
Skilljump Moment
Neulich an einem lokalen Vereins-Fließgewässer auf der Mainquest nach einem Speisebarsch gewesen. Bisherige Ausbeute eher mau; ich mache zu hohe Wassertemperaturen aufgrund von Rekordsommer und nicht aufgrund fehlender Fähigkeiten verantwortlich.
Gerät: Lieblingsköder Barsch, 2,10 Meter Länge, WG: 2-15g
Shimano Nexave 1000
Shimano Kairi 8, 0,06mm, 5,6kg
Amaze Fishing 0,20mm Fluorocarnon, 2,8kg
Robinson 15cm Wolfram, 3kg (rattiger Zustand)
Z-Man Micro Max, 5,25g mit 2" Shad Impact
Mir war durchaus bekannt, dass sich in besagtem Gewässer ordentlich, teils auch großkalibrige Hechte, befinden. Hatte ich doch einen dicken Hecht noch verloren, als dieser vor 3 Wochen meinen Albrightknoten zum Fluorovorfach gesprengt hat. Harte Lektion: Bremse weicher einstellen.
Es trug sich sodann zu, dass ein dickerer Hecht in meinem Sichtbereich und in Nähe von kahlen, überhängenden Ästen den Chatterbait voll Volley genommen hat. Man hätte mich zum Zeitpunkt des Bisses auf eine Entfernung von 30 Metern akustisch wahrnehmen können.
Aus meiner schmerzlichen Erfahrung von vor drei Wochen war mir klar, dass ich die Bremse weicher stellen muss, um die Fluchten von diesem rutenunsachgemäßen Fisch überstehen zu können. Und anstatt den Fisch als verloren zu erachten, hatte ich Vertrauen in Material und eigene Fähigkeit. Insbesondere nachdem Fluchten 1 und 2 überstanden waren und ich quasi nichts weiter tun konnte, als den Hakwinkel zu halten. Nach der dritten Flucht konnte ich den Fisch langsam in den Kescher führen. 78cm langer Hecht. Unmittelbar nach dem Keschern wurde der Chatterbait mit Spannungsverlust auch ausgeworfen. Knappe Sache. Vermutlich viel Glück dabei, aber ich bilde mir ein, dass anglerisches Geschick einen Beitrag gespielt hat, einen so großen Fisch an einer Barschkombo landen zu können. Fuck sei dank, dass sogar das reudige Stahlvorfach gehalten hat. Es passieren noch Zeichen und Wunder.
Petra!