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Vogelzug der Wildgänse: Der große herbstliche Zug hat begonnen

Der große herbstliche Wildgänse-Zug hat begonnen. Seit dem Abend des 4. Oktober und in den frühen Morgenstunden des 5. Oktober ziehen wieder größere Trupps über Norddeutschland Binnenland. Auch über dem Raum Osnabrück waren bereits breite Zugbewegungen zu beobachten.

Damit beginnt eine der interessantesten Zeiten für die Vogelbeobachtung der Wildgänse in Deutschland. In den kommenden Wochen werden immer mehr Wildgänse aus ihren nördlichen Brutgebieten nach Deutschland kommen. Besonders auffällig sind Blässgänse und Saatgänse, deren Rufe häufig schon zu hören sind, bevor die Vögel am Himmel auftauchen.

Wer den Wildgänse Zug beobachten möchte, sollte jetzt wieder häufiger nach draußen gehen.

Wildgänse: Vogelzug nimmt jetzt Fahrt auf

Nach der Brutzeit und der Mauser machen sich die Wildgänse auf den Weg in ihre Rast- und Überwinterungsgebiete. Viele Vögel kommen aus den arktischen Regionen Russlands und aus Skandinavien und legen auf ihrem Zug mehrere tausend Kilometer zurück.

Dabei fliegen sie häufig in den bekannten V-Formationen. Diese Flugweise hilft den Vögeln, Energie zu sparen. Für Beobachter ist sie gleichzeitig eines der auffälligsten Merkmale des herbstlichen Vogelzugs. Der Hauptdurchzug entwickelt sich im Laufe des Oktobers und Novembers. Die ersten größeren Trupps sind jetzt jedoch bereits unterwegs.

Was heute mit einzelnen Schwärmen beginnt, kann sich in den kommenden Wochen zu einem beeindruckenden Vogelzug entwickeln.

Von der Küste bis ins Binnenland - Flugrouten, Rastplätze,

Entlang der norddeutschen Zugrouten liegen zahlreiche wichtige Gebiete. An der Küste gehören Ostfriesland und das Wattenmeer zu den ersten großen Rastlandschaften. Weiter im Binnenland folgen unter anderem die Weseraue, der Dümmer und die Diepholzer Moorniederung. Auch die Elbniederungen sind wichtige Bereiche für rastende Wildgänse. Später auf dem Zug spielen weiter südlich unter anderem die großen Niederungslandschaften am Unteren Niederrhein eine wichtige Rolle. Damit entsteht ein weit verzweigtes Netz aus Flugrouten, Rastplätzen und Überwinterungsgebieten, das die Wildgänse während ihres Zuges nutzen.

Wildgänse im Flug an ihren Rufen erkennen

Beim Wildgänse Vogelzug lohnt es sich, nicht nur auf das Flugbild zu achten. Die Rufe sind gerade bei hoch fliegenden Schwärmen ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Oft hört man einen Schwarm bereits, bevor er überhaupt zu sehen ist. Das Rufen kommt aus der Ferne näher und plötzlich taucht über den Bäumen oder am Horizont die typische V-Formation auf.

Blässgänse besitzen einen eher hohen, zweisilbigen Ruf, der häufig als „Klijak-klijak“ beschrieben wird. Bei größeren Schwärmen entsteht daraus ein helles, durchdringendes Stimmengewirr.

Saatgänse rufen dagegen tiefer und kräftiger. Ihr Ruf wird häufig mit „Gajak-gajak“ wiedergegeben.

Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen oder hoch fliegenden Schwärmen kann der Ruf der entscheidende Hinweis sein. Mit etwas Übung lässt sich ein Schwarm dadurch bereits bestimmen, bevor die einzelnen Vögel deutlich zu erkennen sind.

Wo lässt sich der Vogelzug beobachten?

Wer Wildgänse in Deutschland erleben möchte, hat gerade in Norddeutschland zahlreiche Möglichkeiten. Besonders interessant sind große Feuchtgebiete, Flussniederungen, Grünlandflächen und Küstenlandschaften.Viele dieser Gebiete sind als EU-Vogelschutzgebiete geschützt und bieten den Gänsen geeignete Nahrungs- und Schlafplätze. Von Norden nach Süden gibt es mehrere Regionen, die sich für die Beobachtung des Wildgänse-Zugs anbieten.

Ostfriesland und das Wattenmeer

Ganz im Norden liegen die Küstenregionen Ostfrieslands und das Wattenmeer. Für den Vogelzug sind die offenen Marschen, Feuchtwiesen und Küstenlandschaften besonders interessant. Rund um Dollart, Ems, Leybucht und Jadebusen finden durchziehende Wildgänse geeignete Nahrungs- und Rastflächen. Hinzu kommen die großen Flächen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Zu den wichtigen Schutzgebieten gehören das EU-Vogelschutzgebiet Niedersächsisches Wattenmeer und angrenzendes Küstenmeer, die Ostfriesischen Meere und die Krummhörn.

Elbniederungen

Weiter östlich und etwas südlicher liegen die weitläufigen Elbniederungen. Entlang der Elbe wechseln sich offene Grünlandflächen, Feuchtgebiete und Überschwemmungsbereiche ab.

Für Wildgänse sind diese offenen Landschaften während des Herbstes und Winters interessant. Gleichzeitig können hier große Ansammlungen weiterer Wasser- und Wiesenvögel auftreten.Das EU-Vogelschutzgebiet Untere Mittelelbe schützt wichtige Bereiche dieser Landschaft und macht die Elbniederungen zu einem interessanten Ziel für die Vogelbeobachtung.

Dümmer

Weiter südlich liegt mit dem Dümmer eines der bekanntesten Rastgebiete für nordische Wildgänse in Niedersachsen. Die flachen Gewässer, Feuchtwiesen und offenen Landschaften rund um den See bieten den Vögeln geeignete Rast- und Nahrungsflächen. Das EU-Vogelschutzgebiet Dümmer gehört deshalb zu den wichtigen Gebieten für Wasser- und Wiesenvögel. Die ersten größeren Trupps der Blässgans und Saatgänse treffen normalerweise ab Ende September und im Oktober ein. Tagsüber verteilen sich die Vögel häufig auf die umliegenden Flächen. Am Abend beginnt der Einflug zu den Schlafplätzen.

Diepholzer Moorniederung

Auch die Diepholzer Moorniederung wird jetzt wieder interessant. Die zahlreichen Moorgebiete bieten geeignete Schlafplätze, während die umliegenden landwirtschaftlichen Flächen zur Nahrungssuche genutzt werden. Hier können Blässgänse, Saatgänse und Graugänse gemeinsam auftreten. Gleichzeitig beginnt in der Region auch die spannende Zeit des Kranichzuges.

Weseraue

Entlang der Weser bietet die Weseraue eine abwechslungsreiche Landschaft aus Fluss, Feuchtgrünland, Überschwemmungsflächen und landwirtschaftlich genutzten Bereichen.Die offenen Niederungen werden von Wildgänsen während des Vogelzugs zur Rast und Nahrungssuche genutzt. Besonders interessant sind die größeren Grünlandflächen und feuchten Bereiche entlang des Flusses. Ein wichtiger geschützter Bereich ist das EU-Vogelschutzgebiet Wesertalaue.

Unterer Niederrhein

Weiter südlich liegt der Untere Niederrhein, der zu den bedeutendsten Rast- und Überwinterungsgebieten für nordische Wildgänse in Deutschland gehört. Zwischen Duisburg und der niederländischen Grenze finden die Vögel ausgedehnte Grünlandflächen und offene Niederungslandschaften. Besonders die Bereiche entlang des Rheins und die weitläufigen Wiesen der Rheinaue werden von großen Gänsetrupps genutzt. Das EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein schützt wichtige Teile dieser Landschaft.

Warum der Herbstzug so spannend ist

Der Beginn des Zuges am 4. Oktober 26 im Binnenland ist erst der Auftakt. In den kommenden Wochen werden weitere Wildgänse eintreffen und die Rastgebiete nach und nach voller werden. Vor allem Oktober und November gehören zu den interessantesten Monaten für den Wildgänse-Vogelzug in Deutschland. Je nach Wetterlage kann sich der Zug an einzelnen Tagen deutlich verstärken.

u/Vogelbeobachtung — 9 days ago

Kraanvogels in de Diepholzer Moorniederung

Het kraanvogelseizoen in de Diepholzer Moorniederung is van start gegaan met de eerste dieren, terwijl de grote hoofdtrek en de piekdominerende aantallen in oktober en november worden verwacht. Er zijn al meer dan 1.200 kraanvogels in de regio aangekomen; de eerste GPS-gevolgde vogels uit Scandinavië en de Müritz-regio zijn geland.

u/Vogelbeobachtung — 21 days ago
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Kranichrastplatz Linum – wenn Zehntausende Kraniche am Rhinluch Station machen

Kranichrastplatz Linum Brandenburg

Von Kranichrastplatz Hornborgasjön über Rügen und Linum bis zur Kranichrastplatz Diepholzer Moorniederung – unterwegs auf einer der großen Kranichrouten Europas.

Im Herbst wird das Rhinluch bei Linum zu einem der spannendsten Kranichrastplätze Deutschlands. Wenn die Vögel aus Skandinavien kommen, führt ihre Reise über Stationen wie Hornborgasjön und Rügen weiter nach Brandenburg und schließlich zur Diepholzer Moorniederung. Besonders am Abend wird Linum zum Erlebnis: Aus allen Richtungen kommen Kraniche zu ihren Schlafplätzen.

Wenn im Herbst die Kraniche aus dem Norden kommen, wird das Rhinluch bei Linum zu einem der beeindruckendsten Kranichrastplätze Deutschlands.

Die Landschaft rund um Linum bietet den Vögeln ideale Bedingungen: Feuchtgebiete und Teiche als Schlafplätze, dazu Felder und Wiesen für die Nahrungssuche. Tagsüber verteilen sich die Kraniche in der Umgebung, am Abend ziehen sie wieder zu ihren Schlafplätzen.

Genau dieser abendliche Einflug ist das besondere Erlebnis.

Erst hört man die Rufe, dann erscheinen die ersten Formationen am Himmel. Immer mehr Kraniche kommen dazu – manchmal sind es Zehntausende in der gesamten Region.

Die Zugroute: Hornborgasjön, Rügen, Linum und die Diepholzer Moorniederung

Linum ist Teil einer wichtigen Zugroute, auf der viele Kraniche im Herbst von ihren Brutgebieten in Skandinavien weiter nach Süden ziehen.

Ein bekannter Ausgangspunkt ist Hornborgasjön in Schweden. Von dort führt die Zugroute über die Ostsee in Richtung Süden. Viele Kraniche machen auf **Rügen** Station, bevor sie weiter nach Brandenburg fliegen.

Die nächste wichtige Rastregion ist das Rhinluch bei Linum. Hier finden die Vögel geeignete Schlafplätze in den Feuchtgebieten und ausreichend Nahrung auf den umliegenden Feldern.

Anschließend ziehen viele Kraniche weiter zur Diepholzer Moorniederung in Niedersachsen. Auch dort nutzen sie die Moore, Wiesen und Felder als Rast- und Nahrungsgebiet, bevor der Weiterflug in Richtung Frankreich, Spanien und teilweise Nordafrika beginnt.

Die genaue Route kann je nach Wetter, Wind und Zugverlauf variieren. Trotzdem zeigen Hornborgasjön, Rügen, Linum und die Diepholzer Moorniederung eindrucksvoll, wie eng die großen Rastplätze entlang des europäischen Kranichzuges miteinander verbunden sind.

Kranich aktuell – Herbstzug 2026

Wie viele Kraniche tatsächlich in Linum anzutreffen sind, kann sich innerhalb weniger Tage stark verändern. Wetter, Wind und der Verlauf des Vogelzuges bestimmen, wann die großen Trupps eintreffen.

Wer einen Besuch plant, sollte deshalb die aktuellen Kranichzählungen im Blick behalten. Aktuelle Beobachtungen und Rastplatz-Zahlen gibt es regelmäßig bei Kranich aktuell - Rastplatz Zahlen & Zugrouten.

Und wer einmal bei Sonnenuntergang in Linum gestanden und erlebt hat, wie immer neue Kraniche über das Rhinluch fliegen, versteht schnell, warum dieser Ort für viele Vogelbeobachter zum festen Herbstziel geworden ist.

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u/Vogelbeobachtung — 1 month ago
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Wenn der Himmel plötzlich voller Kraniche ist – Diepholzer Moorniederung im Herbst

Kraniche auf einem abgeernteten Maisfeld in der Diepholzer Moorniederung. Die umliegenden Ackerflächen sind für die Kraniche während der Rast wichtige Nahrungsgebiete.

Einer der beeindruckendsten Kranich-Rastplätze Deutschlands – und warum man die Vögel hier manchmal erst hören muss, bevor man sie sieht.

Wenn im Herbst die ersten Kraniche aus Skandinavien,vom Kranichrastplatz Hornborgasjön in Västergötland, über Rügen und Linum, nach Süden ziehen, wird es in der Diepholzer Moorniederung plötzlich laut. Jeden Herbst wird die Diepholzer Moorniederung zur Raststation für zehntausende Kraniche. Die Moore dienen als Schlafplätze, auf den umliegenden Feldern suchen die Vögel nach Nahrung. Besonders am Abend wird es spektakulär: Immer mehr Kraniche kehren zu ihren Schlafplätzen zurück, während ihre Rufe über die Landschaft ziehen.

Aber die Diepholzer Moorniederung ist kein Rastplatz, an dem man einfach an einem Aussichtspunkt steht und garantiert tausende Kraniche vor sich hat. Das Gebiet ist groß, die Vögel verteilen sich – und genau das macht die Suche spannend.

Einer der beeindruckendsten Kranich-Rastplätze Deutschlands – und warum man die Vögel hier manchmal erst hören muss, bevor man sie sieht.

Jeden Herbst wird die Diepholzer Moorniederung zur Raststation für zehntausende Kraniche. Die Moore dienen als Schlafplätze, auf den umliegenden Feldern suchen die Vögel nach Nahrung. Besonders am Abend wird es spektakulär: Immer mehr Kraniche kehren zu ihren Schlafplätzen zurück, während ihre Rufe über die Landschaft ziehen.

Aber die Diepholzer Moorniederung ist kein Rastplatz, an dem man einfach an einem Aussichtspunkt steht und garantiert tausende Kraniche vor sich hat. Das Gebiet ist groß, die Vögel verteilen sich – und genau das macht die Suche spannend.

Wo lassen sich Kraniche beobachten?

Zu den bekannten Bereichen gehören unter anderem das Rehdener Geestmoor, Neustädter Moor, Oppenweher Moor, Goldenstätter Moor.

Dabei sollte man nicht nur die Moore im Blick haben. Die umliegenden Mais- und Ackerflächen sind für die Kraniche wichtige Nahrungsgebiete. Je nach Zugphase können sich dort große Trupps versammeln.

Besonders schön: der abendliche Einflug

Wenn die Kraniche von den Feldern zurück zu ihren Schlafplätzen fliegen, beginnt für viele Beobachter der Höhepunkt.

Erst hört man einzelne Rufe, dann tauchen die ersten Schwärme auf. Mit etwas Glück ziehen innerhalb kurzer Zeit immer mehr Kraniche über den Himmel.

Ein beeindruckendes Naturschauspiel – und ein Grund, nicht gleich nach Hause zu fahren, wenn am Anfang noch wenig zu sehen ist.

Ein Tipp für den Besuch

Die Kraniche wechseln ihre Nahrungsflächen regelmäßig. Deshalb lohnt es sich, vor dem Besuch aktuelle Beobachtungen zu prüfen und nicht nur einen einzigen Aussichtspunkt einzuplanen.

Und ganz wichtig: Abstand halten und die Kraniche nicht absichtlich aufscheuchen. Besonders die Schlafplätze sollten möglichst störungsfrei bleiben.

Wer Kraniche liebt, sollte die Diepholzer Moorniederung im Herbst definitiv einmal auf seiner Liste haben.

War jemand von euch schon dort? Welche Stelle könnt ihr für die Kranichbeobachtung empfehlen?

Für alle, die den Herbstzug verfolgen möchten: Bei Kranich aktuell gibt es regelmäßig aktuelle Meldungen zu Kranichzahlen, Rastplätzen und Zuggeschehen.

TL;DR

Die Diepholzer Moorniederung gehört zu den wichtigsten Kranich-Rastgebieten Deutschlands. Die Kraniche schlafen in den Mooren und suchen tagsüber auf den umliegenden Feldern Nahrung. Besonders der abendliche Einflug zu den Schlafplätzen ist sehenswert. Wer die Kraniche beobachten möchte, sollte aktuelle Meldungen beachten und etwas Geduld mitbringen.

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u/Vogelbeobachtung — 1 month ago
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Kraniche im Flug

Kraniche ziehen in Formation über der Diepholzer Moorniederung.

Mehrere Kraniche ziehen in lockerer Formation über der Diepholzer Moorniederung. Mit weit ausgebreiteten Flügeln gleiten die großen Vögel durch den blauen Himmel, während ihre langen Hälse und ausgestreckten Beine deutlich zu erkennen sind. Die unterschiedliche Flügelstellung der einzelnen Kraniche vermittelt einen schönen Eindruck von Bewegung und Dynamik während des Fluges.

Das Foto zeigt dabei nicht die riesigen Kranichansammlungen, für die Diepholzer Moorniederung berühmt ist, sondern einen kleinen Trupp während des Fluges. Gerade dadurch lässt sich die beeindruckende Größe und Eleganz der einzelnen Vögel besonders gut erkennen.

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u/Vogelbeobachtung — 1 month ago
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Kranich aktuell 07.09.2026 - Kranichzug 2026/27

Der Herbstzug der Kraniche 2026/27 hat begonnen – erste Zahlen aus Europa

Kranich Jungvogel in der Diepholzer Moorniederung

Die ersten größeren Kranichgruppen sind auf dem Weg nach Süden. Besonders interessant ist derzeit der Blick auf die Rastplätze in Skandinavien und an der deutschen Ostseeküste.

An der vorpommerschen Ostseeküste wurden am 29. August 4.319 Kraniche gezählt. Am 15. August waren es dort erst 1.681. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden am 31. August bereits 6.733 Kraniche registriert.

Auch am Hornborgasjön in Schweden ist Bewegung zu sehen. Dort wurden am 27. August 3.875, am 31. August 2.782 und am 3. September 4.660 Kraniche gezählt. Im Vorjahr waren es zur vergleichbaren Zeit etwa 7.850.

Die Zahlen aus Schweden sind auch für Rügen relevant. Viele Kraniche, die später an der deutschen Ostseeküste und in Vorpommern rasten, ziehen aus Skandinavien über die Ostsee nach Süden. Der Hornborgasjön liegt damit auf einer wichtigen nördlichen Zugroute und kann Hinweise darauf geben, wie sich der Zug in den kommenden Tagen an Rügen und den umliegenden Rastplätzen entwickeln könnte.

Die schwedischen Zahlen sind allerdings kein direkter Vorhersagewert: Nicht jeder dort gezählte Kranich zieht über Rügen, und Wetter, Wind sowie unterschiedliche Zugrouten beeinflussen den weiteren Verlauf.

Weiter südlich hat der Zug ebenfalls begonnen. Am Lac du Der in Frankreich wurden am 4. September 63 Kraniche beobachtet. Die großen Ansammlungen werden dort erst im weiteren Herbst erwartet.

Die Zugroute führt über die deutschen Rastplätze weiter nach Frankreich und schließlich über die Pyrenäen nach Spanien. Besonders spannend werden jetzt die kommenden Wochen, wenn die großen Zugwellen einsetzen.

Wie entwickelt sich der Kranichzug bei euch vor Ort? Werden bereits größere Trupps beobachtet?

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u/Vogelbeobachtung — 1 month ago