All-World vs. Aktiver Industrieländer-ETF: Machen Schwellenländer mathematisch Sinn?
Hallo zusammen! Ich frage mich aktuell, ob es überhaupt Sinn macht, Schwellenländer im Depot zu haben.
Versteht mich nicht falsch: Ich habe absolut nichts gegen Emerging Markets. Da gibt es fantastische Unternehmen wie TSMC, SK Hynix, Samsung & Co., die ich für absolut klasse halte.
Es geht mir nicht darum, dass ich diese Märkte nicht mag, sondern rein um die mathematische Gewichtung:
Selbst in Jahren, in denen die Schwellenländer besser performen als die Industrieländer, macht sich das durch ihren aktuell geringen Anteil im Gesamtportfolio (wie im FTSE All-World oder ACWI) kaum in der Gesamtrendite bemerkbar.
Mein Gedankengang ist folgender:
Wenn die Schwellenländer irgendwann mal durch starkes Wachstum einen Anteil von, sagen wir, 20% oder 30% im FTSE All-World/ACWI ausmachen würden – dann hätte ein Investment dort wieder einen spürbaren Hebel und würde Sinn machen. Aber davor eben kaum. Oder täusche ich mich in meiner Kalkulation?
Aktuell teste ich für mich einen aktiven ETF, der sich nur auf Industrieländer konzentriert (den iQSA). Ich bin am Überlegen, ob ich – sofern ich damit langfristig glücklich bin – auch die Depots meiner Frau und der Kinder komplett dorthin umschichten sollte. Oder ist es bei einem FTSE All-World doch sicherer, bzw. ein klassisches Industrieländer-Äquivalent wie der MSCI World die bessere Wahl?
Hier noch kurz zu den Rahmenbedingungen: Der Anlagehorizont von mir und meiner Frau liegt bei knapp 30 Jahren, der unserer Kinder sogar bei rund 60 Jahren. Was meint ihr dazu?
Macht das Streichen der Schwellenländer bei der aktuellen Gewichtung Sinn, oder übersehe ich hier etwas Gravierendes?