r/fireGermany

33M bAV mit 100 % Arbeitgeber-Match, aber das Geld ist bis 62 gebunden

Ich bin 33 und möchte mir zumindest die Möglichkeit offenhalten, vor 60 finanziell unabhängig zu werden. Mein Arbeitgeber bietet eine bAV an, bei der er meinen Beitrag vollständig matched. Ich zahle 161 Euro aus dem Brutto ein, der Arbeitgeber legt weitere 161 Euro dazu und meine tatsächliche Nettobelastung liegt bei ungefähr 99,61 Euro pro Monat.

Rein auf die Einzahlung bezogen klingt das extrem attraktiv. Der Vertrag hat allerdings Effektivkosten von 2,05 Prozentpunkten, mehr als 3.200 Euro Abschluss- und Vertriebskosten und laufende Verwaltungskosten. Zusätzlich gibt es eine 80-prozentige Garantie, weshalb das Geld nicht dauerhaft vollständig im enthaltenen MSCI-World-ETF angelegt wird.

Ich habe die bAV mit einem All-World-ETF verglichen, in den ich stattdessen meine Nettobelastung von 99,61 Euro einzahlen würde. Alle Zahlen sind mit zwei Prozent Inflation auf heutige Kaufkraft heruntergerechnet. Nach zehn Jahren hätte der ETF nach geschätzter Steuer ungefähr 13.200 Euro, nach zwanzig Jahren 30.200 Euro und nach dreißig Jahren 54.000 Euro.

Die bAV kommt nach angenommenen späteren Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen auf einen rechnerischen Netto-Gegenwert von ungefähr 22.300 Euro nach zehn Jahren, 43.400 Euro nach zwanzig Jahren und 67.500 Euro nach dreißig Jahren. Der Match gleicht die hohen Kosten in dieser Rechnung also mehr als aus.

Das Problem ist, dass mir die bAV für einen möglichen Ruhestand vor 62 nicht hilft. Mit 53 könnte ich zwar rechnerisch mehr Vermögen in der bAV als im ETF haben, aber nur das ETF-Vermögen könnte meine Lebenshaltungskosten finanzieren. Deshalb bin ich unsicher, ob ich die bAV in einer FIRE-Rechnung überhaupt als Vermögen zählen sollte oder eher als späteren Sicherheitsbaustein, der erst ab 62 relevant wird.

Mein aktueller Ansatz wäre, nur so viel in die bAV einzuzahlen, dass ich den vollständigen Arbeitgeber-Match bekomme. Das restliche Sparvolumen würde in einen liquiden All-World-ETF fließen, der im Fall eines frühen Ruhestands als Brücke bis zur bAV und gesetzlichen Rente dienen könnte.

Wie behandelt ihr eine solche bAV in eurer FIRE-Planung? Mich interessiert vor allem, ob ihr sie bis zum Auszahlungsalter komplett ignoriert oder bereits vorher mit einem deutlichen Abschlag in euer Nettovermögen einrechnet.

reddit.com
u/zimmer550king — 18 hours ago
▲ 0 r/fireGermany+2 crossposts

Inwiefern kalkuliert ihr euer voraussichtliches Erbe in eure Finanzplanung mit ein?

Mich würde interessieren, wie ihr mit eurem voraussichtlich Erbe bei eurer langfristigen Finanzplanung umgeht.

Damit meine ich nicht nur das direkte Erbe von den Eltern, sondern z. B. auch solche Konstellationen:

Die Großeltern vererben Vermögen oder Immobilien an die Eltern, und die Eltern geben das an ihre Kinder weiter – etwa zur Tilgung eines Eigenheims. Oder man erbt selbst erst im höheren Alter von den Eltern und kann damit beispielsweise die eigene Altersvorsorge bzw. Rente deutlich aufbessern.

Bei mir persönlich besitzen beide Großeltern jeweils ein Eigenheim & Rücklagen und haben jeweils drei bis vier Kinder. Auch meine Eltern besitzen ein Eigenheim & Rücklagen und haben zwei Kinder. Wenn man das alles langfristig betrachtet, könnte mein späteres Erbe also durchaus eine relevante Größenordnung erreichen.

Gleichzeitig frage ich mich, wie sinnvoll es überhaupt ist, so etwas heute schon in die eigene Finanzplanung einzubeziehen. Plant ihr grundsätzlich so, als würdet ihr gar nichts erben, und seht alles, was später kommt, nur als Bonus? Oder berücksichtigt ihr ein relativ wahrscheinliches Erbe beispielsweise bei Sparrate, Immobilienfinanzierung oder Altersvorsorge? Noch mit ende 20 entspannt studieren?

Vielleicht noch als Kontext: Ich bin Einwandererkind in zweiter Generation einer einfachen Arbeiterfamilie. Für meine Familie ist das Thema Erben tatsächlich etwas komplett Neues, da meine Familie aus einem Land kommt, in dem es für sie kaum möglich war, über Generationen Vermögen aufzubauen. Deshalb fehlt mir bei dem Thema ein bisschen die familiäre Erfahrung.

Wie handhabt ihr das?

reddit.com
▲ 4 r/fireGermany+8 crossposts

Duales Studium 2027 bei Porsche/Mercedes: Steuerberater-Kanzlei vs. Konzernkarriere

Hi zusammen,
ich plane aktuell mein duales Studium für Oktober 2027 und stehe vor einer Entscheidung, bei der ich mich komplett im Kreis drehe. Mein langfristiges Ziel ist eigentlich klar: Ich will maximalen finanziellen Erfolg und Karriere machen. Ich schwanke aber extrem zwischen der Schiene Corporate-Karriere im Konzern und der späteren Selbstständigkeit mit einer eigenen Kanzlei, da mich beides auf seine eigene Art extrem reizt.
Der erste Weg wäre, direkt Prüfungs- und Steuerwesen oder Wirtschaftsrecht zu studieren, danach das StB-Examen durchzuziehen und relativ zügig eine eigene Kanzlei zu gründen oder zu übernehmen. Der Markt dafür ist ja dank der Rentnerwelle im Berufsstand genial. Mein Bedenken ist nur: Wenn ich nach ein paar Jahren merke, dass die Selbstständigkeit doch nichts für mich ist, bin ich im Konzernmanagement vielleicht zu sehr in der Nische gefangen.
Der zweite Weg wäre der Allrounder über Accounting & Controlling. Damit hätte ich im Konzern die perfekten Aufstiegschancen, die 35-Stunden-Woche der IG Metall und von Tag eins an ein Spitzengehalt mit dicken Boni. Das Problem, das ich hier im Vergleich zur Kanzlei sehe, ist das finanzielle Limit nach oben hin. Im Konzern verdient man als Angestellter ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr wirklich mehr, während man sich mit einer eigenen, gut laufenden Kanzlei am Ende eine goldene Nase verdienen kann und gehaltstechnisch in einer ganz anderen Liga spielt.
Und dann gäbe es noch den Hybrid-Weg, über den ich nachdenke: Erst Accounting & Controlling bei Porsche studieren, die hohe Kohle und Sicherheit in den Zwanzigern mitnehmen, sich das ultra teure Steuerberater- oder WP-Examen vom Konzern finanzieren lassen und erst danach mit dem Porsche-Stempel im Lebenslauf den Absprung in die eigene Kanzlei wagen. Aber hier frage ich mich ernsthaft, ob das in der Praxis überhaupt realistisch ist. Fehlt einem mit einem Controlling-Studium nicht das harte Steuerrecht-Wissen für das Examen? Und vor allem: Ist es in der Praxis im Konzern überhaupt üblich, dass man einfach so in die Wirtschaftsprüfung reinschnuppern darf, um die gesetzlichen Pflichtzeiten für die Zulassung zur Prüfung vollzukriegen? Normalerweise geht man dafür ja zu den Big Four, weshalb ich nicht weiß, ob Großkonzerne einem da steine in den Weg legen oder ob das ein gangbarer Weg ist.
Mich würde mal eure ehrliche Meinung interessieren, vor allem von denjenigen, die vielleicht im Konzern oder in einer eigenen WP/StB-Kanzlei sitzen. Da ich mir beide Richtungen – also sowohl den Aufstieg im Großkonzern als auch das Leben als eigener Kanzlei-Chef – super für mich vorstellen kann, fällt mir die Entscheidung echt schwer. Was haltet ihr strategisch für den klügsten Weg, um das Maximum aus der Karriere rauszuholen? Danke euch!

reddit.com
u/Complete-Patient7750 — 3 days ago

21M, 50k Depot, welchen Extremjob für schnelles Fire ohne besondere Qualifikation?

Hallo,

ich würde gerne mal eure Ideen hören, was ihr in meiner Situation machen würdet, wenn das Ziel nicht eine langfristige Karriere, sondern ganz bewusst wäre, für wenige Jahre möglichst viel Geld anzusparen. Aktuell ca. 1700-2300€ Sparrate bei ca. 700-800€ Ausgaben.

Ziel ist mit 300-400k von <1000€/Monat langfristig zu Leben. (Ja ist gut möglich in Deutschland auch wenn einige das anders sehen werden.)

Kurz zu mir:

- Ausbildung in einer Mindestlohnbranche ohne Aufstiegschancen und werde keine weitere machen.

- zusätzlich etwas Erfahrung in der Sicherheitsbranche

- ansonsten keine besondere berufliche Qualifikation

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, welchen Beruf ich langfristig machen sollte oder welche Weiterbildung mir irgendwann 300€ mehr bringt, da ich nur noch plane, wenige Jahre hart zu arbeiten um endlich in Freiheit leben zu können.

Interessant wären für mich deshalb Jobs, bei denen man ohne Studium/ besondere Ausbildung bzw. mit wenig Erfahrung relativ schnell oder sofort auf ein maximal hohes Einkommen kommt.

Gerne auch Sachen wie:

Schichtarbeit

Nacht-/Wochenendarbeit

12+h-Schichten

psychisch/physisch belastende Jobs

ggf. Ausland aber Deutschland bzw. ein deutscher AG wäre mir lieber

viele Überstunden (aktuell gehe ich eh Richtung 60h)

harte oder unangenehme Jobs, die andere nicht lange machen wollen

Was wären eure konkreten Vorschläge?

Bin gespannt auf eure Ideen, gerne auch ungewöhnliche Sachen, auf die man als normaler Mensch nicht unbedingt kommt.

reddit.com
u/RazzmatazzOk7875 — 7 days ago

Der FIRE-Weg lohnt sich auch dann, wenn man abbricht

Als das erste Einkommen nach dem Studium kam, wurde FIRE schnell zum Ziel. Die Ausgaben wurden auf studentischem Niveau gehalten, die Sparrate wuchs mit jeder Gehaltserhöhung, alles ging in breite ETFs. Ziel war FIRE mit 50, und es war mathematisch auch sehr realistisch.

Tja, das Leben verlief etwas anders. Partnerin gefunden, dezente Lifestyle-Inflation, Vater geworden, jetzt gerade Alleinverdiener, Umzug nach München für Familiennähe, ein Garten wäre mit Kind schon super.

Plötzlich kommt die Erkenntnis, dass ich Geld und Konsum (wie eine Wohnung in Wunsch-Wohnlage mit Garten und das Kind nicht schon nach einem Jahr in Betreuung zu geben) heute super gebrauchen kann. Das ist mir viel wichtiger, als mit 50 nicht mehr zu arbeiten.

Und jetzt, wo die Sparrate nahe 0 ist, ist es extrem wertvoll, aus früheren Zeiten das gefüllte (niedrig 6-stellige) Depot zu haben. Es wird niemals für FIRE reichen, aber es gibt eine tolle Sicherheit auch bei hohen laufenden Ausgaben. Die Freunde, die in den Zwanzigern weniger gespart haben, können solche Wege jetzt nicht gehen.

Der Post ist als Appell gemeint: Wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob FIRE wirklich ein lohnenswertes Ziel ist, fang dennoch erstmal an.

reddit.com
u/KsLiquid — 7 days ago

Fire mit Immobilien. Hat jemand Erfahrungen?

Kurz zu mir: M29 verheiratet mit F27. Gemeinsam netto ca. 7000€ als AN + geringer mietüberschuss (aktuell netto etwa 250€) Aktuell 2 ETW (eine vermietet eine selbst bewohnt beide in A Standorten).

Meine Frau arbeitet aktuell 80% und wird künftig sobald ein Kind da ist kaum bis gar nicht mehr arbeiten (wollen auf alle Fälle mehr als 1 Kind). Das wird allerdings wenig an den Gesamteinnahmen ändern, da meine gehaltsprogression planbar in den nächsten 2-3 mehr ist als ihr aktuelles Vollzeitgehalt.

Wir investieren aktuell zusätzlich zu den beiden Wohnungen in ETFs. Aktuell kommen wir auf ca. 35-40k p.a. Ohne uns dafür stark einschränken zu müssen. Wir haben allerdings auch nur ein kleines Auto und keine teueren Hobby etc.

Wir planen weitere Immobilien zu erwerben um so ein zusätzliches Standbein zu haben. Perspektivisch soll sich meine Frau dann um Vermietung etc. kümmern, da sie natürlich deutlich flexibeler ist als ich. Aktuell haben wir konservativ einen vermögensüberschuss von etwa 150TEUR wenn man die Bankverkehrswerte der Immobilien um die Restschuld bereinigt. Davon etwa 50k liquides Vermögen.

Mich würde interessieren ob jemand hier FIRE mit Immobilien als (Kern-) Bestandteil erreicht hat. Falls ja was sind eure Erfahrungen / fallstricke.

reddit.com
u/ZealousidealKey5477 — 7 days ago

25 Jahre, 90.000 € im ETF reicht das theoretisch schon für die Altersvorsorge mit 67?

Hallo zusammen,

ich bin 26!! (Titel steht 25, typo) Jahre alt und habe aktuell rund 90.000 € in einem breit gestreuten ETF investiert. Davon sind ca. 32.000 € Kursgewinn, meine eigenen Einzahlungen liegen also bei ungefähr 58.000 €. Investiert bin ich seit 2019

Ich frage mich mittlerweile, ob ich für die reine Altersvorsorge überhaupt noch aggressiv weiter investieren muss oder ob ich theoretisch einen Punkt erreicht habe, an dem ich das vorhandene Depot einfach bis zur Rente laufen lassen könnte.

Bis 67 sind es noch rund 42 Jahre. Wenn ich ab jetzt keinen weiteren Euro einzahlen würde, ergeben sich bei unterschiedlichen langfristigen Renditen ungefähr:

• 4 % p.a. → 468.000 € • 5 % p.a. → 700.000 € • 6 % p.a. → 1,04 Mio. € • 7 % p.a. → 1,55 Mio. €

Mir ist bewusst, dass das nominale Werte sind und Inflation einen erheblichen Unterschied macht. Bei beispielsweise 3 bis 5 % Realrendite wären es in heutiger Kaufkraft grob 312.000 bis 700.000 €.

Würdet ihr trotzdem weiter konsequent investieren? Wenn ja, warum und in welcher Größenordnung?

Fire dann mit welchem Alter realistisch?

Danke für den Input 🫶🙏

reddit.com
u/LastPanda4968 — 9 days ago

M38, 900k Portfolio, 200k Abfindung - annehmen oder nicht?

Hallo Fire Community,

ich stehe gerade an einem Punkt wo ich gerne eure Meinungen und Inputs hoeren moechte. Kurz zu mir:

  • M38, in einer Beziehung, kinderlos, wohnhaft in Sueddeutschland
  • Master in technischem Studiengang
  • &gt;10 Jahre angestellt bei deutschem Automobilhersteller, Spezialist im operativen Umfeld, keine Personalverantwortung, Gehalt aktuell >100k brutto
  • 5 Jahre als Expat in Asien gearbeitet
  • Monatliches Einkommen: ca. 5k netto zzgl. ca. 800 EUR Dividenden
  • Monatliche Ausgaben: ca. 2,5-3k EUR (Ueberschuss wird investiert)
  • Portfolio: ca. 900k EUR (55% ETFs, 25% Aktien, 18% Crypto, 2% Cash/TG)
  • Keine Immos
  • Abfindungsangebot: 200k brutto

Ich komme aus einem Nicht-Akademiker Haushalt, war schon immer recht sparsam und ging früh arbeiten (in den Schulferien bzw. parallel zum Studium). Seit meinem Jobeinstieg habe ich monatlich einen festen Betrag zur Seite gelegt, initial nur zum Sparen und ab 2018 dann gezielt in ETFs, Aktien und Crypto investiert.

2020 bot sich mir die Gelegenheit fuer der Firma als Expat (d.h. mit deutschem Arbeitsvertrag) für ein paar Jahre nach Asien zu gehen. Aufgrund hoher Zulagen bei gleichzeitig deutlich geringeren Lebenshaltungskosten konnte ich in der Zeit monatlich ca. 6-7k EUR investieren. Mittlerweile steht mein Depot bei ca. 900k EUR. Angefangen habe ich bei 0.

Mittlerweile bin ich wieder zurueck in Deutschland. Die hiessige Autoindustrie steht vor massiven Herausforderungen und auch mein Arbeitgeber will Kosten senken und Personal abbauen. Daher wurde mir vor kurzem ein Abfindung von ca. 200k EUR brutto angeboten. Damit wurde mein Vermoegen auf ca. 1 Mio EUR steigen. Nun frage ich mich: Was soll ich machen?

Mein Job macht mir inhaltlich Spaß und die Work-/Life-Balance ist gut, allerdings ist die Stimmung mies sowie Zukunftsaussichten und Entwicklungsmoeglichkeiten in der Branche nicht gut. Ich bin mir nicht sicher ob ich auf absehbare Zeit anderweitig eine vergleichbare Stelle bekomme. Auf Basis meiner Zahlen waere FIRE theoretisch schon moeglich (4% Entnahme decken meine jaehrlichen Ausgaben ). Bin mir aber aktuell nicht sicher, ob mich das langfristig erfuellt. Bin jemand, der gerne etwas tut/arbeitet/unternimmt. Einfach nur entspannen ist nicht so meins. Habe viele Hobbys und auch ein gutes soziales Umfeld. Denkbar waere die Abfindung anzunehmen, erstmal ein Sabbatical zu machen um meine Gedanken/Ziele zu ordnen und dann wenn mir doch langweilig werden sollte wieder einen Job in Vollzeit bzw. Teilzeit (Barista FIRE) zu suchen. Alternativ koennte ich fuer ein paar weitere Jahre erstmal im Job bleiben und dort ggf. etwas reduzieren (Teilzeit). Meine Partnerin ist noch nicht so ganz ueberzeugt vom FIRE Gedanken und moechte selbst noch ein paar Jahre arbeiten. Das macht es nicht einfacher.

Was wuerdet ihr tun?

reddit.com
u/NoRecipe3696 — 12 days ago

Paar 51/52, 1,3 Mio. € Einmalzahlung netto, Wegzug nach Australien – wie diversifiziert anlegen?

Wegwerf-Account aus Datenschutzgründen. Mein Partner und ich sind ein Paar und leben in Deutschland. Wir sind beide Doppelstaatsbürger (australisch/deutsch) und aktuell in Deutschland steuerpflichtig. Wir sind 51 und 52, arbeiten beide noch mit soliden Gehältern und planen, in den nächsten ~5 Jahren nach Australien zurückzugehen, bevor wir in Rente gehen.

Durch ein einmaliges Ereignis (Auszahlung einer Unternehmensbeteiligung) bekommen wir demnächst eine Summe von rund 1,3 Mio. €, nach Steuern.

Unsere grobe Ausgangslage:

  • 51 & 52 Jahre, Wunsch-Renteneintritt mit etwa 57–58.
  • Beide noch gut verdienend; voraussichtlich in ein paar Jahren Wechsel in Teilzeit/Beratung.
  • Haus in Deutschland ~700k € wert, Restschuld ~165k € zu 0,7 % fest (ja, wirklich), ~2,2k €/Monat.
  • (Halbwegs) liquides Vermögen: ~250k € Cash, das auf einem deutschen Konto quasi nichts tut, überschaubare australische Altersvorsorge („Super", ~175k € zusammen) und kleine Aktien-/ETF-Bestände in beiden Ländern.
  • Die gesetzlichen Renten werden gering ausfallen (jeweils ein paar hundert € im Monat).

Ziele:

  • Die nächsten ~6–7 Jahre weiter Vermögen aufbauen, dann in Rente.
  • Über Australien und Deutschland/Europa streuen, damit wir nicht zu stark von einem Markt oder einer Währung abhängig sind.

Klare Präferenz:

  • Sofern uns niemand vom Gegenteil überzeugt, wollen wir den Großteil wohl nicht in eine klassische private Rentenversicherung mit monatlicher Auszahlung stecken. Das „man stirbt früh und die Versicherung behält den Rest" gefällt uns nicht. Das Kapital soll liquide und vererbbar bleiben, falls eine/r von uns früh stirbt.

Worüber wir uns Ideen erhoffen:

  1. Wo legt ihr in Deutschland tatsächlich an? Konkrete Broker, Plattformen oder Apps, die ihr empfehlt und welche ihr eher meiden würdet?
  2. Selbst machen oder machen lassen? Verwaltet ihr euer Depot selbst über eine App / einen Neobroker, oder nutzt ihr einen Vermögensverwalter/Honorarberater? Falls ihr jemanden nutzt - würdet ihr die Person weiterempfehlen?
  3. Welche Fonds oder ETFs würdet ihr empfehlen?
  4. So eine Summe auf beide Länder aufteilen - wie würdet ihr grob aufteilen, und alles auf einmal investieren oder über einen längeren Zeitraum gestaffelt (Sparplan/Tranchen)?
  5. Irgendetwas Steuerliches, das uns auf die Füße fallen könnte, wenn man in einem Land anlegt und dann ins andere zieht?
  6. Und: Kennt jemand einen guten Steuerberater (idealerweise mit Erfahrung bei Deutschland–Australien bzw. Wegzug), der aktuell noch neue Mandanten annimmt?

Wir wären super dankbar für Tipps von allen, die schon mal eine größere Summe angelegt oder einen grenzüberschreitenden Umzug hinter sich haben - oder einfach für einen Erfahrungsaustausch zur Lage hier in Deutschland. Vielen Dank!

reddit.com
u/Extension-Energy-236 — 10 days ago

Erfahrungen bei Auswanderung (Nicht-EU / Vietnam): Wie habt ihr das mit eurem Depot/Broker geregelt?

Hallo zusammen,

Ich habe mehrfach gelesen, dass Banken wie die ING-DiBa das Depot kündigen oder zumindest sehr beschränken, sobald man den steuerlichen Wohnsitz außerhalb der EU/EWR meldet. Daher würde mich brennend interessieren, wie diejenigen unter euch vorgegangen sind, die diesen Schritt bereits gewagt haben:

  • ING einfach uninformiert lassen? Habt ihr die Adressänderung schlichtweg nicht mitgeteilt (z. B. indem eine Meldeadresse bei Familie/Freunden in Deutschland genutzt wird)? Gab es dabei schon mal Probleme bezüglich Steuerdatenabgleich oder Postzustellung?
  • Transparenter Wechsel zu einem anderen Broker? Gibt es Broker, die einen Wohnsitz in Nicht-EU-Ländern (speziell Südostasien / Vietnam) offiziell und problemlos tolerieren? (Erfahrungen zu Interactive Brokers, Trade Republic, Scalable etc. wären extrem hilfreich).
  • Übertrag vor Abreise? Hat jemand sein Depot vor der Abmeldung aus Deutschland komplett zu einem internationalen Broker übertragen?

Ich freue mich über eure Berichte, Tipps oder Best Practices, wie ihr das steuerlich und organisatorisch am saubersten gelöst habt.

Danke euch und viele Grüße!

reddit.com
u/No_Fudge6123 — 14 days ago

Anfang 20, 40k in ETFs + 20k Tagesgeld – Cashquote reduzieren?

Hallo zusammen,
ich bin Anfang 20 und beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema Vermögensaufbau und FIRE.
Aktuell sieht mein Depot ungefähr so aus:
ca. 40.000 € in ETFs (MSCI World, Europa und Emerging Markets)
ca. 20.000 € auf dem Trade Republic Tagesgeldkonto
Die 20.000 € habe ich mir damals aufgebaut, als die Tagesgeldzinsen noch attraktiver waren. Damals hat sich das für mich gut angefühlt, weil ich gleichzeitig investiert war und trotzdem einen größeren sicheren Puffer hatte.
Mittlerweile sind die Zinsen aber deutlich gesunken und ich frage mich, ob diese hohe Cashquote überhaupt noch sinnvoll ist.
Ich kann aktuell aufgrund meiner Lebenssituation etwa 1.500 € pro Monat investieren . Trotzdem liegt dieser größere Betrag weiterhin auf dem Tagesgeld herum.
Mich würde interessieren, wie ihr in meiner Situation vorgehen würdet:
Würdet ihr die 20.000 € nach und nach investieren oder einen größeren Betrag auf einmal umschichten?
Wie hoch sollte eurer Meinung nach ein sinnvoller Notgroschen in meiner Situation sein?
Gibt es einen Betrag, bei dem ihr sagen würdet: “Alles darüber würde ich langfristig lieber investieren”?
Mir ist bewusst, dass niemand die Marktentwicklung vorhersagen kann. Mich interessieren vor allem eure Erfahrungen und wie ihr persönlich mit einer relativ hohen Cashquote umgeht.
Vielen Dank!

reddit.com
u/Traditional-Result74 — 13 days ago