u/burning-plane

Wie investieren junge-risikofreudige Lohnsoldaten mit "zu viel" Gehalt ( und Aktien-Handelsverboten) ?

Tach, Langer Mitleser, erstes Mal Poster. Hab letzte Woche mit Kollegen diskutiert und dachte ich frag mal die Schwarmintelligenz der Mauerstrase nach ihrer meinung

Es gibt eine bestimmte Kategorie von Jobs die hier paar kennen dürften, entweder von bekannten, Internet-memes oder vielleicht sogar sich selbst: Sechsstellig ab Jahr eins, Gehalt verdoppelt sich alle 2-4 Jahre bei Überleistung, Kündigung für Minderleister, und man verbringt mehr Zeit im Büro als zuhause (und stirbt langsam von innen). Hochfinanz, Hochjuristerei, Hoch-Softwareentwicklung, Hochfrequenzwertpapierhändler, Erbe(teilweise), Konzernbeamte (teilweise), .... usw. In unseren kreisen nennt man das Arbeit mit höher temporierten Arbeitsbedingungen.

Der Twist: Die meisten dieser "glücklichen" Lohnsoldaten dürfen gar keine Einzelpositionen handeln. Schwarze Listen die elendig lang sind, Freigabepflicht für jeden Trade, oder im extremfall Totalverbot. Keine Zeit für autistische Einzeltitelrecherche und oft wäre es sowieso verboten. ETFs sind aber eigentlich erlaubt. Hab damals viel spaß mit gme gehabt in der Uni aber das ist vergangenheit.

Man gehe von der simplen Lage aus: Jung, keine familiären Verpflichtungen, hohe Risikofreude. Wenn die Karriere wirklich läuft ist alles was man zeitnah anlegt in 10 Jahren Kleingeld und wenn nicht hat sucht man sich einen normalen job und hat noch mehr als genug Zeit den Gral zu besparen -> asymmetrisches Risikoprofil

Ich bin natürlich glühender Verehrer des heiligen Amumbo. Ein wenig Schießpulver liegt auf Tagesgeld für ETF-Rabattaktionen oder Konsumquatsch. Meine Kollegen sind dagegen entweder überzeugte Carbonara-Jünger oder totale Lebemänner ohne Sparrate. Mit beiden kann ich mich nicht wirklich anfreunden.

Was sagt die Mauerstraße, gibt es soldaten in ähnlicher situation? Wie geht ihr vor?

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u/burning-plane — 23 hours ago