u/Adventurous_Pilot614

Ich bin 29, arbeite seit 13 Jahren bei gesetzlichen Krankenkassen. Die letzten drei davon in einem strategischen Bereich, also raus aus der operativen Arbeit.

Hab mich immer stark eingebracht, eigene Ideen entwickelt, über mein eigentliches Aufgabenfeld hinaus. Dachte immer, das motiviert mich.

Dann der Crash. Krankschreibung wegen Burnout, körperliche Symptome, das ganze Programm. Rückblickend war ich schon lange auf dem Weg dahin.

Und jetzt, mit etwas Abstand, frage ich mich zum ersten Mal ernsthaft: Mache ich das überhaupt noch, weil es mir etwas bedeutet? Oder weil ich es halt kann, und weil es sicher ist?
Der Job ist objektiv ok. Sicher, gutes Gehalt, tolle Stadt, tolles Team. Aber irgendwas fehlt.

Ich merke, dass ich mich für ganz andere Dinge interessiere - alles was mit Menschen, Gesundheit, Bildung zu tun hat, etwas mit echtem Sinn, wo man Menschen direkt was zurückgeben kann. Nur weiß ich nicht, ob das echte Sehnsucht ist oder ob ich gerade einfach erschöpft bin und das Gras woanders grüner aussieht.

Hat jemand nach einem Burnout seinen Berufsweg wirklich geändert. Und wie habt ihr den Unterschied gemerkt zwischen “ich brauche eine Pause” und “ich brauche etwas Neues”?

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u/Adventurous_Pilot614 — 18 days ago