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Mein Freund (M34) zieht sich bei Überforderung komplett zurück und ich (W21) weiß nicht, wie lange ich ihm Raum geben soll

Ich musste den Beitrag leider nochmal neu hochladen, weil der vorherige entfernt wurde, da ich die Altersangaben vergessen hatte.
Mein Freund (M34) und ich (W21) sind seit fast zwei Jahren zusammen. Gestern hat er das Ergebnis einer für ihn sehr wichtigen Prüfung im Rahmen seiner beruflichen Fortbildung bekommen. Er hat bestanden, war mit seiner Note aber sehr unzufrieden, weil er extrem viel gelernt und sich deutlich mehr erhofft hatte.
Danach ging es ihm emotional ziemlich schlecht. Er hat sich selbst sehr fertiggemacht, gesagt, dass er nichts hinbekommt und sich wertlos fühlt. Ich habe lange versucht, ihn aufzubauen, ihm gesagt, dass ich stolz auf ihn bin und dass diese Note für mich überhaupt nichts daran ändert, wie ich ihn sehe.
Gleichzeitig war ich selbst schon ziemlich angeschlagen. Das Wochenende davor war familiär sehr turbulent und psychisch extrem belastend für mich und ich bin davon immer noch ziemlich gerädert. Zusätzlich steht meine Periode an, bei der es mir vorher emotional sowieso häufig nicht besonders gut geht, und sie verspätet sich jetzt auch noch. Mein Freund weiß von all diesen Dingen.
Irgendwann hat es mich deshalb verletzt, dass ich den ganzen Tag versucht habe, für ihn da zu sein, er aber überhaupt nicht gefragt hat, wie es mir eigentlich geht. Ich habe ihm das dann auch gesagt. Rückblickend glaube ich, dass ich damit in einem Moment, in dem er selbst komplett überfordert war, zusätzlich Druck aufgebaut habe. Dafür habe ich mich mittlerweile auch bei ihm entschuldigt.
Unser letzter richtiger Kontakt war gestern gegen 21 Uhr. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört und mittlerweile sind es fast 24 Stunden. Heute habe ich mir zeitweise sogar große Sorgen gemacht, ob ihm etwas passiert sein könnte, weil unser letzter Kontakt war, als er mit dem Auto unterwegs war. Mittlerweile weiß ich zumindest, dass es ihm offenbar gut geht, weil er bei WhatsApp online war. Er reagiert aber weiterhin nicht auf mich.
Ich habe ihm heute Nachmittag noch einmal geschrieben, dass ich mittlerweile besser verstehe, dass er gerade überfordert und frustriert ist und vielleicht einfach Raum braucht. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm diesen Raum geben möchte, dass es mir leid tut, wenn ich zusätzlichen Druck aufgebaut habe, dass ich ihn liebe, für ihn da bin und trotz allem, was er gerade selbst über sich denkt, sehr stolz auf ihn bin. Außerdem habe ich ihm gesagt, dass er sich melden soll, wenn er soweit ist. Seitdem schreibe und rufe ich nicht mehr an.
Ich möchte sein Bedürfnis nach Rückzug wirklich respektieren. Gleichzeitig fällt mir dieses komplette Schweigen unglaublich schwer – insbesondere weil solche Situationen bei uns nicht zum ersten Mal vorkommen. Vor etwa sechs Wochen hatten wir schon einmal eine ähnliche Dynamik.
Ich frage mich deshalb gerade, wo die Grenze zwischen „meinem Partner Raum geben“ und „meine eigenen Bedürfnisse komplett zurückstellen“ liegt. Ich erwarte gar nicht, dass er sofort ein langes Gespräch mit mir führt oder mich auffängt, wenn er selbst keine Kapazität dafür hat. Aber ein kurzes „Mir geht es gut, ich brauche gerade Zeit und melde mich“ würde für mich einen riesigen Unterschied machen.
Wie würdet ihr jetzt an meiner Stelle damit umgehen? Würdet ihr einfach warten, bis er sich von selbst meldet, auch wenn das mehrere Tage dauert? Und wie kann man langfristig mit so unterschiedlichen Bedürfnissen nach Nähe und Rückzug umgehen?

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u/ImaginaryStress9335 — 1 day ago

Ist es angemessen in einer Beziehung vom Partner Miete zu verlangen?

Hallo,

ich (m,38) befinde mich gerade in der schönen Situation, dass sich meine Partnerin (w,34), mit der ich seit ca. 6 Jahren zusammen bin, vorstellen kann mit den beiden Kindern (m,14 u. w,12) zusammen bei mir einzuziehen. Das freut mich, doch ich frage mich nun, ob es okay ist, wenn ich sie darum bitte eine (kleine) Miete zu zahlen oder ob das in einer Beziehung arschig wäre.

Bisher habe ich alleine in meinem Haus gewohnt, dass ich vor ca. 10 Jahren ganz nach meinen Wünschen in Auftrag gegeben habe. Ich hatte also 100% der Wohnfläche für mich genutzt.

Wenn meine Partnerin mit ihren Kindern zu mir zieht, dann werde ich auf ein paar der Räume komplett verzichten müssen. Darunter auch zwei der größeren Räume, in denen ich zur Zeit noch einige meiner größeren Terrarien stehen habe und einige Aquarien. Ich werde auch ein paar der Tiere abgeben müssen, weil sie bestimmten Arten nicht traut. Ist okay, darum soll es auch gar nicht gehen.

Einen großen Teil des Hauses trete ich ab, damit sie einen Rückzugsort bekommen kann und die beiden Kinder jeweils ein großes Kinderzimmer sowie ein eigenes Bad, das sie sich teilen müssen.

Das Haus ist bereits abbezahlt, ich versuche mich auch nicht an ihr zu bereichern, aber wenn sie mir eine (kleine) Miete zahlen würde, dann könnte ich davon anteilig die NK tilgen oder die Versicherungen für das Haus, kleinere und größere Reparaturen oder Anschaffungen decken. Dadurch würde nicht alles an mir hängen bleiben.

Die Frage von oben bleibt: Ist es angemessen in einer Beziehung vom Partner Miete zu verlangen?

Throwaway-Account, weil ich irgendwie mit sehr viel Hass rechne.

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u/Altruistic-Win-8087 — 1 day ago

Ich werde nach nach nur 3 Monaten Ehe heute Abend schluss machen

Edits: Da sich viele hier stark auf das Visum konzentrieren, sie hätte jederzeit zu Ihrer Familie nach Italien gehen können um dort die Staatsbürgerschaft abzuholen.

Thema Sprachbarriere, wir sprechen beide sehr gutes Englisch und sprechen wie 2 normale Menschen miteinander, ich bin Muttersprachler auch wenn ich in Deitschland geboren wurde. Unsere Missverständinisse sind Kulturell, weniger sprachlich. Lässt sich aber nicht leugnen dass einfach der Sinn der Worte durchs übersetzen verzerrt wird.

Ich stehe irgendwo zwischen ich bin ihre liebe nicht wert und ich werde des Todes gegaslighted.

Ich weis nicht genau was ich von diesem Post erwarte, ich bin verzweifelt, meine Freunde wohnen 400km von hier und meine Therapeutin antwortet seit 14 Tagen nicht- ich muss es mir einfach von der Seele reden.

Ich fühle mich schrecklich.. ich (M28) war seit etwas mehr als 1,5 Jahren mit meiner Freundin (F26) aus Lateinamerika zusammen und wir haben sehr früh auf ihr Drängen aus Visagründen geheiratet. Versteht mich nicht falsch, ich habe sie sehr geliebt, sie hat ihr Leben quasi hierher verlegt anstatt wieder nach Argentinien zu gehen als ihr Visa auslief. Das ganze hat auch eine Menge Druck auf mich ausgeübt, aber ich habe mehr stets eingeredet dass es das alles Wert ist für sie.

Doch als die Zeit verging merkte ich mehr und mehr wie ich mich selber verliere.

Wir hatten immer viele Hindernisse, sie spricht kein Deutsch und icb kein Spanisch, ich muss spontan sein und sie braucht zwanghaft Pläne mit Ort und Uhrzeit (Wenn ich sie auf ein schönes Date einladen wollte ohne eine genaue Uhrzeit 3 Tage im vorraus dann gab es Streit), ich liebe Adrenalin und sie die Ruhe.

Das erste große Problem war meine beste Freundin mit der sie auch befreundet war.

Unsere Hobbys und jeweiligen Skill level haben sich so gut überschnitten und den gleichen Schichtplan in derselben Firma hatten wir auch, also hab ich fast alle freien Tage mit ihr beim Sport verbracht. Diese Sportarten sind sogar der Grund warum ich hier wohne und in diesem Feld auch arbeite, sie sind mein Leben.

Ich kannte diese Freundin schon Jahre bevor ich meine Frau kennengelernt hatte, und plötzlich war es ein Problem dass ich mit ihr Zeit verbringe. Meine Frau eskalierte ständig und sagte ich würde mit einer anderen Frau auf Dates gehen und das geht einfach nicht, außerdem hat eine Freundin ihr erzählt dass meine beste Freundin schlecht über sie geredet hätte. Dabei ging ws wohl darum dass meine Frau versuche mich zu kontrollieren.

Ich habe mich daraufhin schlecht verhalten, ich habe treffen zum sportmachen nicht angesprochen und damit effektiv verheimlicht. Die Situation lief so aus dem Ruder dass ich meine beste Freundin komplett aus meinem Leben geschnitten habe um meine Frau nichtmehr zu verletzen.

Der nächste Knackpunkt war dass ich sie während meiner arbeit "ignoriere".

Ich habe einen niedrigen Job in der Gastronomie angenommen um den Schichtplan mit ihrem zu Matchen, weil wir mit nur einem gemeinsamen freien Tag nicht genug Zeit für einander hatten. (Lustigerweise änderte sie kurz drauf ihren Schichtplan wieder sodass alles hinfällig war).

Während 10h Teller spülen ohne essen und Sonnenlicht (gastro homies wissen) ist halt einfach wenig Zeit für große konversationen. Wenn ich mal geantwortet habe war sie nur noch saurer dass ich dass gespräch so plötzlich abbreche. Meistens lag es daran das meine Cheffin mich ermahmte mich nicht wieder mit Handy sehen zu wollen. Ich versuchte meiner Frau mehr zu antworten, was zu mehr stress auf der Arbeit führte.

Danach folgten regelmäßige Streits darüber dass ich mein Wort nie halten würde, oft zu spät komme und damit ihre Zeit nicht respektiere. Sie hätte dadurch keinerlei Vertrauen mehr zu mir.

Der Grund liegt meistens daran dass ich dank der Deutschen Bahn an meinem Arbeitsort stecken bleibe und stundenlang warten muss um nachhause zu kommen, hiet geht es nicht nur um verspätungen, hier gehts drum dass für heut einfach kein Zug mehr fährt und ich 30km heimradeln muss nach 9h sehr harter physischer Arbeit. Und zuhause werde ich von ihr weinend an ihrer Tür erwartet, ich hätte mal wieder komplett auf sie geschissen und sie will jetzt nichtmehr auf das Date gehen. 5 Tage später kommt dann der nächste Streit dass ich nie Dates plane....

Dasselbe passierte mit den Aktivitäten, sie wachte morgens auf und aus heiterem Himmel keine Lust mehr, sie ist so fertig ubd will daheim bleiben, was wir dann auch machen. Aber so gehen Tag um Tag drauf ohne dass ich auf meine Kosten komme.

Es gibt noch einige weiter Punkte aber ich will das nicht in redundantes gebashe ausarten lassen.

Gestern kam sie vorbei und hat mir Geld in den Briefkasten geworfen für etwas dass ich ihr bestellt hatte. Ich fragte warum sie nicht hallo sagt und sie meinte aha auf einmal interessiert es dich mich zu sehen.

Kurz darauf kam sie vorbei, stürmte rein und holte nur ihre Sachen aus dem Badezimmer und verschwand ohne große worte, sie ließ dich auch nicht aufhalten.

Danach schickte sie mir ein reel auf instagram von irgendeinem beziehungs influencer...

Ich bin natürlich völlig verwirrt und frage mich was das soll.

Sie meinte sie ist so lange schon allein in dieser Beziehung, ich höre nie zu und wolle sie einfach nicht verstehen. Ich tu weiß gott mein Bestes aber ich raffe einfach nichts mehr. Sie will mehr von mir aber lässt mich nichtmehr in die Nähe. Sie entzieht mir seit Monaten sämtliche Zuneigung und hofft alles wird besser. Ich bin schon in Therapie, sehe meine Freunde nichtmehr und versuche so ziemlich jeden freien Tag ihr zu widmen und hab quasi alle meine Hobbies aufgegeben-

Ich bin am Ende meiner Weisheit. Ich kann den Bildschirm kaum mehr sehen vor Tränen.

Sie schreibt mir grad ich sei ein Feigling dafür dass ich nichtmehr will.

Ist das einfach typisches Mann Frau Problem, sind wir wirklich zu verschieden oder bringe ich nicht genug Aufopferung?

Edit: sie hat gerade völlig Seelenruhig eine sprachnachricht geschickt dass es keinen Ausweg gibt jetzt wo wir verheiratet sind... gestern hat sie aber noch ihre sachen abgeholt. Ich sehe mein hirn förmlich verglühen

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Ich komme mit der beruflichen Entscheidung meines Partners nicht klar

Hi. Ich (W32) bin seit zwei Jahren mit meinem Freund (36) zusammen. Als wir uns kennenlernten befand er sich in einer Umstrukturierung, weil er seinen ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben wollte. War ich fein mit. Er hat dann festgestellt, dass der neue Beruf auch nichts ist und hat dann kurzzeitig als Kellner gejobbt. Dann wollte er doch wieder zurück zu seinem ursprünglichen Beruf. Er ist/war Jurist und hat dann, nachdem er doch wieder gestruggelt hat, sein Jura-Ref nun endgültig abgebrochen. Er möchte jetzt kommendes Jahr eine Lehre beginnen. Jetzt ist er aber erstmal arbeitslos.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich selbst bin gerade noch an meiner Doktorarbeit dran, die ich allerdings kommendes Jahr beenden werde. Wir wohnen noch nicht zusammen, aber aufgrund seiner beruflichen Entscheidung und seinen nicht vorhandenen Rücklagen, ist das auch nicht drin. Oder mal ein ausgefallener Urlaub. Ich träume gar nicht von einem luxuriösen Leben, aber einfach von Stabilität und nicht mehr ständig aufs Geld schauen zu müssen.
Seitdem er mir das gesagt hat, bin ich in einem Loch und fühle mich verloren. Ich liebe ihn, aber ich hab keine Ahnung, wie es weitergehen soll.

Habt ihr Tipps für mich? Aufmunternde Worte? Danke auf jeden Fall schon mal jetzt. 🥺

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u/Extra_Health3198 — 1 day ago

Mein Freund führt keine Liste, behauptet er, weiß aber bei jeder kleinen Gefälligkeit genau, wer zuletzt dran war und wann das Konto wieder ausgeglichen ist

Mein Freund (30m) und ich (29w) sind seit dreieinhalb Jahren zusammen. Er ist großzügig, hilfsbereit und gleichzeitig ein menschliches Buchhaltungssystem für Gefälligkeiten.

Wenn ich ihn um Tee bitte, weiß er, dass er die letzten zwei Tassen gemacht hat. Wenn ich gestern die Fahrstrecke ausgesucht habe, entscheidet er heute. Wenn er gekocht hat, sagt er nicht sofort etwas, aber spätestens bei der nächsten Aufgabe kommt: „Diesmal bist du dran.“

Er führt laut eigener Aussage keine Liste. Trotzdem erinnert er sich an alles erstaunlch genau.

Ich habe einmal ungefragt Tee für uns beide gemacht. Er bedankte sich und sagte danach lächelnd: „Jetzt bin ich wieder eine Gefälligkeit vorn.“ Genau da hat es bei mir gekippt. Eine nette Geste fühlte sich plötzlich wie eine Buchung an.

Er sagt, die Zählerei verhindert, dass einer unbemerkt alles übernimmt. In seiner Familie war das wohl wirklich ein Problem. Ich will seine Sorge nicht lächerlich machen, aber ich möchte auch nicht ständig einen unsichtbaren Punktestand ausgleichen.

Wie spreche ich das an, ohne dass er hört: „Du sollst mehr machen und weniger darauf achten“?

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u/5LenvikOru — 1 day ago

Freund fühlte sich vor einem wichtigen Auftrag durch meine Gefühle „sabotiert“ wie würdet ihr das einordnen?

Ich (w26) bin seit ungefähr 2,5 Jahren mit meinem Freund (m30) zusammen. Vor einigen Tagen ist ein Streit so stark eskaliert, dass ich immer noch versuche zu verstehen, was eigentlich passiert ist. Ich möchte die Situation möglichst fair schildern, inklusive meines eigenen Anteils. Bitte keine Ferndiagnosen; mich interessieren vor allem differenzierte Einschätzungen und mögliche Wege zur Reparatur.
Mein Freund musste am nächsten Morgen sehr früh zu seinem ersten zweiwöchigen Auftrag als Skipper ins Ausland fliegen. Das war ihm sehr wichtig und er stand entsprechend unter Druck.
Bevor er von der Arbeit nach Hause kam, hatte ich auf seine Bitte seine Wäsche gemacht und den Geschirrspüler ausgeräumt. (Ich mache gerade noch eine Schule und hatte Sommerferien) Zusätzlich war ich einkaufen und hatte gekocht, damit er sich darum nicht kümmern musste. Ich ahnte schon ein wenig dass er wahrscheinlich gestresst wäre da er die Dinge die er vor einer Reise erledigen muss oft vor sich her schiebt. Als er nach Hause kam, war er bereits sehr gestresst. Wir fragten uns gegenseitig nach unserem Tag. Während ich ihm von Problemen mit verspäteten Geldern und meiner momentanen Überlastung erzählte, sagte er plötzlich, ich müsse ins Wohnzimmer gehen, damit er fertig packen könne.
Ich war sichtbar enttäuscht, verstand aber, dass das Packen dringend war. Er wurde jedoch wegen meiner sichtbaren Enttäuschung unruhig und fragte wiederholt, was los sei. Als ich schließlich erklärte, dass ich es schade finde, dass er ein Gespräch beginnt und es dann mitten in meiner Erzählung beendet, verteidigte er sich. Ich entschuldigte mich auch, weil ich tatsächlich vergessen hatte, wie spät es bereits war. Und wir ja noch zum Flughafen mussten. Danach half ich ihm trotzdem beim Packen und las ihm Dinge von einer Checkliste vor.
Wir mussten anschließend noch zum Flughafen, um sein Gepäck vorzeitig aufzugeben. Dort war er sehr gestresst, wollte lange niemanden nach dem Weg fragen und war teilweise unfreundlich zu Mitarbeitenden. Ich kritisierte seinen Ton. Später ignorierte er meine Wegbeschreibung, ging sehr überzeugt in die falsche Richtung und ich lachte darüber. Das war meinerseits nicht besonders sensibel, und ich verstehe, dass er sich dadurch bloßgestellt gefühlt haben könnte.
Auf dem Rückweg fragte er nach meinem Ticket und wir kamen auf mein Halbtax zu sprechen. Bei meinem selbst bezahlten Halbtax fehlt seit einigen Monaten noch ein Foto. Der Onlineupload hatte nicht funktioniert und wegen existenziellerer Probleme habe ich es bisher nicht am Schalter erledigt. Er wurde sichtbar wütend und sagte, ich hätte ihm wiederholt „versprochen“, das Foto hochzuladen. Ich erinnere mich nicht an ein bewusstes Versprechen; möglicherweise hatte ich nach wiederholten Nachfragen gesagt, dass ich es noch erledige. Für ihn hatte das Thema praktisch keine Konsequenzen und ohne meine Erwähnung hätte er das fehlende Foto nicht bemerkt.
Ich sagte lediglich, dass sein Ton sehr hart sei, und wurde traurig. Er ärgerte sich erneut darüber, dass er mir meine Gefühle ansehen konnte, und sagte, er habe genug von diesem ständigen „Auf und Ab“.
Später saß ich in seiner Wohnung im Wohnzimmer und versuchte, mich zu beruhigen aber ich konnte einfach nicht aufhören zu weinen. Er ging zunächst ins Bett, kam aber immer wieder heraus. Er fragte, was er für mich tun könne, lehnte meine Antwort „eine Umarmung“ oder ähnliches ab und verlangte mehrfach, dass ich ins Bett kommen solle. Als ich kurz ins Badezimmer ging, folgte er mir. Er erklärte, es stresse ihn, dass ich allein draußen sitze, weil er ständig auf Geräusche achte und Angst habe, ich könnte gegangen sein.
Er sagte unter anderem:
Meine Traurigkeit mache ihn wütend.
Er müsse seine eigenen Gefühle wegdrücken, um mir Empathie zeigen zu können.
Ich würde ihn mit meiner „Befindlichkeit quälen“.
Ich würde sein Leben ruinieren.
Er hat mich weder körperlich angefasst noch bedroht oder am Gehen gehindert. Trotzdem fühlte ich mich zunehmend bedrängt und bekam später beim Weinen eine panikartige Atmung, als er das sah kam er ruhiger zu mir auf den Balkon, entschuldigte sich, setzte sich zu mir und tröstete mich. Danach fragte er respektvoller, ob ich nicht versuchen wolle, im Bett zu schlafen, und sagte, ich könne jederzeit wieder hinausgehen. Ich ging freiwillig mit und wir hielten etwas Händchen. Wenige Stunden später flog er für zwei Wochen weg.
In mehreren Gesprächen danach entschuldigte er sich und räumte ein, dass seine Reaktion völlig unangemessen war. Er erklärte inzwischen auch, was er mit „Du ruinierst mein Leben“ gemeint hatte:
Er habe sich von mir sabotiert gefühlt. Weil der Streit am Abend vor seiner Abreise kein Ende gefunden habe, habe er Angst gehabt, seinen Flug zu verpassen, unausgeschlafen anzukommen und seinen ersten Skipperauftrag nicht so auszuführen, wie er es geplant hatte. In diesem Moment habe er geglaubt, ich würde mich in den Mittelpunkt stellen und meine Gefühle instrumentalisieren.
Mittlerweile sagt er ausdrücklich, dass diese Interpretation nicht der Realität entsprach. Er habe enormen, größtenteils selbst erzeugten Druck erlebt, sich von meiner Enttäuschung angegriffen gefühlt und sei „explodiert“, weil er beides nicht mehr habe aushalten können. Er versteht inzwischen auch, dass ich ihn sehr wohl unterstützt hatte. Er möchte sich nun Gedanken darüber machen, wie er künftig früher reagieren und verhindern kann, dass es wieder so weit kommt.
Ich erkenne seine späteren Einsichten an und glaube, dass seine Entschuldigung ernst gemeint ist. Trotzdem erschreckt mich, dass er unter Druck aus meiner sichtbaren Verletzung eine gezielte Sabotage konstruieren konnte. Ich hatte weder verlangt, dass er seinen Flug oder Auftrag gefährdet, noch wollte ich die ganze Nacht diskutieren. Im Gegenteil: Ich hatte mich zurückgezogen, um mich selbst zu beruhigen. Er war derjenige, der immer wieder zu mir kam und den Konflikt weiterführen beziehungsweise meine Rückkehr ins Bett erreichen wollte.
Es gibt auch ein wiederkehrendes Muster: Er hat selbst schon gesagt, dass sich Kritik für ihn manchmal wie „Verlieren“ anfühlt und er dann nach Fehlern bei mir sucht. Wenn ich konkrete Bedürfnisse äußere, fühlt er sich teilweise, als müsse er „auf Nadeln gehen“ oder als würde alles auf die Goldwaage gelegt. Ich wiederum habe das Gefühl, sehr viel emotionale Arbeit zu übernehmen: Probleme ansprechen, Zusammenhänge erklären, Lösungen formulieren und später erneut auf ungeklärte Themen zurückkommen.
Gleichzeitig möchte ich fair bleiben: Ich analysiere Konflikte sehr ausführlich, kann vom konkreten Vorfall schnell zum größeren Muster wechseln und formuliere Kritik manchmal hart. Mein Lachen am Flughafen war verletzend. Trotzdem finde ich, dass meine Fehler seine Aussagen und sein Verhalten in jener Nacht nicht ausgleichen oder erklären.
Meine Fragen an euch:
Wie würdet ihr einordnen, dass ein Partner unter starkem Druck die Traurigkeit des anderen als bewusste Sabotage interpretiert?
Ist seine nachträgliche Einsicht ein ausreichender Ausgangspunkt für Reparatur, wenn er nun tatsächlich selbst konkrete Veränderungen entwickelt?
Was müsste eine echte Reparatur eurer Meinung nach beinhalten, jenseits einer Entschuldigung?
Wie kann ich ihm Verantwortung überlassen, ohne erneut die gesamte Lösung und spätere Umsetzung für ihn zu organisieren?
Und woran würdet ihr erkennen, ob das eine extreme Ausnahmesituation war oder ein grundsätzlich problematisches Beziehungsmuster?

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u/Monika22_ — 1 day ago

Dating-Partnerin mit Katzenhaarallergie

Hallo zusammen,
ich (m26) date seit mehreren Monaten (W30). Die Chemie stimmt zwischen uns eindeutig. Wir verstehen uns super und unsere Treffen immer gut.

Allerdings habe ich ein Problem, das mich zunehmend beschäftigt. Sie hat leider eine starke Katzenhaarallergie. Wenn sie meine Wohnung besucht, reagiert ihr Körper deutlich auf die Haare meiner beiden Katzen. Das macht ein zukünftiges Zusammenziehen aktuell praktisch unmöglich.

Ich hange sehr an meinen Katzen. Eine Trennung von ihnen käme für mich nur als allerletzte Option infrage. Wir sind noch nicht einmal am Punkt angekommen, wo über ein gemeinsames Wohnen gesprochen wurde. Trotzdem mache ich mir Gedanken, falls es irgendwann so weit kommen sollte, da ich diese Frage nicht ignorieren will. Ich habe meine Bedenken bereits frühzeitig angesprochen.

Die einzige realistische Option die ich mir vorstellen könnte, wäre die Katzen zu meinen Eltern zu geben. Sie lieben die Tiere bereits, nehmen sie regelmäßig für einige Zeit bei sich auf und hätten Kapazitäten. Dennoch bin ich unsicher, ob diese Lösung emotional für mich tragbar wäre.

Ich möchte die Beziehung nicht beenden, da wir sonst sehr gut zueinander passen. Aber gleichzeitig kann ich mir schwer vorstellen, meine Katzen dauerhaft aus der gemeinsamen Wohnung auszuschließen oder komplett abzugeben.

Was würdet ihr mir raten?

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Mein Freund beendet inzwischen fast jeden meiner Sätze, und ich weiß nicht mehr, ob das süß, respektlos oder einfach eine sehr seltsame gemeinsame Sportart ist

Mein Freund (31m) und ich (29w) sind seit knapp vier Jahren zusammen. Seit ein paar Monaten beendet er ständig meine Sätze. Nicht nur wenn mir ein Wort fehlt. Auch bei Geschichten die ich selbst erzählen will.

Das Verrückte: Er liegt oft richtig. Vielleicht zu 80 Prozent. Dadurch wirkt es vor anderen fast wie ein Paartrick. Alle lachen, er freut sich, und ich sitze daneben mit meinem halben Satz im Mund.

Letzte Woche habe ich testweise absichtlich etwas völlig Falsches angefangen: „Meine liebste Jahreszeit ist eigentlich...“ Er rief „Herbst!“, obwohl ich Sommer meine. Ich sagte Sommer, und er diskutierte danach zehn Minuten darüber, dass ich früher immer Herbst gesagt hätte.

Ich habe ihn gebeten, mich ausreden zu lassen. Er meint, das sei Nähe und ich würde plötzlich etwas Ablehnendes daraus machen. Seitdem stoppe ich manchmal mitten im Satz und warte. Das ist kindisch, ich weiß, aber er merkt es nichtmal.

Wie bringe ich rüber, dass richtig Raten nicht dasselbe ist wie Zuhören?

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u/Toussaint_Vine — 1 day ago

Ich brauche Rat

Hallo zusammen,

ich bin mit einer Frau (W30) und ich (M25) schon länger befreundet.

Vor einigen Wochen kam es dazu, dass wir mehr hatten.

Es lief nicht einfach, da sie erstmal was lockeres haben wollte. Aber ehe ich mich damit abgefunden hatte, war doch klar. Sie wollte mehr.

So war es ein hin und her aus, ja lass es freundschaftlich nochmal probieren und ja lass mal schauen wo es hinausläuft.

Ich bin aber leider völlig hin und weg verliebt. Ich mache viel für sie, investier viel in das was wir haben und ich habe sie richtig gern.

Sie selbst weiß es nicht so genau, hat Schwierigkeiten zu spüren, was sie so fühlt. Und so landeten wir beide irgendwie immer in eine Art Situationship, und ich bekam leider das Gefühl, dass sie mit mir was macht, wenn es gerade in ihrem Zeitplan passt. Man muss aber sagen, dass wir uns sehr sehr oft sehen in der Woche.. ich bin vermutlich einfach ein Stück emotional abhängiger, und wurde meinen Bedürfnissen nicht ganz gerecht. Es hängt leider vielleicht auch damit zu tun, dass ich gerade meine Masterarbeit schreibe und viel mit mir selbst beschäftigt bin.

Irgendwann gesteht sie mir allerdings, dass sie in der Phase, wo es zwischen uns nicht klar war, mit jemanden anderen geküsst hatte.. mich hat es verletzt, weil sie zudem sich mit ihm noch verabredet hat.

Laut ihr war das nur freundschaftlich und ich glaube ihr das wirklich, dass sie nichts ernsthaftes wollte von ihm, er wohnt weit weg und ist ein sehr lockerer Mensch.

Nun wurde es zeitweise einfacher, schön, allerdings merkte ich meine Unsicherheit, meinen inneren Stress, der durch ein paar Dinge blieb.. sodass ich beschloss eher eine Freundschaft und Kontaktpause anzugehen. Wir einigten uns, und es hielt allerdings nur 3 Tage.

Wir hatten dann eben gestern geredet, über alles.. meine Unsicherheiten und wie ich so darüber denke. Wir kamen auch beide auf dem Schluss, dass wir so viel noch machen wollten zusammen und das super schade ist alles..

Sie hat sich selbst auch gefragt, was sie möchte.. und meinte auch, dass sie schwere Erfahrungen in ihren letzten Beziehungen hatte. Beziehungen, bei denen die Männer sehr problematisch waren und es null vergleichbar ist wie mit mir. Sie dachte, dass das Erkämpfen der Beziehung immer dazu gehört.

Leider weiß ich aber trotzdem nicht wie ich mit allem umgehen soll.. ich bin von meinem Gefühlen um einiges weiter und will ihr die Chance nochmal geben. Ich bin etwas hoffnungslos in der Romantik gefangen und möchte daran festhalten, gerade weil wir uns so gut verstehen und soo viele Hobbies teilen.

Wie seht ihr das? Ist das dumm? Oder muss ich einfach meine Fehler machen..

Edit: Danke schonmal vorher euch allen! Hilft mir sehr, Dinge runterzuschreiben

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u/NatureClueman — 1 day ago

Mein Freund zieht sich bei Überforderung komplett zurück – wie würdet ihr damit umgehen?

Mein Freund und ich sind seit fast zwei Jahren zusammen. Gestern hat er das Ergebnis einer wichtigen Prüfung innerhalb seiner beruflichen Fortbildung bekommen. Er hat bestanden, war aber mit seiner Note sehr unzufrieden, weil er extrem viel gelernt hatte und sich ein deutlich besseres Ergebnis erhofft hatte.
Danach ist er emotional ziemlich eingebrochen und hat immer wieder gesagt, dass er nichts hinbekommt, sich wertlos fühlt und sogar überlegt, die Fortbildung abzubrechen. Ich habe zunächst lange versucht, ihn aufzubauen, ihm gesagt, dass ich stolz auf ihn bin und dass eine Note für mich überhaupt nichts daran ändert, wie ich ihn sehe.
Irgendwann hat mich die Situation allerdings selbst ziemlich mitgenommen. Mir geht es momentan ebenfalls nicht besonders gut und ich habe ihm gesagt, dass mich verletzt, dass sich alles nur noch um seine Gefühle dreht und er überhaupt nicht danach fragt, wie es mir geht. Daraus ist die Situation dann immer weiter eskaliert.
Seit gestern Abend meldet er sich nun gar nicht mehr bei mir. Ich habe mir zwischenzeitlich sogar ernsthaft Sorgen gemacht, ob ihm etwas passiert ist, weil unser letzter Kontakt war, als er emotional aufgewühlt mit dem Auto unterwegs war. Mittlerweile weiß ich zumindest, dass er okay ist, weil ich ihn heute bei WhatsApp online gesehen habe.
Ich habe ihm inzwischen noch einmal geschrieben, dass ich glaube, besser zu verstehen, dass er gerade überfordert und frustriert ist, dass ich ihm seinen Raum geben möchte und mich entschuldigt, falls ich gestern zusätzlichen Druck aufgebaut habe. Gleichzeitig habe ich ihm gesagt, dass ich ihn liebe, für ihn da bin und trotz allem sehr stolz auf ihn bin. Jetzt werde ich ihn erstmal in Ruhe lassen.
Was mich beschäftigt: Solche Situationen, in denen er sich bei Konflikten/Überforderung komplett zurückzieht, gab es schon mehrfach und ich komme damit emotional sehr schlecht klar. Gleichzeitig liebe ich ihn sehr und möchte natürlich auch respektieren, wenn er anders mit Stress umgeht als ich.
Wie findet man bei so unterschiedlichen Bedürfnissen nach Nähe bzw. Rückzug einen gesunden Mittelweg? Und findet ihr es verständlich, dass er gerade so viel Abstand braucht, oder sollte zumindest ein kurzes Lebenszeichen drin sein?

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u/ImaginaryStress9335 — 1 day ago

F+ gibt mir extrem gemischte Signale und ich will ihn als Freund nicht verlieren

throwaway

Hallo Freunde,

ich (W/22) bin mit einem Mann (M/26) seit 6 Monaten befreundet. Als wir uns kennengelernt haben, waren wir beide frisch aus unseren Beziehungen raus und deswegen war das das top Gesprächsthema.

Das hat sich dann irgendwie zu Freundschaft mit GV entwickelt und es war auch erst wirklich super.
Kommunikation lief super und weil wir uns so gut verstehen, war auch immer klar, dass wenns so nicht klappt, dann sind wir halt einfach "nur“ Freunde.

Wir haben eigentlich alles zusammen gemacht. Sahen uns täglich und unsere Freundeskreise sind jetzt auch miteinander verflochten.

Ich gebe auch zu, dass ich mir mehr vorstellen kann. Sollte es dazu kommen, bin ich offen dafür es zu probieren aber sollte es nicht so sein dann ist das auch völlig okay.

Naja, seit 1-2 Monaten ist es ganz anders.
Erst hats mit irgendwelchen Regeln angefangen. Er war total darauf beharrt, dass ich keinen GV mit jemand anderem habe ohne es ihm zu sagen. Irgendwann hab ich dann zugestimmt, weil es erstmal sowieso nicht passieren wird. Dann hat er alles zurückgenommen. Ich zitiere:“Ist mir doch egal. Mach was du willst“. (Btw ich habs nicht mal erwähnt)

Okay gut.

Vor unseren Freunden machen wir gar nichts. Die wissen auch eigentlich von gar nichts (wobei es wahrscheinlich ziemlich offensichtlich ist) aber er hat mich beim feiern geküsst. Hat sich auch total anders angefühlt und danach wollte er nicht darüber reden.

Ich schreibe seit ein paar Wochen mit einem Mann (M/23) aber es ist alles SEHR platonisch. Wir wollten uns die Tage treffen und zusammen einen Film schauen gehen. Es wurde mir fast verboten und dann, wahrscheinlich um die Situation aufzulockern meinte er dann als Witz "wozu brauchst du mich dann“ und "erzähl mir nicht davon“.

Jetzt ignoriert er mich eig seit Tagen. Ich bin gestern zu ihm hingefahren, weil ich mir Sorgen gemacht habe. Wir haben in Stille einen Film geguckt (mit 10 Meter Abstand).
Ich hab die Situation angesprochen und er meinte es ist nicht so deep (seine Worte lol) und ich soll machen was ich möchte weil wir sind nicht zusammen.

Ich hab dann vorgeschlagen, einfach Freunde zu sein, wenn wir es nicht gebacken bekommen, weil ich ihn nicht verlieren möchte. Die Antwort war ein sarkastisches "Alles klar“. Bin dann auch gegangen weils mir zu doof war.

Ich weiß wirklich nicht weiter. Ich zerreiße mir wirklich den Kopf darüber. Hat jemand Rat

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ich möchte eine trennung

ich (w, 22) will mich schon seit längerem von meinem freund (m, 22) trennen. wir sind seit 3 jahren zusammen.
das einzige was mich aktuell abhält:
-er ist extra in eine neue stadt für mich gezogen und wird an meiner gleichen uni studieren
-wir haben eine wohnung und sind beide als untermieter eingetragen. der vertrag ist auf 3 jahre festgelegt und vorher kann man quasi nicht wirklich raus.
-wir haben 2 katzen

ich möchte hiermit keine lektionen hören, ich weiß dass viele entscheidungen falsch waren, aber manchmal ist das leben leider so.
wie gehe ich jetzt damit um?

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u/Familiar_Fig9679 — 1 day ago

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung - Partner vermisst Exbeziehung

Hey,

Mit mehr Informationen wäre es sicher noch besser zu verstehen, aber ich versuche es kurz zu fassen und bitte um Einschätzung oder va Erfahrungswerte vllt ähnlicher Situationen.

Wir (w, 37, m, 38) sind seit ca 2- 3 Monaten zusammen, dabei war der Übergang allerdings recht nahtlos zwischen den vorigen Beziehungen. Kennen uns seit Jahren, hatten über Monate platonischen Kontakt, der aber am Ende dazu führte dass wir uns verliebt haben. Haben beide unabhängig voneinander unsere Vorbeziehung beendet, klar wirkte das gegenseitige sehr verstärkend, aber die Themen und Gründe für eine Trennung waren trotzdem da - nur vielleicht nicht ganz so akut. Wir merkten beide, dass wir sehr sehr gut zusammenpassen (auch wemn man das dann natürlich noch überprüfen muss mit der Zeit). So eine gute Passung hatten wir beide bis dahin scheinbar noch nicht erlebt. So wurde es schnell intensiver, inkl erstem Kennenlernen eines Teils der Familie etc. Seine Beziehung davor hielt 10 Jahre (inkl Hund usw) und ich wusste, dass das Zeit brauchen wird. Bin trotzdem der Überzeugung dass man auch im Entstehen etwas Neuen Trauerarbeit und Verlustbewältigung leisten kann. Abstand dazwischen macht es nicht zum Garant für besseres Funktionieren. Es war auch ok, aber seit einer Woche ist alles anders. Er zweifelt. So sehr, dass er mir ggü nicht mehr liebevoll sein kann, sich Abstand wünscht und hadert, der Gefühle sind wie verschüttet. Eine neue Welle des Verlusts, die so schlimm ist, dass er wohl auch mit Gedanken des Zurückgehens spielt. Ich halte es kaum aus. Wieder neue Ungewissheit. Es fühlt sich an, als würde ich langsam sterben, denn noch nie zuvor habe ich in einem Mann so viel gesehen. Erzwingen kann ich es nicht. Bin bereit für Raum geben, aber aktuell haben wir nur knappen sachlichen Kontakt und ich warte jetzr paar Tage, ob er mich wieder sehen will/ vermisst oä. Ausharren, nicht durchdrehen. Eigentlich hab ich keine Hoffnung mehr. Oder ist es doch möglich, dass er sich wieder 'fängt' und ihm bewusst wird, was für Potential wir haben? Das war ja alles echt...( Auslöser waren ua, dass sie ihm verweigerte den Hund zu sehen und tagelang nicht mehr auf seine Nachrichten geantwortet hat etc)

Vielleicht hat ja jemand ähnliches erlebt. Ich bin dankbar über jeden Input, wie ich mit der Situation umgehen könnte.

Zusammenfassung:

Beziehung seit 3 Monaten (m38, w37), davor langsames Kennenlernen. Er hat plötzlich keine Gefühle mehr für mich, da er trauert und seine vorige Beziehung plötzlich und unverhofft stark vermisst. Jetzt Kontaktpause und Unklarheit, wie es weitergeht.

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u/Creacat393 — 1 day ago

Mein Partner räumt ständig unsere gemeinsamen Sachen an logischere Orte, und langsam fühlt sich unsere Wohnung wie ein Escape Room ohne Preisgeld oder Ausgang an

Mein Partner (34m) und ich (32w) wohnen seit zwei Jahren zusammen, Beziehung seit fünf Jahren. Er liebt Systeme. Leider verbessert er sie ohne Ankündigung.

Die Schere lag vier Jahre in derselben Schublade. Jetzt liegt sie bei Geschenkpapier, weil das „funktional zusammengehört“. Ersatzlampen sind nicht mehr im Abstellraum, sondern neben dem Werkzeug. Die Pflanzenschere befindet sich jetzt draußen in einer wasserdichten Box. Ich erfahre all das immer erst wenn ich etwas suche.

Gestern brauchte ich Klebeband. Er sagte: „Denk nach, wo wäre der logischste Ort?“ Ich antwortete: „In meiner Hand vor fünf Minuten.“ Das fand er unnötig aggressiv.

Seine Ordnung ist nicht zufällig. Sobald er sie erklärt, ergibt sie meißtens Sinn. Aber ich möchte für Alltagsgegenstände keine Rätsel lösen. Beschriftungen lehnt er ab, weil sie angeblich unruhig aussehen.

Wie finden wir ein System, das für seinen Kopf logisch ist, ohne dass ich in der eigenen Wohnung ständig Hinweise sammeln muss?

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u/Ashitaka_99 — 1 day ago

Liebt sie nur mich?

Ich (m17) habe gegen Mitte Juni ein Mädchen (18) online kennengelernt. Wir wohnen ca. 15h mit dem Zug auseinander und ich bin seit Freitag bei ihr. Wir lieben uns, aber dennoch hatte ich immer Angst verarscht zu werden. Vor 2 Tagen hat sich rausgestellt dass diese Angst berechtigt war. Denn sie beichtete mir, dass sie einen Freund hat, also ihm aktiv mit mir gerade fremdgeht. Wir hatten auch schon mehrmals Geschlechtsverkehr und ich war mir sicher, dass diese Angst eigentlich unberechtigt war, da ich IMMER Angst habe. Und jetzt hat sich aber alles als wahr herausgestellt. Na toll. Ihr Freund weiß von mir, aber nicht dass sie genauso für mich empfindet... Irgendwie bin ich aber nicht sauer auf sie sondern einfach nur enttäuscht, weil ich dachte die Liebe meines Lebens gefunden zu haben (klar kann man das nicht mit 17 so schnell behaupten, aber ich hab mich viel zu schnell gebunden). Ich will sie obviously nicht verlieren, aber so kann es ja nicht weiter gehen, ich verstehe nicht warum ich nicht in der Lage bin einfach nach Hause zu fahren, oder sie aus meinem Leben zu "werfen". Auch wenn sie mir das erzählt hat, läuft seit dem alles gleich, außer dass sie mir halt von ihrem Bf erzählt und ich merke dass er jetzt nicht der coolste Typ ist (sehr sehr nett ausgedrückt). Ich weiß nicht wie oder ob ich sie verlassen soll, weil Gefühle werde ich nicht so schnell verlieren. Vorallem weil sie Dinge sagt wie: "Du bist der einzige Junge in meinem Herzen", was ich ihr glaube weil ich ja weiß was ihr bf für ein Typ ist. Auch nach der Beichte hatten wir im übrigen weiterhin GV was ein absoluter scheißmove von mir ist, ich weiß. Was ich aber nicht weiß ist, wie es zwischen ihr und mir weitergehen soll...

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u/UeberlaufendesFass — 1 day ago

Hilfe ich bin am Ebde

Ich (w30) brauche eure Hilfe. Meine Freundinnen kann ich ad hoc nicht erreichen (wohnen beide weit weg). Mein Verlobter (m39) und ich sind seit über 10 Jahren ein Paar. Doch nun, knapp 3 Wochen vor unserer Elopment Hochzeit in Griechenland ist er sich nicht mehr sicher ob er mich heiraten will. Aus dem Grund weil ich seiner Ansicht nach "wegen nichts einen Streit vom Zaun" brechen würden. Ich bin manchmal empfindlich, wenn er mir "humorvolle" Sprüche drückt. Meistens lache ich mit, aber manchmal ist es einfach zu viel. So wie heute. Es eskalierte hoch. "Wozu soll ich denn heiraten wenn ich sowas dann ständig hab". Er will mir Bescheid geben wenn er es weiß ob er mich heiraten möchte. Ich bin am Boden zerstört. Hab bereits mit einer Freundin telefoniert um mich zu beruhigen aber ich bin extremst verletzt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Wie denkt ihr über eure Erfahrungen? Habt ihr für mich einen Rat?

Danke schonmal 💛

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u/Familiar-Tangerine91 — 2 days ago

Partner arbeitslos geworden, in einen Minijob gerutscht, keinerlei Bemühungen das zu ändern und nun fordert er auch noch Geld von mir

Guten Morgen,

ich muss das mal los werden, denn das Verhalten meines Partners stört mich so dermaßen, dass ich im Strahl kotzen könnte! Vielleicht kennt ihr ähnliche Situationen oder habt Ideen, was und wie man das wieder hinbekommt!

Also,

mein Partner (m33) arbeitete 7 Jahre als Lehrer an einem Gymnasium, eigentlich länger wenn man das Referendariat mitzählt. Wurde in dieser Zeit aber nicht verbeamtet, weil er keinen Festvertrag hatte, sondern einen der jährlich verlängert wurde - laut ihm eine Sparmaßnahme der Gemeinde, wenn ich ehrlich bin, dann klingt das im Nachhinein alles sehr seltsam. Der Vertrag wurde nicht für das Schuljahr 2025/26 verlängert, sodass mein Partner seinen Job los war.

Er fand dann einen Minijob außerhalb der Stadt, weil es ihm so unangenehm sei, dass ehemalige Schüler*innen ihn sehen und erkennen könnten. Stattdessen pendelt er lieber täglich eine Stunde hin und zurück. Nicht seine klügste Entscheidung ...

Ich (w30) quäle mich gerade durch meine Promotion, habe weiß Gott andere Sorgen und bin durch meinen Partner auch noch gezwungen mich um ihn und seine beschissenen Entscheidungen zu sorgen. Gut bezahlt ist mein Promotionsplatz leider auch nicht; man kommt über die Runden, aber große Sprünge lassen sich damit nicht machen.

Mein Partner hat uns in eine Situation reinmanövriert, die nun öfters zu Streitigkeiten führt, denn wir sind seit 10 Jahren zusammen, wohnen seit 8 Jahren zusammen und teilen uns die Kosten für alles. Seine 520 Euro decken aber nichts, also zahle ich aktuell fast alles und am Ende bleibt dann auch für mich nicht mehr viel übrig. Das muss man sich mal vorstellen, zwei studierte Leute in einer winzigen 2 Zimmer Wohnung schaffen es nicht ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Echt traurig! Die Miete inkl. NK frisst alleine etwa die Hälfte meiner Bezahlung, ¼ geht für den alltäglichen Bedarf (Lebensmittel, Hygieneartikel, etc.) drauf und das letzte Viertel deckt Fahrtkosten, Kleidung, Geburtstagsgeschenke für Familie und Freunde und sonstiges. Sein mickriges Gehalt geht nahezu komplett für sein Auto drauf ...

Diesen Monat hat er mich jetzt schon zum zweiten mal um Geld gebeten und als ich ihm gesagt habe, dass ich nichts habe, da giftete er mich an und unterstellte mir, dass ich ihm nur keinen Spaß mit seinen Freunden gönnen würde. Er hat drei Freunde alle zwischen 30 und 35, mit denen er gerne zum Pool spielen in eine Sportsbar geht, dabei wird dann auch gegessen und getrunken. Auf meinem Konto sind aktuell ungelogen noch 100 Euro, davon geht Ende des Monats noch Telefon und Internet ab und in den kommenden Tagen müssen wir auch noch mal einkaufen. Und wieder habe ich ihm gesagt, dass er sich einen "vernünftigen" Job suchen soll, muss gar nicht als Lehrer sein, von mir aus soll er eine Umschulung machen oder irgendwo als Quereinsteiger beginnen. Wir können aktuell aber nicht umziehen und es wäre sinnvoll einen Job hier zu suchen und nicht in einem Umkreis von 500km. Will er nicht verstehen, stattdessen jammert er rum, dass ich unflexibel sei.

Ich liebe ihn, er ist ansonsten auch ein ganz süßer Typ, aber er geht mir momentan so auf den Piss, dass ich meine Wut gar nicht mehr in Worte gefasst bekomme ...

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u/Low_Specialist_4683 — 3 days ago

Sollte man sich in einer Beziehung nicht gegenseitig unterstützen?

Ich (F27) habe Murks gemacht und sehe die Schuld da auch komplett bei mir, weil ich nicht auf die Termine geachtet habe, sodass sich nun zwei Ereignisse ganz ungünstig überschneiden. Aber als ich dann meinen Freund (M30) bat, mir aus der Patsche zu helfen, da lachte er nur und meinte, dass ich das selbst ausbaden darf. Fand ich ziemlich mies. Sollte man sich in einer Beziehung nicht gegenseitig unterstützen?

Meine beste Freundin (F28) bat mich auf ihre Katze aufzupassen und es ist auch abgesprochen, dass ich sie für die zwei Wochen zu mir und meinem Freund in die Wohnung hole. Das steht seit rund 3 Monaten fest. Sie fährt vom 23. August bis zum 6. September weg, in dieser Zeit soll ich mich um die Katze kümmern.

Meine Schwester (F29) kam letzte Woche zu mir und meinte, dass sie ziemlich günstig an einen tollen Urlaub für 2 Personen kam, aber ihr Partner (M35) leider arbeiten muss und sie mich gerne mitnehmen würde, wenn ich freibekomme. Wir fliegen in der Nacht zum 6. September los und kommen am 20. September wieder.

Ich habe meinem Freund gesagt, dass ich gerne fahren würde, er war damit einverstanden und ich habe es geschafft mir spontan die 2 Wochen freizunehmen. Alles geklärt, dachte ich, bis mir die Sache mit der Katze einfiel. Ja, ist scheiße gelaufen, habe ich nicht mehr dran gedacht, als ich das alles organisiert habe.

Aber letzten Endes geht es doch nur um einen einzigen Tag! Ich bat meinen Partner nur darum am 6. September für die Katze zu sorgen und Zuhause zu sein, wenn meine Freundin kommt, um sie abzuholen. Das ist eine Katze, wenn man ihr morgens und abends Futter hinstellt, diesen Brunnen zum Trinken auffüllt und ihr Klo sauber macht, dann ist sie eigentlich schon glücklich, ein bisschen Ansprache hier und da, vielleicht mal streicheln und das Tier ist rund um zufrieden. Das ist wirklich keine Raketenwissenschaft! Lehnt er eiskalt ab und das auch noch lachend!

Ich verstehe die Welt nicht mehr, wegen einem einzigen Tag so einen Aufstand zu proben. Und ich bin auch noch so dumm und springe sofort, wenn er ein Problem hat.

PS: Sind seit ca. 4 Jahren zusammen.

Throwaway, zum Ranten/Venten. Sorry.

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u/Electrical_Bite4719 — 3 days ago

Beste Freunde sind nicht mehr da, wie geht man damit um?

TW: Selbstverletzung, Mentale Krankheiten, Drogen

Hey ihr Lieben,

Ich glaube ich möchte mir einfach mal etwas von der Seele reden was ich lange Zeit schon in mir trage.

Ich w26, bin mit meinen zwei besten Freunden, nennen wir sie Lisa und Niklas, groß geworden.

Unsere Häuser in der Kindheit lagen alle in einer Reihe Nebeneinander. Wir haben uns immer nach der Schule getroffen und den ganzen Tag verbracht, bis wir abends von unseren Eltern nach Hause mussten, um zu schlafen. Unsere Eltern mochten und alle, wir konnten zu jederzeit bei den anderen ins Haus kommen ohne zu klingeln und wurden mit offenen Armen empfangen.

Wir haben so viele erste Male zusammen erlebt: Erster Vollrausch, erster Kater, erste Liebe, Füherscheine, Sex, erster Herzschmerz. Alles haben wir zusammen durchgemacht, über alles geredet. Wir waren wirklich die besten Freunde. Immer füreinander da und immer an nächster Stelle.

Mit ca 15, fing es bei Niklas an, dass sein Verhalten schlagartig anders wurde. Er wurde distanzierter, trug andere Klamotten und hat sich teilweise wochenlang nicht gemeldet und war wie vom Erdboden verschluckt. Seine Eltern wusste nicht wo er war und alle haben sich Sorgen gemacht. Er kam immer wieder, hat sich entschuldigt, dann verging wieder ein Zeit voller Treffen und guter Laune und dann war er wieder verschwunden.

Das ganze ging Jahre. Irgendwann stellte sich heraus, dass die neuen Klamotten dafür da waren, seine Narben zu verstecken, da er sich selbstervletzt hat.

Und ein paar Jahre später kam dann die Diagnose: Bipolare Störung mit schwerer Depression.

Die Zeiträume in denen er sich nicht meldete wurden länger und er kam immer weniger auf uns zu. Bis er eines Tages einfach verschwunden war..

Für immer.

Bis heute.

Unsere Eltern haben noch Kontakt und es geht im wohl viel besser. Er hat es geschafft eine Ausbildung abzuschließen, ist mit einem lieben Mann zusammen mit dem er ein Haus renoviert und scheint ein glückliches Leben zu führen.

All das freut mich natürlich für ihn, dass Wichtigste war für mich immer, dass es ihm irgendwann wieder gut geht, aber für mich ist es so, als ob er gestorben wäre.

Er ist halt nicht mehr in meinem Leben und ich vermisse ihn so so sehr das es immer noch, nach fast 7 Jahren, in meiner Brust weh tut, wenn ich an ihn denke.

Wir haben versucht ihn zu kontaktieren, ihn angeschrieben, angerufen, sogar Briefe und Pakete geschickt, aber nichts hat geholfen.

Lisa und ich sind bis heute noch "befreundet" und haben versucht das gemeinsam durchzustehen. Aber auch bei ihr wurde eine Depression und eine Bipolare Störung festgestellt. Irgendwann fühlte es sich so an, als würde sich mich nur noch anrufen oder sich bei mir melden, wenn sie irgendwas braucht. Ich weiß, sie meint es nicht so, aber so fühlt es sich halt an.

Alles ist ihr im Leben zu viel. Sie fängt eine Ausbildung nach der anderen an und bricht diese schnell wieder ab aufgrund ihrer Depression. Auch wenn ich dies zwar verstehe, geht es in meinem Leben weiter und ich habe das Gefühl, dass sie an einem Punkt stehen geblieben ist. Ich hatte auch mit Zwangsstörungen zu tun, bin aber zur Therapie gegangen 1x die Woche für ein Jahr und habe dagegen angekämpft, auch wenn das echt schwer war.

Lisa geht es immer schlecht, immer ist irgendwas und ich merke selber, dass ich dort immer mehr Abstand von brauche, da es mich selber nur noch fertig macht. Ich habe ihr oft Hilfe angeboten, ihr Therapeuten raus gesucht etc. aber immer sind es verschieden Gründe, warum sie nicht das macht, was andere ihr raten. Aber es ist ihre Entscheidung und das muss ich akzeptieren. Ich möchte hier auch Depression keinesfalls klein reden. Bloß ist es anstrengend immer die gleichen Gründe zu hören, warum sie nicht zum Therapeuten geht, warum sie die Ausbildung wieder abgebrochen hat, warum sie wieder eine Stunde vor Verabredung absagt etc.

Naja, nun habe ich beide gefühlt verloren. Beide sind nicht mehr wirklich In meinem Leben. Lisa sehe ich zwar manchmal, aber es ist ganz anders als früher. Distanziert, unnahbar und einfach nicht mehr das, was es mal war.

Ich merke wie ich bei neuen Freunden Distanz aufbaue, niemanden zu nah an mich ran lasse. Ich habe Sorge, dass ich aus Angst, wieder jemanden zu verlieren, keine engen Freundschaften mehr aufbauen kann.

Hat hier jemand etwas ähnliches erlebt? Vielleicht auch Tipps, wie man damit besser umgehen kann?

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u/Nayure3ne — 1 day ago

Trennung: Wie fair muss ich die finanziellen Folgen für meine Ex ausgleichen?

Meine Frau und ich trennen uns nach etwa 11 Jahren Beziehung/Ehe. Wir haben zwei kleine Kinder.

Die Trennung ging von ihr aus. Außerdem habe ich im Zuge der Trennung erfahren, dass sie mich betrogen hat und es einen anderen Mann gab bzw. mutmaßlich auch weiterhin gibt. Ich möchte das nicht zum Hauptthema dieses Posts machen, erwähne es aber, weil es für die Vorgeschichte und meine Sicht auf die aktuelle Situation relevant ist.

Trotzdem versuche ich, die Trennung möglichst vernünftig abzuwickeln. Gerade wegen unserer Kinder möchte ich, dass unser Verhältnis langfristig zumindest funktional und respektvoll bleibt.

Ein großer Streitpunkt ist momentan der gemeinsame Hausrat.

Wir wohnen in einer Wohnung, die meinen Eltern gehört. Deshalb ist klar, dass ich dort bleiben werde und meine Ex ausziehen muss. Sie argumentiert, dass sie dadurch bei der Trennung finanziell deutlich stärker belastet wird: Sie muss eine neue Wohnung finden, Kaution und Umzug bezahlen, einen neuen Haushalt aufbauen und viele Dinge neu anschaffen, die wir bisher gemeinsam hatten. Ich habe diese Kosten in dieser Form nicht.

Beim Hausrat hatten wir zunächst besprochen, wer welche Möbel und Gegenstände mitnimmt. Ich habe daraufhin eine Excel-Liste erstellt und für die gemeinsamen Gegenstände den heutigen Neupreis recherchiert und daraus einen Zeitwert berechnet.

Nach meiner Berechnung liegt der Zeitwert des gemeinsam angeschafften Hausrats bei etwa 7.800 €. Bei der bisher besprochenen Aufteilung würde ihr daraus ein Ausgleich von etwa 3.600 € zustehen.

Sie hatte dagegen ursprünglich einen Gesamtwert des Hausrats von etwa 20.000 € angesetzt und daraus einen Ausgleich von 10.000 € gefordert.

Ich habe ihr meine Berechnung transparent vorgelegt und ausdrücklich angeboten, einzelne Positionen gemeinsam durchzugehen. Wenn sie beispielsweise einen anderen heutigen Neupreis oder eine andere Wertminderung für angemessen hält, bin ich bereit, darüber zu sprechen.

Darauf wollte sie sich bisher allerdings nicht einlassen. Sie hält die 3.600 € für völlig unangemessen und argumentiert inzwischen vor allem mit den unterschiedlichen finanziellen Folgen der Trennung.

Ihr Argument ist sinngemäß:

>Du kannst in der Wohnung meiner Eltern bleiben und hast dadurch sehr viel geringere Kosten. Ich muss ausziehen, einen neuen Haushalt aufbauen, einen Umzug bezahlen und viele Dinge neu kaufen. Du kommst deshalb finanziell sehr günstig aus der Trennung, während ich die Kosten tragen muss. Das ist ungerecht und Du musst das ausgleichen.

Ich kann diesen Punkt durchaus nachvollziehen. Ich sehe, dass ihre tatsächliche finanzielle Belastung durch den Auszug wahrscheinlich deutlich höher ist als meine. Und ich bin deshalb auch bereit, über den reinen Zeitwert des Hausrats hinauszugehen.

Was mir schwerfällt, ist aber die Schlussfolgerung, dass ich deshalb einen Betrag von 10.000 € zahlen sollte.

Mein aktueller Gedanke wäre, den errechneten Betrag von 3.600 € großzügig auf 4.000 € aufzurunden und zusätzlich 1.000 € freiwillig zu zahlen. Insgesamt also 5.000 €. Außerdem wäre ich bereit, bestimmte Verpflichtungen im Zusammenhang mit ihrem Auszug, beispielsweise Schönheitsreparaturen, zu übernehmen.

Damit würde ich also ausdrücklich anerkennen, dass die Situation für sie finanziell ungünstiger ist, ohne ihre gesamten zusätzlichen Trennungskosten zu übernehmen.

Mein Problem ist dabei auch: Sie hat die Trennung initiiert. Ich frage mich deshalb, ob es wirklich meine Aufgabe ist, einen erheblichen Teil der finanziellen Folgen ihrer Entscheidung zu übernehmen. Gleichzeitig frage ich mich, ob das zu kurz gedacht ist: Schließlich kann sie ja nichts dafür, dass die Wohnung meinen Eltern gehört und sie deshalb faktisch diejenige ist, die ausziehen muss. Die wirtschaftliche Ungleichheit entsteht also nicht ausschließlich durch ihre Entscheidung.

Meine Fragen an Euch wären deshalb:

  1. Ist es grundsätzlich fair, die finanziellen Folgen des Auszugs bei der Hausratsregelung teilweise zu berücksichtigen, obwohl sie die Trennung initiiert hat?
  2. Sind 5.000 € bei einem von mir errechneten Hausratswert von ca. 7.800 € ein angemessener Kompromiss – oder übersehe ich etwas Wesentliches?
  3. Wie würdet Ihr mit dem Argument umgehen: „Du hast durch die Wohnung einen großen finanziellen Vorteil, deshalb musst Du mich an meinen Trennungskosten beteiligen“?

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, meine Ex möglichst billig abzufinden. Ich möchte vielmehr eine Lösung finden, die ihre tatsächliche Belastung anerkennt, ohne dass ich letztlich einen Betrag zahlen soll, dessen Höhe ich nicht nachvollziehen kann.

Und ich würde tatsächlich gerne auch hören, wenn Ihr findet, dass ich an irgendeiner Stelle unfair oder zu sehr auf meiner eigenen Perspektive beharre.

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u/ProfessorCold851 — 2 days ago