u/AegeanCheetah

Meine Freundin hat sich nach etwas über dreijähriger Beziehung gestern von mir getrennt. Joa kann passieren. Was aber nicht in meinen Kopf hinein geht, ist die Art und Weise, die sie da als "erwachsener" Mensch offenbar für gut befunden hat.

Ich bin seit knapp drei Monaten in psychiatrischer Behandlung wegen PTBS und Depressionen, nehme Medikamente etc. Das volle Programm. Mittlerweile aber zumindest so, dass es eine leicht positive Therapietendenz gab. Am Mittwoch war ich noch bei ihr, wir hatten eine wirklich schöne Zeit.

Sonntag dann auf WhatsApp der Dreizeiler: "hier und jetzt" mache sie mit mir Schluss, es tue ihr leid dass sie jetzt so hart zu mir sei, aber sie könne das was "seit Monaten" in ihr "brodelt" gerade nicht in Worte fassen. BAM, Handy aus. Nicht mehr zu erreichen seitdem. Und ich sitze hier wie der letzte Depp mit meiner Psychotherapeutin und darf wieder von vorne anfangen. Ich hab keine Energie mehr.

Die Trennung zu diesem Zeitpunkt ist die eine Sache, die gottverdammte Nichtkommunikation ist das was mich eigentlich umbringt. Wenigstens ein paar nette Worte oder eine kurze Erklärung sollten drin sein Leute. Gerade wenn euer Partner zusätzlich noch mit Neurodivergenz und/oder psychischen Erkrankungen zu kämpfen hat...

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u/AegeanCheetah — 18 days ago

Ich (M19) leide seit ca. drei Monaten an einer posttraumatischen Belastungsstörung mit begleitender Depression. Meine Freundin (W19) hatte schon vor vier Monaten angesprochen, dass ihr unsere Beziehung "nicht mehr so wichtig ist, wie früher" (wir wären im Juni drei Jahre zusammen). Wir haben uns damals "geeinigt" der Sache eine neue Chance zu geben und u.a. wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen. Bedingt durch meine Erkrankungsphase ging das leider nicht so gut wie ich es mir eigentlich gewünscht hatte.

Nachdem wir uns am Mittwoch noch getroffen und eine (wie ich finde) sehr schöne Zeit miteinander verbracht haben, hat sie mir vorhin per WhatsApp in einem Dreizeiler eröffnet, dass sie "hier und jetzt" mit mir Schluss machen würde. Es täte ihr leid, dass sie mir jetzt so weh tun "muss", aber sie könne das was da in ihr seit einiger Zeit "brodelt", nicht gut in Worte fassen.

Mir hat diese Nachricht erstmal komplett den Boden unter den Füßen weggezogen. Sie hat ihr Handy ausgemacht, also Nachfragen stellen oder überhaupt Kommunikation ist gar nicht möglich. Vor allem aber bin ich verzweifelt, weil ich gerade die ersten Verbesserungsansätze bei meiner Krankheit bemerkt hatte und manchmal sogar schon wieder halbwegs positiv in die Zukunft blicken konnte. Der ganze Prozess hat aber auch wahnsinnig viel Energie gefressen und ich sehe im Moment keine Perspektive wie ich aus diesem Loch, das auf einmal noch viel tiefer geworden ist, sinnvoll wieder herauskommen soll. Ich hab das Gefühl ich schaffe das alles nicht.

Hat hier jemand schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht oder irgendwelche Tipps wie man an der Situation nicht komplett kaputt geht? Bin erstmal dankbar für alles was mich irgendwie am Leben hält.

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u/AegeanCheetah — 18 days ago