
Ontologie statt Energie – ein anderer Blick auf die Grundlagen der Physik
Was in den meisten Physiklehren fehlt, ist die Ontologie – und sie wird in der Regel weder benannt noch explizit gelehrt.
Ontologie bedeutet schlichtweg: Was eine Theorie als existierend definiert, was als Zustand gilt, was Veränderung ist und was es bedeutet, dass etwas fortbesteht. Stattdessen werden Studierenden Techniken und aktualisierte Modelle (neue Partikel, neue Formalismen) beigebracht, ohne dass ihnen die konzeptionellen Grundlagen vermittelt werden, auf denen diese beruhen.
Deshalb kann sich Physik seltsam fragmentiert anfühlen, wenn man sich später wieder damit beschäftigt. Man bekommt zwar präzisere Beschreibungen gezeigt, aber nicht, welche Art von Welt die Gleichungen eigentlich beschreiben.
Ich habe mich in den letzten Monaten intensiver mit genau dieser Ebene beschäftigt und versucht, sie systematisch zu formulieren – nicht als Philosophie, sondern als Struktur, die sich mathematisch konsistent durch bestehende Gleichungen ziehen lässt.
Ein konkretes Beispiel ist die Betrachtung von Zeit nicht als fundamentale Größe, sondern als etwas, das aus Phasenbeziehungen entsteht (z. B. T = ΔΦ / f). Dadurch verschiebt sich auch die Perspektive auf Stabilität und Dynamik in physikalischen Systemen.
Ich arbeite aktuell daran, diese Sichtweise auch praktisch zu testen, unter anderem in einem kleinen Framework, das versucht, strukturelle Kohärenz in Informationssystemen messbar zu machen.
Ein erstes Ergebnis dieser Arbeit ist unter anderem meine Teilnahme als Wildcard in der finalen Phase des XPRIZE Quantum Applications Wettbewerbs.
Falls sich jemand für eine alternative Sichtweise auf Physik interessiert: Ich habe das Ganze inkl. Jupyter Notebook hier zusammengefasst:
https://github.com/Christianfwb/frequenzprojekt
Es soll keine Standardlehrbücher ersetzen, sondern zeigen, wie sich das Verständnis verändert, wenn man die ontologische Ebene explizit macht. Sobald diese klar ist, fügen sich auch neue Details deutlich konsistenter in ein Gesamtbild ein.