


Review Freitag: : "Blue Exorcist"
Titel: "Blue Exorcist"
Mangaka: Kazue Katou.
Genre: Action, Fantasy.
Altersempfehlung: 12 Jahre.
Verlag: KAZÉ Manga (jetzt Crunchyroll Manga)
Erscheinungsdatum: 2009 (Japan) / 2012 (Deutschland)
Bände erschienen: 34 (Japan) / 32 (Deutschland) laufend.
Erscheinungsbild:
Die Cover sind sehr farbenfroh und zeigen wichtige Charaktere in actionreichen Posen, die gut zu den jeweiligen Figuren passen. Die meisten Cover besitzen einen weißen Hintergrund, wodurch die bunten Charakterillustrationen besonders gut zur Geltung kommen. Die Buchrücken sind einheitlich weiß und besitzen den typischen Aufbau mit Verlagslogo, Titel, Bandnummer, einem kleinen Charakterbild und dem Namen der Mangaka. Insgesamt ergeben die Bände dadurch ein schönes und einheitliches Gesamtbild.
Zeichnungen:
Die Zeichnungen sind sehr schön und eignen sich hervorragend für einen Shōnen-Manga. Die Charakterdesigns sind gut durchdacht und trotz der großen Anzahl an Figuren kann man die einzelnen Charaktere problemlos auseinanderhalten. Auch der Zeichenstil selbst besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Man kann praktisch eine beliebige Seite im Manga aufschlagen und erkennt ihn. Kazue Katou hat außerdem ein Händchen für Kreaturendesigns. Besonders in der zweiten Hälfte der Reihe kommen zunehmend interessante und teilweise ziemlich unheimliche Horrordesigns dazu.
Plot:
Rin Okumura ist ein gutherziger, aber ziemlich problematischer Junge, der eines Tages feststellen muss, dass er der Sohn Satans ist. Anstatt sich auf die Seite seines Vaters zu stellen und als Dämon die Welt unsicher zu machen, entscheidet er sich dafür, Exorzist zu werden und Satan zu besiegen. Auf der Exorzistenschule lernt Rin zahlreiche Verbündete und neue Freunde kennen. Doch nicht alle Söhne Satans stehen auf der Seite der Menschheit und schon bald muss sich Rin nicht nur mit seiner eigenen Herkunft, sondern auch mit anderen übernatürlichen Gefahren auseinandersetzen.
Themen:
Ein offensichtliches Thema der Reihe ist die Frage, ob die Herkunft tatsächlich das eigene Schicksal bestimmt. (Mewtu sagt “Nein”) Daneben vermittelt die Geschichte immer wieder die Botschaft, dass das Leben lebenswert ist und man auch in schwierigen Situationen nicht aufgeben sollte. Der wichtigste Punkt ist, um Hilfe zu bitten. Ob Kindererziehung, eine schwierige Vergangenheit oder Zukunft, es wird immer wieder betont, dass Alleingänge nicht hilfreich sind.
Charaktere:
Rin Okumura - Gutherziger Junge, der gerne kocht.
Yukio Okumura - Der kleinere Bruder mit Minderwertigkeitskomplexen.
Mephisto Pheles - Otaku und einer der stärksten Dämonen.
Shiemi Moriyama - Sie ist eine Spätzünderin, die mit allem Probleme hat, außer mit Pflanzen.
Izumo Kamiki - Außen Mobberin, innen Romance-Manga-Fan.
Ryuji „Bon“ Suguro - Genie und Muskeln in einem.
Renzo Shima - Der Perversling der Gruppe.
Konekomaru Miwa - Stratege, bekommt aber meist nicht viel zu tun.
Lieblingscharakter:
Izumo - Mean Girls, die sich später zu starken und netten Verbündeten entwickeln, sind einfach ein gutes Thema. Ich mag diesen Charaktertyp generell sehr gerne. Ähnliche Beispiele wären Amity aus „Das Haus der Eulen“ oder Pazifika aus „Willkommen in Gravity Falls“.
Liebevolle Erwähnung: Arthur A. Angel, er ist Feminist.
Lieblingspanel:
In der Kitsune-Arc geht die Hauptgeschichte für mich richtig los. Die Zeichnungen werden noch einmal besonders schön und gleichzeitig wird es deutlich brutaler und teilweise ziemlich gore-lastig. Es hätte auch jedes Panel mit Luzifer sein können.
Schwachpunkt:
Die Reihe braucht ein bisschen, um beim Leser wirklich ein „Wow“ auszulösen. Gerade am Anfang wirkt „Blue Exorcist“ noch recht langsam und vorhersehbar. Der eher ruhige Aufbau der Welt zahlt sich allerdings später aus. Je mehr Zusammenhänge enthüllt werden, desto interessanter wird die Geschichte. Persönlich sind außerdem Geschwisterstreits einfach nicht mein Ding. Davon gibt es bei den Okumura-Brüdern allerdings nicht gerade wenig.
Weirdness-Faktor:
🦆☆☆☆☆ (1/5)
Ein weiblicher Charakter hat sehr viele Fanservice-Szenen, aber wenigstens ist sie erwachsen.
Bewertung:
⭐️⭐️⭐️⭐️☆ (4/5)
„Blue Exorcist“ ist am Anfang ein solider Shōnen-Manga, der mir mit der Zeit allerdings immer besser gefällt. Die Reihe braucht etwas, um richtig in Fahrt zu kommen, belohnt dafür aber Leser, die ihr etwas Zeit geben. Besonders der Weltenbau und die späteren Entwicklungen gefallen mir zunehmend besser. Wenn die Geschichte am Ende auch noch einen guten Abschluss bekommt, könnte die Reihe bei mir durchaus noch auf eine höhere Bewertung steigen.