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Hilfe bei schlecht geschnittener Wohnung

Hallo zusammen,

ich suche aktuell Unterstützung bei der Einrichtung meiner Wohnung.

Mir fällts total schwer, ein cooles Konzept zu überlegen weil die Wohnung schmal, lang & zugleich noch klein ist (ca.23-25qm). Ich wollte mir noch ein Esstisch kaufen, wobei auch ein Schreib-/Esstisch in Ordnung wäre! Außerdem hätte ich gerne auch eine Möglichkeit, mehrere sitzplatzmöglichkeiten zu haben für Gäste, aktuell ist es grad schwierig mehrere Freunde einzuladen. Die Wände wirken mir auch noch zu kalt, ich finde jedoch unpersöhnliche Stock Bilder nicht so schön (also ich mein damit einfache prints)

Habt ihr Ideen, wie ich es gemütlicher & wohnlicher gestalten könnte?

Würde mich unheimlich um eure Hilfe freuen!🫶🏽

u/Hour_Least — 10 days ago

Trennung zum Traininbereich

Hallöchen,
gerade den Sub durch Zufall entdeckt und habe mir gedacht, ich frage euch mal nach Rat zu einer Einrichtungsfrage, über die ich mir jetzt schon längere Zeit den Kopf zerbreche. Es ist schon länger Thema und hatte im Laufe des Umzugs einfach eine niedrigere Priorität.

Mein Freund und ich haben einen Trainingsbereich, der eben sonst nirgendwo in der Wohnung hinpasst außer in den Wohnbereich. Das Schlafzimmer ist schon vollkommen besetzt.

Da das Ganze aber etwas unschön und unruhig ausschaut, möchte ich den Bereich etwas abtrennen beziehungsweise verdecken. Nur die Frage ist: Wie? 😭

Ich hab bereits zwei Optionen im Kopf: Lamellenraumteiler oder einen lichtdurchlässigen Vorhang.

Das Ding bei den Lamellenraumteilern ist natürlich, dass sie teurer wären als die Anschaffung eines Vorhangs, aber dafür viel bewusster platziert ausschauen. Etwa 200 € würde mich das kosten. Das sind auch so ziemlich die einzigen in meinem Umfeld, die man in Erwägung ziehen kann, da der Rest nicht auf Deckenhöhe angepasst werden darf.
Was passt mir da jetzt nicht? Naja, ich habe sie mir dann mal im Baumarkt angeschaut und die bestehen ja gefühlt aus Pappe! Schlimmer als Pappe! Die Dinger wobbeln um ihr Leben! Rezensionen bestätigen dann auch meine Vermutung, dass sie sich nach kurzer Zeit verbiegen. Hm, also müsste ich teurer kaufen. Will ich aber nicht, also schauen wir mal weiter.

Vorhangschiene an der Decke anbringen, in einer Länge von etwa 180 cm, und eben einen lichtdurchlässigen Vorhang dranhängen. Kostengünstig und erfüllt ja so in etwa den Zweck. Aber: Meine Vorstellungskraft streikt hier irgendwie. Beziehungsweise habe ich bei dem, was ich mir vorstelle, einfach irgendwie ein unwohles Gefühl. Ein Vorhang mitten im Raum? Da sind die Leute ja noch verstörter, als wenn sie einfach den Trainingsbereich sehen. 😭

So, und nun, Leute: Ich brauche Hilfe. Wie habt ihr das in kleinen Wohnungen mit Raumteilern schön umgesetzt?

(Bitte keine IKEA-Kallax-Empfehlungen.)

u/Puzzleheaded_Run765 — 9 days ago
▲ 212 r/wohnkultur+1 crossposts

DDR, Mid-Century und IKEA gemischt

Im Juni fing das Ganze eigentlich mit der großen Hitzewelle an. Ich wohnte damals im Dachgeschoss, und irgendwann hatten meine beiden Katzen und ich das Gefühl, dass wir dort oben langsam gekocht werden.

Also begann die Wohnungssuche: Wohnungen anschauen, Bewerbungen schreiben, warten – und irgendwann kam dann die Zusage für eine neue Wohnung mitten in der Altstadt. Gleichzeitig entstand die Idee, die neue Wohnung nicht einfach komplett mit neuen Möbeln einzurichten, sondern einige Elemente einzubauen, die ich schon lange mochte: DDR-Design, Mid-Century und ein bisschen Space Age.

Damit wurde die Einrichtung plötzlich zu einem ziemlich großen Projekt. Seit ungefähr drei Monaten suche ich immer wieder auf Kleinanzeigen nach alten Möbeln, Lampen und passenden Einzelstücken. Seit etwas mehr als einer Woche wohne ich jetzt tatsächlich hier.

Die Wohnung kostet rund 560 Euro warm und liegt mitten in der Altstadt.

Ich dachte, ich teile einmal ein paar Vorher-/Nachher-Bilder – vielleicht interessiert sich hier ja noch jemand für deutsches Design und alte Möbel.

Arbeitszimmer

Ursprünglich sollte das Sofa ins Arbeitszimmer. Dann habe ich mich aber entschieden, eine junge Bartagame aufzunehmen. Da ihr Terrarium relativ genaue Anforderungen an Temperatur, Licht und Standort hat, musste ich die Raumplanung noch einmal ändern. Das Sofa blieb deshalb letztlich im Wohnzimmer.

Im Arbeitszimmer sind inzwischen einige meiner liebsten DDR-Elemente gelandet: ein Sekretär, ein wandhängendes Regalsystem im String-Stil und eine alte Lampe.

Den Sekretär mag ich besonders gern, weil er sich aufklappen und tatsächlich als kleiner Schreibtisch benutzen lässt. Innen ist sogar eine eigene Lampe eingebaut. Geschlossen sieht er dagegen einfach wie ein relativ schmaler Schrank aus – eigentlich ziemlich clever für kleinere Wohnungen.

Wohnzimmer

Das Wohnzimmer ist am Ende ziemlich nah an meiner ursprünglichen Vorstellung geblieben, nur dass dort jetzt zusätzlich das Sofa steht.

Mein Lieblingsstück ist wahrscheinlich der große viertürige Kleiderschrank aus der DDR von 1964. Die Türen haben eine stark gemaserte Furnieroberfläche und die Außenecken sind weich gerundet. Gerade solche Details finde ich spannend – bei modernen günstigen Möbeln sieht man solche Konstruktionen und Furnierarbeiten heute eher selten.

Dazu kamen zwei sehr unterschiedliche Lampen.

Die große Glasleuchte stammt von Doria Leuchten aus Westdeutschland aus den 1960er-Jahren. Sie besteht aus 69 strukturierten, halbtransparenten Glasröhren, die in unterschiedlichen Höhen hängen. Dadurch wirkt sie eingeschaltet ein bisschen wie eine große Eis- oder Kristallskulptur.

Solche Doria-Leuchten werden im Vintagehandel teilweise für um die 1.000 Euro oder mehr angeboten. Meine habe ich zufällig bei einer Familie hier in der Gegend gefunden – für ungefähr ein Zehntel davon.

Die zweite Hängeleuchte stammt aus der DDR und geht stärker in Richtung Space Age. Diese Designs der 1960er- und 70er-Jahre finde ich besonders interessant: Raumfahrt, neue Kunststoffe, Metall und die allgemeine Begeisterung für Technik führten damals zu Formen, die selbst heute noch erstaunlich futuristisch aussehen.

Ich finde gerade den Gegensatz ganz schön: DDR-Möbel und DDR-Space-Age auf der einen Seite, eine westdeutsche Doria-Leuchte auf der anderen. Politisch waren das zwei völlig unterschiedliche Systeme, gestalterisch erkennt man aber trotzdem, dass vieles aus derselben Epoche stammt.

Küche

Eigentlich wollte ich zuerst eine komplett neue Küche bei IKEA kaufen.

Mit Elektrogeräten wäre ich allerdings relativ schnell bei ungefähr 4.000–5.000 Euro gelandet, und das war mir für eine Mietwohnung einfach zu viel.

Also wieder Kleinanzeigen.

Dort verkaufte jemand zufällig eine ältere modulare IKEA-Küche für 50 Euro. Ich habe sie gekauft und einen Handwerker organisiert, der sie transportiert und an den neuen Raum angepasst hat.

Dadurch ist die Küche natürlich nicht perfekt „aus einem Guss“, aber genau das gefällt mir inzwischen eigentlich ganz gut.

Die Vorhänge sind übrigens absichtlich relativ kurz. Der untere Teil des Fensters bleibt frei, damit meine beiden Katzen weiterhin ihren sehr wichtigen Job erledigen können: aus dem Fenster schauen und die Straße überwachen.

Flur

Vom Flur habe ich leider kein richtiges Vorher-Foto, weil ich diesem Raum am Anfang kaum Aufmerksamkeit geschenkt hatte.

Am Ende ist er aber überraschenderweise einer meiner Lieblingsbereiche geworden.

In einem lokalen Antiquitätengeschäft habe ich eine zusammengehörige Garnitur aus massivem Holz gefunden: olivgrün lackiert und mit handgemalten bäuerlich-bayerischen Motiven, hergestellt in Österreich.

Dazu gehören eine große Garderobe, ein Spiegel, ein Schuhschrank und ein Schirmständer.

Der Schirmständer hat bei mir inzwischen allerdings eine etwas weniger romantische Aufgabe: Dort landen die Pfandflaschen.

Der Schuhschrank ist dafür erstaunlich praktisch – darin verschwinden tatsächlich fast alle Schuhe, die ich im Alltag und fürs Lauftraining benutze.

Der ganze Prozess war für mich ziemlich interessant.

Zwischendurch war ich mehrfach unsicher, ob so viele alte Möbel am Ende vielleicht eher nach „Wohnung eines pensionierten DDR-Funktionärs“ aussehen würden.

Deshalb habe ich bewusst nicht versucht, alles historisch korrekt einzurichten. Zwischen den alten Sachen stehen ganz normale IKEA-Möbel, moderne Geräte und Dinge, die einfach praktisch sind.

Und genau diese Mischung gefällt mir inzwischen am besten.

Nach drei Monaten Suchen, Kaufen, Transportieren, Aufbauen, Umplanen und Renovieren fühlt es sich jetzt zum ersten Mal wirklich so an, als wäre die Wohnung fertig genug, um sie zu zeigen.

u/shaoshao2022 — 11 days ago