u/skipper_mike

Dark Matter

Ich habe vor ein paar Tagen mit der Serie Dark Matter angefangen.

Im Grunde ist das Konzept nichts was nicht schon gegeben hätte. Man bemüht in der Serie die Viele-Welten-Interpretation der Quantenmechanik um sich das Multiversum zugänglich zu machen.

Ein genialer aber moralisch fragwürdiger Wissenschaftler entwickelt einen Kubus der es erlaubt einen kompletten Menschen in Superposition zu versetzen wodurch er dann in eine neue Quantenrealität gelangen kann.
Besagtem Wissenschaftler fällt dann nichts besseres ein, als einem Quanten-Ich von sich selbst das Leben zu stehlen und bis jetzt geht es in der Serie hauptsächlich darum, dass der Bestohlene die Regeln dieses Multiversums entdecken muss um in seine Welt zurück zu gelangen, und dabei andere, zum Teil ziemlich verrückte Welten durchqueren muss.

Mich hat die Serie bis jetzt gut mitgenommen (ich weiß ich bin spät zur Party, die erste Staffel lief schon 2024) aber da demnächst die dritte Staffel ansteht, wollte ich mal in die Runde fragen ob ihr die Serie auch kennt, und was ihr davon haltet? Vielleicht gibt es hier sogar einen Physiker der das ganze Konzept der Viele-Welten-Interpretation in der Luft zerreißen oder bestätigen kann?

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u/skipper_mike — 9 days ago

Nanotech

Ich bin gestern mal wieder ins Worldbuilding versunken und da kam bei mir die Frage auf, welche Anwendungen von Nanotechnologie es wohl gibt, an die ich in dem Moment gar nicht denke. Dinge wie ein Nanosuit für den Supersoldaten oder der Klassiker des Grey Goo Szenarios sind ja naheliegend (auch wenn selten erklärt wird warum zum Beispiel ein Exoskelett aus Nanopartikeln eine gute Idee ist, oder wie das überhaupt funktionieren soll).
Ich dachte ich frage einfach mal in die Runde: Welche ungewöhnliche Nutzung von Nanotechnologie ist euch auf eurem Weg durch die Science Fiction schon über den Weg gelaufen? Wo habt ihr gedacht: Da wäre ich nie drauf gekommen!
Mich interessiert alles von dem wildesten Fantasiegebilde bis hin zur geerdeten Hard Sci-Fi die vielleicht sogar morgen schon so passieren könnte.
Nebenbei bemerkt: Wenn ich an Nanotechnologie denke, dann meine ich sowohl Nanometergroße Strukturen und Materialien, also auch entsprechend kleine (intelligente)Maschinen. Übersehe ich da vielleicht schon was?

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u/skipper_mike — 11 days ago

Was ist für euch Sci-Fi?

Heute ist mir eine Textstelle hier im Sub besonders hängen geblieben. Ein User hatte sinngemäß geschrieben, dass Science Fiction mehr ist als Weltraumschlachten. Das hat mich zu nachdenken gebracht was mich eigentlich in die Science-Fiction-Ecke gezogen hat. Ich liebe eine gute Weltraumschlacht, aber als echter Trekkie war für mich immer die beste Science-Fiction die, die einen positiven Blick in die Zukunft erlaubt hat. Für mich bedeutet das vor allem eine Menschheit die sich selbst verwirklicht, Entdeckergeist zeigt und mit humanistischen Werten seinen Mitmenschen (und anderen Spezies) begegnet. Für mich ist das Wirklichkeitsflucht und Idealbild in einem.
Wie sieht das eigentlich bei euch aus? Was ist für euch richtig gute Science-Fiction?

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u/skipper_mike — 15 days ago

Welche coolen Sci-Fi Konzepte kennt ihr?

Ich bin was Sci-Fi angeht sehr im Mainstream unterwegs, also besten vertraut damit wie Dilithium die Antimaterieannihilationsreaktion moderiert um mit der daraus gewonnenen Energie die Warpblase zu erzeugen mit der sich das Raumschiff durch den gekrümmten Raum bewegt.

Was mich interessiert: Welche coolen Konzepte abseits des Mainstreams kennt ihr? Was, von realistisch, über theoretisch möglich bis zu total abgefahren ist euch schon über den Weg gelaufen, und vor allem wo? Ich bin besonders gespannt auf Konzepte zur Energiegewinnung und FTL-Antrieben, aber eine glaubwürdige Dysonsphäre oder ein abgefahrener Gesellschaftsentwurf würde mich auch interessieren.

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u/skipper_mike — 16 days ago

Rezension: Die Gnade der Götter

>Jeder Widerstand ist zwecklos. Die Grundlagen Ihrer Existenz sind bedeutungslos geworden. Ab sofort, für alle Zeiten, werden Sie ausschließlich uns dienen.

Dieses Zitat von Lokutus entstammt zwar einem anderen Franchise, könnte aber auch die Prämisse der Buchreihe „The Captive’s War“ sein. In dem neuen Werk der Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck, die unter dem gemeinsamen Pseudonym James Corey bereits die Reihe „The Expanse“ veröffentlicht haben, geht es darum das die Menschheit von den außerirdischen Carryx angegriffen wird.

Soweit, so generisch. Wer jetzt jedoch epische Schlachten mit einem heroischen Sieg der Menschheit erwartet, wird enttäuscht. Denn die Menschheit lebt auf dem Planeten Anjiin und weiß nicht, wie sie dorthin gekommen ist, sie weiß nur dass das Ökosystem dort kann nicht der Ursprung der Menschheit sein kann. Es handelt sich also um eine verlorene Kolonie, die sich offenbar gerade erst auf das Niveau des 21. Jahrhunderts zurückgekämpft hat. In dieser Situation greifen die technologisch weit überlegenen Carryx an, und vernichten den planetaren Widerstand in wenigen Stunden.

Wir erleben dieses Geschehen aus der Perspektive eines aufstrebenden Forschungsteams deren größte Sorge bisher die akademischen Ränkespiele sind. Es stellt sich schnell heraus, dass die streng in biologischen Kasten organisierten Carryx ein Imperium beherrschen, das unzählige Welten umspannt, und in dem andere Spezies nur einen Platz haben, wenn sie sich unterwerfen und als nützlich für die Carryx erweisen.

In dem aktuell ersten Buch „Die Gnade der Götter“ wird der Leser mitgenommen in eine Welt die exotischer ist, als alles was man bisher von „The Expanse“ kennt. Dieses Universum ist größer und vielfältiger, aber gleichzeitig genauso geerdet wie dass, was man bisher von James Corey gewohnt ist. Alles was man erlebt, könnte so passieren und gerade deshalb bin ich beim Lesen immer wieder ins Staunen gekommen. Für wen ist dieses Buch: Es richtet sich auch meiner Sicht an Fans von phantastischer Science-Fiction die solides, gut durchdachtes und daraus folgend glaubwürdiges Worldbuilding suchen und diese Welten dann in einer spannenden, unkonventionellen Geschichte entdecken wollen.

Sprachlich ist das Buch angenehm zu lesen, man folgt dem bekannten Rezept von POV-Kapiteln dass sich schon in „The Expanse“ bewährt hat. Gelegentlich bricht der Erzähler aber aus diesem Korsett aus und blickt beispielsweise in die Zukunft, was ab und zu bei mir zu Stirnrunzeln geführt hat.

Für Leute die zögern offene Reihen anzufangen ist vielleicht wichtig zu wissen, dass das Autorenduo sehr diszipliniert arbeitet, und etwa alle zwei Jahre eine Fortsetzung heraus bringt. Das nächste Buch der Reihe „Der Glaube der Bestien“ steht kurz vor der Veröffentlichung auf Deutsch. Zwischen den Hauptbänden werden Novellen veröffentlicht, die die Serie ergänzen. Auch hier wird wieder dem Konzept der Vorgängerserie gefolgt.

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u/skipper_mike — 17 days ago

Marketing und Testleser

Moin, ich arbeite gerade an zwei verschiedenen Reihen (SF und Urban Fantasy, ich brauche die Abwechslung) Ich habe irgendwo mal gelesen, dass gutes Marketing deutlich vor dem Verkauf anfängt, also genau jetzt. Dafür suche ich euren Rat.

Was ich bisher an Ratschlägen gefunden habe, war immer dieselbe Ebene: "Du brauchst Rezensionen." "Du musst Social Media machen." "Lass es auf jeden Fall Testleser lesen." Das leuchtet mir alles ein, nur weiß ich danach genauso wenig wie vorher, was konkret zu tun ist. Deshalb drei Fragen an die, die das schon hinter sich haben:

1. Rezensionen
Wo findet ihr eure ersten Rezensenten bevor ihr irgendeine Leserschaft habt? Baut ihr euch ein ARC-Team auf, und wenn ja: über welchen Kanal bekommt ihr die Leute (Newsletter, Facebook-Gruppen, Lovelybooks, Instagram, Discord)? Wie viele Anfragen schreibt ihr für wie viele tatsächliche Rezensionen? Und wie formuliert ihr die Anfragen, ohne aufdringlich zu wirken? Lohnt sich das nach eurer Erfahrung überhaupt?

2. Social Media
Was postet ihr da eigentlich, wenn das Buch noch nicht draußen ist? Ich habe wenig Lust auf die typischen Posts mit einem Bild vom Schreibtisch mit Kaffeetasse drauf und irgendwelchen abgegriffenen Zitaten. Aber ich weiß auch nicht, was die Alternative ist. Welche Plattform hat sich für Genre-Fiction für euch gelohnt? Oder ist das alles eher nur ein Romantasy Ding und funktioniert außerhalb der Bubble eher wenig?
Merkt ihr überhaupt einen Zusammenhang zwischen Followerzahlen und Verkäufen?

3. Testleser
Wie kommt ihr an Testleser, die euch im Zweifel auch sagen, wo sie ausgestiegen sind und warum? Sucht ihr gezielt Leute, die euer Genre lesen, oder tauscht ihr gegenseitig Manuskripte? Wenn ja: Wo?

Über zusätzliche Hinweise, Abläufe oder auch "hab ich probiert, hat nicht funktioniert" Antworten würde ich mich freuen. Gern auch Verweise auf ältere Threads, falls das hier schon durchgekaut wurde und mir nur entgangen ist.

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u/skipper_mike — 20 days ago