r/fireGermany

CoastFire - oder Zähne zusammenbeißen?

Ich bräuchte mal ein paar Meinungen. Wegwerfaccount aus Gründen.

Ich (42) bin grad sehr unglücklich im Job. Neuer Chef, läuft alles ziemlich bescheiden. Zu viele Aufgaben für 40 h, neben den Führungsaufgaben (eigentliche Aufgabe) soll ich jetzt auch noch einen Referenten ersetzen, zusätzlich versteht sich. Chef will das nicht verstehen. Mir wird alles zu viel, ich schlafe nicht mehr gut, bin gelegentlich am Ende mit meinen Nerven, entwickele Bauchschmerzen usw. Ich werde meinem Kind nicht mehr gerecht (eh schwer mit Vollzeit), und mir erst recht nicht. Ich überlege, ob ich auf Teilzeit gehen soll (70 %, vielleicht 60 %). Das wäre dann eine 4 Tage-Woche mit zusätzlich kleiner Entlastung auch an den anderen Tagen (70%), oder 3-Tage-Woche (60 %). Anderen Job suchen, der gleich viel zahlt, halte ich nicht für realistisch im Moment bei der aktuellen Arbeitsmarktsituation. Ich würde bei einem Jobwechsel sicher auf mindestens 25 % Gehalt verzichten müssen.

Randbedingungen: Bruttojahresgehalt ca. 100k. Vollzeit 40 h, 2 Homeofficetage/Woche (die sich dann auf 1x reduzieren), an den Tagen im Büro Fahrtweg von knapp 1 h pro Weg mit ÖPNV.

Bei den Fixkosten haut insbesondere die Miete rein (2000 warm, zzgl. Strom & Co). Billiger geht hier nicht realistisch bei Neuverträgen, es sei denn man zieht deutlich weiter raus und nimmt dann noch längere Fahrtwege in Kauf, was wir nicht möchten. Ansonsten leben wir normal mittelständisch, keine teuren Hobbys (und eh keine Zeit dafür), fahren aber gern in den Urlaub (den zahle ich allein), was umgerechnet nochmal etwa 1.000 €/Monat sind.

Im Monat liegen meine Kosten insgesamt bei etwa 3.500 Euro.

Wir haben ein Kind (Kita-Alter). Mein Partner hat eine feste Stelle im öD, keine Ersparnisse. (Ist aber vielleicht nicht relevant, wir trennen unser Geld, er würde weiterhin so arbeiten wie bisher, weil grad ganz happy damit).

Mein Depot: ca. 550.000 (VOR Steuern), davon ca. 80 % Aktien, 20 % ETF; plus 100.000 Tagesgeld (weil wir mal Wohneigentum im Kopf hatten, was hier aber unbezahlbar ist), plus 40.000 Crypto.

Ich weiß, dass das rein von den Zahlen her für CoastFire reicht. Ich bin trotzdem unsicher. Wohneigentum wäre dann komplett ausgeträumt. Und bisher war Teilzeit nie eine richtige Option, man hat halt gearbeitet und Vollzeit ist Standard. Ist vielleicht auch Erziehungssache, meine Eltern haben immer unfassbar viel gearbeitet.

Ich hätte gern ein paar Meinungen. Oder Lösungsansätze, an die ich vielleicht grad gar nicht denke.

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u/HamsterAccount777 — 21 hours ago

CoastFire - woran habe ich noch nicht gedacht?

Hallo zusammen,

ich arbeite schon länger daran CoastFire zu werden. Ich mag es grundsätzlich zu arbeiten/gebraucht zu werden und dafür bezahlt zu werden, aber ich möchte das nicht langfristig 42-50h die Woche wie aktuell.

Derzeit habe ich 120K investiert in Welt-ETFs und noch ca. 20K Cash sowie weitere 20K in BAVs (arbeitgeberfinanziert) und ca. 11,5 Rentenpunkte.

Grob meine Sparrate überschlagen plus realistisch bis optimistische Annahme von 5% Realrendite, komme ich auf 362K in etwas über 7 Jahren (40. Geburtstag).

Meine Idee ist es dann nur noch 24-30h zu arbeiten ggf. im Wechsel mit dem ein oder anderen Sabbatical für das ich dann auch bereit wäre nochmals Vollzeit zu arbeiten.

Ich habe keine Kinder und plane auch keine.

Aktuell gebe ich ca. 2.700€ netto aus und das ermöglicht mir ein sehr entspanntes Leben mit Urlaub, nicht beim Einkaufen aufs Geld achten müssen etc. Ich könnte mit weniger Geld Überleben und habe das die letzten Jahre auch gemacht. Ich denke mein aktuelles Minimum ohne allzu große Verluste wären 2.200€.

Ich plane weiterhin versicherungspflichtig beschäftigt zu bleiben, damit ist die Krankenversicherung abgedeckt und sammle weiter Rentenpunkte. Außerdem plane ich die 150€/Monat ins AV Depot zu stecken, sobald dies kommt. Damit sollte ich meiner Meinung nach auch nach 68 (ich gehe von einer Erhöhung des Rentenalters aus) weiterhin Einnahmen haben.

Außerdem habe ich eine BU (Teil der 2.700€) für den Fall, dass ich berufsunfähig werde.

Woran habe ich nicht gedacht?

Ich habe es mal bei engaging-data.com eingegeben und die Pleitewahrscheinlickeit war sehr gering. Ich wäre bereit diese einzugehen, da ich ja noch gegensteuern kann (doch 32 oder 30h arbeiten statt 24h).

(Generate URL hat leider nicht geklappt)

Ich mache einfach, habe aber noch keinen wirklichen Plan.

Hallo zusammen,

ich bin 29 Jahre alt, alleinlebend zur Miete (kein Eigentum geplant) und verdiene rund 3000€ netto (35h/Woche) pro Monat. Ich studiere neben dem Beruf, wodurch ich meine Chancen auf andere Positionen und folglich auf ein höheres (Netto-) Gehalt erhöhen möchte.

Meine monatlichen Gesamtkosten (Miete, Lebensmittel, Sprit, Versicherungen etc.) belaufen sich auf rund 1600€. Aktuell investiere ich folglich rund 1400€ pro Monat in meinen World ETF (was die kommenden jahre wohl noch steigen wird).

Mein derzeitiges Vermögen besteht aus verschiedenen Assets und beläuft sich auf rund 180.000€ (ETFs, Aktien, P2P, Collectibles, Notgroschen ist aufgebaut und liegt herum).

Mein Lebensstil würde ich als nicht besonders verschwenderisch oder sparsam bezeichnen, eher normal. Ich achte weitgehend auf gute Lebensmittel (überwiegend Bio) und kaufe mir selbst hin und wieder etwas worauf ich einfach Lust habe. Als festes Kriterium für letzteres, habe ich mir gesetzt, dass ich mir grundsätzlich erstmal nichts verbiete. Wenn ich mir davor wirklich Gedanken gemacht habe das ich etwas will oder brauche, dann wird das auch geholt.

Ich weiß das ich eigentlich bis 67 Jahre arbeiten muss/müsste. Tja..., das möchte ich nicht "müssen", ich will schon früher auf die Bremse treten und mehr chillen.
Was ich genau machen möchte wenn ich die 60 Jahre touchiere, weiß ich jetzt ehrlich gesagt noch nicht. Von Spaß haben, Reisen bis Ehrenamt ist wohl alles dabei.

Ich habe bisher zwei Szenarien im Blick: Entweder wirklich das klassische fire oder das reduzieren von Arbeitsstunden ab einem bestimmen Alter.

Da ich noch ein paar Jahrzente vor mir habe und es dort sicherlich den ein oder anderen struggle geben wird.

Habt ihr irgendwelche Tipps an mein heutiges und zukünftiges Ich?

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u/Particular_Lab_1936 — 2 days ago

hohe Sparrate in jungen Jahren

Hallo gemeinsam,

Ein paar Fakten zu mir:
Ich bin 22, mein Depot hat Stand heute einen Wert von ca. 75k (Heiliger Gral)

Sparrate für diesen ETF sind 1100 Euro im Monat. Mein Gehalt sind etwa 2300 Euro netto. Monatliche Fixkosten fürs Wohnen sind ca. 410 Euro, für Verpflegung sind es maximal 300. Das übrige Geld ist für Lifestyle und Urlaub. Dieses verweilt solang auf einem Giro bei Trade Republic. Selbst Bauen bzw. kaufen muss ich perspektivisch nicht.

Ich lebe so, dass ich nie auf meinen Kontostand achten muss, oder unbedingt auf Preise achte. Es geht mir wirklich sehr gut, dieser privilegierten Lage bin ich mir durchaus bewusst. Dennoch fühlt es sich so an, als würde ich vielleicht zu viel sparen?

Was würdet ihr in meiner Situation tun? Ich weiß nicht was richtig ist, die Sparrate beibehalten um früher finanziell unabhängig zu sein oder cutten um sich perspektivisch vielleicht noch mehr „Spaß“ zu gönnen!?

Ich bin echt ratlos :/

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u/Icy-Expression-2901 — 3 days ago

Sanity check on FIRE plan for late 2030s

Hi guys – I've been a long-time FIRE advocate but casually, whereas now I'm taking it more seriously.

I'm in my mid 30s and live with my wife and one child.

  • We own our apartment and pay a mortgage of 2,500e per month.
  • We spend another 2,500e monthly on core expenses including Hausgeld, all bills, groceries, eating out, etc.
  • We "pay each other" 750e per month for personal spending.
  • We budget 1,000e per month for travel / one-off or unexpected expenses.

This means our annual expenses is approx. 90,000e. We're high earners and can still invest 3-4,000e per month in ETFs. We already have 400,000 invested.

I've done the calculations multiple times and I keep getting the same answer. Depending on future returns, we could fully FIRE with 1.3m (in today's money) in 2036-2038 adjusted for inflation if I consider the following:

  • Our mortgage is paid off in 2050 reducing our annual spend by ~30,000e per year (assuming rates are similar in the future, I have to make some assumptions).
  • To be conservative, I'll assume we both receive 1,000e state pension from late 60s (even though it will likely be more). This also gives us 24,000e additional income per year.

Assuming a real return of 6% (inflation adjusted), am I thinking about this in the right way? I haven't factored in health insurance but my understanding is we'd pay the statutory minimum (we're both publicly insured).

I'm looking for a sanity check as I assume I've messed up something. I understand a real return of 6% is not guaranteed. I've also done calculations for a 4.5% return and it pushes FIRE out by 2-3 years, which is fine.

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u/sheepguy13 — 1 day ago

Steuerlichte Belastung in der Auszahlungsphase?

Wie hoch wäre die steuerliche Belastung bei folgenden Annahmen?

Depotgröße: 2,5 Mio €

Jährliche Entnahme: 100k €

Alles in einem Aktien-ETF (70% der Gewinne zu versteuern)

Einzelperson, Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirche

Angenommen wird, dass das Depot auf 25 Jahre aufgebaut wurde und der Anteil des Depots zu 75% aus Gewinnen besteht.

Stimmt dabei folgende Rechung?

100.000€*0,75*0,7*0,26375 = 13.846,88€ an zu zahlenden Steuern

Gibt es noch mehr zu beachten?

Würde sich hier eine vermögensverwaltende GmbH lohnen?

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u/Kremsi2711 — 3 days ago

Glaubt ihr weiterhin an langfristig steigende Aktienkurse?

Mich beschäftigt aktuell ein Gedanke, den ich in Finanzdiskussionen erstaunlich selten lese.
Die letzten 100–200 Jahre waren wirtschaftlich gesehen eine absolute Ausnahmesituation. Fast durchgehend ist die Weltbevölkerung gewachsen – und mit ihr Arbeitskräfte, Konsumenten und letztlich auch die Wirtschaft. Mehr Menschen bedeuteten meist mehr Nachfrage, mehr Produktion und mehr Wachstum.

Jetzt könnte erstmals etwas völlig Neues passieren: Die Weltbevölkerung wird voraussichtlich in einigen Jahrzehnten ihren Höchststand erreichen und danach langfristig schrumpfen. Viele Länder wie Japan, Südkorea, Italien oder Deutschland haben diesen Trend bereits. Gleichzeitig verändert der Klimawandel ganze Regionen, verursacht steigende Kosten und könnte die Produktivität beeinträchtigen.
Natürlich gibt es Gegenargumente: KI, Automatisierung und technischer Fortschritt könnten einen Teil davon ausgleichen oder sogar überkompensieren.
Aber trotzdem frage ich mich: Ist die Annahme, dass Aktien langfristig “immer” steigen, vielleicht zu stark von einer historischen Phase geprägt, die es so nie wieder geben wird?

Wenn Bevölkerung langfristig nicht mehr wächst oder sogar schrumpft, fehlt dann nicht ein wesentlicher Wachstumstreiber der letzten Jahrhunderte? Oder ist Produktivitätswachstum am Ende viel wichtiger als Bevölkerungswachstum?
Mich würde interessieren, wie ihr das seht – gerade diejenigen, die sich intensiver mit Makroökonomie beschäftigen.

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u/AcanthaceaeProper578 — 3 days ago
▲ 6 r/fireGermany+1 crossposts

Rentenversicherung - Behalten oder weg damit?

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Also meine Lieben, ich habe eine Person im Bekanntenkreis, die dieses Prachtstück seit 2022, also seit 4 Jahren bespart.

7200 € wurden eingezahlt, ca. 7000 € sind im Vertrag drin. Wahnsinn.

Jetzt ist die Frage, wie berechne ich mathematisch korrekt, was am sinnvollsten wäre - finanziell. Kündigen und den Rückkaufswert erhalten, eben jene 7000 € (Minus 2,8 % Rendite in der ganzen Zeit - stark!) oder doch laufen lassen?

Ich habe es mal versucht annäherungsweise zu berechnen und ich kam auf eine Differenz von ca. 100.000 € Zugunsten eines privaten Depots.

Wie würdet ihr das hier konkret berechnen, um eine fundierte und faktenbasierte Entscheidung zu treffen? Meine annäherungsweise Berechnung sagt mir: "Renn" und lieber jetzt das Geld mitnehmen und privat anlegen, als es dort im Sumpf versickern zu lassen, aber man sollte so eine Entscheidung nach Faktenlage machen und nicht aus einem Gefühl heraus.

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u/NoFapFapstronauticus — 4 days ago

Wie hoch sind eure Ausgaben und ab wann FIRE?

Moin,

Momentan (kurz nach dem Studium, m24) kann ich von locker unter 1k im Monat leben (Miete Krankenkasse etc inklusive). Kann also gut 1,3k spaaren.

Lebensumständer ändern sich logischerweise mit der Zeit, man muss ja nicht ewig wie ein Student leben.

Deswegen würde mich interessieren was sind so eure Ausgaben und ab welchen Betrag/Vermögen würdet ihr komplett FIRE betreiben?

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u/CautiousJuggernaut64 — 7 days ago

Detaillierte Berechnung: Warum die Rate sicherer, 50 Jahre langer Entnahme rein aus Weltaktien in Euro & deutscher Inflation historisch sehr niedrig ist (vor Steuern konservativ 2,2% bis optimistisch 2,8%)

Die Annahme ist verbreitet, Entnahme rein aus Weltaktien-ETFs, z.B. basierend auf MSCI World oder verwandten Indices, sei bei 3% inflationsbereinigter Entnahmerate vor Steuern über lange Zeiträume historisch sicher. Dies trifft allerdings auf MSCI World in Euro bei deutscher Inflation (EUR & DE-Infl) nicht zu. Wie kommt es zum Missverständnis?

Die Annahme entsteht v.a. aus US-amerikanischer Sichtweise, dass historisch 50 Jahre lang den S&P 500 oder MSCI USA in US-Dollar bei US-Inflation (USD & US-Infl) mit inflationsbereinigten 3% zu entsparen völlig sicher ist. Letzteres ist über die gesamten letzten 100 Jahre auch gerade so korrekt. Jedoch ist aus dem MSCI World, USD & US-Infl zu entnehmen in seiner gut rekonstruierbaren, 50-jährigen Historie mit niedrigerer sicherer Entnahmerate (SWR) behaftet als aus dem S&P 500 oder MSCI USA zu entnehmen. Wechselt man noch Währung und Konsumstandort von USD/USA zu EUR/Deutschland, dann wird die SWR in den historischen Daten der letzten 50 Jahre noch schlechter. Was auf den ersten Blick sehr ähnlich wirkt "einen breiten Aktienindex gleichmäßig entsparen", klafft in den Detailzahlen für die Praxis nicht vernachlässigbar auseinander. Dieser Beitrag analysiert die Numerik des Unterschieds und beginnt Auswege aufzuzeigen, was in zukünftigen Beiträgen fortgesetzt werden wird.

Zuerst die kausalen Ursachen:

  1. Insbesondere die historische Schwäche internationaler Aktien gegenüber US-Aktien, dabei herausragend der japanische Einbruch ab 1989 sowie,
  2. Währungs-Effekte, dabei herausragend die Euro-Schwäche zum Euro-Start 1999 bis 2002, die sich sehr ungünstig mit dem Dot-Com Crash überlagerte. Dies führt bei der Entnahme aus MSCI World, EUR & DE-Infl - "in Deutschland" - zu einer besonders ungünstigen Startphase der Entnahme in 2000, die in Prägnanz die schlechtesten Startphasen beim MSCI USA, USD & US-Infl - "in Amerika" - noch einmal klar übertrifft.

Diese Unterschiede zwischen "in Amerika" und "in Deutschland" sind grundsätzlicher Natur und auch für die Zukunft erwartbar. Dies liegt an der Art der Einbettung Deutschlands in die Eurozone, wodurch jederzeit in Folge oder auch einfach nur gleichzeitig zu einer weltweiten Börsenkrise eine zusätzliche Abwertungskrise entstehen kann.

TLDR:
100% "Breiter Aktienindex" ist in Deutschland historisch eine schlechte Entnahmestrategie. Sie ist in Deutschland noch schlechter als in den USA. Auch z.B. 15% Cash-Puffer löst das Problem kaum. Es stehen daher komplexere Portfoliostrategien, welche die nach Währungseffekten stärkeren Einbrüche der Weltaktien stabil auffangen, hierzulande relativ gesehen noch positiver da als in den USA. Es gibt eine breite Palette solcher Ansätze zur Auswahl, was in einem nächsten Beitrag diskutiert wird.

* Wer wenig Text lesen möchte, kann jetzt direkt zu den Diagrammen runterspringen *

Die folgende Datenpräsentation soll aber auch als generelle Warnung vor etwas anderem zu verstehen sein:
Äußerliche Ähnlichkeiten von Portfoliostrategien hinsichtlich ihrer tatsächlichen SWRs zu überschätzen. Eine konkrete Strategie muss exakt durchgerechnet werden, anstatt einfach deren SWR über den Daumen gepeilt von einer ähnlichen Strategie mit exakt bekannter SWR abzuleiten. Auch ganz persönlich muss ich mir abgewöhnen, genaue SWR-Aussagen zu ganzen Klassen von Strategien zu machen, wie in der Vergangenheit durchaus geschehen. Stattdessen möchte ich nur noch Aussagen für jeweils einen exakten Parametersatz machen. Es sei darauf hingewiesen, dass größere SWR-Unterschiede zwischen äußerlich ähnlichen Strategien üblicherweise nicht aus stochastischem Marktrauschen entstehen, sondern aus tieferen, oberflächlich versteckten Markt-Strategieinteraktionen, die auch meistens für die Zukunft weiter gültig sind. Eine fälschliche Strategieähnlichkeit ist dann also eine Fehlannahme, kein Datenartefakt.

Genug der Einführung. Im Appendix 1 gibt es eine genaue Darstellung der Modellierungsannahmen. In Appendix 2 gibt es eine kurze Erläuterung der verwendeten Datenquellen. Mit MSCI World oder anderen Indizes ist in Folge immer die Total Return Variante gemeint, wie sie von thesaurierenden ETFs abgebildet wird.

Die im Zentrum dieser Betrachtung stehende Portfoliostrategie bzw. deren Modellierung für den Test auf historischen Daten ist trivial:
Am Starttag werden vom Gesamtvermögen und dem Marktkurs des MSCI World an diesem Tag die genaue Zahl, fraktional präzise, der MSCI World Anteile im Portfolio bei Entnahmestart abgeleitet. Am 1. Tag jeden Monats wird (oder wenn er auf ein Wochenende fällt, am folgenden Montag) 1/12 des Jahresentnahmewertes entnommen. Dabei wird der initiale Nominalbetrag der allerersten Entnahme jeweils um die gegenwärtige Inflation seit jenem Starttag angepasst. Für die Entnahme wird eine passende Menge MSCI-World-Anteile zum tagesaktuellen Marktkurs verkauft. Die Anteilszahl im Portfolio verringert sich entsprechend. Ich modelliere also alles mit einem expliziten Depot, mit einer tagesaktuellen Menge Anteile darin, die zu Tageskursen gehandelt werden. Die Inflation basiert auf monatsgenauen Daten. Kosten (TER) werden berücksichtigt, Steuern hier nicht - das kommt noch ausführlich in meiner zukünftigen Beitragsserie zum Thema Steuern. Diese Strategie hat bei mir den Namen "W" wie World oder Weltaktien.

Die kritischsten Phasen für den Start des Entsparens des MSCI World seit 1975 liegen aus den oben genannten Gründen alle im Jahr 2000. Um dafür die 50-Jährige SWR fortzuschreiben, wird hier wie folgt angenommen: Von 2000 an müssen nach 2025 noch einmal ausgewählte 25-jährige Perioden sauber durchlaufen werden. Die zugehörige Rollover-Modellierung ist der einzige nicht-triviale Aspekt und wird im Appendix 1 weiter diskutiert. Dabei wird auch erläutert, warum das minimal überlappende und das maximal überlappende Rollover jeweils Verlaufsextrema repräsentieren. Daher gebe ich berechnete SWRs nun immer als Intervall [konservatives Rollover, optimistisches Rollover] an. Bei allen SWR-Verlaufsdiagrammen in Folge wird das Rollover für Startdaten zwischen Ende 1975 und 2013 vollzogen. Ein Start im früheren Teil von 1975 benötig kein Rollover. Für einen Start nach 2013 ist dagegen die originale Etappe in den Daten vor dem Rollover in 2025 zu kurz für eine aussagekräftige Sequenz - insbesondere da die Betrachtung eines Starts im Superbullenmarkt der letzten 10 Jahre aktuell noch keinen inhaltlichen Mehrwert für SWRs liefert.

Unter diesen Bedingungen sieht die Verteilung der 50-jährigen SWRs zum jeweiligen Starttag wie folgt aus. Auf jeden Starttag zwischen einschließlich 1975 und 2013 folgt dann eine 50 Jahre lange Entnahme mit den beiden oben beschriebenen Rollovers auf den begrenzten Daten. Da die Wochenenden ausgenommen sind, resultieren daraus etwas über 10000 Starttage (horizontale Achse), jeder mit einer eigenen Entnahme-SWR (vertikale Achse) der zugehörigen 1-Tages-Periode. Die SWR für die Gesamtperiode aller Tage wird durch den Starttag mit der niedrigsten 1-Tages-SWR gebildet. Für MSCI World, EUR & DE-Infl (konservatives Rollover durchgezogene und optimistisches Rollover gepunktete Linie), sieht das resultierende Diagramm dann wie folgt aus:

Starttages-SWRs der Entnahme aus MSCI World in Euro bei deutscher Inflation

Im vorigen Diagramm erkennt man den Starttag 7. September 2000 mit der Minimal-SWR [untere Schranke: 2,2%, obere Schranke: 2,8%], die damit für die ganze Periode gilt.

Nun kann man für jeden dieser Starttage ein Diagramm des kompletten Entnahmeverlaufs über volle 50 Jahre (18621 Tage Länge) erstellen. Dabei wird für jeden Tag (horizontale Achse) das verbleibende, inflationsbereinigte Gesamtvermögen auf der vertikalen Achse aufgetragen. Entspricht die Entnahmerate nun der SWR für jenen Starttag, endet der Vermögensverlauf ganz am Ende bei 0. Diese Art Diagramm lässt abschätzen, wie unsicher die Entnahme auf dem Weg empfunden wird. Je stärker die Schwankungen gegenüber einer gleichmäßigen Abnahme, desto mehr psychologischer Druck auf dem Weg. Am besten sind Entnahmekurven, die auch in den Fällen rund um die SWR-Minima erst zum Ende der Sequenz hin stark abfallen.

Entsprechend der Verlauf der Entnahme aus initial 1 Mio EUR, wie man die Entnahmesequenz [maximal überlappendes Rollover] vom schlechtesten Starttag 7. September 2000 an mit exakt der SWR [untere Schranke], also laufend inflationsangepassten 22400 EUR / Jahr erlebt hätte, um nach 50 Jahren bei 0 EUR Vermögen anzukommen:

Inflationsbereinigter Vermögensverlauf nach Entnahmestart am schlechtesten Tag mit Entnahme in voller SWR-Höhe

Als nächstes der Verlauf bei einer Entnahme mit nur 68% der SWR [untere Schranke], was einer Entnahmerate von nur 1,5% entspricht. Dies, um einen Eindruck dafür zu geben, wie es sich noch "weit unter der Kante" anfühlen würde (also 15000 EUR im Jahr aus 1 Mio EUR initial, statt SWR = 22400 EUR inflationsbereinigte, jährliche Entnahme):

Inflationsbereinigter Vermögensverlauf nach Entnahmestart am schlechtesten Tag mit 1,5% Entnahmerate

Man sieht bei diesem Verlauf, dass selbst deutlich unterhalb des Grenzbereichs diese Portfoliostrategie auch nicht wirklich Freude macht. Nach 33 Jahren gleichzeitig "noch einmal" und "schon" inflationsbereinigt bei unter der Hälfte des Vermögens anzukommen, wie es beim Start vorlag, ist brutal. Fragil ist eine passende Beschreibung dieser Portfoliostrategie, wie man klar an diesen Verläufen sieht.

Nun kann man die SWR-Kurven verschiedener Portfoliostrategien über alle Starttage in einen Vergleich bringen. Leider war es mir für den MSCI USA nicht möglich, tagesgenaue Daten zu organisieren (siehe Appendix 2). Für diesen Vergleich sollten monatsgenaue MSCI USA Daten jedoch einigermaßen ausreichen, man sieht ihre andere Form aber klar im Diagramm. Der Vergleich der SWRs aller Starttage MSCI World, EUR & DE-Infl "W" mit MSCI World, USD & US-Infl "W(USD)" sowie MSCI USA, USD & US-Infl "U(USD)":

Vergleich \"Breiter Aktienindex entsparen\": Deutsche und US-Amerikanische Ausprägungen

Man sieht: MSCI World, EUR & DE-Infl ist deutlich schlechter als die grundsätzlich schon recht schwache Strategie 100% MSCI USA, USD & US-Infl. Letzteres dominiert in den FIRE-Kreisen im Internet lautstark als Goldstandard für Aktien-Entsparen, da FIRE von Amerikanern medial dominiert wird. Durch diesen Einfluss entsteht die eingangs erwähnte, fälschliche Annahme in deutschen FIRE-Kreisen zur Entnahmesicherheit von MSCI World, EUR & DE-Infl. Der Unterschied zwischen MSCI World, EUR & DE-Infl und MSCI USA, USD & US-Infl beträgt von unten gerechnet knapp ein Viertel. Man müsste nun also z.B. ca. 1,25 Mio EUR ansparen anstatt 1 Mio EUR, wenn man sich ursprünglich für sein FIRE-Ziel an den USA-Zahlen orientiert hätte. Das ist nicht vernachlässigbar - von den psychologischen Risiken einer fragilen Entnahmestrategie ganz zu schweigen.
Der große Unterschied Ende der 1980er zwischen MSCI USA und MSCI World kommt übrigens vom eingangs erwähnten Japan-Crash.

Aber wie sieht es mit anderen Startegien für EUR & DE-Infl aus?

Hier der Vergleich der SWRs, je EUR & DE-Infl, aller Starttage

  1. Der obigen 100% MSCI World-Entnahme "W",
  2. Einer typischen Flickschuster-Strategie "W/C-te" mit initial MSCI World 85% sowie 15% (also mehreren Jahren) Cash-Puffer (Overnight Rate ETF) als Zelt-Konfiguration,
  3. Einer soliden, traditionellen Strategie "W/G-st" - 65% MSCI World/35% Gold mit 24-monatlich explizit, sowie mit jeder Entnahme implizit rebalancieren:

Leistungsvergleich zweier einfacher, ausgleichender Strategien mit 100% MSCI World-Entnahme

Anmerkung:
Ich habe eine moderne Hochleistungsstrategie wieder aus dem Vergleich herausgenommen, um nicht zu sehr vom Kernthema dieses Beitrags abzulenken. Moderne Hochleistungsstrategien werden in meinem nächsten Beitrag ihren Raum erhalten. Daher is folgender Absatz über "W/G-st" hinaus allgemein zu sehen.

Man kann in Euro bei deutscher Inflation bei Entnahme durch auf MSCI World basierten Strategien deutlich bessere, sichere Entnahmeraten erreichen, wenn man nicht einfach nur plump aus MSCI World entnimmt. Etwas Anspruch bei der Strategie ist nötig, auch wenn es dafür sehr unterschiedliche Ansätze gibt (Gold, Cash und/oder 5Y-Bonds; mit oder ohne Hebel; mit oder ohne Marktsignale), die sicheren Entnahmeraten um 4% oder höher historisch auch bei EUR & DE-Infl genüge tun. Hiebei ist wichtig zu verstehen, dass Gold, Cash oder 5Y-Bonds nicht nur grundlegende Marktschwankungen der Weltaktien in USD abfedern, sondern insbesondere auch eine, meist vorübergehende Währungsabsicherung darstellen! Diese FX-Dämpfung wird in der Entnahmeliteratur gerne unterschätzt, da sie für die in der die Literatur dominierenden Amerikaner mit ihrer Leitwährung nicht die gleiche Rolle spielt wie für uns in Deutschland.

Und damit meine Kernaussage dieses Beitrags:
Wir in Deutschland müssen die Währungsabsicherung dagegen als zentrale Säule der Portfoliostrategie mitdenken! Rein aus Weltaktien-ETFs zu entsparen, enthält eine gewisse, implizite Währungsabsicherung - aber keine ausreichende.

Zum Abschluss bleibt noch anzumerken:
Ansparen hat aufgrund der Sequenzreihenfolgeneffekte ganz andere Dynamiken als Entsparen. 100% Weltaktien ist unzweifelhaft eine der besseren Strategien für die Ansparphase, auch bei EUR & DE-Infl - zumindest wenn man auf Hebel verzichten möchte, da effektiv >100% (durch Hebel) Weltaktien noch besser ist. Zum Entnahmebeginn ist aus 100% dann unbedingt der Schwenk in eine bessere Entnahmestrategie zu vollziehen. Dieser Schwenk muss für eine entsprechende Wirkung ausgeprägt sein, denn z.B. ein kleiner Cash-Puffer von 15% hat nur mäßigen Effekt (s.o.).

In meinem nächsten Beitrag, noch vor meiner bereits angekündigten Übersicht zum Steuereinfluss auf SWRs, werde ich ausführlicher die enorme Spreizung der SWRs bei mehr oder weniger populären Entnahme-Portfoliostrategien beleuchten. Nachdem, was ich hier im dem Sub immer wieder lese, werden die Auswirkungen der (un)günstigen Wahl einer Portfolio-Strategie von vielen stark unterschätzt. Es sind auch große Irrtümer dahingehend weit verbreitet, welches gute Entnahmeportfolios sind, welche nicht und warum. Der Bullenmarkt der letzten 15 Jahre ist als Startzeitpunkt übrigens überhaupt kein Maßstab. Da konnte auch die lahmste Strategie brillieren - alles schwomm mit dem billigen Geld nach oben. Erst wenn wir das nächste 1987 oder 2000 - oder im Stile von 1929 oder 1965 nur mit moderner Marktmechanik - durchlaufen, wird sich dann, aber massiv, die Spreu vom Weizen trennen.
Dann sollte man lieber keine Spreu sein, die sich vom gemütlichen Strand wieder an die stickige Werkbank begeben muss ...

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KI-Disclaimer

Ich nutze für Texte grundsätzlich keine KI. Für die Programmierung des Berechnungsrahmenwerks wurde regelmäßig Claude als Berater zu Rate gezogen. Es wurde jedoch keinerlei agentische Programmierweise angewendet. Codeschnipsel von Claude wurden immer verstanden und vor dem Einfügen manuell adaptiert.

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Appendix 1: Modellierungsdetails

Eine möglichst optimale Angleichung der Modellierungsaspekte mit der Realität ist wichtig. Kleinere, nebensächlich angesehene Modellierungsaspekte können zusammen als größere Gruppe durchaus signifikante Unterschiede in der berechneten sicheren Entnahmerate verursachen. Ich bin der Meinung, dass der Einfluss dieser Modellierungsdetails im Internet stark unterschätzt oder teils auch absichtlich heruntergespielt wird. Gerade Onlinerechner mit eigener Dateneingabe/Auswahl durch Nutzer, auch generell hochqualitative wie etwa https://portfoliocharts.com/ (s.u.), https://saferetirementspending.com/ o.ä., können alleine aufgrund von Anforderungen an den Rechenaufwand viele Details nur in einer abgespeckten Form anbieten. Die realitätsnähsten Konfigurationen führen zu hohem Rechenaufwand, der für viele Parameterkombinationen nicht pauschal vorberechenbar ist, um jeweilige SWRs herzuleiten.

Das Rollover für lange Entnahmesequenzen innerhalb der nur etwas über 50 Jahre langen, nutzbaren, historischen Daten bleibt allerdings ein nicht eindeutig auflösbarer Knackpunkt der Modellierung. Ich habe daher beschlossen, SWRs nun immer als Intervall anzugeben, mit den beiden Schranken durch eine konservative sowie eine optimistischere Sequenz-Rollover-Variante gebildet. Alle anderen Parameter der beiden Varianten bleiben für ein spezifisches SWR-Intervall jeweils identisch.

Veranschaulichung der Rollover Varianten

Die konservative Variante beinhaltet das Rollover vom Ende der historischen Daten wieder exakt auf den initialen Starttag. Sie ist daher maximal überlappend. Da dieser Rollover-Tag für die SWR der schlechteste Starttag der gesamten, betrachteten Periode ist, führt dieser Sprung dazu, den schlechtesten Starttag gleich zweimal - oder gar mehr - zu durchlaufen und zwar das zweite Mal so früh wie möglich in der Sequenz. In der Praxis der realen Daten ist dabei das Jahr 2000 zentral, da es bei 50-jähriger Entnahme zum zweimaligen Durchlaufen der Periode 2000-2025 führt. Einerseits ist das markttechnisch gesehen brutal. Andererseits sind die Märkte 2026 wieder sehr hoch bewertet, so dass eine brutale Phase 2026-2038 wie 2000-2012 zumindest erneut denkbar ist. Ja, es ist ein konservatives Vorgehen zur Extrapolation der 50-jährigen SWR, aber kein abwegiges. Daher halte ich das maximal überlappende Rollover für ideal als untere, realistische Schranke.

Genauso kann man optimistischer annehmen, dass der letzte Tag einer Sequenz auf den Tag vor dem Start fallen soll, um einen vollständigen Marktzyklus abzubilden (auch wenn es natürlich keine feste Regeln gibt, dass jener in Teiler von 50 Jahren fällt). Dies ist minimal überlappend - bei 50-jährigen Sequenzen auf den von mir verwendeten Daten sogar in jedem Fall gar nicht überlappend. Da vor schlechtesten Starttagen eigentlich immer ein Hochlaufen von Kursen stattgefunden hat, nimmt dieser Ansatz damit zum Schluss immer noch einmal solch einen Hochlauf mit. So spät in der Sequenz macht das für die SWR nicht mehr extrem viel aus, aber doch etwas. Diese beiden Ansätze bilden damit m.M.n. sehr repräsentative untere und obere SWR Schranken einer langen Periode von 50-Jahres-Sequenzen.

Je später ein Starttag historisch, desto mehr Auswirkung hat die Rollover-Wahl selbstverständlich. Bei Start von 50-Jahres-Sequenzen in 1975 gibt es überhaupt kein Rollover, während man 2014 bei maximaler Überlappung schon 4 Mal hintereinander die gleiche Sequenz durchläuft. Dementsprechend wird das Rollover auf jungen Startdaten modellierungstechnisch problematisch, der Intervallabstand entsprechend bei späteren Starttagen tendenziell immer größer. Dies sieht man auch in den obigen Diagrammen.

Folgende Optionen der Modellierungsannahmen sind relevant (die meisten habe ich bei mir für alle Berechnungstypen explizit konfigurierbar gemacht):

  • Länge der Entnahmesequenz in Tagen
  • Zeitliche Kursauflösung: Tagesgenau / Monatsdurchschnitt abgeleitet von Tageskursbasis / Monatsmedian abgeleitet von Tageskursbasis / Monatskurs = 1. Tag des Monats / Dito, 15. Tag des Monats -- Intraday-Daten leider nicht verfügbar für ebensolche Auflösung
  • Wochenenden & Feiertage: Monatliche Schritte ignorieren Markttage / Jeder Tag ist Handelstag (Interpolation historischer Kurse) / Sa & So keine Handelstage / + DE Feiertage ausnehmen / + US Feiertage ausnehmen
  • Inflation: Monatsgenau / jahresgenau -- Genauer als monatsgenau ist irrelevant, da Entnahmen nicht häufiger als am Monatsanfang angesetzt
  • Entnahmefrequenz: Monatlich / 2-monatlich / quartalsweise / 4-monatlich / halbjährlich / jährlich
  • Rollierender Sequenzzyklus auf Historie seit 1.1.1975: Übergang auf 1.1.1975 / Übergang so, dass Ende der Sequenz einen Tag vor ihrem Start liegt (minimal überlappend) / Übergang noch einmal auf den Starttag (maximal überlappend) -- nur als Schrankenintervall wirklich aussagekräftig
  • Behandlung des Portfolios beim Rollover: Übernahme Gesamtwert, Reset der Anteilsverteilungen auf Startverteilung / Übernahme Gesamtwert, Kauf zum neuen Kurs auf Verteilung direkt vor Rollover -- Hier gibt es keine ideale Lösung, da jeder Ansatz zu unnatürlichen Effekten führt; bei einigen Portfolios macht es aber gar keinen Unterschied, darunter auch 100% Aktien entsparen
  • Behandlung der Inflation beim Rollover: Inflation wird im Rollover-Monat "aufgeschnitten", läuft dann von der alten Basis mit der Inflation der Restsequenz weiter
  • Berücksichtigung von TER und TD: Feste TER & TD basierend auf besten, aktuellen ETFs / Historische TER & TD aus damaligen Verläufen mitteln
  • Exaktes Fehlschlagen einer Entnahmesequenz: Nur noch < 1 monatliche Entnahme übrig / Nur noch < 2 monatliche Entnahmen übrig / Nur noch < 3 monatliche Entnahmen übrig -- aufgrund numerischer Instabilität bei der asymptotischen SWR-Suche wenn das Restvermögen gegen 0 konvergiert, sind mehr als 1 monatliche Entnahme übrig viel schneller in der Berechnung; in diesem Bereich sind die resultierenden SWR-Unterschiede absolut minimal

Für den obigen Hauptteil wurden folgende Optionen verwendet:

  • Länge der Entnahmesequenz in Tagen: 365 * 50 + 11 (2000 kein Schaltjahr) = 18261
  • Zeitliche Kursauflösung: Tagesgenau
  • Wochenenden & Feiertage: Sa & So keine Handelstage - die interpolierten Feiertage machen so wenig Unterschied, v.a. da die Überlappung zwischen DE und US nicht immer trivial zu handhaben ist, dass ich nur die Wochenenden komplett rausgenommen habe
  • Inflation: Monatsgenau
  • Entnahmefrequenz: Monatlich
  • Rollierender Sequenzzyklus auf Historie seit 1.1.1975: Übergang erneut auf Starttag (maximal überlappend) /UND/ Übergang so, dass Ende der Sequenz einen Tag vor ihrem Start liegt (minimal überlappend) -- beide Varianten bilden nun das SWR-Intervall
  • Behandlung des Portfolios beim Rollover: Übernahme Gesamtwert, Reset der Anteilsverteilungen auf Startverteilung
  • Behandlung der Inflation beim Rollover: Inflation wird im Rollover-Monat "aufgeschnitten", läuft dann von der alten Basis mit der Inflation der Restsequenz weiter
  • Berücksichtigung von TER und TD: Feste TER & TD basierend auf besten, aktuellen ETFs
  • Exaktes Fehlschlagen einer Entnahmesequenz: Noch < 2 monatliche Entnahmen übrig

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Appendix 2: Datenquellen

A.1) Deutsche Inflationsdaten, monatsgenau:
Statistisches Bundesamt, lange Reihen EVAS Nummer 61111 & 61131
Monatsdaten "611xx-02: Preisindizes für die Lebenshaltung und Index der Einzelhandelspreise"

Subelemente
1975/01 - 1990/12: "Früheres Bundesgebiet, Preisindex für die Lebenshaltung, Alle privaten Haushalte"
1991/01 - 2025/06: "Deutschland, Verbraucherpreisindex"

Übergang zwischen den beiden Reihen durch den Kopplungsfaktor im Januar 1991. Ein paar Jahre laufen die beiden Reihen leicht unterschiedlich parallel, daher ist der genutzte Zeitpunkt für den Kopplungsfaktor relevant. Spätere Zeitpunkte bis 2000 zu nutzen, würde zu einer leicht niedrigeren Inflationszahl führen.

A.2) US-Inflationsdaten, monatsgenau: 1975 - 2025

1975/01 - 2025/08: "Consumer Price Index for All Urban Consumers: All Items in U.S. City Average" https://fred.stlouisfed.org/series/CPIAUCSL

B.1) MSCI World Net Total Return in EUR, tagesgenau:

https://app2.msci.com/products/service/index/indexmaster/getLevelDataForGraph?
+ TER

B.2 MSCI World Net Total Return in USD, tagesgenau:

https://app2.msci.com/products/service/index/indexmaster/getLevelDataForGraph?
+ TER

B.3) MSCI USA Net Total Return in USD, monatsgenau:

Aus iShares MSCI USA Swap UCITS ETF USD (Acc) von curvo

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u/Igniplano — 7 days ago

Wie weiter Vorgehen?

Hi,

ich würde gerne auf Eure Schwarmintelligenz zurückgreifen als "Sparring", da ich seit 12 Monaten intensiv über das Auswandern nachdenke.

Gleichzeitig finde ich immer wieder Aspekte um in die "Komfortzone" zurückzufallen bzw. auch Gründe die gegen ein zeitnahes Auswandern sprechen.

Kurz die Eckpunkte:

  • Ende 30, Gesund, Fit
  • ledig, in einer Beziehung
  • Vermögen:
    • ETFs (Weltportfolio): 650 TEUR
    • Tagesgeld: 50 TEUR
    • Stable Coins: 90 TEUR
    • Krypto: 50 TEUR
    • Einzelaktien: 25 TEUR
    • BAV: 50 TEUR
    • Grundstücke mit Nießbrauch/zu Erwartendes Erbe/Schenkung: ca. 700 TEUR bis 1000 TEUR
  • Keine teuren Hobbies / Lifestyle Kosten außer Reisen (aber auch da eher "preisoptimiert" - Südostasien) und Essen
  • Aktuelles Gehalt: 150-200 TEUR brutto; Sparrate 7000 EUR netto

Idee: Sanfter Übergang mit entsprechender Planung. Auswandern Anfang 2027, da vorher noch die Thematiken mit Schenkung/Erbe sauber geklärt werden sollen und einige Aktienpakete released werden. Habe eigentlich keine Lust mehr auf meine Arbeit trotz guter Bezahlung. Viel Verantwortung, wenig persönliche Entwicklung und hoher Stress Faktor.

Hindernisse: Freundin? (ist von der Idee auch begeistert aber das finanzielle Polster fehlt), Familie und das recht komfortable Einkommen.

Fragestellungen:

  1. Wie würdet ihr an meiner Stelle weiter Vorgehen?
  2. Wie bewertet ihr die Readyness für Fire im Ausland aufgrund meiner finanziellen Situation?
  3. Welche Fragestellungen würdet ihr mir auf den Weg geben?

Ich werde den Post bei Bedarf ergänzen.

Danke vorab!

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u/Standard_Celery_4367 — 6 days ago
▲ 42 r/fireGermany+1 crossposts

Zu früh zum Stunden reduzieren?

Hier die Eckdaten zu meiner Vermögensaufstellung.
Etfs (world) 225.000
Einzel Titel 8.000
Krypto 13.000
Cash 7.000

Brutto Jahresverdienst, 87.000€.
Alter 35
Lebe alleine in einer Wohnung zur Miete, warm 850€.
Investiert wird monatlich 2400€ aktuell ausschließlich in ETF.

Die Idee ist bei erreichen von 500.000€. Nach Spanien oder Asien auszuwandern.
Die habe mir jeden Euro selbst erarbeitet und komme aus eher ärmlichen Verhältnissen.
Daher fällt es mir mental schwer auf so viel Geld zu verzichten und wenn ich es heute nicht zum Leben brauche. Jede Gehaltserhöhung wandert stumpf im Depot. Zudem fällt es mir schwer, mir etwas zu gönnen. Für Reisen und Erlebnisse habe ich es geschafft ohne schlechtes Gewissen Geld auszugeben.

Mittlerweile ist aber die Luft raus und Vollzeit einfach nur zäh. Also spiele ich mit dem Gedanken kürzer zu treten auch wenn das Ziel 500.000 weiter in die Ferne rückt.
Seit ich die 200.000 geknackt habe merke ich wie das Depot alleine arbeitet bzw mich stark unterstützt. Das schnelle Wachstum möchte ich nur ungern bremsen.

Ich sehe folgende Stunden Wochen als realistisch.
38, 35, 32

Oder doch weiter durchziehen?
Ich plane erstmal nicht im Ausland zu arbeiten. Ich benötige keinen Luxus und mach mir nichts aus Statussymbolen.

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u/Dry-Bug2853 — 7 days ago

Realistischer Weg mit 800k?

Ich habe nun folgenden Plan und brauche mal eure Einschätzung, ob das realistisch ist.

Ich liege derzeit bei 730k und möchte mein Vermögen (in ETF) bis 800k wachsen lassen.

Dann Job kündigen, nach Bulgarien ziehen und dort steuerlich ansässig werden.

Dort nach einem guten halben Jahr die ETFs verkaufen und umdichten in:
200k Geldmarktfonds
600k zu 1/3 gehebelter Heiliger amumbo und 2/3 msci world. Sollte etwa 10% Rendite p.a. Geben

Von den 200k könnte ich in Bulgarien oder auf Zypern 5 Jahre sehr komfortabel leben.
Und in der Zwischenzeit (sofern China nicht Taiwan einnimmt, die KI Blase platzt o.ä.) Würde mein Vermögen auf ca 1 Mio wachsen.

Bulgarien habe ich gewählt, weil ich dort als Deutscher ohne Probleme einwandern könnte, keine Aufenthaltsauflagen hätte und keine Kapitalertragssteuer zahle.

Macht das aus eurer Sicht Sinn oder habe ich einen Denkfehler?

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u/pivo161 — 7 days ago

Entnahmerechner?

Gibt es irgendwo einen Entnahmerechner, der auch Steuern und KV etc richtig abfrägt/berechnet? Ich habe so ne wilde Mischung aus Depot, Betriebsrente, Rente, etc...

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u/Honkey85 — 6 days ago

I think we are generally better than we think

Dear FIRE tribe,

I have posted before in this sub, and after running infinite calculations and Montecarlo simulations, as we are all doing, I think we are generally underestimating growth of assets.

I posted in previous questions, but our numbers are the following:

1.200.000 $ in stocks
Dividends paying around 3.000 $ per month
Life costs expected at around 4.5000 $ (a burn rate of 1.500 USD per month)
Holding around 300.000 $ in cash (the plan was to pay for a house with this)
Dividends grow around 4% per year, portfolio grows around 7%

I have re-run the numbers, and our yearly rate (around 18.000 $) is easily offset by the growth of the portfolio. If we stop working today, our cash will last for around 18 years. By then our portfolio is likely to grow above what we need, and also our dividends.

(I know I am leaving inflation aside, but with a dividend growth of 4% the inflation is likely to be offset too).

I can't wait to pull the trigger soon. But since this is my tribe, I would appreciate if anybody can point out to any error on my math!

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u/No_Fudge6123 — 5 days ago

Ändere meine Meinung: Minijobs abzuschaffen wäre extrem schwierig umzusetzen (Barista FIRE)

Die Rentenkommission schreibt "Die Kommission empfiehlt, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse (Minijobs) ohne Opt-out-Möglichkeit in die GRV einzubeziehen und ihren steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus abzuschaffen." Ebenso Midijobs. Die FinanzKommission Gesundheit hat es weniger explizit gesagt, aber in eine ähnliche Richtung argumentiert ("keine Sonderlösungen"). Das hieße Renten- und Krankenkassenbeiträge ab dem 1. Euro.

Wie aber könnte man das konkret umsetzen?

  1. Renten- und Krankenkassenbeiträge wirklich ab dem 1. Euro und prozentual vom Lohn. Das hieße aber jemand könnte 5 Stunden im Monat arbeiten gehen, 70 Euro verdienen und sich für 7 Euro im Monat krankenversichern - der Traum für alle, die Barista FIRE anstreben.

  2. Um das zu verhindern gibt es einen Mindestbeitrag von 200 Euro - ähnlich wie bei den freiwillig Versicherten. Das hieße aber für Familienversicherte wäre es völlig unattraktiv Arbeit aufzunehmen. Dies läuft auch den formulierten Zielen der Kommissionen konkret entgegen. Es würde darüber hinaus eine Abgabenerhöhung für alle Arbeitnehmer bis über 2000 Euro Monatslohn bedeuten. Man müsste die Familienversicherung so weit einschränken, dass diese nur noch für Eltern mit kleineren Kindern gilt, so dass Ehepartner ohne oder mit älteren Kindern sowieso nicht mehr versichert sind. Über die Anreiz- und Verteilungswirkung für andere Gruppen (Sozialhilfeempfänger, Geringverdiener) bin ich mir noch nicht ganz im Klaren.

  3. Es gibt einen Mindestbeitrag von 200 Euro, aber der Staat übernimmt für diejenigen, die keine sonstigen Einkünfte haben und unter das Existenzminimum fallen. Dies würde einen Antrag und eine Bedürftigkeitsprüfung bei jedem bisherigen Minijob bedeuten. Oder zumindest eine Prüfung anhand der Steuererklärung im Folgejahr, ob Bedürftigkeit im Vorjahr gegeben war. In jedem Fall eine ziemliche Bürokratie.

  4. Die Minijobgrenze wird einfach auf z.B. 250 Euro abgesenkt oder es gilt "mindestens 10 Arbeitstage pro Monat" für Versicherungspflicht - noch immer ein Traum für alle, die Barista FIRE anstreben, aber keine "Abschaffung der Minijobs".

  5. Es werden nur Rentenbeiträge auf Minijobs verpflichtend - das meiner Einschätzung nach realistischste Szenario. Aber das wäre der Erhalt des sozialversicherungspflichtigen Sonderstatus.

  6. Es kommt die Bürgerversicherung und alle Einkunftsarten werden zur Beitragsermittlung herangezogen. Politisch von der CDU nicht gewollt und auch die Rentenkommission hat sich explizit(!) gegen eine Einbeziehung anderer Einkunftsarten ausgesprochen.

Interessanterweise hat auch Österreich ein ähnliches Problem gehabt und dazu eine Opt In-Lösung beschlossen: wer geringfügig arbeitet, kann sich für 83 Euro im Monat freiwillig versichern - auch dies noch ein ziemlich guter Deal für Barista FIRE, da es wohl keine Mindeststundenanzahl gibt.

Übersehe ich ein Szenario, das realistisch umsetzbar wäre?

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u/Fluktuation8 — 8 days ago

Where do you keep your long-term FIRE portfolio?

I’m currently investing in ETFs through Trade Republic and I’m happy with it so far.
However, as my portfolio grows, I’m wondering if it’s still the best broker for a long-term FIRE portfolio.

Which broker do you use and why? Did you stay with Trade Republic or switch to something like IBKR, ING, DKB, Scalable, etc. once your portfolio got larger?

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u/Background-Raise6225 — 7 days ago

Über 20k Betrug bei N26 durch SMS-Spoofing &amp; Apple Pay – Wer hat ähnliche Erfahrungen mit der Erstattung?

Hallo zusammen,

ich wurde vorgestern Opfer einer extrem professionellen Betrugsmasche und stehe gerade unter Schock. Ich wollte fragen, ob hier jemand schon mal etwas Ähnliches bei N26 durchgemacht hat und mit Erstattung Erfahrung gemacht hat.

Was ist passiert? Ich habe einen Anruf von einem angeblichen N26-Mitarbeiter bekommen. Das Perfide: Parallel dazu kam eine SMS, die exakt im echten, offiziellen SMS-Verlauf von N26 aufgetaucht ist (siehe Screenshot). Der Täter wusste sogar meine Arbeitsadresse (vermutlich aus einem Hotel-Datenleck Anfang des Jahres, da die Karte nur gelegentich benutzt wurde) und wusste, dass ich Spaces (Unterkonten) habe. Echt merkwürdig!!!!!!

In dem psychologischen Stress am Telefon dachte ich, ich sperre mein Konto, habe aber stattdessen die Freigabe erteilt, meine Kreditkarte auf dem Apple Pay des Betrügers einzurichtenEcht totallll doofff von mir!!!!!! Danach wurden innerhalb von Minuten 6 Zahlungen (u.a. bei Apple und Louis Vuitton London) im Gesamtwertüber 20k durchgeführt. Ich habe keine einzige dieser Zahlungen autorisiert! (soweit ich weiss, wenn man über google/Apple Pay bezahlt, braucht kein Autorisierung, die einzige Autorisierung ist das Einfügen in der Wallet, was ich genauso gemacht habe!!! aaaahhhh)

Aktueller Stand zur Info:

  • Anzeige bei der Polizei ist raus.
  • Mein N26-Konto ist jetzt mit -3.456 € im Overdraft.
  • Chargebacks wurden von mir sofort eingereicht, N26 prüft den Fall jetzt für 10 Werktage.
  • Ein Anwalt für Bankrecht ist bereits für eine kostenlose Ersteinschätzung kontaktiert.

Hat jemand von euch so ein Chargeback-Verfahren bei N26 nach Apple-Pay-Betrug schon durch? Besonders mit SMS Spoofing.

Stellen sie sich quer oder greift hier der Schutz wegen nicht-autorisierter Zahlungen (§ 675u BGB)?

Danke für jeden Rat

u/fertanov — 8 days ago

Wann wäre bei uns ein realistischer Zeitpunkt für “Half FIRE”?

Guten Tag,

meine Frau und ich sind beide 26 und würden gerne eure Einschätzung hören, ob unser Plan realistisch ist und wann ihr den ersten großen Meilenstein erreicht seht.

Unsere Situation (leicht gerundet):

Investiertes Vermögen: ca. 200.000 € (100 % ETFs)

Zusätzlich ein Haus mit einem heutigen Wert von ca. 300.000 €. Aufgrund eines Wohnrechts ist es voraussichtlich (hoffentlich) noch lange nicht verwertbar. Deshalb rechnen wir konservativ nicht damit und sehen es eher als Bonus.

Monatliche Ausgaben: ca. 2.000 €

Aktuelle Sparrate: ca. 4.500 € pro Monat

Kinder sind bei uns kein Thema.

Unser Plan wäre folgender:
Sobald wir einen bestimmten Vermögensstand erreicht haben, würde meine Frau komplett aufhören zu arbeiten. Ich würde dann noch ungefähr fünf Jahre in Teilzeit weiterarbeiten. Mein Teilzeitgehalt würde unseren gesamten Lebensunterhalt decken, sodass wir in dieser Zeit keine Entnahmen aus dem Depot benötigen.
Falls es in dieser Phase oder kurz vor unserem endgültigen FIRE zu einem größeren Börsencrash kommt, wären wir flexibel und würden den Teilzeitabschnitt einfach entsprechend verlängern.
Danach möchten wir beide komplett FIRE machen. Unser Ziel wären dann etwa 3.500 € netto pro Monat in heutiger Kaufkraft, unter anderem weil wir dann gerne mehr reisen möchten.
Wir planen dabei ausdrücklich nicht, das Vermögen für die nächste Generation zu erhalten, sondern würden es bis ins hohe Alter (z. B. etwa 90 Jahre) weitgehend aufbrauchen.

Meine Fragen wären:
Ab welchem Vermögensstand würdet ihr sagen, dass meine Frau guten Gewissens komplett aufhören könnte?
Wann wäre das unter realistischen Renditeannahmen ungefähr erreichbar?
Welche reale Rendite würdet ihr für so eine Rechnung ansetzen?
Würdet ihr das Haus in irgendeiner Form berücksichtigen oder komplett außen vor lassen?
Welche Risiken oder Denkfehler seht ihr bei unserem Plan?

Vielen Dank schon mal für eure Einschätzungen!

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u/AcanthaceaeProper578 — 9 days ago

Wohnung einrichten

Hi,

ich ziehe in eine neue Stadt und bleibe dort 2-5 Jahre, danach eventuell Ausland Übersee.

Aktuell ist die Wohnung komplett leer bis auf Matratze und Küche.

Es ist eine eher minimalistische Einrichtung geplant, aber auf Spülmaschine, Waschmaschine, Sofa, Tisch würde ich ungern verzichten. In Anbetracht der kurzen Wohnzeit möchte ich dafür allerdings ungern mehrere Tausend ausgeben.

eBay Kleinanzeigen war eine Idee, allerdings muss man auch jedes Mal einen Transporter mieten, bzw eine Waschmaschine könnte ich nicht tragen + anschließen.

Hat jemand Ideen wie man es sich trotzdem gemütlich macht?

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u/Existing_Tap_8013 — 7 days ago