Wie macht ihr Sicherheitsunterweisungen bei neuen Mitarbeitern?
Mich würde echt interessieren, wie ihr das bei euch löst.
Gerade in der Logistik finde ich eine allgemeine Einschulung für alle irgendwie schwierig. Ein Lagermitarbeiter hat einfach andere Themen als jemand am Yard, der Fahrzeuge und Fahrer am Gelände organisiert, und ein Fahrer wieder andere.
Wir haben das deshalb bei einem Distributionsbetrieb wirklich nach Arbeitsplatz getrennt. Also eigene Einschulungen für Lager, Yard und Fahrer.
Macht ihr das ähnlich oder habt ihr eine gemeinsame Unterweisung für alle und ergänzt dann nur die jeweiligen Besonderheiten?
Bei uns sind die Einschulungen relativ kurz gehalten. Es geht wirklich um die Gefahren, die an dem Arbeitsplatz relevant sind, die Meldewege und darum, was im Notfall bzw. bei Erster Hilfe zu tun ist.
Danach gibt es je nach Gefährdungslage 10–20 offene Fragen. Bei uns müssen mindestens 70 % richtig sein. Das ist keine gesetzliche Grenze, sondern einfach unsere interne Vorgabe.
Die offenen Fragen sind auch so gestellt, dass ein paar Stichwörter als Antwort reichen. Mir geht’s nicht darum, ob jemand einen schönen Aufsatz schreiben kann, sondern ob er verstanden hat, wo die Gefahr liegt und was er im Ernstfall tun muss.
Gerade wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist, finde ich das viel sinnvoller als irgendwelche kompliziert formulierten Prüfungsfragen.
Was bei uns auch immer wichtiger geworden ist, sind die Sprachen. Die Unterlagen gibt es je nach Betrieb neben Deutsch und Englisch zum Beispiel auch auf Ungarisch, Serbisch, Türkisch und inzwischen auch Rumänisch und Ukrainisch.
Wie macht ihr das bei Mitarbeitern, die nicht gut genug Deutsch sprechen? Übersetzt ihr die Unterlagen auch oder löst ihr das anders?
Die umfangreicheren und periodischen ASchG-Schulungen laufen bei uns dann sowieso getrennt davon.
Mich würde vor allem interessieren, wie ihr den Einstieg organisiert, ohne dass daraus gleich eine zweistündige Schulung wird, aber trotzdem die wichtigen Dinge wirklich hängen bleiben.