Lebensmittel wegzuwerfen ist die egalste Form der Abfallerzeugung
- lebensmittel gehören aus abfallwirtschaftssicht zu den unproblematischeren müllvarianten, vor allem im Vergleich zu beispielsweise technikschrott.
- der Hunger in anderen Ländern steht im Zusammenhang mit dem Wirtschaftssystem, Konflikten oder Naturkatastrophen. Nicht damit, dass dein Onkel seine pommes nicht aufisst.
- ja, respektvoller Umgang mit Ressourcen und Erzeugung ist wichtig. Aber das ist er bei allen Arten von Müll.
Wenn einem diese Themen stören, sollte man sich an diesen Stellen dafür einsetzen, statt sich milde lächelnd darauf auszuruhen, dass man die alte paprika noch gegessen hat.
Ich komme aus einer links-ökologischen bubble und obwohl auch in meinem Freundeskreis die meisten einig sind, dass konsumkritik und Dinge wie co2-footprint das Problem verkehrt herum betrachten, ist zB das wegwerfen von gemüse eigenartig ideologisch aufgeladen. Wenn ich auf meine konservativen Freunde schaue wird diese Aufladung teilweise noch größer, auch religiös oder aus Nähe zu landwirtschaft bedingt.
Niemand sagt, dass es gut ist, tonnenweise essen zu verschwenden, aber nüchtern betrachtet ist lebensmittelmüll nicht anders als anderer müll.