Ich lieb' meinen neuen Hund
Achtung: Text ist lang und ein bisschen rührseelig.
Im Jahr 2020 ist meine Tierschutz Hündin Nicky aus Griechenland bei mir eingezogen. Meine erste Hündin, für die ich alleine verantwortlich war, seit ich ein erwachsener Mensch bin.
Meine inzwischen beide verstorbene Mutter und Großmutter hatten auch eine grosse Liebe zu Hunden als Lebensbegleiter. Hunde waren, als ich ein Kind war immer präsent in meinem Leben.
Meine Kinderhündin ist gestorben als ich gerade meinen Führerschein gemacht habe.
Seit dem fehlte mir immer sehr ein Hund in meinem Leben. Ich hatte aber durch Schule, Abi und Studium sowie Berufseintritt nicht die zeitlichen und finanziellen Möglichkeit mich auf eine solche Verantwortung einzulassen.
2020 habe ich dann aber endlich die Bedingungen für gut genug gehalten, um eine Hündin aus dem Tierschutz zu adoptieren.
Kurz vor dem ersten Lockdown in der Corona Pandemie ist dann Nicky, die ich im Tierheim zuerst kennenlernen durfte, bei mir eingezogen. Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens als erwachsene Person!
Es war herrlich stundenlang mit ihr draußen unterwegs zu sein, täglich so viel Freiheit und Freude hatte ich echt zuletzt als Kind. Der erste Lockdown war für mich mit Hund Freiheit pur. Wir haben so viele Abenteuer draußen gemeinsam erlebt.
Sie war eine ganz tolle Hündin, Bardino, Windhund und Schäferhundmischling, wunderschön, braunschwarz gestreift, sehr klug, lebhaft und stolz zugleich. Ich hab sie so heftig geliebt, mein Nickyle.
Leider ist sie nach nur drei Jahren bei mir schwer erkrankt. Die Details sind so traurig und auch schmerzhaft, dass ich sie hier gar nicht reinschreiben möchte.
Ich habe fast zwei Jahre lang alles versucht, um sie zu retten, aber im April 2025 war ihr Zustand wirklich nicht mehr vertretbar. Ich musste sie gehen lassen. Sie war gerade mal knapp sieben Jahre alt.
Das war so schwer und herzzereissend, ich war am Boden zerstört und buchstäblich krank vor Trauer.
Drei Monate habe ich gelitten und getrautert, jeden Tag geweint und sie so schrecklich vermisst, wie noch nichts und niemanden zuvor.
Dann habe ich mein trauriges, gebrochenes Herz auf die Suche geschickt nach einer Begleiterin, der ich ein schönes zu Hause bieten darf. Total unsicher, ob das eine gute Idee ist nach dem schweren Verlust meiner geliebten Nicky.
Und ich fand Elli, auch aus dem Tierschutz. Eine kleine schwarze, flauschige Mischlingshündin, die ich auf einer Pflegestelle kennengelernt habe. Sie war sofort von mir begeistert und ich hatte eigentlich nach dem ersten Kennenlernen keine Chance mehr.
Sie ist nämlich eigentlich eher eine schüchterne Hündin, die erstmal misstrauisch auf neue Menschen reagiert. Bei mir? Direkt die Hände abgeleckt und Leckerlis von mir angenommen.
Nach drei Besuchen ist sie bei mir eingezogen.
Es war am Anfang sehr merkwürdig und meine große Trauer um Nicky war natürlich sehr präsent.
Aber Elli hat sich wirklich sehr angestrengt mein trauriges Herz zu trösten. Sie war von Anfang an gehorsam, konnte direkt alleine bleiben, war sofort stubenrein. Hat sich quasi zu 1000 % einfach in mein Leben eingefügt.
Inzwischen ist sie 10 Monate bei mir, hat eine super Persönlichkeit, ist lustig, wild, kann rennen wie ein Kanichen und liebt unsere Gassirunden genauso, wie ich.
Sie kann schon jetzt ohne Leine laufen, weil sie mir nie weglaufen würde.
Leider hat sie auch ein paar gesundheitliche Baustellen, die wir aber bisher gut managen können und ich hoffe sie wird ein langes, glückliches Leben haben.
Und ich möchte die große Freude mit Euch teilen, dass ich meine kleine Elli von ganzem Herzen lieb habe! Und Nicky natürlich immer in meinem Herzen sein wird.