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▲ 11 r/ffmarchitecturetalk+2 crossposts

Büro-zu-Wohnen im Lyoner Quartier: Zukunftsmodell oder Fassade ohne Substanz? ( ‼️ Beitragstext lesen ‼️)

Hallo zusammen,
mich würde mal eure Meinung zur aktuellen Entwicklung im Lyoner Quartier (ehemalige Bürostadt Niederrad) interessieren.
Projekte wie der Umbau der Lyoner Straße 14 (We Live Tower) oder die früheren Pionierprojekte zeigen ja, dass hier nach wie vor versucht wird, alten Bürobestand in Wohnraum zu transformieren. Aber wie seht ihr die Zukunft des Quartiers? Setzt sich dieser Trend wirklich nachhaltig durch?

u/No_Break6763 — 1 day ago

Wieso ist die Architektur in Frankfurt so tot und es werden keine ikonische Gebäude gebaut? Mit ikonischer Architektur wie die POST in Rotterdam

u/No_Break6763 — 2 days ago

Wie bewertet ihr die Arbeit von Planungsdezernent Marcus Gwechenberger?

Hallo in die Gruppe.

Da wir nunmal viel über Frankfurter Architektur diskutieren sollten wir auch ma über die Köpfe hinter der Skyline reden.

seit Juni 2023 ist Marcus Gwechenberger (SPD) als Dezernent für Planen und Wohnen im Frankfurter Römer im Amt.

Als promovierter Stadtplaner und langjähriger Referent seines Vorgängers Mike Josef bringt er fachlichen Hintergrund mit. 

Nach gut drei Jahren im Amt stehen Themen wie die Fortschreibung des Hochhausentwicklungsplans, die Umgestaltung der Innenstadt, die Krise in der Bauindustrie sowie die Dauerdebatte um Baugenehmigungsverfahren auf der Agenda.

Mich würde brennend interessieren, wie ihr seine Arbeit aus architektonischer und städtebaulicher Sicht einschätzt

Lg!!

u/No_Break6763 — 2 days ago
▲ 23 r/ffmarchitecturetalk+1 crossposts

Strenge Vorgaben bremsen Frankfurt: Warum das Baupotenzial der Skyline ungenutzt bleibt

Frankfurt am Main gilt als das europäische Finanzzentrum und führt mit seiner beeindruckenden Skyline eine Sonderrolle in Deutschland.

Dennoch stagniert die Entwicklung neuer Hochhausprojekte seit geraumer Zeit spürbar.

Während internationale Metropolen ihr urbanes Potenzial konsequent ausschöpfen, bremst eine Kombination aus bürokratischer Überregulierung, politischer Zurückhaltung und veralteten Planungsinstrumenten das Wachstum der Frankfurter Stadtlandschaft.

Ein zentrale ,,BloCkAdE“ ist der Hochhausentwicklungsplan der Stadt Frankfurt. 🥸🥸

Genannt HHEP

Obwohl dieser den städtebaulichen Rahmen vorgeben soll, agiert die Kommunalpolitik bei dessen Fortschreibung und der Ausweisung neuer Standorte extrem zögerlich.

Anstatt Raum für innovative, verdichtete Architektur zu schaffen, wird der Fokus zunehmend auf starre Ausgleichsflächen, strenge Höhenbegrenzungen und langwierige Prüfverfahren gelegt.

Projektentwickler stoßen dadurch auf bürokratische Hürden, die Investitionen über Jahre hinweg blockieren oder wirtschaftlich unattraktiv machen.

Neben der Standortfrage verlangsamen Auflagen zur Nutzungsmischung viele Initiativen.

Während reine Büro- oder Wohntürme oft zügig kalkuliert werden könnten, fordern politische Vorgaben komplexe Mischnutzungen mit hohen Anteilen an gefördertem Wohnraum, öffentlichen Sockelzonen und strengen ökologischen Zertifizierungen……..

Was stadtplanerisch gut gemeint ist, führt in der Praxis zu enormen Baukostensteigerungen und bürokratischen Verzögerungen.

In einem ohnehin angespannten Marktumfeld mit gestiegenen Zinsen und Baukosten wirken diese zusätzlichen Regularien als Investitionsbremse.

Die Stagnation im Hochhausbau ist ein Versäumnis für die Stadtentwicklung.

Nachverdichtung nach oben ist die nachhaltigste Möglichkeit, dem Mangel an Gewerbe- und Wohnfläche in einer geografisch begrenzten Stadt entgegenzuwirken.

Frankfurt besitzt die Infrastruktur, die internationale Strahlkraft und den Bodenwert, um als Hochhausmetropole weiter zu wachsen.

Wenn die Politik weiterhin Regulierung vor Dynamik stellt, lässt die Stadt wertvolles Potenzial ungenutzt und riskiert, ihren architektonischen und wirtschaftlichen Vorsprung in Europa einzubüßen.

Lg an die Gruppe und schöne Tage bis dahinne

u/No_Break6763 — 14 days ago