r/Finanzen

Als junger Mensch - Geld sparen oder ausgeben?

Ich bin 20 Jahre alt, Student und arbeite nebenbei 20h/Woche. Seitdem ich aus der Schule raus bin, beschäftige ich mich immer intensiver mit Finanzen und probiere möglichst wenig Geld auszugeben. Ich bin nicht materialistisch und mein Lebensstil ist eher verhalten was Konsum angeht. Wenn ich mir etwas kaufen möchte, denke ich 5mal darüber nach, ob ich es wirklich brauche. Elektronik und Kleidungsstücke werden bis zum Tod ausgereizt. Verzichte auf einen Autokauf trotz Führerscheins. Dennoch probiere ich bei sozialen Aktivitäten "spendierfreudiger zu sein". Ich mache 1-2 kurze Urlaube oder Trips im Jahr und würde niemals mit meinen Kollegen nichts trinken gehen oder meiner Freundin keine Blumen kaufen nur weil es nicht in das monatliche Budget passt.

Mit meinem momentanen Lebensstil würde ich Ende des Studiums um die 20.000+- gespart haben + 6.000 in ETFs angelegt. Ich bin grundsätzlich glücklich, aber manchmal stelle ich mir die Frage, ob ich nicht noch glücklicher wäre wenn ich mehr für Erlebnisse o.ä. ausgeben würde statt digitale Zahlen hochhalten zu wollen. "du hast später noch genug Zeit viel Geld zu verdienen" ... Ich bin ambitioniert und diszipliniert und ziemlich sicher, dass ich einen guten Job bekommen werde.

20.000 sind beachtlich, aber auch nicht die Welt. Wie seht ihr das? So weitermachen oder lieber "nur" 8.000 als "Notgroschen" sparen und 1-2 Urlaube mehr im Jahr machen, auch mal in das teure Restaurant gehen und die neue Jacke kaufen die dir eigentlich doch gefällt?

( ja schon in anderen subs gepostet, aber mir wurde geraten es nochmal hier zu posten )

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u/xj4nas — 8 hours ago
▲ 116 r/Finanzen

Mit 100K Anfang 30 schon für die Rente vorgesorgt?

Hi
man liest ja hier immer wieder mal von Leuten die, finde ich, schon recht früh die magischen 100K knacken. Ich habe eine Rechnung aufgestellt nach welcher man eigentlich dann schon fertig ist mit der rentenvorsorge, habe ich da einen fehler oder sind die 100k doch weniger wert, wie teilweise hier suggeriert wird.

angenommen ich will 2.5k im Monat pro Monat

ich will ab 65 in Rente

ich geh davon aus das ich 25 Jahre lebe, ich kann ruhig mit 0 Euro ins grab

das sind 30K im Jahr, ballern wir jetzt mal zur sicherheit 0.25% drauf für Kapitalertragsteuer, das gesamte depo ist nicht gewinn und freistellungs auftrag und es wird nur 70% von ETFs versteuert und so weiter aber machen wir es einfach

Dann komme ich auf 37.5K im Jahr.
Normalerweise sind 37.5K*25 = 937.500

da wir aber ja nicht zum Anfang der rente sofort alles lequidieren sondern noch anlegen kommt man sogar mit weniger geld aus, ich hab jetzt mit 2% real rendite gerechnet
wenn man wissen wie viel geld man braucht um jährlich 37.5k abzuzapfen und 25 Jahre auszuhalten UND 2% verzinst komme ich auf etwa
746.737k euro

Bei 30 jahren oder unter 30 jahren, hat man mindestens 35 jahre noch bis zur rente. wenn mann da 100k hat und 6% real pro jahr macht hat man am ende 768k euro, also das ziel ereicht.

Ich weiß das natürlich der markt nicht real 6% machen muss, ich weis das 2.5k netto den einen oder anderen nicht reichen, ich hab die summe genommen da ich lange zeit selber mit 2.5k gelebt habe UND davon ja noch investiert/gespart habe, ich weis das es ein reihenfolge risiko gibt und soweiter.

Aber ich MEINE ich habe hier keinen krassen fehler, also wären die glücklichen die mit/unter 30 100K haben nicht schon EXTREM gut dabei und quasie "rentensicher"?

EDIT:

weil viele in den Kommentaren von Inlation redet, es kann sein das ich was falsch mache. Aber da ich immer von REAL rendite rede/rechne ist die inflation schon impliziet drin, die endsumme wäre also mit 65 nicht 750k sondern mehr und auch die rente wäre nicht fix 2.5k

EDIT 2:

Viele leute haben die 6% real rendite, vermutlich zurecht, als zu optimistich kritisiert
bei 5% wäre man bei sonst gleichen anahmen bei knapp 120k fertig

bei 4% braucht man dann schon etwa 170K

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u/Caliboros — 11 hours ago
▲ 117 r/Finanzen

Erneut weniger ausländische Investitionen in Deutschland

"In Deutschland bremsen die hohe Steuerbelastung, hohe Arbeitskosten, die teure Energie und gleichzeitig eine lähmende Bürokratie das Investitionsgeschehen", sagte Ahlers. Die "Reformunfähigkeit Deutschlands" habe sich inzwischen weltweit herumgesprochen. "Vom Image als starker Qualitätsstandort und ökonomischer Fels in der Brandung ist leider nicht viel übriggeblieben." Es müsse dringend gegengesteuert werden.

Joa, fasst es gut zusammen.

tagesschau.de
u/089PK91 — 12 hours ago

Knockoutzertifikate auf Etfs

Welches Risiko außer dem KO gibt es bei Kozertifikaten auf breitgestreute Etfs wie dem S&P500? Ich überlege grade mir zum Anfang jedes Monats er deriverat zu kaufen mit einem 2er Hebel und frag mich was dagegen spricht? Mein gedanke:
Um einen KO zu erreichen muss der Basiswert um 50% fallen, wenn ich der überzeugung bin dass dies erstmal nicht passiert, sollte das doch erhöhte Rendite bringen? Gibt es irgendwelche versteckten kosten die das auffressen?

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u/Emergency-File-7570 — 9 hours ago
▲ 147 r/Finanzen+1 crossposts

Rentenkonmission schlägt Rente ab 70 und Rentenkürzung vor

Beamte sollen nicht einzahlen und Pensionen bleiben unangetastet

welt.de
u/ickliestmit — 18 hours ago

Aufbesserung der Rente durch abbezahltes Haus oder gibt es vergleichbare Rendite auch mit liquideren und stressfreieren Assets

Wir sind im Besitz eines Einfamilienhauses aus dem wir zum Ende des Jahres ausziehen werden (Verkleinerung und Relokalisation). Wert sind ca. 200-250k€. Vermutlich zu erzielenden Kaltmiete sind ca. 700€ im Monat. Das Haus ist gut gepflegt, isoliert etc., aber der Dachdecker sagt, dass in den nächsten 10 Jahren das Dach gemacht werden muss (~20-40k Kosten).

Unsere Rente ist nicht schlecht, aber mit der dann etwas höheren Miete wären die Mieteinnahmen eine sehr willkommene Finanzspritze für die Rentenzeit. Die Motivation als Vermieter zu agieren aus der Ferne (neuer Wohnort mehr als 400km entfernt) sind sehr begrenzt.

Überschlagen würde ich, dass wir von den 700€ Miete ca. 400€ netto behalten würden, nach Instandhaltungspauschale, Steuern etc.

Nun zu den Fragen:

  1. Wenn wir das Haus verkaufen, was ist eine risikoarme Anlagealternative mit ähnlicher monatlicher Ausschüttung?

  2. Das Haus ist auch unsere primäre Erbmasse für unsere Kinder. Gerne würden wir ihnen auch vorab schon etwas zukommen lassen, aber das ist mit der gewünschten monatlichen Ausschüttung nicht wirklich abbildbar, oder?

  3. Habt ihr generell andere gute Tipps für eine solche Konstellation (vorzeitige Übertragung mit Nießbrauch etc.pp.)

Besten Dank!

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u/kyau2 — 13 hours ago
▲ 1 r/Finanzen+1 crossposts

Wohnung kaufen, aber wie?!

Liebe Finanz-Community,

ich brauche mal einen realistischen Rat zu meiner Wohnsituation.

Ich bin Ende 30 und wohne seit etwas über 10 Jahren in einer sehr günstigen Mietwohnung mit Privatvermieter: ca. 50 qm, 2 Zimmer, Dachterrasse, sehr gute Lage in einer deutschen Großstadt. Die Kaltmiete liegt bei etwa 400 €. Ich wohne sehr gerne dort, habe mein soziales Umfeld in der Gegend und teile mir die Wohnung aktuell mit einer Mitbewohnerin, mit der das gut funktioniert.

Nun möchte mein Vermieter die Wohnung verkaufen, weil sich das Vermieten für ihn steuerlich wohl nicht mehr lohnt (er lebt im Nicht-EU-Ausland, da wird dann irgendwie Gewinn oder einkommen geschäzt). Er hat mir die Wohnung zuerst zum Kauf angeboten.

Seine Preisvorstellung lag zunächst bei 190.000 €, gleichzeitig meinte er aber auch, dass man über den Preis sprechen könne und eventuell flexible Lösungen denkbar wären.

Die Wohnung ist allerdings inzwischen sanierungsbedürftig: Dachfenster, eventuell Heizung und allgemein einige Dinge aus den 90ern werden mittelfristig gemacht werden müssen.

Mein Problem:
Ich verdiene aktuell nur etwa 1.500 € netto (Teilzeit, projektabhängig manchmal etwas mehr) und habe praktisch kein Eigenkapital.

Trotzdem frage ich mich, ob das möglicherweise trotzdem eine Chance sein könnte, weil:

-vergleichbare Wohnungen/WGs in der Stadt inzwischen deutlich teurer wären, bzw. Geld das dann in ´Miete geht halt weg ist

-ich dort langfristig gerne wohnen bleiben würde

-der Vermieter mir offenbar entgegenkommt

Meine bisherigen Überlegungen:

  1. Geld von Freunden/Familie leihen + Rest finanzieren - geliehenes Geld dann durch evtl. Erbe oder Verkauf der Wohnung nach Kreditrückzahlung zurückzahlen
  2. Eventuell Unterstützung durch jemanden aus dem Bekanntenkreis, der investieren möchte und mich dann günstig wohnen lässt 😭
  3. Akzeptieren, dass Eigentum mit meinem Einkommen unrealistisch ist und lieber weiter mieten bzw. irgendwann umziehen 😭

Mich würde interessieren:

-Seht ihr hier überhaupt eine realistische Finanzierungsmöglichkeit?

-Welche Risiken übersehe ich?

-Wie würdet ihr an so eine Situation herangehen?

-Gibt es Modelle oder Möglichkeiten, an die ich noch gar nicht denke?

Danke euch :)

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u/beep-shit — 15 hours ago

Beste Quelle für Börsennews

Hallo Zusammen,

ich bin gerade dabei ein paar gute Medien für Börsenneuigkeiten ausfindig zu machen. Es gibt viele, ja, aber mich interessiert welche so wirklich gut sind und von euch genutzt werden. Ich finde es ja immer toll, wenn man Neuigkeiten liest die wirklich nüchtern und sachlich verfasst sind und weniger "hype" Floskeln beinhalten.

Freue mich auf eure Vorschläge 🤘🏼

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u/Grand-Ad28 — 12 hours ago
▲ 1 r/Finanzen+1 crossposts

Einschätzung Hauskauf Dachau (Raum München)

Hallo zusammen,

wir (M35 +F35) stehen kurz vor der Zusage zu einem freistehenden EFH im Münchner Norden (Dachau Süd). Aktuell wohnen wir in Muc Zentrum, 55qm 1230€ warm.

Daten: EFH freistehend, 108qm, BJ1995, außergewöhnlich gepflegt und instandgehalten, Bäder 2022, Küche hochwertig und modern, keine Renovierungen nötig, Gas-Heizung von 2016, nicht realgeteilt, wird aber wie realgeteilt mit den 3 weiteren Parteien gelebt. Klare Sondernutzungstrennung. Grundstück ca. 300qm.

Preis zu dem wir höchstwahrscheinlich den Zuschlag bekommen werden: 850k€ + KNK (Makler:2,38%). Vielzahl an weiteren Interessenten/Kaufzusagen.

Finanzielle Lage: Beide Vollzeit, zusammen 7500€+ netto. Keine Kinder aber vermutlich zeitnah, also wird 1 Gehalt für 1 Jahr niedriger. EK: 400k€.

Wie bewertet ihr die Gesamtsituation? Als monatliche Rate stellen wir uns 2300€ vor, verschiedene Bankberater sehen keine Probleme.

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u/Silent_Ad_685 — 13 hours ago

Jetzt in den AllWorld einsteigen?

Lese öfter das gerade ein schlechter Zeitpunkt zum Einsteigen ist. Klar, gerade ziemlichen Anstieg gehabt aber keiner weiß wie’s weitergeht. Vielleicht Korrektur vielleicht geht’s mit AI noch viel mehr ab. Deswegen wäre meine These: jetzt ist ein genauso guter Zeitpunkt wie vor Zeitpunkt X. Keiner weiß was als Nächstes passiert und langfristig ist mit Anstieg zu rechnen.

Stimmt ihr zu?

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u/WeWillNeverMeet_ — 13 hours ago

C24 Erfahrungen?

Meine Hauptbank ist eigentlich die ING und nun wollte ich zu C24 wechseln. Jetzt habe ich vermehrt von diversen Kontosperrungen gelesen und dass die Leute sehr lange auf ihr Geld warten müssen etc. Ich habe auch schon einige Beiträge hier gelesen, aber ich bin mir unschlüssig wie „wahr“ die Aussagen der Leute sind. Ich nutze mein Konto eigentlich nur für normale Ausgaben und habe hin und wieder Kleinbeträge, weil ich alte Dinge auf Kleinanzeigen oder Vinted verkaufe.
Hat jemand von euch ein Konto bei der C24 und wie ist die Nutzung? Gab es Probleme?

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u/lienchen26 — 16 hours ago

IG Metall Schleswig-Holstein Einstiegsgehalt

Hallo, ich habe nur eine recht kurze Frage:

Welche Entgeltgruppe (EG) ist bei einem Grosskonzern in der IGM Schleswig-Holstein (EG1 bis EG11) typisch für einen Berufseinsteiger in einer Entwicklungsingenieur-Stelle (Technischer Bereich, nicht Software), wenn man mit einem Master von der Uni kommt + relevanter Werkstudenten Erfahrung, Praktikum und Abschlussarbeit in einem anderen Unternehmen? (Also ca 1,5 Jahre Erfahrung wenn man so will)

Brauche diese Informationen für mein Bewerbungsgespräch. Ich würde pauschal tippen auf EG8 oder EG9, wobei EG9 schon echt viel Geld bedeuten würde (inkl. aller Extrazahlungen 78K bei 35h Woche), was ich mir für Einstiegsgehalt kaum vorstellen kann.

Was meint ihr? Am besten Leute in einem größeren IGM Konzern in Schleswig-Holstein, MV, Küste.

Danke!

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u/UpdateDotExe — 14 hours ago

News Artikel bei TR: endlich mal keine AI Artikel sondern deutsche Handarbeit

Wollte mal schauen was die NVIDIA earnings so brachten und klickte auf NVIDIA, runter scrollen auf Nachrichten und siehe da!

Hier wird noch handgeschrieben und unter Druck gearbeitet, anders kann ich mir das auch nicht erklären. Inhaltlich war für mich aber alles drin, also fei.

Solange der neue Support es bei meiner Steuer etwas genauer nimmt als die Newswriter mit Rechtschreibung und Grammatik sind wir bei TR auf gutem Kurs!

Nur ein kleines Augenzwinkern ;)

u/Codnono — 13 hours ago

Warum das Einfamilienhaus eurer Eltern kein tolles Erbe sein wird.

Die Thematik zwischen Demografie und Immobilien kommt hier im Sub ab und an mal auf, meistens unter der Idee, dass wenn die geburtenstarken Jahrgänge irgendwann mal verkaufen, dann ganz viele billge Immobilien auf den Markt kommen.

Ich habe speziell zu Einfamilienhäusern mal etwas recherchiert. Bitte nachfolgend Wohnung einmal ausblenden.

Was ist ein Einfamilienhaus? Es ist ein Haus, in das eine Familie (in der Regel dimensioniert mit Kindern im Sinne) passen kann. Familien mit kleinen Kindern bestehen in der Regel aus Eltern die in den 20er-40er Jahren sind. Leute, die mit 50+ Kinder bekommen sind eher selten.

Wie viele Einfamilienhäuser gibt es in Deutschland? Etwa 30% der Haushalte in Deutschland besitzen ein Einfamilienhaus Quelle. Das entspricht ca. 13 Millionen Häusern.

Ich habe leider keine gute Quelle dazu gefunden, wie viele davon den Baby Boomern gehören. Aber ich schätze für die fortfolgende Argumentation mal: die Hälfte. Das scheint mir niedrig angesetzt und damit zu Ungunsten der Schlussfolgerung im Titel, auf die ich hinaus will. Das wären ca 6,5 Millionen Häuser in Besitz der Babyboomer.

Wann kommen die Häuser auf den Markt? Die Babyboomer sind jetzt so um die 65. Das bedeutet man kann damit rechnen, dass diese Häuser spätestens in 20 Jahren stark verkauft werden. Das wäre um 2046.

Jetzt kommt der Witz: in 20 Jahren sind Millenials und älter aus dem Alter raus, wo sie ernsthaft Familiengründung machen können/wollen/werden. Damit fallen sie als potenzielle Käufer von Einfamilienhäusern weitestgehend weg. Kaum jemand wird mit 40+ ein Haus kaufen, bloß um es mit Katzen und Pokémon-Merch voll zu machen.

Wer sind stattdessen die potenziellen Käufer? Die Käufer, für die Häuser unserer Eltern, werden Leute sein, die in 20 Jahren 30-40 sind und eine Familie gründen wollen. Das sind Leute, die heute 20 Jahre alt oder jünger sind. Davon gibt es momentan ca 17 Millionen Quelle

17 Millionen junge Leute, entspricht ca 8,5 Millionen Haushalten aus potenziellen Eltern, die auf einen Markt mit 6,5 Millionen Häusern zusteuern. D.h. selbst wenn wirklich alle jungen Leute sich entscheiden, Kindern zu kriegen und unbedingt ein Haus wollen, wird für fast alle davon eines irgendwo leer stehen, weil Berthold und Hilda nicht mehr da sind.

u/Xuval — 13 hours ago
▲ 1.1k r/Finanzen

5400 netto und trotzdem keine Kohle

Hallo, Titel ist etwas reißerisch, aber nicht so ganz an der Wahrheit vorbei.

Ich selber verdiene sehr gut, (wobei 6-stellig im Jahr 2026 jetzt auch nicht mehr das ist was es vor 10 Jahren noch war) keine Frage.

Leider haben meine Frau und ich uns getrennt - im guten - aber der Unterhalt reißt ein riesiges Loch. Unterhalt ist wichtig und richtig, die Höhe aber finde ich teilweise schon aberwitzig.

Knapp 200 Euro für 2 Kinder, dazu erhält meine Frau ja das Kindergeld, wovon 50% angerechnet werden es wären also ohne Kindergeld Anteil 2250 Euro.

Das für quasi 3 Tage die Woche die sie Kinder mehr hat (ich habe sie idR jedes WE, Freitag nachmittag bis Sonntag Abend).

Sei es drum ist halt so.

Durch die Trennung musste ich das Familienauto verkaufen, da ich den Kredit sonst nicht hätte bedienen können, durch Wertverlust musste ich das ausgleichen, der Kredit läuft noch ein paar Jahre.

Kürzer läuft der für neue Möbel (und Umzug), erstens wollte und konnte ich nicht alles mitschleppen und es hängen auch Erinnerungen dran. 3x KM als Kaution haut auch ein Loch in das verfügbare Geld.

Wenn die Kinder hier sind machen wir ab und an was, es muss nicht jeden Tag Aktion sein und wir gehen auch mal nur auf den Spielplatz oder die Stadtbücherei, aber mal raus gehen, Kino, Freizeitpark usw muss auch mal drin sein und läppert sich schnell.

Urlaub mit 2 Kindern ist auch nicht billig. Ab und an besuchen wir dann Ostern oder Weihnachten noch meine Familie die 600km weiter weg wohnt.

Noch fahre ich ein kleinen Elektrohobel im leasing (Kinder wohnen 55km weit weg nach meinem Umzug), zur Arbeit laufe ich, die Kosten läppern sich halt schnell, Stellplatz, Versicherung, Leasing (mit 100 Euro nicht sehr teuer), Wartung und etwas Strom.

Derzeit komme ich gerade so über die Runden, die Werte sind pi mal Daumen, 100 Euro gehen per Dauerauftrag weg in ETF.

Wenn die Kredite und das Auto dann weg sind gehts natürlich schon besser, aber auch da keine Riesen Schritte drin, für die nicht existente Rente (von den RP bekommt meine Ex-Frau dann auch gut was ab) muss ich eigentlich alles weglegen was geht, min 400-500 pM, derzeit 100 sind halt fast nix.

Wenn die Regierung dann aber wieder meint ich hab so starke Schultern und Unsummen an Geld über, dann zahl ich wieder mehr.

Zum Schluss: Mir gehts noch gut, ich kann was weglegen, ich brauche auch nicht viel. Anderen gehts natürlich deutlich schlechter. Ich bin aber auch nicht reich, wie einige Politiker immer sagen.

u/Party-Argument1326 — 1 day ago

Prozentuale Anzeige bei Trade Republic

Hallo,

ich frage mich gerade, ob ich das richtig verstehe, ist das die Rendite, die ich im angegebenen Zeitraum generiert habe, unabhängig davon wieviel gerade im Brokerage ist?

Oder übersehe ich etwas?

Dann wäre das ja schon nicht schlecht.

Ich kenne mich zwar nicht sehr gut aus, aber schon ein bisschen, trotzdem wollte ich sicher gehen, dass ich diese Angabe richtig einordne.

Danke!

u/hugoegon1 — 15 hours ago

Hauskauf? Miete? Depot?

Moin, M28, W31, 390k ETF Depot, 135k (viel zu viel) Cash, der Markt verleitet aber aktuell nicht dazu groß zu investieren.

Halten aktuell übern Daumen 40% Nasdaq 100, 30% Euro Stoxx 600, 10% Msci World, Rest bei Leitzins in Geldmarkt Etfs.

Einkommen, könnt ihr euch denken das es nicht schlimm ist.

Jetzt die große Frage um die ich meinen Kopf nicht kriege: die Rendite die wir mit dem Depot machen ist natürlich extrem lecker. Wir leben mit einem Kind auf 80m2 im Ruhrgebiet. Zweites Kind ist geplant, aber noch nicht in Arbeit 😉

Eigentlich wäre der logische Schluss jetzt die Wohnsituation anzupassen. Jeder mit einem Taschenrechner kann aber herausfinden das es schwer ist sich vorzustellen, dieses Depot für eine vermutlich nicht sehr rentable, vielleicht nichtmal wertstabile Immobilie zu schlachten. Erstrebenswerte Immobilien liegen aktuell bei circa 800k mit noch Renovierungsbedarf. Geschätzt kommen wir da nicht unter 1m raus. Die Dame ist Architektin.

Die andere Option wäre natürlich die Miete, aber jemand anderen mit 2-2,5K im Monat (für 150m2)die Taschen zu füllen fühlt such für mich auch nicht richtig an.

Was haltet ihr für Weise?

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u/Tight_Head3685 — 14 hours ago
▲ 522 r/Finanzen

Altersvorsorgedepot - Finger ran!

Gestern wurde hier ein Post geteilt, der dargestellt hat, dass das Altersvorsorgedepot (AVD) vermeintlich signifikant schlechter sei, als es ein normaler ETF-Sparplan wäre. Es wurden verschiedene, meiner Meinung nach, falsche Annahmen getroffen, die das Ergebnis sehr stark in Richtung ETF getilted haben. Daher habe ich meine letzte Betrachtung nochmal etwas erweitert. Und spoiler: das Altersvorsorgedepot ist genauso gut, wie es eigentlich von jeder Seite bisher kommuniziert wurde.

Annahmen Person:

  • Alter heute: 30 Jahre
  • Bruttojahresgehalt: 85.000 € (für die Grenzsteuersatz-Berechnung)
  • Kinder: 0 (keine Kinderzulage)
  • Berufseinsteiger-Bonus (unter 25): nein

Annahmen Sparphase

  • Monatlicher Eigenbeitrag: 150 € (1800 €/Jahr); Grundzulage 540 €/Jahr)
  • Renteneintritt: mit 67, also 37 Jahre Sparphase
  • Erwartete Rendite p.a. 7,0 %
  • Kosten AVD (TER) 0,10 % p.a.
  • Kosten ETF-Vergleich (TD, reale Kosten): 0,00 % p.a. (für den Gral jedenfalls)
  • Steuererstattung aus Günstigerprüfung wird nicht-gefördert in das Depot reinvestiert
  • ETF-Vergleichsmodus ist „parallel" geschaltet, also gleicher Eigenbeitrag fließt in einen ETF, ohne Zulagen, mit Vorabpauschale

Rente:

  • Auszahlung von: 67 bis 85, also die Minumum 18 Jahre Entnahme
  • Einmalentnahme zu Rentenbeginn mit 30 % des Depotwerts
  • Restkapital wird über Auszahlplan entnommen (gleichmäßige Entnahme über 18 Jahre)
  • Rendite Auszahlphase AVD 4,0 % p.a. (das ist ein großer Unsicherheitsfaktor wie das im auszahlplan von den Anbietern gehandled wird. WEnn man frei entscheiden kann, ist es nur logisch es identisch wie beim ETF zu machen)
  • Rendite Auszahlphase ETF 4,0 % p.a. (partielle Umschichtung in sicherere Assets, aber dennoch >60% Aktienquote)
  • Kosten Auszahlphase AVD 0,50 % p.a. (naja, fraglich, aber mal im Zweifel angenommen, tilted also ggf. dann noch in Richtung AVD)
  • Sonstige Alterseinkünfte (gesetzl. Rente etc.): 35000 € p.a. (nur das Depot wird zusätzlich betrachtet)

Besteuerung in der Rente:

  • Steuer läuft progressiv auf AVD-Entnahmen (nachgelagerte Besteuerung), also sonstige Alterseinkünfte liegen angenommen pauschal bei 35000 € brutto pro Jahr). BEi Interesse kann man es auch mit maximalem Steuersatz modellieren, aber selbst dort ist das Delta immer noch positiv)
  • Halbeinkünfteverfahren für Erträge aus dem nicht gefördertem Topf aus der Steuerrückzahlung!! Hier kann es sogar sein, dass es sich signifikant lohnt, wenn man über die 150 € einzahlt. Aber tbd, das muss man sich noch genauer anschauen
  • ETF-Vergleich konsistent, also Vorabpauschale (gerechnet mit 2.29% Basiszins; aktuell ist er bei 3.2%) in der Ansparphase + finale Kapitalertragsteuer (26,375 %, 30 % Teilfreistellung) auf Gewinne bei Entnahme

Ergebnisse:

  • Endkapital AV-Depot (brutto): 460.738 € bei Renteneintritt
  • Endkapital ETF-Depot (brutto): 286.005 € bei Renteneintritt
  • Einmalzahlung AV-Depot netto: 87.308 € (Steuer 50.914 €)
  • Einmalzahlung ETF-Depot netto: 73.649 € (Steuer 16.653 €)
  • Laufende Auszahlung AV-Depot ~1400€ netto pro Monat
  • Laufende Auszahlung ETF-Depot ~1130€ netto pro Monat
  • Kumuliertes Kapital AV-Depot: 388.744 € (+27%)
  • Kumuliertes Kapital ETF-Depot: 306.374 €

Das ist jetzt alles für jemanden gerechnet, der 42% Grenzsteuersatz während der Ansparzeit und keine Kinder hat. Wenn man mit median und 2 Kindern rechnet, ist das Endvermögen und Delta für das AV-Depot etwa genauso hoch (leicht höher, +28%). Ich denke es ist trivial, aber Durchschnittsfamilien profitieren überdurchschnittlich vom AV-Depot als DINKS, und das ist gut so (wenn man hohes Einkommen und viele Kinder hat, bringt es natürlich absolut wieder etwas mehr)

Für das, was es erreichen soll, also Rentenlücke schließen, kann es gutes Werkzeug werden. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Betriebliche Altersvorsorge und die ungeförderte private Vorsorge verdienen auch "gute" Produkte

Hoffe ich habe keine Annahme übersehen oder eine falsche gemacht..

edit: mir ist aufgefallen, dass die Steuerdaten (also Formel für Grenzsteuersatz und Freibetrag) 2 Jahre zu alt waren. Das führt dazu, dass das AVD nach Korrektur noch etwas besser performt (etwa 12k € mehr kumulativer Betrag nach den 37 Jahren)

u/smallDeltaBigEffect — 1 day ago