Kaninchen wirken unglücklich
Hallo, ich versuche mich kurz zu fassen und alles verständlich zu erklären.
Ich habe zwei Kaninchen, die in Innenhaltung leben (ca. 6 m²). Vor ca. einem Jahr bin ich mit den beiden umgezogen, und seit dem fällt mir extrem auf, dass die beiden gelangweilt und irgendwie unglücklich wirken. Lilo (weiblich) ist 7 Jahre alt und unkastriert. Buddy (männlich) ist ca. 5 Jahre alt und kastriert.
Da die beiden die Holzplatten im Boden nicht mögen, habe ich stattdessen Teppiche ausgelegt, die sie auch zu mögen scheinen. Allerdings rennt trotzdem keiner von beiden wirklich rum oder springt viel. Rutschen tut der Teppich nicht. Stattdessen liegen sie einfach viel herum, was für Lilo noch verständlich ist, da sie mittlerweile älter ist und auch schon die ersten Alterserscheinungen hat. Buddy hingegen ist eigentlich viel energetischer, aber auch er rennt nicht wirklich rum.
Seit dem Umzug habe ich leider keine richtige Möglichkeit mehr, die beiden draußen rumrennen zu lassen.
Was Beschäftigungsmöglichkeiten angeht, weiß ich leider nicht so richtig was ich noch versuchen soll. Die Spielsachen die ich bisher gekauft oder gebastelt habe wurden entweder direkt so zerfetzt, dass sie in den Müll mussten oder kaum angerührt.
Mit einer Buddelkiste hatte ich es auch schon versucht, leider ist aber mein Weibchen nicht stubenrein und die Holzkiste ist irgendwann komplett aufgeweicht.
Da Lilo nicht stubenrein ist, ist auch die Reinigung des Geheges ziemlich nervig, da ich ständig die Teppiche waschen muss.
Ich bin mittlerweile eigentlich schon zu dem Schluss gekommen, dass es am Besten wäre, wenn ich die beiden an jemand anderem abgebe. Aber ich würde es gerne noch ein letztes Mal versuchen.
Ich weiß, dass das vielleicht etwas dramatisch wirkt, aber ich möchte einfach, dass die beiden ein gutes Leben haben. Mir ist klar, dass sie es bei mir jetzt auch nicht schlecht haben, aber ich bin einfach der Meinung, dass sie etwas besseres verdient haben. Und ich glaube nicht, dass ich noch in der Lage bin ihnen das zu bieten.
Es kommt eben noch oben drauf, dass ich schon 2 vorherige Kaninchen viel zu früh verloren haben. Eins hatte einen Darmverschluss und der Nachfolger hatte leider Kaninchen-Syphilis vererbt bekommen, welches durch den Stress der Vergesellschaftung ausgebrochen ist. Er hatte dann leider die Medikamente nicht vertragen und ist ebenfalls verstorben. Danach kam Buddy, der glücklicherweise noch lebt, aber sehr häufig unerklärliche Magenprobleme hat und deshalb alleine im vergangenen Jahr um die 8 Mal notfallmäßig beim Tierarzt war. Und das waren nur die Male, bei denen ich es mit meiner Kaninchen-Apotheke zu Hause selber nicht mehr hinbekommen hab. Seine Partnerin hat nie solche Probleme.
Dementsprechend bin ich mittlerweile einfach sehr niedergeschlagen. Wenn jemand irgendwelche hilfreichen Tipps hat, bitte lasst es mich wissen. Kritik ist gewünscht, solange sie nicht unfreundlich wird - ich versuche hier wirklich mein Bestes.