u/monchella420

Eure Fragen an Tobias Kramer (MSW Podcast)

Liebe Freunde,

wir dürfen wieder einen Gast auf die Mauerstrasse holen: Tobias Kramer kommt in den MSW Podcast. Aufgezeichnet wird Mitte September, und bis dahin brauchen wir eure Fragen.

Kurz zu ihm: Tobias Kramer ist einer der bekanntesten Zertifikate-Experten Deutschlands. Er ist Verleger von „Der Zertifikateberater“, einer der führenden Fachpublikationen für strukturierte Produkte, sowie der Privatanlegerpublikation „DZB Portfolio“. Seine Laufbahn startete mit einer Bankausbildung bei der Berliner Sparkasse; später verantwortete er als Asset Manager rund 200 Millionen DM, 2005 ging es zu finanztreff.de mit Fokus Zertifikate. Bekannt ist er außerdem als Co-Host der YouTube- und Podcast-Show echtgeld.tv, die er zusammen mit Christian W. Röhl macht – dort werden wöchentlich reale Aktieninvestments besprochen. Dazu ist er geschäftsführender Gesellschafter der Zertifikateberater GmbH und der Adorum GmbH, veranstaltet die ZertifikateAwards und ist regelmäßig als Experte bei Capital oder n-tv zu sehen. Gerade hat er mit dem PortfolioAward (portfolioaward.de) eine neue Veranstaltung aus der Taufe gehoben. Grüße kommen bei ihm übrigens vom KuDamm – und er ist bekennender Herthaner, also Optimist. zertifikateberater

Worüber wir sprechen können:

  • Zertifikate, Hebelprodukte und wie man sie sinnvoll (oder eben unsinnig) einsetzt
  • Preisgestaltung, Emittentenrisiko und was man beim Handel mit Zertifikaten vs. Optionsscheinen wissen sollte
  • Warum er dem MSCI World skeptisch gegenübersteht de.finance.yahoo
  • Sein eigenes Depot und seine Anlagestrategie
  • Der Blick eines Verlegers auf die deutsche Finanzmedienlandschaft

Also: Stellt hier eure Fragen an Tobias Kramer. Alles ist erlaubt – inhaltlich tief, gnadenlos naiv oder einfach nur zur Erheiterung. Ich destilliere das Ganze wie immer fachmännisch, sortiere in Hauptfragen und Schnellfragerunde und schicke ihm den Katalog vorab.

Aufnahme ist Mitte September, die Folge kommt danach wie gewohnt donnerstags.

In ewiger Liebe,

u/monchella420

reddit.com
u/monchella420 — 8 days ago

Eure Fragen an "Versicherungen mit Kopf"!

Liebe Freunde,

wir haben einen neuen externen Gast für unseren Videopodcast: Bastian Kunkel, besser bekannt als Versicherungen mit Kopf.

Stellt hier eure Fragen an Versicherungen mit Kopf – gerne kurz, gerne mit Humor, gerne unangenehm. Wir sammeln die Fragen, sortieren sie und nehmen sie mit in die Aufnahme.

Kurzer Steckbrief

  • Betreibt seit 2016 unter der Marke „Versicherungen mit Kopf" die größten unabhängigen Versicherungs-Kanäle Deutschlands auf YouTube, Instagram und TikTok – über 900.000 Follower
  • Erklärt dort vor allem in Videoform die komplexe Welt der Versicherungen
  • Jungmakler Award Gewinner 2017, Bildungspreisträger 2018 und Spiegel-Bestseller-Autor („Total ver(un)sichert")
  • Gelernter Kaufmann für Versicherungen & Finanzen, Bachelor in Betriebswirtschaft & Recht (FH), studierter Finanzfachwirt (FH)
  • Geschäftsführer der VMK Versicherungsmakler GmbH – laut Google aktuell bestbewerteter Versicherungsmakler Deutschlands mit über 1.900 5-Sterne-Bewertungen, deutschlandweite Online-Beratung
  • Mehr zu ihm und seinen TV-Auftritten: bastiankunkel.de

Themen, die auf dem Tisch liegen

  • Das schlechte Image: Warum ist der Ruf von Versicherungsvermittlern so mies – und wo kommt das eigentlich her?
  • Informationsverhalten 2026: Wie informieren sich Menschen heute über Versicherungen? Welche Rolle spielt inzwischen ChatGPT?
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Wer besparst deinen ETF-Sparplan weiter, wenn du wegen schwerer Krankheit nicht mehr arbeiten kannst?
  • Private Krankenversicherung: Warum findet gerade so ein heftiger Run auf die PKV statt?

Also raus mit den Fragen. Die besten kommen in die Folge. 🚀

In ewiger Liebe,

euer Monchi

u/monchella420 — 8 days ago

Der MSW-Shop wird neu aufgebaut!

GuMo WE-FAB,

der neue Shop ist BALD live! 🚀

Aber ein Shop ohne eure Designs ist wie ein Depot ohne Hebel. Darum öffnen wir jetzt die Türen für Community-Designs.

So funktioniert es:

Habt ihr ein cooles MSW-Design? Sendet es uns per PN mit den folgenden Anforderungen:

  • Mindestens JPG
  • Mindestens 3.000 x 3.000 px

Wir schauen uns jeden Eingang an und listen Design für Design auf – je nachdem, was zu MSW passt und was der Markt haben will.

Das ist eure Chance, dass euer Artwork auf echtem Stoff landet.

Also ran an die Grafikprogramme.

In ewiger Liebe,

euer monchi

reddit.com
u/monchella420 — 14 days ago

ÖL GEHT AUF $69 (Ja, ich meine es ernst!)

Vorab: In unserem ersten Video-Podcast spreche ich über den größeren Rahmen dieser These: Die Welt braucht neue Ressourcen, um sich vom Öl unabhängig zu machen, und Märkte finden, wie immer, einen Weg, genau diese Unabhängigkeit herzustellen. Wer den Kontext hören will, hier entlang (der Link springt direkt zur Stelle, ab ca. Minute 13): https://www.youtube.com/watch?v=56fJcoZrvcQ&t=776s oder hier als Short:
https://youtube.com/shorts/2KZO7o9g52M

Die These

WTI notiert aktuell um 74 bis 75 USD. Bis Dezember 2026 konvergiert der Preis auf 69,00 USD. Das Angebot deckelt jede Rallye ab etwa 78 USD, politische Kaufinteressen und Förderkosten fangen jeden Ausverkauf ab etwa 65 USD auf. Dazwischen liegt genau ein Gleichgewichtspreis. Erst Kurzhosen bis 69,00, dort wird gedreht.

Der strukturelle Rahmen: Der Markt will weg vom Öl

  • Kapital sucht Alternativen: Elektrifizierung des Verkehrs, Effizienz, Substitution in Energie und Chemie. Nicht aus Idealismus, sondern weil Abhängigkeit von einem Kartellrohstoff teuer und riskant ist.
  • Märkte preisen die Zukunft, nicht die Gegenwart. Wenn das Nachfragewachstum strukturell abflacht, sinkt die Bereitschaft, Knappheitsprämien zu zahlen. Genau das ist sichtbar: Selbst Krisenschlagzeilen werden inzwischen abverkauft.
  • Konsequenz: Öl ist kein Wachstums-Asset mehr, sondern ein Cashflow-Asset in Abwicklung auf Raten. Solche Assets handeln in Korridoren, nicht in Trends.

Fundamentalanalyse

  • Angebot (OPEC+): Seit 2025 werden die Förderkürzungen schrittweise zurückgenommen. Ziel ist Marktanteil statt Preis, die US-Schieferproduzenten sollen unter Druck bleiben. Saudi-Arabien bräuchte fiskalisch laut IWF über 90 USD, akzeptiert aber bewusst weniger. Jede Rallye über ~78 USD trifft auf zusätzliche Fässer.
  • Struktureller Käufer (SPR): Das US-Energieministerium hat als Rückkaufzone für die strategische Ölreserve 67 bis 72 USD kommuniziert. Mittelwert dieser Spanne: 69,50 USD. Knapp unter dem Kursziel steht also ein Käufer mit sehr tiefen Taschen.
  • Förderkosten: Laut Dallas-Fed-Umfrage rechnen sich neue Schieferbohrungen ab ca. 65 USD. Darunter fällt die Bohraktivität und das Angebot bereinigt sich. Harter Boden.
  • Nachfrage: China elektrifiziert den Verkehr in hohem Tempo (siehe Podcast), Effizienzgewinne bremsen das Wachstum zusätzlich. Kein Einbruch, aber auch kein Boom. Seitwärtsmarkt.
  • Geopolitik: Schlagzeilen aus der Straße von Hummus werden mittlerweile abverkauft. Wenn ein Rohstoff auf Eskalationsnachrichten nicht mehr steigt, ist die Risikoprämie raus. Was bleibt, ist Schwerkraft.
  • Politik: Im November sind US-Zwischenwahlen. Niedrige Benzinpreise sind politisch gewollt, der Druck wirkt nach unten.

Zwischenfazit: Deckel bei ~78, Boden bei ~65, struktureller Käufer bei 69,50. Der Preis wird von beiden Seiten eingequetscht.

Technische Analyse

  • 200-Tage-Linie: Am 05.08. bei 73,79 USD nach unten gekreuzt. Der Abwärtstrend läuft seit dem 14.07.
  • MACD: Bärisches Kreuz unter der Nulllinie, Momentum zeigt nach unten.
  • RSI bei ~40: Fallend, aber noch nicht überverkauft. Es ist Platz bis 69, bevor Gegenwehr kommt.
  • Fibonacci:
    • Swing-Tief Okt 2025: 57,75 USD
    • Swing-Hoch Juli 2026: 87,20 USD
    • Spanne: 29,45 USD
    • 61,8-%-Retracement: 87,20 - (0,618 x 29,45) = 87,20 - 18,20 = 69,00 USD. Auf den Cent.

Chart

USD/Barrel
90 | \
85 | \ <- Angebotsdeckel (OPEC+ dreht auf)
80 | \____
75 | \____ <== aktueller Kurs (~74)
72 | \____
69 |===================(X)=====> Ziel: 69,00
66 | ____/
63 | ____/
60 | ____/ <- Boden (SPR-Rueckkaeufe ab 67,
57 | __/ Schiefer-Breakeven ~65)
+------+--------+--------+
Okt25 Q1/26 Aug26 Dez26

Symmetrisches Dreieck, Konvergenz Richtung Jahresende.

Katalysatoren

  • Mittwochs: EIA-Lagerbestandsdaten
  • OPEC+-Sitzungen
  • Hurrikan-Saison: kurze Spikes nach oben, gute Einstiege für die Short-Seite
  • US-Zwischenwahlen im November
  • SPR-Rückkaufankündigungen: definieren den Boden

Risiken

  • Vollständige Blockade der Straße von Hummus: Öl geht dreistellig, die Short-These ist tot. Stopp oberhalb von 83 setzen.
  • Überraschende OPEC+-Kürzung: Deckel weg.
  • Globale Rezession: Öl unter 60, dann wird 69 von Ziel zu Widerstand.
  • Positionsgröße entsprechend klein halten.

Position

  • Konservativ: KO-Short-Zartie auf WTI, KO-Schwelle ~83 USD, Hebel 8 bis 9
  • Aggressiv: Put-Optionsschein, Basispreis 74 USD, Laufzeit 18.12.2026
  • Rechnung: 74,50 auf 69,00 sind ~7,4 % Bewegung, mit Hebel 9 rund +66 %
  • Bei 69,00: Shorts schließen, drehen und long gegen den SPR-Boden

ZL;NG

  • WTI wird zwischen Angebotsdeckel (~78) und politisch-ökonomischem Boden (~65 bis 67) auf 69,00 USD zusammengequetscht.
  • Trade: WTI Put-OS, Strike 74 USD, Fälligkeit 18.12.2026. Alternativ KO-Short, KO ~83, Hebel ~9.
  • Zielrendite ~+66 %. Bei 69,00 drehen und long.
  • Der größere Rahmen steht im Podcast (Link oben): Die Welt macht sich unabhängig vom Öl, der Markt findet den Weg, und der Weg führt über 69,00.
u/monchella420 — 14 days ago

#210 | ÜBERHEBELT IN DER HITZE 😎☀️🥵🍉⛱️🍦

Liebe Freunde,

es ist Donnerstag ❤️

Wie immer auf Spotify und Apple Podcasts🚀

Lasst uns gerne einen Kommentar und eine Bewertung da, wir freuen uns immer sehr darüber 🥺

In ewiger Liebe,

euer MSW Podcast Team

reddit.com
u/monchella420 — 2 months ago

Wieso ich SpaceX nicht in der Deponie habe

0. Das Wichtigste in Kürze

Am 12. Juni 2026 ging SpaceX an die Nasdaq, und zwar mit dem größten Börsengang aller Zeiten: 555,6 Mio. Aktien zu fixen 135 USD, rund 75 Mrd. USD eingesammelt, Bewertung rund 1,77 Bio. USD. Die Aktie sprang am ersten Tag 19 Prozent und steht sechs Handelstage später etwa 50 Prozent über dem Ausgabepreis. Marktkapitalisierung jetzt rund 2,53 Bio. USD, zwischenzeitlich über Amazon und Microsoft.

Hinter der einen Schlagzeile stecken in Wahrheit drei sehr verschiedene Firmen, die sich eine Startinfrastruktur und einen Gründer teilen.

Segment Inhalt Umsatz 2025 Ergebnislage
Space (Trägerraketen) Falcon 9 und Heavy, Starship, Dragon. Rund 165 Starts 2025, rund 90 Prozent kommerzieller Startanteil rund 4,2 Mrd. USD Verlust (Starship-Entwicklung)
Connectivity (Starlink) LEO-Breitband, etwa 10 bis 12 Mio. Abos, rund 10.400 Satelliten rund 11,4 bis 11,8 Mrd. USD profitabel (plus 4,42 Mrd. operativ)
AI (xAI, seit Februar 2026) Grok-Sprachmodell, Plattform X, Colossus-GPU-Cluster klein Verlust

Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick:

Kennzahl Wert
Ticker und Börse SPCX, Nasdaq
Kurs (18.06.) rund 192 USD
Marktkapitalisierung rund 2,53 Bio. USD
Aktien (voll verwässert) rund 13,2 Mrd.
Umsatz 2025 18,67 Mrd. USD
Nettoergebnis 2025 minus 4,94 Mrd. USD
Operativer Cashflow 2025 plus 6,79 Mrd. USD
KUV (Kurs zu Umsatz) rund 136x
Analystenkursziel im Schnitt rund 188 USD (Spanne 62 bis 310)
Morningstar fairer Wert rund 780 Mrd. (etwa 60 USD je Aktie)
Musk-Stimmrechte rund 82 bis 85 Prozent
Bitcoin-Bestand 18.712 BTC (rund 1,2 Mrd. USD)

Hier steckt ein strukturelles Quasi-Monopol auf den Zugang zum All, das geschickt in einen Cash-Motor mit Software-Margen verwandelt wurde (Starlink), garniert mit zwei großen Optionen obendrauf (Starship und KI). Das Geschäft ist erstklassig. Der Preis allerdings preist eine fast schon makellose Ausführung über ein ganzes Jahrzehnt ein.

1. Starlink, der Motor, der ansprang

Starlink war jahrelang ein Fass ohne Boden, in das Geld floss, und wurde dann fast über Nacht zur Gelddruckmaschine. Den Kipppunkt sieht man zwischen 2024 und 2025. In dem Moment, in dem die Konstellation groß genug war, kostete jeder neue Kunde fast nichts mehr, während der Abo-Umsatz einfach weiterlief. Mein kleines, abonnentengetriebenes Segmentmodell (Umsätze 2024 bis 2026 aus Quellen, danach fortgeschrieben) macht das sichtbar.

Jahr Abos (Mio.) Umsatz (Mrd.) EBITDA (Mrd.) Freier Cashflow (Mrd.)
2024 4,6 7,7 1,5 minus 3,0
2025 8,9 11,8 7,4 plus 1,1
2026 16,8 15,5 10,2 plus 3,1
2027 24,0 21,4 14,4 plus 5,3
2028 31,0 27,5 18,7 plus 7,9
2029 38,0 33,8 23,0 plus 10,7
2030 44,0 39,8 27,4 plus 13,8
2031 49,0 45,1 31,1 plus 16,5
2032 53,0 49,5 34,6 plus 19,5

Der freie Cashflow dreht von minus 3,0 auf plus 1,1 Mrd. und läuft bis 2032 auf rund 19,5 Mrd. zu. Anders gesagt: Starlink allein wirft dann mehr Cash ab, als der gesamte Konzern heute Umsatz macht. Dass der Mischpreis je Abo dabei sinkt, ist kein Margenverfall, sondern Strategie. Man tauscht Preis gegen Volumen und drückt günstige Verträge in Schwellenländer. Parallel sind die Herstellkosten der Empfangsgeräte regelrecht eingebrochen.

Jahr Herstellkosten Terminal
2020 rund 2.400 USD
2021 rund 1.300 USD
2023 rund 550 USD (Break-even)
2025 rund 350 USD (Verkauf nahe Selbstkosten)

Was Starlink im Kern zu einem Software-Geschäft macht, steckt in der Einheitsökonomik. Bei 81 USD Monats-ARPU, rund 75 Prozent inkrementeller Bruttomarge und etwa 12 Prozent jährlicher Abwanderung liegt der Lebenszeitwert je Kunde bei rund 6.075 USD, gegen Akquisitionskosten von etwa 250 USD.

Kennzahl Wert
Lebenszeitwert je Kunde (LTV) rund 6.075 USD
Akquisitionskosten (CAC) rund 250 USD
LTV zu CAC rund 24,3x
Amortisation der CAC rund 4,1 Monate

24x ist absurd gut. Die besten Software-Abos der Welt liegen bei 3 bis 5x. Strukturell hilft zusätzlich, dass die Bandbreitenkosten seit Jahren im freien Fall sind.

Jahr Kosten je Gbps
2004 rund 300.000.000 USD
2024 rund 40.000 USD
2028 (erwartet) rund 1.000 USD (mit Starship und V3-Satelliten)

2. Starship, die Rakete, die die Ökonomik verbiegt

Den ganzen Investment-Case kann man auf eine Zahl eindampfen: Dollar je Kilogramm in den Orbit. Heute fliegt die Falcon 9 für rund 2.720 USD je Kilogramm. Das war gegenüber dem Shuttle-Zeitalter bereits eine Senkung um über 95 Prozent. Starship soll diese Zahl noch einmal um eine Größenordnung drücken. Mein Ding rechnet Kosten je Flug (Baukosten geteilt durch Wiederverwendungen, plus Aufbereitung, Treibstoff, Betrieb) und teilt sie durch die Nutzlast.

Wiederverwendungen A "heute" (USD/kg) B "reif" (USD/kg) C "Ziel" (USD/kg)
1 1.077 225 118
5 277 65 38
10 177 45 28
25 117 33 22
50 97 29 20

(A: Bau 100 Mio., 100 t Nutzlast. B: Bau 30 Mio., 150 t. C: Bau 15 Mio., 150 t.)

Lest die Tabelle ruhig zweimal. Selbst die teure heutige Starship schlägt die Falcon 9 bei nur 10 Wiederverwendungen um das rund 15-Fache. Bei Reife oder Ziel landet man bei 20 bis 30 USD je Kilogramm, also Faktor 100 gegenüber der ohnehin schon dominierenden Falcon. Zum Vergleich die historische Kostenkurve:

Träger USD je kg in den LEO
Space Shuttle rund 54.500
Ariane 5 rund 10.000
ULA Vulcan rund 4.044
Falcon 9 (wiederverwendet) rund 2.720
Starship (Ziel) rund 100 bis 150

Wo steht die Technik wirklich? 12 Flüge, 7 Erfolge, 5 Fehlschläge. Flug 12 am 22. Mai 2026 brachte den wichtigsten Meilenstein, nämlich eine Oberstufe, die den Wiedereintritt mit weitgehend intaktem Hitzeschild überstand. Der Booster ging dabei verloren. 2025 flog Starship nur fünfmal statt der erhofften 25. Und die Orbitalbetankung, die für eine Mondmission 10 bis 40 Tankerflüge in kurzer Folge braucht, ist bis heute nicht demonstriert. Unterm Strich ist das eine asymmetrische Wette. Nach unten ist sie abgesichert, weil der Konzern auch ohne Starship Geld verdient. Nach oben ist der Hebel kaum zu überzeichnen. Der Haken ist der Zeitplan, der traditionell rutscht.

3. Die Angebotsflut im Herbst

Bevor wir bewerten, ein unromantisches Thema, das den Kurs kurzfristig stärker bewegen dürfte als Raketen, nämlich das Angebot an Aktien. Der heutige Pop von rund 50 Prozent ist zu großen Teilen ein Knappheitsphänomen. Beim Börsengang wurden nur rund 4,2 Prozent der Aktien platziert. Etwa 95,8 Prozent waren gesperrt. Das Besondere am SpaceX-Lock-up laut Prospekt: Er löst sich gestaffelt, und er löst sich früher als üblich. Die Performance-Bedingung, also mindestens 30 Prozent über dem Ausgabepreis (175,50 USD) an 5 von 10 Tagen, ist durch das Hoch bei 225,64 USD längst erfüllt.

Datum Ereignis Kumuliert handelbar Anteil
12.06.2026 (IPO) Streubesitz aus dem IPO 0,56 Mrd. 4 Prozent
August (Q2-Zahlen) plus 30 Prozent des Pools (20 plus 10 Performance) 2,37 Mrd. 18 Prozent
ca. 21.08. (Tag 70) plus 7 Prozent 2,79 Mrd. 21 Prozent
ca. 10.09. (Tag 90) plus 7 Prozent 3,22 Mrd. 25 Prozent
ca. 25.09. (Tag 105) plus 7 Prozent 3,64 Mrd. 28 Prozent
ca. 10.10. (Tag 120) plus 7 Prozent 4,06 Mrd. 31 Prozent
ca. 25.10. (Tag 135) plus 7 Prozent 4,48 Mrd. 34 Prozent
November (Q3-Zahlen) plus 28 Prozent 6,18 Mrd. 48 Prozent
08.12.2026 (Tag 180) Rest des Pools frei 6,60 Mrd. 51 Prozent
12.06.2027 (Tag 366) Musk plus Extended-Investoren 13,00 Mrd. 100 Prozent

Die erste Welle rollt schon nach den Q2-Zahlen im August. Danach tröpfelt es alle paar Wochen weiter, bis im November ein großer Block kommt. Der frei handelbare Bestand wächst in der zweiten Jahreshälfte 2026 von rund 0,56 auf rund 6,6 Mrd. Aktien, also auf das Zwölffache. Musks rund 6,4 Mrd. Aktien bleiben bis Juni 2027 gesperrt. Heute trifft also ein winziger Streubesitz auf riesige Nachfrage und treibt den Kurs. Ab August dreht sich dieses Verhältnis Schritt für Schritt.

4. Bewertung mit DCF, Reverse-DCF und Monte Carlo

Mein DCF nutzt einen Startumsatz von 18,67 Mrd., eine FCF-Marge, die von 3 Prozent auf eine Terminalmarge hochläuft, einen Diskontsatz aus dem aktuellen Zehnjahreszins von rund 4,5 Prozent plus Risikoprämie, also WACC rund 11,5 Prozent, ein ewiges Wachstum von 3,5 Prozent, Netto-Cash von plus 55 Mrd. und rund 13 Mrd. Aktien. Drehen wir die Frage um: Welches Wachstum muss man unterstellen, damit der heutige Kurs aufgeht?

Reverse-DCF, fairer Wert je Aktie nach Zehnjahres-Umsatzwachstum (Terminalmarge 22 Prozent, WACC 11,5 Prozent):

Umsatz-CAGR (10 Jahre) Fairer Wert je Aktie
30 Prozent rund 29 USD
35 Prozent rund 39 USD
40 Prozent rund 54 USD
45 Prozent rund 74 USD
50 Prozent rund 101 USD
55 Prozent rund 138 USD
60 Prozent rund 186 USD
65 Prozent rund 250 USD

Hier wird es unbequem. Der Kurs von rund 192 USD entspricht rund 60 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr, und das zehn Jahre lang, ausgehend von schon 18,67 Mrd. Der Ausgabepreis von 135 USD entsprach rund 55 Prozent, der Morningstar-Wert von rund 60 USD entsprach rund 42 Prozent.

Die Kreuzsensitivität, fairer Wert je Aktie bei WACC 11,5 Prozent, Zeilen Wachstum, Spalten Terminalmarge:

CAGR / Marge 18 Prozent 25 Prozent 30 Prozent
35 Prozent 33 44 52
45 Prozent 61 83 99
55 Prozent 113 156 186

Die WACC-Sensitivität bei 40 Prozent Wachstum und 22 Prozent Marge:

WACC Fairer Wert je Aktie
9,0 Prozent rund 89 USD
10,0 Prozent rund 71 USD
11,5 Prozent rund 54 USD
13,0 Prozent rund 43 USD
14,0 Prozent rund 37 USD

Punktschätzungen verbergen die Unsicherheit, deshalb der Höhepunkt: eine echte Monte-Carlo-Simulation über 100.000 Pfade. Die drei Haupttreiber sind als Verteilungen modelliert, bewusst bullisch zentriert. Umsatzwachstum normalverteilt um 40 Prozent, Terminalmarge um 22 Prozent, WACC um 11,5 Prozent.

Perzentil Fairer Wert je Aktie
P5 rund 17 USD
P10 rund 22 USD
P25 rund 33 USD
Median (P50) rund 53 USD
P75 rund 86 USD
P90 rund 133 USD
P95 rund 172 USD
Mittelwert rund 68 USD
Verteilung fairer Wert je Aktie Anteil
unter 25 USD 13,9 Prozent
25 bis 50 32,7 Prozent
50 bis 75 21,7 Prozent
75 bis 100 12,6 Prozent
100 bis 125 7,4 Prozent
125 bis 150 4,3 Prozent
150 bis 175 2,6 Prozent
175 bis 200 1,6 Prozent
200 bis 250 1,7 Prozent
über 250 1,4 Prozent
Aussage Wahrscheinlichkeit
Fairer Wert mindestens aktueller Kurs (192 USD) 3,5 Prozent
Fairer Wert mindestens Ausgabepreis (135 USD) 9,6 Prozent
Fairer Wert mindestens Morningstar (60 USD) 43,3 Prozent

Und das ist die Pointe. Selbst in einer Simulation, die um 40 Prozent Wachstum kreist, also klar optimistisch ist, liegt der heutige Kurs jenseits des 96. Perzentils des inneren Werts. Der Markt preist als Normalfall ein Ergebnis ein, dem mein wohlwollendes Modell rund 3,5 Prozent Wahrscheinlichkeit gibt.

5. Zwei Wahrheiten

Wahrheit eins. Das Unternehmen ist großartig. Ein sich verbreiterndes Quasi-Monopol mit über 80 Prozent der Orbitalmasse, ein Cash-Motor mit 24x LTV zu CAC und zweistelligen Milliarden-Cashflows bis 2032, dazu eine Rakete, die die Stückkosten des Alls um Faktor 100 senken kann.

Wahrheit zwei. Der Preis lebt von Optionalität, nicht von diskontierbarem Cashflow. Die Lücke zwischen dem Median-Fairwert von rund 53 USD und dem Kurs von rund 192 USD ist nichts anderes als die gemeinsame Optionsprämie, die der Markt auf die Mondschüsse zahlt. In der Optionslogik ist das sogar rational, weil hohe Unsicherheit den Optionswert hebt. Aber eine Prämie ist eine Wette, kein Substanzwert. Sie kann verfallen. Und die Angebotsflut ab August stellt sie auf die Probe.

6. Echtes Kohortenmodell

Statt der aggregierten Abonnentenkurve hier ein Kohorten-Wasserfall. Jeder Jahrgang an Neukunden zerfällt mit rund 12 Prozent Abwanderung pro Jahr. Das macht das undichte Fass sichtbar, und es zeigt, wie die Stammbasis altert und damit klebriger wird.

Jahr Beginn (Mio.) Brutto-Zugänge Abwanderung Ende (Mio.) Anteil Kohorten ab 3 Jahre
2024 0,0 4,6 0,0 4,6 n.a.
2025 4,6 4,9 0,6 8,9 0 Prozent
2026 8,9 9,0 1,1 16,8 0 Prozent
2027 16,8 9,2 2,0 24,0 13 Prozent
2028 24,0 9,9 2,9 31,0 20 Prozent
2029 31,0 10,7 3,7 38,0 30 Prozent
2030 38,0 10,6 4,6 44,0 37 Prozent
2031 44,0 10,3 5,3 49,0 43 Prozent
2032 49,0 9,9 5,9 53,0 49 Prozent

Drei Dinge fallen auf. Erstens, für plus 48,4 Mio. Netto-Abos braucht es rund 74,4 Mio. Brutto-Gewinne, denn unterwegs gehen kumuliert rund 26 Mio. wieder verloren. Zweitens, die jährliche Abwanderung wächst von 0,6 auf 5,9 Mio. Ab etwa 2030 muss Starlink jedes Jahr zweistellige Millionen gewinnen, nur um die Basis auszubauen. Drittens, und das ist die gute Nachricht, bis 2032 stammen rund 49 Prozent der Abos aus Jahrgängen, die mindestens drei Jahre alt sind. Die Basis wird träger im positiven Sinn. Die kumulierten Akquisekosten über acht Jahre liegen bei rund 19,7 Mrd., was im Verhältnis zum Cashflow gut tragbar ist.

7. Starship als Realoptionsportfolio

Der DCF erfasst Märkte, die es heute noch gar nicht gibt, nicht. Solche Wetten versteht man besser als Kaufoptionen, die aktuell aus dem Geld liegen. S ist der Barwert des Marktpotenzials im Erfolgsfall, K die nötige Investition, T die Zeit, Sigma die Volatilität. Risikofreier Zins 4,5 Prozent. Die Inputs sind bewusst illustrativ und subjektiv.

Option (durch Starship ermöglicht) S (Mrd.) K (Mrd.) T (Jahre) Sigma Black-Scholes-Wert (Mrd.)
Orbitale Rechenzentren 250 80 6 0,70 209
Punkt-zu-Punkt-Erdtransport 70 30 8 0,80 61
Mars, cislunar, In-Space-Economy 100 45 10 0,85 91
Verteidigung (Starship-basiert) 120 40 5 0,55 93
Summe Optionsportfolio 454

Die Brücke zum Kurs:

Komponente Wert je Aktie
DCF-Kern (Monte-Carlo-Median) rund 53 USD
plus Realoptionsportfolio (454 Mrd. geteilt durch 13 Mrd.) rund 35 USD
ergibt Kern plus Optionen rund 88 USD
Aktueller Kurs rund 192 USD
Verbleibende Lücke (reine Knappheits- und Momentumprämie) rund 104 USD

Selbst mit großzügigen Annahmen, und selbst wenn man Sigma um 20 Punkte anhebt (dann sind es rund 37 USD je Aktie), bleibt eine Lücke von rund 100 USD je Aktie. Die lässt sich weder mit Cashflow noch mit generös bewerteten Optionen erklären. Sie ist schlicht Knappheit und Momentum. Ein ehrliches Wort dazu: Realoptionsbewertungen sind notorisch aufblasbar. Genau das ist Teil der Kritik daran.

8. Tesla-SpaceX-Fusion als Szenario

Hypothetisch ja, aber nicht aus der Luft gegriffen. Der Prospekt nennt Macrohard, eine agentische KI-Plattform, die gemeinsam mit Tesla entwickelt wird. Tesla hält bereits SpaceX-Aktien, und es gab Berichte, dass Musk eine Kombination prüft. So sähe eine reine Aktienfusion zu Marktpreisen pro forma aus:

Kennzahl Tesla SpaceX Kombiniert
Marktkapitalisierung rund 1,45 Bio. rund 2,53 Bio. rund 3,98 Bio. USD
Umsatz rund 98 Mrd. rund 18,7 Mrd. rund 117 Mrd. USD
Nettoergebnis plus 3,9 Mrd. minus 4,9 Mrd. rund minus 1,0 Mrd. USD
KUV rund 15x rund 136x rund 34x

Die Strukturdetails:

Punkt Wert
Umtauschverhältnis 1 TSLA entspricht rund 2,09 SPCX
Neue Aktien rund 6,76 Mrd.
Aktien gesamt rund 19,9 Mrd.
Impliziter Kurs rund 200 USD
Anteil Tesla-Aktionäre am Kombi-Kapital rund 34 Prozent

Die Logik dahinter ist KI und Robotik (Optimus plus Grok plus Colossus und Dojo), Energie (Tesla Energy plus Starlink), gemeinsame Fertigungsstärke, vertikale Integration, gebündeltes Kapital und Musks Kontrolle aus einer Hand. Optisch würde das gemeinsame KUV von 136x auf 34x fallen, weil Teslas 98 Mrd. Umsatz das Vielfache verwässern, und es entstünde ein Konzern mit rund 4 Bio., also unter den fünf größten der Welt. Die Risiken sind ebenso real: ein Konglomeratsabschlag, eine extreme Machtkonzentration, Kartell- und Regulierungsfragen, Related-Party-Komplexität und die Ehe eines hochbewerteten, verlustbringenden Raumfahrtkonzerns mit einem hochbewerteten, margenschwachen Autobauer. Strukturell wäre vermutlich SpaceX mit seinen Mehrstimmrechten der Käufer, um Musks Kontrolle zu sichern.

9. Quartalsmodell bis Ende 2027: Lock-up gegen Kurs

Jetzt verknüpfen wir beide Fäden, also Angebot und Fundamentaldaten, zu einem Quartalspfad. Die Mechanik: Der Kurs ist fairer Wert mal einer Prämie, und diese Prämie schrumpft, je mehr Aktien frei handelbar werden. Wie stark sie schrumpft und wie sich der faire Wert entwickelt, hängt vom Szenario ab. Startpunkt ist der heutige Kurs von 192 USD, der bei einem fairen Wert von rund 60 USD einer Prämie von 220 Prozent entspricht. Die Wahrscheinlichkeiten, die ich vergebe, sind Bär 35 Prozent, Basis 45 Prozent, Bull 20 Prozent.

Quartal Streubesitz Bär (USD) Basis (USD) Bull (USD) Gewichtet (USD)
Q2 2026 4 Prozent 192 192 192 192
Q3 2026 28 Prozent 143 165 201 165
Q4 2026 51 Prozent 102 142 210 142
Q1 2027 51 Prozent 99 151 249 152
Q2 2027 100 Prozent 44 103 232 108
Q3 2027 100 Prozent 43 111 276 120
Q4 2027 100 Prozent 42 119 323 133

Was das Modell erzählt, ist erstaunlich klar. In der zweiten Jahreshälfte 2026 wächst der Streubesitz von 4 auf 51 Prozent, und dieser Angebotsdruck schiebt den Kurs in allen drei Szenarien nach unten oder bremst ihn zumindest. Im Q1 2027 gibt es eine Atempause, weil keine neuen Aktien frei werden, und die Fundamentaldaten tragen den Kurs kurz wieder an. Dann kommt im Juni 2027 die Musk-Freigabe, also der Sprung von 51 auf 100 Prozent, und die erzeugt in jedem Szenario ein Luftloch. Selbst im Bull-Fall fällt der Kurs von Q1 auf Q2 2027 von 249 auf 232 USD, bevor die Fundamentaldaten ihn wieder hochziehen.

Die Endpunkte zu Ende 2027 gegenüber heute:

Szenario Kurs Ende 2027 Rendite vs. heute Wahrscheinlichkeit
Bär rund 42 USD minus 78 Prozent 35 Prozent
Basis rund 119 USD minus 38 Prozent 45 Prozent
Bull rund 323 USD plus 68 Prozent 20 Prozent
Erwartungswert (gewichtet) rund 133 USD minus 31 Prozent n.a.

Der wahrscheinlichkeitsgewichtete Erwartungswert landet bei rund 133 USD bis Ende 2027, also rund 31 Prozent unter dem heutigen Kurs. Das deckt sich sauber mit dem Kursziel aus dem nächsten Abschnitt.

10. Anlageurteil und Kursziel

Trennen wir Unternehmen und Aktie. Das Geschäft verdient hohe Überzeugung. Ein dominanter, breiter werdender Burggraben, ein profitabler Cash-Kern und eine asymmetrische Starship-Option. Auf mehrjährige Sicht ist SpaceX einer der attraktivsten Werte überhaupt. Die Aktie auf rund 192 USD ist es nicht. Jede meiner unabhängigen Methoden landet deutlich unter dem Kurs.

Methode Impliziter fairer Wert je Aktie
DCF-Basis (40 Prozent CAGR, WACC 11,5 Prozent) rund 54 USD
Monte-Carlo-Median rund 53 USD
DCF-Kern plus großzügige Realoptionen rund 88 USD
Morningstar fairer Wert rund 60 USD
Reverse-DCF des aktuellen Kurses verlangt rund 60 Prozent CAGR über 10 Jahre

Daraus leite ich folgende Kursziele für die nächsten 12 Monate ab:

Szenario Kursziel je Aktie Implizit vs. rund 192
Bär (Lock-up-Flut plus Starship stockt) rund 50 bis 65 USD rund minus 70 Prozent
Fundamentaler fairer Wert (Basis) rund 55 bis 75 USD rund minus 65 Prozent
12-Monats-Kursziel (Hauptszenario) rund 130 USD (Spanne 95 bis 170) rund minus 32 Prozent
Bull (Starship-Erfolg, 55 Prozent plus CAGR) rund 190 bis 220 USD rund flach bis plus 15 Prozent

Mein 12-Monats-Hauptziel von rund 130 USD unterstellt, dass die Knappheitsprämie mit der Lock-up-Flut in der zweiten Jahreshälfte 2026 abschmilzt, eine Franchiseprämie aber bleibt. 130 USD entspricht grob dem Niveau des Börsengangs, also weiterhin rund 55 Prozent eingepreistem Wachstum. Bullisch ist das immer noch.

TL;DR

Würde ich die Aktie jetzt kaufen? Nein, nicht auf rund 192 USD. Bei diesem Kurs zahlt man für das rund 97. Perzentil selbst eines optimistischen Modells, ohne jede Sicherheitsmarge, und das unmittelbar vor der größten Angebotsausweitung des Jahres. Das ist kein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Konkreter:

Ein fundamental motivierter Einstieg würde mich erst unter rund 90 bis 100 USD ernsthaft reizen.

Eine kleine spekulative Startposition kommt allenfalls für Anleger infrage, die einen langen Horizont haben, an Musks Ausführung glauben und Rückschläge von 50 Prozent und mehr aushalten.

Leerverkaufen würde ich die Aktie trotzdem nicht. Knappheit, Momentum und Musks Kontrolle machen das gefährlich. Zu teuer zum Kaufen, zu gefährlich zum Shorten.

Worauf ich achten würde: die Q2-Zahlen plus erste Lock-up-Welle im August, die Flugkadenz von Starship und die erste Orbitalbetankung, die Abozahlen und der ARPU von Starlink nach den Preiserhöhungen, der Zinspfad, weil die Bewertung sehr zinssensitiv ist, sowie Fortschritte bei Macrohard und der Tesla-Verflechtung.

SpaceX ist großartig, der Preis ist heroisch. Die Frage ist nicht, ob das Unternehmen gewinnt. Die Frage ist, ob ihr bereit seid, heute schon den Preis für ein nahezu perfektes Jahrzehnt zu bezahlen.

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u/monchella420 — 2 months ago

Der heilige Amumbo — warum 2x Hebel auf die USA mathematisch die beste Langzeit Anlage ist.

Liebe Freunde,

ich kann mal wieder nicht schlafen und da ich seit diesem Jahr endlich auch gehebelte ETFs besparen darf habe ich mich ein wenig damit auseinandergesetzt. Bevor hier irgendwer den Pommesgabel-Reflex bekommt: dieser Pfosten steht auf den Schultern von Riesen. Die Amumbo-Lehre stammt von u/Bullenmarke, der Bre hat das Vieh getauft (Amumbo = Amundi + Jumbo). Und die statistische Schwerstarbeit kommt seit jeher von u/ChemicalStats und u/Zahlgraf (siehe auch ihre Auftritte im MSW-Podcast). Wer beide nicht geles/gehört hat: ab in die Bibliothek, dann wiederkommen. Ich versuche hier nur, die Mathematik so brutal sauber wie möglich aufzuschreiben, damit auch der letzte Regard versteht, warum das Ding kein Glücksspiel ist, sondern angewandte Stochastik mit Stil. Ich habe aber nicht wirklich Plan davon und bin selber noch am lernen.

1. Was ist das Biest überhaupt

  • Name: Amundi Leveraged MSCI USA Daily UCITS ETF EUR (Acc)
  • ISIN: FR0010755611 · WKN: A0X8ZS
  • Auflage: 16.06.2009 · TER: 0,50 % p.a. · Volumen: ~1 Mrd €
  • Index: MSCI USA Leveraged 2x Daily — also täglich 2x die Tagesrendite der ~600 größten US-Werte
  • Replikation: synthetisch (unfunded Swap), thesaurierend, Domizil Frankreich

Das Wort „täglich” ist der ganze Zauber und der ganze Fluch. Merkt es euch. Es kommt gleich zurück und beißt.

2. Warum „2x täglich” ≠ „2x langfristig” (Pfadabhängigkeit)

Der Amumbo verdoppelt die Tagesrendite, nicht die Gesamtrendite. Jeden Abend wird der Hebel auf 2,0 zurückgesetzt. Das heißt: das Endergebnis ist ein multiplikatives Produkt täglicher 2x-Renditen, kein simples „mal zwei” auf den Gesamtzeitraum. Konsequenz: Der Pfad ist alles.

  • Markt geht 2 Tage hintereinander +10 % → Index: +21 %. Amumbo: (1,2)·(1,2) − 1 = +44 %. Der Hebel überkompensiert nach oben. Das ist die geile Seite.
  • Markt macht −10 % / +11,1 % (zurück auf Start) → Index: ±0 %. Amumbo: (0,8)·(1,222) − 1 = −2,2 %. Index bei null, du im Minus. Das ist die hässliche Seite. Diese Asymmetrie hat einen Namen, und sie ist quantifizierbar.

3. Volatility Decay — die Steuer, die jeder Hebel zahlt

Modellieren wir den Index als geometrische Brownsche Bewegung mit Drift μ und Vola σ. Dann gilt für die geometrische (= tatsächlich realisierte) Wachstumsrate:

  • Index (1x): g₁ = μ − ½σ²
  • Hebel-Fonds (Lx): g_L = L·μ − ½·L²·σ² Stellt das um:

>g_L = L·g₁ − ½·L·(L−1)·σ² Der zweite Term ist der Volatility Decay (Leverage Decay, Pfadkosten blabla sucht es euch aus). Für L = 2: g₂ = 2·g₁ − σ²

Im Klartext: Der Amumbo wächst pro Jahr um eine ganze Varianz σ² langsamer, als ein naives „doppelte Index-CAGR” suggerieren würde. Bei σ ≈ 18 % sind das ~3,2 %-Punkte Reibung pro Jahr. Das ist der Preis. Den zahlst du. Immer. Und genau hier trennt sich der Schmierfink vom Kenner denn der Decay ist nicht konstant, er skaliert mit σ². In ruhigen Bullenmärkten (niedrige Vola) ist er ein Mückenstich. In Crashs (Vola explodiert) ist er ein Genickbruch. Merkt euch auch das.

4. Der eigentliche Hammer: 2x ist (historisch) ungefähr der wachstumsoptimale Hebel

Jetzt kommt der Teil, den die Hebel-Hasser nie erwähnen. Wir wollen g_L maximieren. Also ableiten und null setzen:

>dg_L/dL = μ − L·σ² = 0 → L = μ / σ²* Das ist die wachstumsoptimale Hebelhöhe identisch mit dem Kelly-Kriterium.

Nicht „mehr Hebel = mehr besser”. Es gibt ein Optimum, und darüber hinaus frisst der σ²-Term dein Wachstum schneller, als die Drift es aufbaut. Deshalb sind 3x-Nasdaq-Lappen langfristig oft tot, während der 2x-Amumbo lebt: 3x liegt rechts vom Scheitelpunkt, 2x sitzt verdammt nah dran. Aber mit 3x sind eure Eier eh so dick, das euch nichts mehr treffen kann.

Setzt historische US-Aktien-Zahlen ein (Risikoprämie über dem Geldmarkt μ ≈ 5–6 %, σ ≈ 16–18 %): L* ≈ 0,055 / 0,17² ≈ ~1,9

Lest das nochmal. Die Mathematik sagt für US-Aktien seit Jahrzehnten: der wachstumsoptimale Hebel liegt ungefähr bei 2. Das ist kein Zufall, dass ausgerechnet ein 2x-MSCI-USA der heilige Gral der Mauerstrasse geworden ist. Das Vieh sitzt fast exakt im Kelly-Peak.

5. Die 200-Tage-Linie

Buy-and-hold-forever-Amumbo ist Hardcore. Der eigentliche Edge, der herausgearbeitet wurde, ist simpler und genialer:

>Amumbo halten, solange der MSCI USA (1x) über seiner 200-Tage-Linie steht. Darunter → raus in den Geldmarkt.
Warum funktioniert das so absurd gut? Geht zurück zu Sektion 3. Der Volatility Decay skaliert mit σ². Und Vola clustert: Crashs, Vola-Explosionen und die brutalen Pfadkosten passieren fast ausschließlich unterhalb der 200-Tage-Linie. Indem du dort aussteigst, meidest du genau das Regime, in dem 2x Hebel am giftigsten ist und bist im Aufwärtstrend (niedrige Vola, Drift dominiert) voll dabei, wo der Hebel dein Freund ist.
Das ist die Eleganz: Die 200er-Linie ist ein billiger, dummer, regimeschaltender Vola-Filter. Sie verwandelt den Decay-Term von einem Feind in einen, dem du einfach aus dem Weg gehst. Backtests dieser Variante drücken die Maximum-Drawdowns von „Totalschaden” auf „unangenehm, aber überlebbar” bei weiterhin obszöner Langzeitrendite.

6. Die Beweislage

Reine Buy-and-Hold-Performance des Amumbo (Stand ~Ende 2024):

  • 10 Jahre: ~+815 %
  • 15 Jahre: ~+4.200 %

Ja, du hast richtig gelesen. Vierstellig. Das ist der Drift-dominierte, niedrig-volatile US-Bullenmarkt der 2010er + Post-Corona in Reinform der Hebel-Traum, in dem 2μ den σ²-Decay pulverisiert. Aber (und das ist der wichtige Teil): Diese Zahlen sind ein rückwärtsgewandtes Artefakt einer historisch einmaligen US-Hausse. In 2000–2003 und 2007–2009 hätte ein 2x-Daily-Fonds bei ~−50 % Index −80 bis −90 % gemacht. In der Großen Depression (Index ~−86 % peak-to-trough) wäre Buy-and-Hold-2x praktisch auf null gegangen. Aus −85 % zurückzukommen braucht +567 %. Das überlebt man nur mit (a) der 200er-Linie oder (b) eisernem Sparplan, der unten nachkauft.

7. Warum ausgerechnet die USA

Die ganze Kelly-Logik steht und fällt mit einer hohen, stabilen Drift μ. Der Bull-Case für die US-Drift: tiefste/liquideste Kapitalmärkte der Welt, strukturelle Aktienrückkäufe, USD als Weltreservewährung, Innovations-/Gewinnmargen-Vorsprung der Mega-Caps, und eine Aktienkultur, die Drawdowns historisch immer wieder weggekauft hat. Solange dieser Drift-Vorsprung hält, sitzt 2x im Sweet Spot. Wenn er bricht siehe Sektion 10.

8. Steuer-Schmankerl (Deutschland)

Der Amumbo wird verbreitet als Aktienfonds mit 30 % Teilfreistellung eingeordnet (>51 % Aktienexposure laut Konstruktion), trotz Swap-Replikation. Heißt: 30 % der Gewinne sind bei Verkauf steuerfrei, der Rest mit Abgeltungssteuer + Soli (+ggf. KiSt). Prüft das aber selbst / mit Steuerberater — die Behandlung synthetischer Hebel-ETFs ist genau der Punkt, an dem man sich nicht auf einen Lappen wie mich verlassen sollte.

9. Wo das Kartenhaus wackelt (lest das, oder ihr seid selbst schuld)

Damit das hier eine DD bleibt und kein Hopium: Seitwärtsmärkte sind Gift. Bei null Index-Drift und ordentlich Vola blutet der Decay dich langsam aus (Sektion 2 & 3). „Lost decade” → Amumbo verliert, während der 1x-Index seitwärts dümpelt. L ist eine Schätzung, keine Naturkonstante.* Mit konservativer Risikoprämie liegt das Optimum eher bei ~1,5, und 2x wäre leicht über-hebelt. Die ganze These hängt an der angenommenen US-Überschussrendite. Pfadabhängige Totalschäden. Ohne 200er-Linie oder Sparplan kann ein einziger 2000er-/2008er-Pfad Jahrzehnte an Vorsprung auslöschen. −85 % ist real, nicht theoretisch. Finanzierungskosten. Der Swap zahlt ~Geldmarkt auf den gehebelten Teil. In der ZIRP-Ära quasi geschenkt; im Hochzinsumfeld ein spürbarer jährlicher Drag. Swap-/Kontrahentenrisiko. Synthetisch = Gegenparteirisiko (durch UCITS-Grenze + Collateral gedeckelt, aber nicht null). „Diesmal ist die USA Japan 1989”. Wenn der strukturelle US-Drift bricht, kippt die komplette Kelly-Logik. 2x eines dauerhaft fallenden/seitwärtigen Marktes ist ein Schredder. Das Verhaltensrisiko. Die ehrlichste Frage: Hältst du wirklich durch, wenn dein Depot von 100k auf 15k fällt? Die Mathematik funktioniert nur, wenn du funktionierst. Die meisten tun es nicht.

TL;DR

Der Amumbo ist kein „Zock” er ist angewandtes Kelly-Kriterium: für US-Aktien liegt der wachstumsoptimale Hebel historisch bei ~2, und genau da sitzt das Vieh. Der Preis ist der Volatility Decay (≈ σ² pro Jahr bei 2x), den man mit der 200-Tage-Linie elegant umgeht, weil Vola und damit der Decay — unter der Linie clustert. Die +4.000 %/15J sind real, aber rückwärtsgewandt; die −85 %-Drawdowns sind genauso real. Mit Disziplin (200er-Linie ODER stoischer Sparplan) und der Überzeugung, dass die US-Drift hält, ist das mathematisch eine der saubersten Langzeit-Wetten überhaupt. Ohne Disziplin ist es ein teurer Weg, sich zu zerlegen.

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u/monchella420 — 2 months ago

Anthropic IPO 🚀🚀🚀

TL;DR 🖍️

  • Anthropic hat am 1. Juni 2026 vertraulich einen S-1-Entwurf bei der SEC eingereicht [1]. Das IPO ist real Bres. Kein Datum, kein Preis, keine Aktienzahl – aber die Maschine läuft.
  • Eine Woche davor: Series H über 65 Mrd. $ bei 965 Mrd. $ Post-Money-Bewertung [2]. Damit ist Anthropic an OpenAI (852 Mrd. $) vorbeigezogen und das wertvollste KI-Startup der Welt [3].
  • Umsatz-Run-Rate: 47 Mrd. $ (Mai 2026), vor einem Jahr lag man noch im einstelligen Milliardenbereich [2][7]. Das ist keine Wachstumskurve, das ist eine Drohung man.
  • Q2 2026 wird laut Berichten das erste profitable Quartal: ~559 Mio. $ operatives Ergebnis auf 10,9 Mrd. $ Quartalsumsatz [9].
  • Bewertung: ~20,5× ARR. Teuer, aber billiger als OpenAIs letzte Runde (~34× ARR). Mein DCF (lol) sagt "vorsichtig", mein Herz sagt "Rakete". 🚀
  • Risiken: Verwässerung, Lock-up, Zirkularfinanzierung, Wettbewerb, und eine Governance-Struktur, bei der die Aktionäre NICHT der Mittelpunkt des Universums sind. Lest Abschnitt 6, ausnahmsweise.

Positionen: 0 Aktien (gibt ja keine), 100 % Diamantenhände in Wartestellung. 💎🙌

1. Einleitung: Warum diese DD existiert

Bres, setzt euch. Am 1. Juni 2026 hat Anthropic, PBC offiziell bestätigt, einen vertraulichen Registrierungsentwurf (Form S-1) bei der SEC eingereicht zu haben – für einen geplanten Börsengang von Stammaktien [1]. Die Mitteilung erfolgte nach Rule 135 des Securities Act von 1933, was übersetzt heißt: "Wir dürfen euch noch nichts Saftiges erzählen, aber der Drucker für die Aktien ist warmgelaufen."

Wir reden hier vom dritten Mitglied der 2026er-Billionen-IPO-Welle nach SpaceX (Preisfestsetzung bei 135 $/Aktie, ~1,77 Bio. $ Bewertung, Nasdaq-Ticker SPCX) [4][6][17] und OpenAI, die ihren eigenen vertraulichen S-1 Anfang Juni bestätigt haben [16]. Ein PitchBook-Analyst nannte das kommende Anthropic-Listing sinngemäß den am stärksten durchleuchteten Börsengang der Tech-Geschichte [4]. Dan Ives von Wedbush sieht darin sinngemäß die Öffnung der Schleusen für den lange eingeschlafenen IPO-Markt [6].

Diese DD beantwortet die einzige Frage, die zählt: Ist das hier der Mond 🌕 oder der Margarineanruf? Antwort wie immer: ja.

2. Das Unternehmen (für alle, die unter einem Stein leben)

Anthropic wurde 2021 von Dario und Daniela Amodei sowie weiteren Ex-OpenAI-Leuten gegründet und ist als Public Benefit Corporation (PBC) strukturiert. Der satzungsmäßige Zweck lautet: „responsible development and maintenance of advanced AI for the long-term benefit of humanity“ [6]. Merkt euch das, das wird in Abschnitt 6 wichtig.

Das Produkt heißt Claude: Modellfamilie, Verbraucher-Apps, Entwickler-API, Enterprise-Verträge, dazu die Agenten-Produkte Claude Code und Cowork, die CFO Krishna Rao in der Series-H-Mitteilung explizit als Wachstumstreiber nennt [2]. Der Umsatzmix ist im Gegensatz zu OpenAI stark B2B-lastig – Anthropic verdient sein Geld primär damit, dass Konzerne und Entwickler Claude in ihre Kernprozesse einbauen, nicht damit, dass Hans-Jürgen seinen Lebenslauf umschreiben lässt [7].

Fun Fact: Laut TechCrunch hat ein institutioneller Investor bis zu 5 Mrd. $ zugesagt, nur um überhaupt ein Meeting mit dem CFO zu bekommen [5]. Ihr bekommt nicht mal einen Rückruf von eurer Sparkasse.

3. IPO-Status: Was wir WIRKLICH wissen (und was Hopium ist)

Kategorie Status Quelle
S-1 eingereicht (vertraulich) ✅ Bestätigt, 01.06.2026 [1]
Aktienzahl / Preisspanne ❌ Nicht festgelegt [1]
Ticker / Börse / Konsortialbanken ❌ Unbekannt [1]
Zeitplan 🤔 Berichte über "frühestens Oktober 2026" (Forge Global, unbestätigt) [13]
Bewertungsziel 🤔 Medien-Basisszenario: Debüt > 1 Bio. $ [4][14]
OpenAI-Wettrennen ✅ Beide haben vertraulich eingereicht; Altman wollte eigentlich zuerst an die Börse [8][10]

Wichtig für die Degenerierten unter euch, die schon "Pre-IPO-Token" auf Solana gekauft haben: Anthropic hat mehrfach öffentlich gewarnt, dass nicht genehmigte Aktienübertragungen, SPVs und tokenisierte Vehikel ohne Board-Zustimmung nichtig sind, und hat namentlich Plattformen genannt; entsprechende Token sind nach der Warnung um 34–40 % eingebrochen [12]. Wer "Anthropic-Exposure" auf einer Blockchain gekauft hat, besitzt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen sehr teuren Screenshot.

4. Fundamentaldaten

4.1 Umsatz

Abbildung 1: Annualisierte Umsatz-Run-Rate von Anthropic. Eigene Darstellung auf Basis von [2][7].

Die Run-Rate-Entwicklung laut Unternehmensangaben und Sacra-Daten [2][7]:

Zeitpunkt Annualisierte Run-Rate Anmerkung
Ende 2024 ~1 Mrd. $ süß
Mitte 2025 ~4 Mrd. $ okay, nett
Anfang 2026 ~19 Mrd. $ Moment mal
Mai 2026 47 Mrd. $ nervöses Schwitzen [2]

Zur Einordnung: Laut Berichten lag der Quartalsumsatz in Q1 2026 bei 4,8 Mrd. $ und soll in Q2 2026 auf 10,9 Mrd. $ steigen – ein Plus von rund 127 % innerhalb eines Quartals [9].

4.2 Profitabilität (ja, wirklich)

Berichten zufolge steuert Anthropic im Quartal zum 30. Juni 2026 auf das erste profitable Quartal zu: ~559 Mio. $ operatives Ergebnis auf 10,9 Mrd. $ Umsatz, also eine operative Marge von ~5,1 % (eigene Berechnung) [9]. Zum Vergleich: OpenAI soll laut Sacra-Schätzungen 2026 rund 27 Mrd. $ und 2027 rund 63 Mrd. $ verbrennen und erst 2030 cashflow-positiv werden; für Anthropic wird positiver Cashflow bereits ab 2028 projiziert [7][10].

Kapitaleffizienz-Schmankerl für die drei Analysten unter uns: Anthropic erzielt laut Enterprise-DNA-Auswertung ~0,23 $ ARR je eingesammeltem Dollar Kapital – etwa doppelt so viel wie OpenAI auf derselben Metrik [10]. Implizit heißt das: rund 200 Mrd. $ kumuliert eingesammeltes Kapital (47 ÷ 0,23 ≈ 204; eigene Überschlagsrechnung). Ja Bre, dieses "Startup" hat mehr Kapital aufgenommen, als der Buchwert der meisten DAX-Konzerne hergibt.

4.3 Bewertungshistorie

Abbildung 2: Post-Money-Bewertungen 2023–2026 (log-Skala). Eigene Darstellung auf Basis von [2][3] und Medienberichten zu früheren Runden.

Runde Datum Post-Money Multiplikator zur Vorrunde
Series C Mai 2023 4,1 Mrd. $
(Menlo-Runde) Anf. 2024 18,4 Mrd. $ 4,5×
Series E Mär. 2025 61,5 Mrd. $ 3,3×
Series F Sep. 2025 183 Mrd. $ 3,0×
Series G Feb. 2026 380 Mrd. $ [3] 2,1×
Series H Mai 2026 965 Mrd. $ [2] 2,5×

Von 183 Mrd. $ auf 965 Mrd. $ in acht Monaten – Faktor 5,3, laut IPO-Forscher Jay Ritter (nicht verwandt oder verschwägert mit dem lächerlichen Ritter) in dieser Größenordnung ohne Präzedenzfall [11]. Die Series H (65 Mrd. $) wurde angeführt von Altimeter, Dragoneer, Greenoaks und Sequoia, co-geführt u. a. von Capital Group, Coatue, D1, GIC, ICONIQ und XN; dazu Fidelity, T. Rowe, Blackstone, Brookfield, Temasek, MGX – und als strategische Lieferanten Samsung, SK Hynix und Micron [2][5]. 15 Mrd. $ davon waren bereits zugesagte Hyperscaler-Investments, inkl. 5 Mrd. $ von Amazon [2]. Wenn die Hersteller deines Speichers, dein Cloud-Vermieter UND die größten Asset Manager der Welt alle auf der Cap Table sitzen, ist das entweder das stärkste Validierungssignal der Geschichte oder Interessenkonflikt. Vermutlich beides.

4.4 Compute-Verpflichtungen

Anthropic hat sich Berichten zufolge auf über 100 Mrd. $ AWS-Ausgaben über die nächste Dekade (bis zu 5 GW Kapazität) verpflichtet, plus weitere ~5 GW über Google-Vereinbarungen – zusammen ~10 GW kontrahierte KI-Rechenleistung [14]. Das sind grob zehn Atomkraftwerke an Strombedarf, reserviert für ein Sprachmodell, das eure E-Mails höflicher formuliert. Bullisch für Capex-Zulieferer, aber merkt euch: Das sind Fixkosten-ähnliche Verpflichtungen, die im S-1 als "Purchase Obligations" auftauchen werden.

5. Bewertung: Jetzt wird es technisch!

5.1 Multiple-Analyse

Abbildung 3: EV/ARR-Multiples im Vergleich. Eigene Berechnung auf Basis von [2][3][8]. Achtung: ARR-Definitionen der beiden Häuser sind nicht identisch konstruiert [11].

Entität Bewertung Annual. Umsatz EV/ARR Quelle
Anthropic (Series H) 965 Mrd. $ 47 Mrd. $ 20,5× [2]
Anthropic (IPO-Szenario) 1.200 Mrd. $ 47 Mrd. $ 25,5× eigene Rechnung
OpenAI (Runde Mär. 26) 852 Mrd. $ ~25 Mrd. $ ~34× [8]

Interpretation für die hinteren Reihen: 20,5× ARR ist nach klassischen Software-Maßstäben (wachstumsstarke IPOs historisch grob 8–15× Forward-Umsatz) sportlich. ABER: Bei >300 % Umsatzwachstum p. a. kollabiert das Forward-Multiple schnell. Wenn die Run-Rate sich 2027 auch nur noch einmal verdoppelt (konservativ relativ zur Historie), steht ihr bei ~10× Forward – plötzlich sieht das aus wie Value-Investing. Das ist die gesamte Bullen-These in einem Satz: Das Multiple ist nur dann verrückt, wenn das Wachstum stirbt.

Relativ-Bewertung: Anthropic bekommt aktuell ~40 % Abschlag auf das OpenAI-Multiple bei besserer Kapitaleffizienz und früherem Cashflow-Break-even [8][10]. Entweder der Markt irrt sich bei einem der beiden, oder OpenAIs 900 Mio. Wochennutzer [8] sind eine Konsumenten-Prämie, die Anthropic gar nicht haben will.

5.2 DCF - "Discounted Copium Flow"

Annahmen (Basisfall, alle Zahlen Hopium-adjustiert):

  • Umsatz: 2026e ~40 Mrd. $ → 2030e ~215 Mrd. $ (Wachstum fällt von dreistellig auf ~27 % p. a.)
  • FCF-Marge 2030e: 20 % → FCF 2030e ≈ 43 Mrd. $ (heutige operative Marge ~5 % [9], skalierend mit Auslastung der Compute-Verträge)
  • Diskontierung: WACC 12 %, ~4,5 Jahre; Terminal Value via Exit-Multiple auf FCF 2030; Zwischen-FCFs aus Vereinfachung ≈ 0 gesetzt (sie sind klein und ihr könnt eh nicht rechnen)

Tabelle: Implizierter Unternehmenswert heute (Mrd. $), WACC 12 %

FCF 2030e ↓ / Exit-Multiple → 20× 25× 30×
30 Mrd. $ (Marge 14 %) 360 450 540
43 Mrd. $ (Basis) 517 646 775
60 Mrd. $ (Marge 28 %) 721 901 1.081

Lest die Tabelle zweimal, Bres. Mein Basisfall liefert ~646 Mrd. $ – also ~33 % UNTER der Series-H-Bewertung. Um 965 Mrd. $ im DCF zu rechtfertigen, braucht ihr die rechte untere Ecke: 60 Mrd. $ FCF in 2030 und ein 30er-Exit-Multiple. Quelle für diese Annahmen: lol.

Dasselbe Modell hätte 2024 eine Run-Rate von 47 Mrd. $ für 2026 als klinisch wahnsinnig verworfen und hier sind wir [2]. Frontier-KI hat die Terminal-Value-Mathematik bisher konsequent gedemütigt. Ein DCF ist hier weniger Bewertung als Demutsübung.

5.3 Szenarioanalyse

Abbildung 4: Illustrative Marktkapitalisierungs-Szenarien 12 Monate nach IPO. Eigene, völlig unwissenschaftliche Darstellung.

Szenario MCap 12M nach IPO Story Wahrscheinlichkeit
🐻 Bärenfall 0,6 Bio. $ Wachstum normalisiert sich, Compute-Kosten fressen Marge, Lock-up-Ende drückt, Multiple-Kompression auf 12× Höher als euch lieb ist
😐 Basisfall 1,2 Bio. $ Debüt über 1 Bio. $ wie von Medien als Basisszenario gehandelt [14], Wachstum hält, Marge skaliert "Konsens"
🐂 Bullenfall 2,0 Bio. $ Agentic-AI-Adoption beschleunigt, FCF überrascht, Indexaufnahme zwingt Fonds zum Kauf Tendies
🚀 Vollpfosten-YOLO 3,5 Bio. $ Mehr wert als der gesamte DAX zusammen; eure Schwiegermutter fragt nach dem Ticker Finanzastrologie

6. Governance: Der Abschnitt, den keiner liest (LEST IHN)

Anthropic ist eine Public Benefit Corporation [1][6]. Das heißt rechtlich: Das Board darf (und soll) den Satzungszweck – langfristiger Nutzen der Menschheit – neben eurem Shareholder-Value abwägen. Historisch existiert zudem eine treuhänderische Struktur (Long-Term Benefit Trust), die Einfluss auf die Board-Besetzung hat. Was davon in welcher Form den Börsengang überlebt, welche Aktiengattungen es gibt und wie viel Stimmrecht ihr tatsächlich bekommt – das steht erst im veröffentlichten S-1, und genau dorthin gehört euer erster Blick [1][15].

Ihr kauft hier möglicherweise wirtschaftliche Beteiligung ohne das übliche "Aktionär ist König"-Versprechen. Für manche Investoren ist die Mission-Klausel ein Feature (Schutz vor kurzfristigem Unsinn), für andere ein Bug (Fiduciary-Duty-Konflikte im Ernstfall) [15]. Preist es ein. Oder ignoriert es, ich bin nicht eure Mutter.

7. Die Bullen-These 🐂

  1. Wachstum ohne historisches Vorbild: 1 → 47 Mrd. $ Run-Rate in ~30 Monaten [2][7]. Selbst die Lyft/Uber-Vergleiche der Presse [6] wirken dagegen wie Sparbuch-Romantik.
  2. Erstes profitables Quartal VOR dem IPO [9] – OpenAI bringt Verbrennungsprognosen mit, Anthropic bringt eine schwarze Null mit Ansage [7][10]. Public-Market-Investoren sind einfache Kreaturen: Sie sehen "+" und kaufen.
  3. Enterprise-Burggraben: B2B-/API-Fokus, Coding- und Agenten-Workflows als Umsatzmaschine [2][7][14]. Unternehmen wechseln ihre Kerninfrastruktur ungefähr so gern wie ihr eure Verlustpositionen realisiert: nie.
  4. Die gesamte Lieferkette ist long: Amazon, Google, Samsung, SK Hynix, Micron, Fidelity, T. Rowe – alle auf der Cap Table [2][5].
  5. Knappheits-Setup beim IPO: Nach SpaceX' 1,77-Bio.-$-Listing [4][17] ist der Appetit auf Mega-Tech-IPOs getestet und vorhanden; wer den Float klein hält, bekommt es.

8. Die Bären-These 🐻

  1. Preis: 20,5× ARR lässt null Raum für Enttäuschung [2]. Ein einziges Quartal mit "nur" +50 % Wachstum und die Multiple-Kompression frisst euch.
  2. Zirkularität: Investoren = Lieferanten = Kunden = Cloud-Vermieter [2][7]. Dieselbe Kritik, die OpenAI/Nvidia/Oracle anhaftet [16], wird im Anthropic-Prospekt als Risikofaktor stehen. Wenn die KI-Capex-Spirale stockt, stockt alles gleichzeitig.
  3. Verpflichtungen: &gt;100 Mrd. $ AWS + Google-Deals [14] sind großartig, solange die Nachfrage exponentiell bleibt – und ein Schmerz, falls nicht.
  4. Wettbewerb: OpenAI (900 Mio. Wochennutzer [8]), Google, xAI, Mistral, Open-Source. Frontier-Vorsprung hat die Halbwertszeit von Milch.
  5. Politik/Headline-Risiko: Öffentliche Auseinandersetzung mit dem US-Verteidigungsministerium im Februar 2026 [4] zeigt: Eine PBC mit Prinzipien kann Aufträge UND Schlagzeilen kosten.
  6. Lock-up & Angebotsschwemme: ~180 Tage nach Listing [14] werden Frühinvestoren mit 235× Buchgewinn (Abb. 2) sehr, sehr liquide Gedanken haben.
  7. Governance (Abschnitt 6): Ihr seid hier Gast in der Mission.

9. Katalysatoren & Fahrplan 📅

Datum/Fenster Ereignis
12.06.2026 SpaceX-Listing als Stimmungstest für Mega-IPOs [17]
Sommer 2026 SEC-Review; öffentliche S-1-Version = erstmals testierte Zahlen, Aktienstruktur, Risikofaktoren [1]
~Q3 2026 Mögliches OpenAI-Listing (~Sep., Berichten zufolge) – direkter Bewertungsanker [16][17]
"frühestens Okt. 2026" Anthropic-Listing-Fenster (unbestätigt) [13]
+180 Tage Lock-up-Ende, die Mutter aller Angebotsereignisse [14]

10. Positionen 📸

  • Aktien: 0 (existieren nicht)
  • Optionen: 0 (existieren erst recht nicht)
  • Solana-"Pre-IPO-Token": 0, weil ich lesen kann [12]
  • Indirektes Exposure: Wer es nicht aushält, spielt klassisch über die Großaktionäre Amazon und Alphabet [14] – das ist allerdings ungefähr so aufregend wie alkoholfreies Bier.
  • Plan: S-1 lesen (wirklich lesen), Preisspanne abwarten, Erstnotiz-FOMO überleben, dann entscheiden. 💎🙌

11. Fazit

Anthropic geht mit der steilsten Umsatzkurve der Softwaregeschichte [2][7], einem angekündigten profitablen Quartal [9] und einem 40-%-Multiple-Abschlag zu OpenAI [8] an die Börse und gleichzeitig mit einer Bewertung, die DCF nur in der Hopium-Ecke der Sensitivitätstabelle rechtfertigt (Abschnitt 5.2). Beides ist wahr. Das ist kein Widerspruch, das ist Frontier-KI im Jahr 2026.

Wartet auf den öffentlichen S-1, prüft Aktienklassen, Purchase Obligations und Kundenkonzentration. Der Bre in mir hat bereits den Raketen-Emoji-Finger über der Kauforder schweben, die es noch gar nicht gibt.

Werter Herr, das hier ist ein Casino! 🚀🌕

Quellenverzeichnis 📚

[1] Anthropic (2026): Anthropic confidentially submits draft S-1 to the SEC, Unternehmensmitteilung, 01.06.2026. https://www.anthropic.com/news/confidential-draft-s1-sec (abgerufen 12.06.2026).

[2] Anthropic (2026): Anthropic raises $65B in Series H funding at $965B post-money valuation, Unternehmensmitteilung, 28.05.2026. https://www.anthropic.com/news/series-h (abgerufen 12.06.2026).

[3] CNBC (2026): Anthropic tops OpenAI as most valuable AI startup, nears $1 trillion valuation in latest round, 28.05.2026. https://www.cnbc.com/2026/05/28/anthropic-open-ai-startup-value.html

[4] CNBC (2026): The Tech Download: Anthropic's IPO sets up first big test of AI boom valuations, 05.06.2026. https://www.cnbc.com/2026/06/05/tech-download-anthropic-ipo-ai-valuations.html

[5] TechCrunch (2026): Anthropic raises $65 billion, nears $1T valuation ahead of IPO, 28.05.2026. https://techcrunch.com/2026/05/28/anthropic-raises-65-billion-nears-1t-valuation-ahead-of-ipo/

[6] NBC News (2026): Anthropic files for IPO before OpenAI as trillion-dollar startups race to go public, Juni 2026. https://www.nbcnews.com/business/corporations/anthropic-files-ipo-openai-rcna347897

[7] Sacra (2026): OpenAI revenue, valuation & funding (inkl. Anthropic-Vergleichsdaten), abgerufen Juni 2026. https://sacra.com/c/openai/

[8] Panto (2026): OpenAI Statistics 2026 – unter Berufung auf Reuters-Berichterstattung (Run-Rate >25 Mrd. $, 852 Mrd. $ Bewertung, 900 Mio. WAU). https://www.getpanto.ai/blog/openai-statistics

[9] TechBriefly (2026): Anthropic files confidential draft S-1 with SEC to prepare for IPO, 02.06.2026 (Q2-Prognose: 559 Mio. $ operativer Gewinn auf 10,9 Mrd. $ Umsatz). https://techbriefly.com/2026/06/02/anthropic-confidential-ipo-filing-sec/

[10] Enterprise DNA (2026): Anthropic Files Confidential S-1 for Near-$1 Trillion IPO, Juni 2026 (Kapitaleffizienz ~0,23 $ ARR/$; Cashflow-Projektionen 2028 vs. 2030). https://enterprisedna.co/resources/news/anthropic-s1-ipo-filing-june-2026/

[11] INDmoney (2026): Anthropic $965B Valuation: Series H Funding & IPO Outlook (5,3× in acht Monaten; Einordnung Jay Ritter; ARR-Definitionshinweis via ActuIA). https://www.indmoney.com/blog/us-stocks/anthropic-valuation-series-h-ipo-analysis-claude

[12] Bitcoin.com News (2026): Anthropic Files Confidential S-1 With SEC, Targets IPO at $965B Valuation (Warnungen zu tokenisierten Pre-IPO-Produkten), Juni 2026. https://news.bitcoin.com/anthropic-files-confidential-s-1-with-sec-targets-ipo-at-965b-valuation/

[13] Tech-Insider (2026): Anthropic $65B Series H: $965B Valuation, IPO Looms (Forge-Global-Bericht: Listing "frühestens Oktober 2026", unbestätigt). https://tech-insider.org/anthropic-65-billion-series-h-965-billion-valuation-2026/

[14] The Motley Fool via Yahoo Finance (2026): The Anthropic IPO Could Make These 5 AI Stocks Unexpected Winners (AWS >100 Mrd. $/5 GW; Google ~5 GW); ergänzend HeyGoTrade (2026): Anthropic Files for IPO (Lock-up-Hinweis, Basisszenario >1 Bio. $). https://finance.yahoo.com/markets/stocks/articles/anthropic-ipo-could-5-ai-093900141.html / https://www.heygotrade.com/en/blog/anthropic-ipo-2026/

[15] Tech-Insider (2026): Anthropic $65B Series H – Einordnung der PBC-Zweckklauseln und Governance-Implikationen. https://tech-insider.org/anthropic-65-billion-series-h-965-billion-valuation-2026/

[16] Tech-Insider (2026): OpenAI IPO: $850B Valuation, $25B Revenue (Zirkularfinanzierungs-Kritik; OpenAI-S-1-Bestätigung 08.06.2026). https://tech-insider.org/openai-ipo-850-billion-valuation-2026/

[17] Yahoo Finance (2026): Anthropic Files Confidential S-1: Joins $3 Trillion AI IPO Race, Juni 2026 (SpaceX: 135 $/Aktie, Nasdaq-Ticker SPCX, Listing 12.06.; OpenAI: anvisiertes Debüt ~Sep. 2026). https://finance.yahoo.com/markets/stocks/articles/anthropic-files-confidential-1-joins-161008569.html

Hinweise zur Quellenlage: Anthropic ist (noch) nicht börsennotiert und veröffentlicht keine testierten Abschlüsse; sämtliche Umsatz-, Gewinn- und Bewertungsangaben außerhalb der offiziellen Unternehmensmitteilungen [1][2] basieren auf Medienberichten und Schätzungen Dritter und können vom später veröffentlichten S-1 abweichen. Historische Rundenbewertungen vor Series E (4,1 / 18,4 Mrd. $) gemäß zeitgenössischer Berichterstattung (u. a. Reuters/TechCrunch, 2023/2024).

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u/monchella420 — 2 months ago