


Review Freitag: "Black Bullet" (unvollendet)
Titel: “Black Bullet”
Romanvorlage: Shiden Kanzaki
Mangazeichnungen: Hon Morino
Charakterdesign: Saki Ukai
Genre: Action, Science-Fiction, Drama, Horror
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Verlag: Tokyopop
Erscheinungsdatum: 2013 (Japan) / 2015 (Deutschland)
Bände erschienen: 4 (unvollendet)
Erscheinungsbild:
Die Cover sind farbenfroh gestaltet und zeigen die wichtigsten Figuren der jeweiligen Bände in verschiedenen Szenarien. Trotz der kräftigen Farben wirken sie durch den schwarzen Tokyopop-Rand und den großen weißen Schriftzug einheitlich. Die Buchrücken bilden ebenfalls ein stimmiges Gesamtbild durch den typischen Aufbau: Verlag, Titel, Charakterbild und Bandnummer.
Zeichnungen:
Die Zeichnungen sind sauber und detailreich. Besonders in den Actionszenen kommen Dynamik und Geschwindigkeit gut zur Geltung. Die Charakterdesigns orientieren sich stark an den Light Novels und wechseln gekonnt zwischen ruhigen Momenten und brutalen Kampfszenen.
Plot:
In der nahen Zukunft des Jahres 2021 [ ;) ] vernichtet ein Virus [ :( ], das Menschen in Gastrea, riesige, auf Tieren basierende Monster verwandelt, fast die gesamte Menschheit. Nur wenige können sich in geschützte Städte retten.
Im Jahr 2031 kämpfen der 16-jährige Rentaro und seine zehnjährige Partnerin Enju als Mitglieder einer Sicherheitsorganisation gegen die Monster.
Als ein mysteriöser Mann mit einer Maske auftaucht, liegt die Sicherheit der Menschheit plötzlich in Rentaros Händen.
Themen:
Im ersten Handlungsbogen geht es vor allem um Diskriminierung. Einige spezielle Mädchen werden aufgrund der Umstände ihrer Geburt häufig schon als Babys getötet. Überlebende werden gehasst und müssen entweder in Slums leben oder werden als Waffen eingesetzt.
Später kommen außerdem Korruption in der Politik und gesellschaftliche Apathie als Themen hinzu.
Charaktere:
Rentaro Satomi - Der Hauptcharakter und menschliche Sicherheitangestellter (“Promoter”) der Tendo-Sicherheits-Agentur.
Enju Aihara - Rentaros „Initiatorin“ mit übermenschlichen Fähigkeiten.
Kisara Tendo - Leiterin der Tendo-Sicherheits-Agentur und Rentaros Kindheitsfreundin.
Kagetane Hiruko - Ein mysteriöser Mann mit Maske, der sich Rentaro immer wieder in den Weg stellt.
Lieblingscharakter:
Rentaro - Er hat großartige Actionszenen und ist ein mitfühlender Junge, der sich wünscht, dass die diskriminierten Kinder ein normales Leben führen können. Wer könnte ihn nicht mögen?
Lieblingspanel:
Rentaro und der Maskenmann treffen mehrmals aufeinander. Hier mag ich die simple Komposition, beide bekommen einen coolen Oneliner und der Regen sorgt für eine großartige Atmosphäre.
Schwachpunkt:
Die Lolis. Warum?! Enju nervt mit ihrem Verlobten-Gerede und es gibt sogar Pantyshots von Zehnjährigen. Gerade weil der Manga zeigen möchte, dass die diskriminierten Mädchen trotz ihrer Herkunft ganz normale Kinder sind, wirkt diese Sexualisierung völlig fehl am Platz.
Positiv ist immerhin, dass sie vergleichsweise selten vorkommt und Rentaro Enjus Annäherungsversuche nicht erwidert (das mindeste!). Trotzdem musste ich einen Kuss zwischen einer Zehnjährigen und einem Sechzehnjährigen sehen. -_-
Weirdness-Faktor:
🦆🦆☆☆☆ (2/5)
Pantyshots von Kindern.
Bewertung:
⭐️⭐️⭐️☆☆ (3/5)
Unnötige Sexualisierung beiseite, ist Black Bullet ein guter Manga. Band 4 besteht fast nur aus Action und macht richtig Spaß. Auch die Popkultur-Referenzen lockern die Geschichte immer wieder auf. Besonders kreativ fand ich die unterschiedlichen Tierarten, auf denen die Gastrea basieren, und die Fähigkeiten, die sich daraus ergeben.
Leider umfassen die vier Mangabände nur die erste Light Novel und enden dann. Wer mehr von der Geschichte erleben möchte, muss zum Anime (2014) oder zu den Light Novels (2011) greifen. Der Anime adaptiert die ersten vier Light Novels. Die Romanreihe selbst umfasst sieben Bände, wurde jedoch mitten in einem Handlungsbogen abgebrochen. Band 6 bildet dabei den Abschluss der letzten vollständig erzählten Arc.
Und noch zum Schluss: Band 2 meiner Mangaauflage hat einen Produktionsfehler. Die Seiten 61 und 64 wurden beim Druck nicht richtig voneinander getrennt. Das macht es zwar schwer zu lesen, aber ist auch ziemlich lustig. :>