Nachbar möchte Sanierung seiner Hauswand anteilig von mir bezahlt haben
Bei insgesamt 6 angrenzenden Nachbarn war es eigentlich unausweichlich, hier eines Tages zu landen… doch nach etlichen kleineren Reibereien muss ich jetzt einfach die neueste „Idee“ meines einen Nachbars (Verpächters mit anderem Wohnsitz) teilen.
Zum besseren Verständnis zuerst mal die Situation und Lage unserer Häuser/Grundstücke. Mein Haus ist ein längs geteiltes Haus (lustigerweise der einzige Nachbar, der völlig ok ist) mit einem Kieshof an der langen Seite, der auch die Durchfahrt von der Strasse am Haus vorbei zum Parkplatz hinterm Haus ist.
Begrenzt wird die Durchfahrt einmal von meinem Haus und dann von der Hauswand meines Nachbarn. Sein Grundstück endet mit seiner Hauswand. Der Kollege darf eigentlich nicht mal zu öffnende Fenster auf meinen Hof raus haben.
Während unserer Bauphase vor 3-5 Jahren war er natürlich sehr besorgt um seine Wand, die das letzte Mal vor über 50 Jahren vom Vorbesitzer neu gestrichen worden war… wissen wir, weil unser Haus seit 1872 in Familienbesitz ist.
Ich habe brav alles von der Versicherung dokumentieren lassen, die da schon meinte, dass eventuelle Schäden bei dem Zustand nur noch aus Kulanz reguliert werden. Blöd für meinen Nachbarn war und ist, dass keine Schäden verursacht wurden.
Trotzdem hatte er heute die fixe Idee, mir den Kostenvoranschlag über 12000€ für Putz und Malerarbeiten zu schicken mit dem Vorschlag, wir könnten ja 50:50 machen.
Und zwar die an meinen Hof angrenzende Seite, seine Rückseite und natürlich noch das Gerüst inklusive… denn immerhin stand in der Durchfahrt mal ein Holzhaufen und Schuppen und deswegen ist die Mauer kaputt!
Jetzt ist er überrascht und empört, dass ich das ganze nicht mal mit einem Lachen abgewunken habe. Ich habe nämlich im Gegensatz zu ihm vor Baubeginn alles dokumentiert und zwischen beiden Installationen war mindestens 1 Meter Luft zur Wand. Abgesehen davon hat er das auch jahrzehntelang geduldet und und und… kurzum ätsch.
Ich bin mittlerweile auch rechtsschutzversichert, da mit sowas ja zu rechnen war. Aber ich bin angesichts der Dreistigkeit noch etwas sprachlos.
Nächste Woche möchte sich der große Chef persönlich treffen, damit er der kleinen, dummen Maus von nebenan mal wieder die Welt erklären kann… ich freue mich schon! Nicht!
An meiner schriftlichen, klar verständlichen Antwort „Definitiv nein!“ wird sich nichts ändern.
Kleines Update: Versicherung war hier, hat gelacht und mir ne Visitenkarte für unseren Freund dagelassen. Er soll sich melden und dann wird ihm das nochmal ganz deutlich erklärt.
Gespräch wird natürlich trotzdem stattfinden.