Alleinverdiener als Coast-FIRE Modell?
Servus,
meine Frau und ich (Mitte/Ende 30) überlegen gerade unser Leben ziemlich umzukrempeln: sie ist die Hauptverdienerin und hat in den letzten Jahren immer bedeutend mehr als ich verdient.
Wenn wir nun Kinder kriegen wollen (wird langsam knapp), wird sie ihren Job vermutlich zeitnah aufgeben müssen. Ob sie dann etwas anderes, Familienkompatibles findet, ist erstmal fraglich, wir gehen davon aus, dass sie erstmal 3-5 Jahre raus ist und dann vermutlich nur wenig wird beisteuern können (Familie = Umzug in wirtschaftlich schwächere Region mit wenig Jobmöglichkeiten für sie).
Ich verdiene aktuell etwas über 100k, wir haben bis Ende des Jahres hoffentlich ein Polster von knapp 600k zusammengespart (das meiste in ETFs + Gold).
Ist der Plan in der jetzigen Situation in Deutschland wirtschaftlicher Selbstmord? Reicht unser Polster für die Rente und so Dinge wie Überbrückung plötzlicher Arbeitslosigkeit meinerseits, ggfls. in 10 Jahren Beginn winziger Entsparphase = kleiner Zuschuss zum Familieneinkommen?
Ich weiß, dass ich mir das alles ausrechnen kann, darum geht es nicht. Aber die aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklung (Rente mit 70, keine KK für Ehegatten) beunruhigt uns sehr und es gibt so viele Variablen, dass ich gerne wüsste, was andere Leute aus ihrer Erfahrung und ihrem Risk Appetite heraus zu den Überlegungen sagen würden.
Übersehe ich irgendwelche relevanten Reformen wie extra Kindersteuer ab 100k Einkommen o.ä.(Polemik)?