u/teachapters

Welches Gefühl habt ihr, wenn ihr ein Buch lest? Und ist euer Gefühl Standortabhängig?

Eine vielleicht seltsame Frage.
Ich habe vor einigen Monaten wieder angefangen zu lesen, weil mir das Serien und Filme schauen kognitiv zu anspruchslos war, mein Gehirn fühlte sich dumpf an, ohne Tiefe oder die Fähigkeit zu kritischen Denken. Genau das hat mir aber gefehlt. Da ich aktuell ne längere Zeit AU bin, und somit kritisches Denken & Co. an der Uni entfallen, sind Bücher derzeit also so ziemlich die einzige kognitive (Heraus)Forderung.

Mir ist aufgefallen, dass ich mich beim Lesen anders fühle. Vor allem wenn ich ein richtiges Buch in der Hand halte und keinen ereader. Irgendwie friedlicher, bei einem guten Buch manchmal auch ein „Zuhause angekommen sein“, dass gerade auswärts stärker ausgeprägt ist. Aber auch aufgebaut, mehr „erhobenen Hauptes“. Gerade wenn ich in der Öffentlichkeit lese, gibt mir das sogar ein seltsames Gefühl von intellektueller Überlegenheit – was bescheuert klingt, weil ich mich deshalb natürlich nicht tatsächlich für intelligenter oder besser als andere halte. Nicht zuletzt ein Gefühl von „bewussten Bewusstsein“. Bewusster, als im normalen Alltag. Merke ich vor allem dann, wenn es um mich herum Gewusel gibt. Zuhause ist es also weniger stark ausgeprägt.

Wie fühlt ihr euch beim Lesen und ist euer Gefühl dabei standortabhängig? Wenn ja, wie?

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u/teachapters — 1 day ago