kleine Fuchs hat mich gestern auf dem Nachhauseweg so neugierig angeschaut und ist komischerweise eine ganze Zeit lang nicht davongelaufen, weshalb ich natürlich die Gelegenheit nutzen musste, ein Foto zu machen. Ich glaube aber, dass er möglicherweise eine Verletzung am Bein hatte, da er manchmal etwas gehumpelt ist. Ich hoffe, dass es nicht weiter schlimm ist und dass er putzmunter weiter durch die Gebüsche hopst. Fressfeinde haben sie ja eigentlich nicht in der Stadt, aber leider gibt es viel zu viele Autos…

u/Positive_Bluebird888 — 13 days ago
▲ 4 r/einfach_schreiben+1 crossposts

Print on Demand

Vom Lesen in der Hitze heller Glut,
sonnengewärmt,
die Finger um den Buchrücken umschlungen,
vertieft in der reichen Geschichte Handlung,
sind bläulich-gepunktet meine Finger nun
von der Titelseite Tinte
des billig gedruckten Büchleins
eines ach so traditionsreichen Verlags.

Doch so schändlich auch hohe Kultur,
die unbezahlbare, verhökert wird,
schöne Stunden verflogen auch
wie sanftes Dämmerlicht
hinter graubetonierten
Häuserblöcken,
ganz unbekümmert um der
Hässlichkeit weiten Raum.

Und wie die Fingerkuppen mir jetzt bekleckert,
durch unerbittliche Sommerhitze,
schwitzend unter pappkartoniertem
Print on Demand,
hat mein Geist sich auch, simultan,
der blauen Stunde gleich,
die von der Natur größtem Künstler imprägniert,
von anderm Menschenkopf durchwirken lassen.

Beidseitig und gegenseitig verfärbt-vermischt,
wie der kumulusumwölkte Himmel,
der im lichtgekräuselten Hafenbecken
sich jetzt auch spiegelnd-tanzend zeigt,
ephemerisch, doch so echt für das Aug‘,
sah ich mein Gesicht ins Buch gedruckt,
als sei ich verflieeeß-
ende Tinte.

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u/Positive_Bluebird888 — 1 month ago
▲ 124 r/jamesjoyce+1 crossposts

First impression

I just read the first chapter of Ulysses, and I am blown away by Joyce’s dense style, wit, and the mixture of lovable humor and soul-crushing melancholy. Reading it in a fitting setting really adds to the experience of diving into this literary journey of simultaneity, where ancient and modern topoi and aesthetics intertwine. It’s truly unlike anything I’ve read before and serves as proof of the vividness and joyfulness of “classical” literature, which is often seen as dull or pretentious. I had so much fun reading it this evening and I have just started the second chapter :D

u/Positive_Bluebird888 — 1 month ago

Seltener Besuch

O seht, was flog nur auf meine grünstrahlende Brust? – Ein jung’ Maikäfer! Doch ist er nicht rot und schwarzgepunktet, wie jeder einer sie kennt; dunkel-gelblich wie reifende Orangen und jungfräulich-weißgepunktet bot er sich mir dar. So nahm ich ihn behutsam in meine Hand und ließ ihn durch meines Herzens Wärme grüßen. Verspielt und ganz entzückt waren wir beide wohl durch des andern Aug’. Neugierig und verdutzt betrachteten wir unser Selbst wechselseitig im andern Geschöpfe und wussten nun um des Naturschauspiels der Welt. Nun hielt ich ihn zur weißblendenden Mittagssonne hin, sodass er mich anmutig wieder verließe, wie er so selten schön mir plötzlich aus dem grellen Himmel zuflog, welchen ich augenzukneifend zuerst rötlich-schwarz warm hinter meinen Lidern vernahm, als wenn ich noch gerade im Fruchtwasser schwämme, mit dem Unterschied, dass ich mich mit einem Augenschlag selbst gebären konnte. Doch flog er noch nicht fort, ward noch immer mein eigen Schatz, wie der erquickende Moment, der uns selten so einfach, aber reichlich beglückt. Ist er nicht wie dieser Maikäfer, der Moment? Wollt’ er mich doch nicht verlassen; je genauer ich ihn auch betrachtete, noch spürte ich seine Fühler meinen Finger kitzeln. Und erst als ich des friedlichen Glücks gewahr mir wurde, als wenn es mir allein gehöre und für niemand anderes bestimmt sei, flog alsdann schon mein flücht’ger Freund ins satte Grün, das nicht wie das auf meiner Brust bloß aus Textilien bestand, zurück, wo er nun ohne mich weiter mit den wuselnden Hummeln frohlockte. Und so blieb schon nichts mehr von ihm, außer sein entfernter Flügelschlag, den ich zu vernehmen meinte. So schaute ich ihm nach, obschon er nicht mehr zu sehen war. Ganz verflossen lechzte ich nun nach des erfrischenden Flusses Wasser, das mich wie aus einem langen Schlummer aufgeweckt und belebt hat, als sei ich gerade wie ein Täufling aus der dunklen Tiefe aufgetaucht. O Maikäfer, mein ungestümer Freund, warum fliegst du doch so eilig immer fort, wie du mir plötzlich kamst …

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u/Positive_Bluebird888 — 1 month ago

Waldesgrenzen (Sonett)

»Gegrüßt seist du, mein Freund«, zwitschert das Rotkehlchen
mir zu – so scheint’s mir, wie Sonnenlicht auf mein Aug’.
Ist’s auch nur ein Glaub’, so werd’ ich doch stets davon erbaut,
dass der Schöpfer sich im Geschöpfe zeigt – für ein Weilchen.

Wie fühlt’ ich mich, ach, so einsam unter Menschen
und in der Abgeschiedenheit doch so gesellig.
Von des Stadtlebens Geraune nicht mehr behelligt,
wenn ich gegangen bin über Waldesgrenzen.

So wandre ich auf unwegsamen Pfaden stets
zu meinem Selbst, dessen stummer Klang nun wird erhört,
welcher wie die Nachtigall jedermann betört,

der sich verlier’n kann in der Ruhe des Gebets.
Und wenn erkannt du hast der Wesen Leiden,
wirst du kennen Gottes Liebe – selbst unter Heiden.

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u/Positive_Bluebird888 — 1 month ago
▲ 3 r/Poetry

[Poem] My glance is clear like a sunflower by Fernando Pessoa translated by Edwin Honig and Susan Brown

u/Positive_Bluebird888 — 1 month ago

Odyssee zum Selbst

Unerschöpflich brodelt unsres Grundes Quelle,
Sie treibt auf und an – unsres Wesens Wille.
Doch des Gedankenstrudels reinigende Flut
Tut jungen Seglern noch Not – aber nur Mut!

Hast du dich erst gesetzt der Schwermut zur Wehr,
Tut sich dir kein Gedanke mehr dunkel kund.
Allen Gefühlen bist du dann standhaft Herr,
Wenn du kuriert hast deines Herzens tiefste Wund’.

Musst jedoch erst steig’n hinunter in den Hades,
Odysseusgleich Sirenengeheul erwehr’n.
An halkyonischen Tagen kommt empor Klares –
Wie die Welle zum Meer wirst du zum Selbst heimkehr’n.

Fast versteinert wärst du durch des Ungeheuers Blick,
Irrtest dunkel wie Perseus in der Gorgonenhöhle,
Doch triebst die lähmende Furcht aus dem Leib mit Geschick.
Siegreich nun hältst du Medusas Haupt in die Höhe!

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u/Positive_Bluebird888 — 2 months ago

Cogito, ergo sum?

Cogito, ergo sum?

Scheint des Jünglings Existenz
ihm wie des Gefühls eigen Essenz —
zieh’n sodann Empfindungen zügig
an seinem „Ist“ vorbei.

Nun mündig seine Evidenz,
am Tisch er reif’ Früchte kredenzt —
doppelbödiger Gedankenzweifel
heißt ihm jetzt sein „Weil“.

Doch als alter Greis, zu seinen Abendstunden,
wird auch dies endlich überwunden —
so lässt der geronnene Geist das fließende „Sein“ wieder los.

Nicht mehr von Apollon geschunden,
auch nicht an dessen Ehrgeiz mehr gebunden —
wiegt der Wiedergeborene sich nun in Gaias warm’n Schoß.

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u/Positive_Bluebird888 — 2 months ago

American Literature for beginners

Hey, I just wanted to ask which American authors you would recommend to a guy who doesn’t like Steinbeck, Hemingway or Faulkner (these three seem to be mentioned the most in this sub).

I am only familiar with European authors (especially German ones). I love Thomas Mann, Kafka, Stendhal, Lampedusa, Joyce and Hesse. The only American author I found interesting was Ralph Waldo Emmerson (he seems to be similar to Nietzsche) and I know Thoreau a bit.

I am not trying to be facetious, but I just want to read a good American novel that is not macho, bigoted, calvinistic, puritanical or straight up capitalist ideology cloaked in pseudo-philosophy (I am looking at you Ayn Rand, lol).

Can you recommend any American novels that are a bit more humorous and compassionate? And maybe with highly stylistic prose?

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u/Positive_Bluebird888 — 2 months ago

Emotional immaturity

I just wanted to share an insight I had lately about my parents (and some other relatives). Narcissistic parents never grow up and they become even more immature when aging. It’s kinda like the Benjamin Button syndrome, but internally: they become more and more childish because they can’t get their supply as easily anymore until their behavior borderlines that of dementia patients, but they can still live like normal adults, although without the ability to have healthy relationships. It’s sad, but since I accepted that I had been projecting my own values and insights onto them, it became very freeing and empowering to me. It doesn’t matter what you say or do you can’t heal them. It’s only possible (theoretically) if they don’t have another option anymore than confronting their own demons, and you can help them with that by keeping your boundaries and by stopping to enable them. I realized that people rarely change (in the good and bad sense), but almost never in middle age when they have already lived their whole lives as narcissists. They will change their manipulation strategies and their image, but, in my opinion, it’s not possible to have an authentic and intimate relationship with people who haven’t learned to see others as individuals, let alone to see themselves in all their complexity, which hasn’t even formed properly yet. I wish that everyone finds his peace in the end eventually, but you can also decide to make your peace with yourself and the world right now, independently of the standards and expectations of others. Let us lead with love and compassion, but there is no real love nor compassion without granting ourselves at least as much of both as we grant to others. Thanks.

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u/Positive_Bluebird888 — 2 months ago

Emotional support

Did your pwBPD also need constant emotional support, but refused to give you any when you were struggling?

In my experience, they also forget everything positive you have done for them when they’re splitting. They act as if they have been constantly supporting you, which creates an insane amount of cognitive dissonance because suddenly you feel like the one with BPD/NPD, and unlike them, you take it personally and try to make amends.

I also noticed that they almost always have someone who supports them emotionally and morally (while you have to struggle on your own), but they still think that they have a helper syndrome and are hypersensitive empaths. If they also have narcissistic tendencies, they think that they don’t need anyone, while it’s obvious that they refuse to others what they can’t live without.

It’s so infuriating when you see how much they prioritize their own needs while ignoring yours completely. And then, they have the audacity to belittle you and shame you for being weak or having a victim mindset just because you made yourself vulnerable literally once (when you couldn’t handle the constant pressure and stress anymore they have caused).

Did you also experience that they can’t hold space for your emotions and needs while being absolutely entitled about their own?

They seem to be much more abusive when you are struggling. But when you are calm and confident, they suddenly act as if nothing has happened and try to get some of the positive energy from you. It’s mind boggling.

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u/Positive_Bluebird888 — 2 months ago

Controlling communication

Hey, did anyone experience that their pwBPD would constantly complain to you about not asking enough questions? And when you would ask them more about their life, they would feel interrogated, while you were just trying to show more honest interest in them and validate their experiences.

I would feel very narcissistic when they demanded such a thing or would criticize my tone because I already tried to be as empathetic and calm as possible, but it was never enough or too much of something. I never have heard similar criticism from anyone else, but when you are emotionally attached to someone, you take everything they say very personally and constantly second-guess yourself.

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u/Positive_Bluebird888 — 2 months ago

Classic and indie horror movies (“elevated horror”)

Hey, horror fans! I’m looking for recommendations. Not to sound all too pretentious, but I’m not really into jump scares or slasher/gore movies, instead I love atmospheric, plot-driven horror.

I like subtle, goosebump-inducing suspense, classic horror, and underrated indie (arthouse) horror films. I’d love to hear your opinions on the movies I’m considering watching, because I’m far too indecisive (lol). Feel free to share your own favorites.

Some horror movies I enjoyed:
- The Witch (supernatural folk horror)
- The Lighthouse (absurd/comical folk tale/horror)
- The Others (psychological ghost story thriller)
- The Vigil (orthodox Jewish mythology/allegory)
- Cuckoo (strange German horror science-fiction)
- Creep (liminal subway horror)
- The Wicker Man (the original Midsommar)
- The Exorcist (classic horror-thriller)

Movies I am curious about:
- Oddity
- Hokum
- The Omen
- The Thing
- Marama
- Marrowbone
- Cure for Wellness
- The Babadook
- Phenomena
- Hausu
- The Company of Wolves
- Don’t Look Now

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u/Positive_Bluebird888 — 2 months ago

Overlaps with Autism/ADHD

Recently, I have noticed that especially women on social media who were once diagnosed with BPD identify ever more often as autistic (men seem to resonate more with ADHD). I don’t want to invalidate their experiences, but it’s really hard to believe that people who seem (at times) so “normal”, in the sense that they’re very good at expressing themselves emotionally by speech and facial expressions, have a neurological learning disorder.

At best, they could be level 1 autists who have learned to mask very well, but, other than that, BPD and autism seem like the polar opposites of each other behaviorally, except maybe for the feeling to be different than others and the high sensitivity to environmental stimuli. In my experience, autistic people behave completely different, but maybe I have only encountered level 2-3 autistic individuals.

What do you think? Is there so much overlap that psychiatrists struggle to distinguish between these two things? Could it have to do with their identity issues? I can understand that they don’t want to live with the stigma, but misdiagnosis wouldn’t make their situation better for them. To me it seems like as if they want others to treat them with more care and tolerance, instead of taking accountability and learning to regulate their thoughts and emotions.

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u/Positive_Bluebird888 — 3 months ago

Belugas im Duisburger Zoo

Hey Leute, ich hatte heute Abend einige interessante, aber umso unglaublichere Flashbacks aus meiner Kindheit, die ich gerne mit euch teilen würde, um herauszufinden, ob es sich dabei nur um kindliche Fantasien oder um echte Erinnerungen handelt, die in dieser Form im Duisburger Zoo auch tatsächlich mal stattgefunden haben könnten. Ich entschuldige mich jetzt schon einmal im Voraus für den etwas längeren Text, aber der ein oder andere wird ihn vielleicht ganz witzig finden und auch einige ähnliche Kindheitserinnerungen zu erzählen haben.

Folgendes:

Als ich im Grundschulalter war (Mitte der 90er), gab es im Zoo eine Walshow, mit zwei Belugas und einem kleinen, schwarz-weiß-farbigen Delfin, von denen Geburtstagskinder regelmäßig in einem kleinen Boot durchs Becken gezogen wurden; was ich wie alle anderen Kinder natürlich echt aufregend und faszinierend fand. Wie es das Schicksal wollte (oder wie es mein Vater eingefädelt hatte), war ich auch mal an der Reihe. Da ich recht tollpatschig bin, fiel ich nach der Bootsfahrt kurz vor dem Aussteigen tatsächlich mal ins Becken, was mein Vater mir vor einiger Zeit auch unter schadenfrohem Lachen bestätigte. Glücklicherweise hatte ich jedoch Schwimmflügel an, da ich noch nicht schwimmen konnte. Aber das war noch nicht der unglaubwürdige oder „verstörende“ Teil der Geschichte.

Es ist natürlich nichts weiter Schlimmes passiert. Die Tiere waren sehr ruhig, sodass auch ich mich recht schnell beruhigte, obwohl sie mich im Boot sehr wild und ungestüm durchs Wasser gezogen hatten, weshalb mir das ganze eher wie eine Art Rodeo vorkam, da ich mich schon während der Fahrt kaum auf den Beinen halten konnte. Der Dompteur zog mich langsam wieder an einem Seil aus dem Wasser, nachdem ich vergeblich versucht hatte, von alleine wieder in diese wacklige Nussschale von Boot zu steigen. Als ich dann wieder festen Boden unter meinen Füßen hatte und klitschnass war, wollte ich mich vor Scham einfach nur schnell verdrücken, aber ich wurde nochmal auf die Bühne geholt. Ich glaube, dass der gute Herr Dompteur dem ganzen noch ein einigermaßen gutes Ende bereiten wollte. Ich durfte den Wal dann aus nächster Nähe füttern und sogar meine Hand auf seine Zunge legen.

Aber dann passierte etwas total Surreales, was ich anscheinend über Jahre hinweg verdrängt hatte, weil es so schnell ging und selbst für mich unglaublich klingt. Der Dompteur steckte einfach seinen Kopf in das Maul des Wals, was ich total absurd fand. Bevor er mich gehen ließ, forderte er mich dann auch noch auf, es ihm gleichzutun. Ich dachte mir, dass es nur ein Witz sein könne, und weigerte mich natürlich, weil ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, wie man so selbstverständlich seinen Kopf in das Maul des Wals stecken kann, ohne dabei verletzt zu werden. Es ging mir wirklich nicht in den Kopf (no pun intended), und ich glaubte, ernsthaft veräppelt zu werden.

Aber er ließ nicht nach, und da ich sowieso schon ins Becken gefallen war, wollte ich mich nicht noch ein weiteres Mal blamieren. Als ich dann diesen dicken, knuffigen Kopf des weißen Riesen unmittelbar vor meiner Nase beobachtete und schrittweise mit dem Dompteur an meiner Seite vorsichtig kriechend an den Beckenrand geführt wurde, verschwand allmählich meine Angst. Im Nachhinein betrachtet war die Show psychologisch echt geschickt gemacht, da ich durch die Gruppendynamik, dem Vertrauen zum Dompteur und meiner kindlichen Beeinflussbarkeit keinen anderen Ausweg sah, als meinen Kopf einfach übers Becken zu strecken, während der Dompteur mich dabei festhielt und mir Mut zusprach.

Ich hielt die Luft an und dann ging alles ganz schnell. Der Wal hob sich aus dem Wasser und umfasste plötzlich meinen ganzen kleinen Kinderkopf mit seinen weichen, speckigen Lippen, so als wenn er mich umarmen würde. Bis zum Schluss dachte ich noch, dass es nur ein Scherz sei, und der Dompteur mich noch rechtzeitig zurückziehen würde. Ich hielt meinen Kopf auch nur hin, weil ich niemanden enttäuschen wollte (vor allen nicht meinen Vater) und glaubte, einfach nur etwas bei der Show mitspielen zu müssen, damit ich wieder auf die Tribüne darf.

Es war eine Mischung aus Mutprobe, Hypnose und einer dieser Vertrauensübungen, bei der man sich nach hinten fallen lassen soll. Ich hatte bis dahin noch nie so etwas Mutiges und Verrücktes getan, da ich ein eher schüchternes Kind gewesen bin. Nachdem mein Kopf wieder an der frischen Luft war, wurde ich vom Applaus der Zuschauer total überwältigt, woran ich mich auch noch gut erinnern kann, da das Publikum sich sichtlich darüber amüsierte, dass ich nicht nur ungeschickt ins Becken fiel, sondern auch noch etwas getan hatte, was niemand und erst recht nicht ich selbst mir bis dahin zugetraut hätte. Ich habe mich davor noch nie so adrenalingeladen und stolz gefühlt, und konnte bis zum letzten Moment nicht begreifen, wie ich sowas überhaupt machen konnte (natürlich hat der Dompteur mich ganz sachte, aber suggestiv gepushed, und ich habe einfach mitgemacht, ohne wirklich zu wissen, was tatsächlich passieren würde).

Naja, das war meine kleine Geschichte, die ich bis gerade auch nicht glauben konnte (bis auf die Bootsfahrt und meinen Sturz ins Wasser). Ich habe etwas recherchiert und anscheinend waren diese Tiershows damals wirklich etwas verrückt (und ethisch fragwürdig) für heutige Verhältnisse. Ich weiß, dass Erinnerungen sich mit der Zeit auch verändern, aber irgendwas hat in mir diese intensiven Flashbacks getriggert, sodass ich jetzt ziemlich sicher bin, das alles ungefähr so abgelaufen sein muss, da ich noch heute förmlich die dicken, weichen Lippen des Wals an meinem Hals spüren kann, genauso wie das unheimliche Gefühl in mir, plötzlich nichts mehr zu sehen, weil mein Kopf komplett vom Wal umfasst wurde.

Der laute Applaus und die Erleichterung, die ich danach wahrnahm, könnten auch nicht lebhafter und greifbarer vor meinem inneren Auge erscheinen. Es war an sich eine sehr emotionale und skurrile Erfahrung, weshalb ich mich möglicherweise nicht mehr so genau daran erinnern konnte, die ich aber auch nicht missen will, da ich bis heute eine tiefe Faszination für Meeressäuger habe, aber auch eine unbestimmbare Furcht vor ihnen. Aber selbst wenn ich mir den letzten Part wirklich nur retrospektiv eingebildet haben sollte, finde ich es unfassbar und irgendwie auch komisch, dass solche Shows und Kunststücke wirklich mal normal gewesen sind, was man im Internet noch auf Fotos nachschauen kann.

Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht? Ich war ja bestimmt nicht das einzige Kind in den Neunzigern, das diese Walshow im Duisburger Zoo gesehen und interaktiv an ihr teilgenommen hat. Gibt es sowas im Duisburger Zoo heute noch? Und wie gefährlich waren diese Kunststücke wirklich?

Danke fürs Lesen. Ich wünsche euch allen noch einen schönen Vatertag.

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u/Positive_Bluebird888 — 3 months ago