Ich habe als Kind bei „Flüsterpost“ absichtlich falsche Wörter weitergegeben

Als Kind habe ich bei Flüsterpost manchmal ganz bewusst etwas völlig anderes weitergeflüstert als das, was mir gesagt wurde. Ich fand es einfach viel zu lustig, wenn am Ende ein komplett absurder Satz herauskam und alle verzweifelt versucht haben herauszufinden, an welcher Stelle es schiefgegangen ist.

Natürlich habe ich nie zugegeben, dass ich die Runde absichtlich sabotiert hatte. 😅 Rückblickend eine ziemlich harmlose „Beichte“, aber damals kam ich mir dabei unglaublich clever vor.

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 12 hours ago
▲ 0 r/sparen+2 crossposts

Inwiefern kalkuliert ihr euer voraussichtliches Erbe in eure Finanzplanung mit ein?

Mich würde interessieren, wie ihr mit eurem voraussichtlich Erbe bei eurer langfristigen Finanzplanung umgeht.

Damit meine ich nicht nur das direkte Erbe von den Eltern, sondern z. B. auch solche Konstellationen:

Die Großeltern vererben Vermögen oder Immobilien an die Eltern, und die Eltern geben das an ihre Kinder weiter – etwa zur Tilgung eines Eigenheims. Oder man erbt selbst erst im höheren Alter von den Eltern und kann damit beispielsweise die eigene Altersvorsorge bzw. Rente deutlich aufbessern.

Bei mir persönlich besitzen beide Großeltern jeweils ein Eigenheim & Rücklagen und haben jeweils drei bis vier Kinder. Auch meine Eltern besitzen ein Eigenheim & Rücklagen und haben zwei Kinder. Wenn man das alles langfristig betrachtet, könnte mein späteres Erbe also durchaus eine relevante Größenordnung erreichen.

Gleichzeitig frage ich mich, wie sinnvoll es überhaupt ist, so etwas heute schon in die eigene Finanzplanung einzubeziehen. Plant ihr grundsätzlich so, als würdet ihr gar nichts erben, und seht alles, was später kommt, nur als Bonus? Oder berücksichtigt ihr ein relativ wahrscheinliches Erbe beispielsweise bei Sparrate, Immobilienfinanzierung oder Altersvorsorge? Noch mit ende 20 entspannt studieren?

Vielleicht noch als Kontext: Ich bin Einwandererkind in zweiter Generation einer einfachen Arbeiterfamilie. Für meine Familie ist das Thema Erben tatsächlich etwas komplett Neues, da meine Familie aus einem Land kommt, in dem es für sie kaum möglich war, über Generationen Vermögen aufzubauen. Deshalb fehlt mir bei dem Thema ein bisschen die familiäre Erfahrung.

Wie handhabt ihr das?

reddit.com

Wieso gilt man als „privilegiert“, nur weil man Eltern hat, die einen lieben und unterstützen?

Ich verstehe irgendwie nicht, warum es heutzutage teilweise als großes „Privileg“ dargestellt wird, wenn man Eltern hat, die einen lieben, sich um einen kümmern und versuchen, ihrem Kind eine möglichst gute und einfache Zukunft zu ermöglichen.

Das hat doch nichts mit "Privilegiert" zu tun, sondern sollte als "Standard" angesehen werden.

Sollte das nicht eigentlich das Minimum sein, wenn man sich dafür entscheidet, Kinder zu bekommen?

Natürlich weiß ich, dass nicht jeder dieses Glück hat und dass es leider viele Eltern gibt, die ihre Kinder vernachlässigen, ihnen keine Unterstützung geben oder ihnen sogar aktiv das Leben schwer machen. Aber nur weil es solche Eltern gibt, finde ich es komisch, normale, liebevolle und fleißige Eltern plötzlich so darzustellen, als wäre deren Verhalten etwas außergewöhnlich Privilegiertes.

Wenn Eltern hart arbeiten, sparen, ihrem Kind bei Ausbildung/Studium helfen oder ihm später vielleicht finanziell unter die Arme greifen, machen sie das doch meistens genau deshalb, weil sie ihr Kind lieben und möchten, dass es einmal leichter hat als sie selbst.

Natürlich hat das Kind dadurch objektiv bessere Startbedingungen als jemand, der diese Unterstützung nicht bekommt. Aber ist „privilegiert“ dafür wirklich der richtige Begriff? Für mich klingt das teilweise so, als müsste man sich dafür rechtfertigen oder sogar schämen, gute Eltern gehabt zu haben.

EDIT: Ich glaube, mein Punkt kommt falsch rüber. Mir geht es überhaupt nicht darum, dass alle Eltern ihre Kinder in derselben Form oder mit demselben Geldbetrag unterstützen können.

Für die einen bedeutet Unterstützung vielleicht, dem Kind das Studium zu finanzieren oder später bei einer Wohnung zu helfen. Für andere bedeutet es, trotz wenig Geld jeden Tag für das Kind da zu sein, ihm bei Problemen zu helfen, es zu fördern und auf Dinge zu verzichten, damit es dem Kind etwas besser geht. Und manche können finanziell fast gar nichts beitragen.

Mir geht es nicht um „Eltern müssen ihrem Kind ein Auto kaufen“ oder „Eltern müssen 50.000 € zurücklegen“. Mir geht es um die Haltung dahinter: sein Kind zu lieben und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten alles dafür zu tun, dass es ihm gut geht und es möglichst gute Chancen im Leben bekommt.

Natürlich sind die Möglichkeiten einer wohlhabenden Familie völlig andere als die einer Familie, die jeden Monat schauen muss, wie sie über die Runden kommt. Aber liebevolle Eltern können beide sein.

Genau das meine ich mit „normal“ bzw. dem Minimum: nicht eine bestimmte finanzielle Leistung, sondern dass man das Beste für sein eigenes Kind will und im Rahmen seiner Möglichkeiten danach handelt.

Und das können alle Eltern!

reddit.com
▲ 24 r/AutismusADHS+1 crossposts

Wie finde ich heraus, was mich wirklich glücklich macht?

Ich habe in letzter Zeit öfter darüber nachgedacht, was mich eigentlich wirklich glücklich macht – und irgendwie fällt mir darauf keine klare Antwort ein.

Ich weiß, was mir kurzfristig Spaß macht oder womit ich mich ablenken kann. Aber bei der Frage, was mich langfristig erfüllt und mir das Gefühl gibt, dass mein Leben „richtig“ für mich ist, bin ich ziemlich ratlos.

Man hört oft Sachen wie „Probier neue Dinge aus“, „Finde deine Leidenschaft“ oder „Hör auf dein Bauchgefühl“. Aber wie macht man das konkret, wenn man selbst gar nicht so genau weiß, wonach man sucht?

Deshalb würde mich interessieren: Wie habt ihr herausgefunden, was euch glücklich macht? Gab es bestimmte Erfahrungen, Veränderungen oder Fragen, die euch dabei geholfen haben?

Und vielleicht noch wichtiger: Woran merkt man überhaupt, dass etwas einen wirklich glücklich macht – und nicht nur kurzfristig beschäftigt?

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 2 days ago

Wie finde ich heraus, was mich wirklich glücklich macht?

Ich habe in letzter Zeit öfter darüber nachgedacht, was mich eigentlich wirklich glücklich macht – und irgendwie fällt mir darauf keine klare Antwort ein.

Ich weiß, was mir kurzfristig Spaß macht oder womit ich mich ablenken kann. Aber bei der Frage, was mich langfristig erfüllt und mir das Gefühl gibt, dass mein Leben „richtig“ für mich ist, bin ich ziemlich ratlos.

Man hört oft Sachen wie „Probier neue Dinge aus“, „Finde deine Leidenschaft“ oder „Hör auf dein Bauchgefühl“. Aber wie macht man das konkret, wenn man selbst gar nicht so genau weiß, wonach man sucht?

Deshalb würde mich interessieren: Wie habt ihr herausgefunden, was euch glücklich macht? Gab es bestimmte Erfahrungen, Veränderungen oder Fragen, die euch dabei geholfen haben?

Und vielleicht noch wichtiger: Woran merkt man überhaupt, dass etwas einen wirklich glücklich macht – und nicht nur kurzfristig beschäftigt?

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 2 days ago
▲ 2 r/Karriereratschlag+2 crossposts

Fachwirt für Büro- und Projektorganisation vs. Berufsspezialist IT-Beratung – welche Prüfung ist leichter?

Hallo zusammen,

ich überlege aktuell, eine berufliche Weiterbildung zu machen, und schwanke zwischen:

  • Fachwirt für Büro- und Projektorganisation
  • Berufsspezialist für IT-Beratung

Mich interessiert dabei vor allem die Schwierigkeit der Weiterbildung und der Abschlussprüfung.

Karrierechancen, Gehalt oder Ansehen der Abschlüsse sind für meine Entscheidung erstmal zweitrangig. Mir geht es konkret um die Frage:

Welche der beiden Weiterbildungen ist leichter zu schaffen und bei welcher ist es realistischer, eine gute bzw. sehr gute Note zu erreichen?

Besonders interessieren würden mich Erfahrungen zu:

  • Wie schwierig sind die Prüfungen tatsächlich?
  • Bei welcher Weiterbildung ist die Stoffmenge größer?
  • Wo muss man mehr auswendig lernen?
  • Wo ist mehr Verständnis bzw. Transfer gefragt?
  • Wie hoch ist der Lernaufwand neben dem Beruf?
  • Welche Prüfung ist besser vorhersehbar bzw. mit alten Prüfungen gezielt trainierbar?
  • Gibt es bei einer der beiden Weiterbildungen besonders schwierige Prüfungsteile?
  • Wie schwer ist es jeweils, nicht nur zu bestehen, sondern z. B. eine 2 oder besser zu erreichen?
  • Wie stark hängt der Schwierigkeitsgrad vom beruflichen Vorwissen ab?

Besonders hilfreich wären Antworten von Leuten, die eine dieser Prüfungen selbst geschrieben haben, aktuell dafür lernen oder vielleicht sogar beide Weiterbildungen gut kennen.

Falls ihr den Abschluss gemacht habt, würde mich auch interessieren:

Wie viel habt ihr ungefähr gelernt und welche Note/Punktzahl habt ihr am Ende erreicht?

Wenn ihr euch ausschließlich danach entscheiden müsstet, mit möglichst überschaubarem Lernaufwand und möglichst geringem Risiko eine gute Abschlussnote zu bekommen – welchen der beiden Wege würdet ihr wählen?

Danke euch!

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 2 days ago
▲ 2 r/Berufsberatung+4 crossposts

Ich wollte nur wissen ob ich theoretisch den Fachwirt machen könnte und muss dafür jetzt 50€ zahlen?

Hab mit dem Gedanken gespielt den Fachwirt zu machen und von der IHK prüfen lassen ob ich hierzu befugt wäre und nun kam eine Rechnung für 50€ dabei habe ich mich noch für Garnichts angemeldet. Versteht das jemand?

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 3 days ago
▲ 53 r/Berufsberatung+4 crossposts

M23 und 62K brutto im Jahr - Soll ich "Berufsberater" werden auch wenn es finanziell ein Downgrade wäre?

Ich bin 23 und verdiene ca. 62.000€ Brutto im Jahr als Fachinformatiker in einem IG Metall Konzern bei einer 35h Woche, kann mich also nicht beschweren, die Arbeit an sich und die Kollegen sind ganz ok, grundsätzlich gehe ich gerne zur Arbeit.

Problem: Es erfüllt mich 0. Ich habe kein spaß dabei und sehe auch keinen großen Sinn und Mehrwert in meiner Arbeit, es fühlt sich einfach nicht zufriedenstellend an. Es interessiert mich alles auch 0. Ich mache das Minimum weil ich einfach keine Motivation für mehr habe.

Ich glaube in der freien Wirtschaft würde mich kaum was Reizen, mir ist es so egal ob die Firma Kosten durch XY spart oder ob etwas "optimierbar" ist. Wenn juckts? Am liebsten würde ich irgendwie in der Krebsforschung oder so arbeiten

Da ich noch recht jung bin, meine Eltern mich unterstützen und mir auch Bafög Höchstsatz für ein Studium zustehen würde, überlege ich die ganze Zeit ob ich vielleicht irgendwas ganz neues machen soll. Die frage ist was? (Studium im Informatik Bereich schließe ich aus, da es mich wie gesagt nicht interessiert) Generell wüsste ich nicht was ich studieren soll. Psychologie oder Politikwissenschaften würde mich interessieren aber ich will auch nix studieren womit ich dann auf dem Arbeitsmarkt nicht wirklich relevant bin.

Das duale Studium bei der Agentur für Arbeit zum Berufsberater würde mich sehr reizen „Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung (BBB)“. Aber was wenn es mir dann doch nicht gefällt? Das Einstiegsgehalt liegt da bei 56.290€ brutto im Jahr.

Egal was ich mache, alles wäre finanziell wahrscheinlich ein Downgrade. Bin gefangen im Goldenen Hamsterrad.

Generell fühl ich mich zu jung um im Beruf schon "angekommen" zu sein. Ich bereue es dass ich vor der Ausbildung nicht so Sachen wie "Work and Travel in Australien" oder so gemacht habe. Damals hielt ich sowas für Quatsch und Zeitverschwendung.

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 4 days ago

„Unseren Kindern soll es mal besser gehen als uns“ – warum denken gefühlt so viele Eltern nicht so?

Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass der Satz „Unsere Kinder sollen es einmal besser haben als wir“ offenbar längst nicht für alle Eltern selbstverständlich ist.

Ich bekomme immer wieder mit, wie Eltern regelrecht neidisch auf den Erfolg ihrer eigenen Kinder wirken oder ihnen beim Erwachsenwerden kaum Unterstützung geben – weder emotional noch finanziell, obwohl sie es sich teilweise durchaus leisten könnten.

Natürlich finde ich nicht, dass Eltern ihre erwachsenen Kinder für immer komplett finanzieren müssen. Irgendwann gehört Selbstständigkeit dazu. Aber für mich gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen „Ich bringe meinem Kind bei, auf eigenen Beinen zu stehen“ und „Jetzt bist du 18, sieh zu, wie du klarkommst.“

Besonders krass finde ich Situationen, in denen Kinder noch zu Hause wohnen, vielleicht gerade Ausbildung oder Studium machen, und dann hohe Mieten an ihre eigenen Eltern zahlen müssen. Oder wenn Eltern sehen, dass ihr Kind etwas erreichen möchte, und statt es zu unterstützen eher vermitteln: Warum solltest du es leichter haben als ich damals?

Diese Einstellung verstehe ich überhaupt nicht. Wenn ich selbst schwere Zeiten hatte, müsste ich doch gerade deshalb wollen, dass meine Kinder bestimmte Schwierigkeiten nicht durchmachen müssen. Für mich sollte Fortschritt innerhalb einer Familie doch genau so funktionieren: Jede Generation versucht, der nächsten etwas bessere Ausgangsbedingungen zu ermöglichen.

Meine Eltern sind da zum Glück das komplette Gegenteil. Die würden gefühlt selbst extrem frugal leben, wenn sie dadurch uns Kindern bessere Bedingungen ermöglichen könnten. Nicht, weil wir alles geschenkt bekommen sollen, sondern weil sie wirklich wollen, dass wir es einmal weiterbringen und Möglichkeiten haben, die sie vielleicht selbst nicht hatten.

Vielleicht hat mich deshalb so geschockt, als ich mit zunehmendem Alter gemerkt habe, dass das keineswegs überall so ist.

Teilweise denke ich mir wirklich: Manche Menschen sind zwar biologisch Eltern, verhalten sich für mich aber eher wie Erzeuger.

Wie seht ihr das? Sollte es nicht eigentlich ein grundlegender Wunsch von Eltern sein, dass die eigenen Kinder es irgendwann besser haben als man selbst? Und wo liegt für euch die Grenze zwischen sinnvoller Erziehung zur Selbstständigkeit und dem unnötigen Erschweren des Lebens?

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 4 days ago
▲ 1 r/BAfoeG+4 crossposts

Sind wir reich?

Hallo zusammen,

die Überschrift ist bewusst etwas provokant formuliert. Ich frage mich das aber tatsächlich immer häufiger, wenn ich meine Familie mit anderen vergleiche.

Meine Eltern sind 48 und 50 (ich bin 24, meine Schwester 21) und verdienen heute zusammen etwas über 65.000 € brutto im Jahr. Früher war es entsprechend weniger. Beide kamen in ihrer Jugend, in den 90er praktisch mit nichts nach Deutschland. Mein Vater arbeitet im Handwerk, meine Mutter im Einzelhandel (Teilzeit).

Auch ihre Eltern hatten kaum Geld, arbeiteten im Niedriglohnsektor und haben nie eine deutsche Schule besucht. Meine Eltern haben jeweils mehrere Geschwister, hatten als Kinder nie ein eigenes Zimmer und waren nie im Urlaub. Große finanzielle Unterstützung gab es später ebenfalls nicht. Bezahlt wurden ihnen im Wesentlichen der Führerschein, das erste Auto und ein paar Möbel für die erste Wohnung.

Sie kamen also wirklich aus ziemlich armen Verhältnissen.

2001 kauften meine Eltern mithilfe eines Kredits eine Wohnung im Rohbau in Nord-West-Baden-Württemberg (Rhein-Neckar-Region) und bauten sie selbst fertig. Dort lebten wir einige Jahre.

2005/2006 bauten sie dann in einer Nachbarstadt in einer guten Gegend ein Haus. Dafür nahmen sie etwa 240.000 € Kredit auf, wobei allein das Grundstück 95.000 € kostete. Auch das Haus wurde zum großen Teil in Eigenleistung gebaut.

Die Wohnung verkauften sie später mit ungefähr 100.000 € Gewinn. Nachdem der Kredit der Wohnung abbezahlt war, floss dieses Geld direkt in den Hauskredit. Die restlichen rund 140.000 € zahlten sie innerhalb der nächsten zehn Jahre ab.

Heute dürfte das Haus ungefähr 700.000 € wert sein und ist komplett schuldenfrei. Die Instandhaltung kostet meine Eltern meistens weniger als 1.000 € im Jahr, weil mein Vater praktisch alles selbst repariert oder renoviert.

In den Jahren der Kreditrückzahlung haben wir relativ sparsam gelebt, aber ich hatte nie das Gefühl, dass uns etwas fehlt. Urlaub war meinen Eltern beispielsweise immer wichtig. Wir waren meistens ein- bis zweimal im Jahr weg, allerdings eher günstig, etwa in der Türkei, Bulgarien oder Tschechien.

An vielen anderen Stellen sparen sie dafür konsequent: viel Fahrrad statt Auto (Auto nutzen wir eigentlich nur am Wochenende und für Urlaube), Reparaturen selbst machen, Dinge lange benutzen, wenig unnötiger Konsum usw.

Seit das Haus vor ungefähr zehn Jahren abbezahlt wurde, können meine Eltern deutlich mehr zurücklegen und gleichzeitig ziemlich entspannt leben. Mittlerweile liegen auf ihrem Tagesgeldkonto knapp 150.000 €.

Und genau das bringt mich zu meiner eigentlichen Frage.

Freunde haben mich schon immer als „reich“ bezeichnet, weil wir in einem recht schicken Haus wohnen und meine Eltern mir beispielsweise Führerschein und erstes Auto (für 10K) bezahlt haben.

Jetzt studieren wir alle und ausgerechnet ich bin der Einzige in meinem Freundeskreis, der BAföG bekommt, ungefähr 450 € im Monat. Zusätzlich unterstützen mich meine Eltern trotzdem noch mit weiteren 600 €. Für das bestehen meines Studiums wurden mir 20.000 € von meinen Eltern zugesagt.

Das stört einige meiner Freunde offenbar so sehr, dass sie mir teilweise unterstellen, wir hätten beim BAföG-Antrag falsche Angaben gemacht. Haben wir aber nicht.

Und irgendwie lässt mich das Ganze inzwischen darüber nachdenken, wie unterschiedlich finanzielle Situationen entstehen können.

Meine Eltern hatten weder reiche Eltern noch Erbe noch besonders hohe Einkommen. Sie sind aus sehr armen Verhältnissen gekommen und haben trotzdem mit zwei eher normalen Berufen innerhalb von ungefähr 25 Jahren ein abbezahltes Haus im Wert von rund 700.000 € plus 150.000 € Ersparnisse aufgebaut.

Was vielleicht auch noch relevant ist: Auch meine Großeltern besitzen mittlerweile jeweils abbezahltes Wohneigentum. Dadurch ist es ziemlich wahrscheinlich, dass meine Eltern in den nächsten 20 Jahren irgendwann zusätzlich erben werden. Grob gerechnet dürften das auf beiden Seiten jeweils mindestens 100.000 € sein, auch wenn das natürlich nur eine Schätzung ist und niemand weiß, wie sich Immobilienwerte, Pflegekosten usw. bis dahin entwickeln.

Natürlich hatten sie sicherlich auch Glück mit dem Zeitpunkt des Immobilienkaufs und damit, dass mein Vater extrem viel selbst machen kann. Trotzdem frage ich mich:

Wie kann es sein, dass andere Familien mit ähnlichen oder teilweise sogar höheren Einkommen dauerhaft finanziell kaum auf einen grünen Zweig kommen?

Ist der Unterschied wirklich hauptsächlich Konsum und Lebensstil? Liegt es an Mieten, Kindern, Scheidungen, Krankheiten, fehlender Unterstützung, schlechten finanziellen Entscheidungen oder einfach daran, dass meine Eltern zur richtigen Zeit Immobilien gekauft und extrem viel Eigenleistung eingebracht haben?

Mich würden vor allem Erfahrungen von Leuten interessieren, die selbst mit wenig Geld aufgewachsen sind oder trotz normalem Einkommen finanziell kaum vorankommen.

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 7 days ago

Wie schafft ihr es bei euren Reisen so richtig in das Land, die Kultur und das Volk einzutauchen?

Als Tourist empfinde ich es immer schwer mal so richtig in das Leben vor Ort einzutauchen und kennenzulernen

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 10 days ago
▲ 0 r/BAfoeG+2 crossposts

Ich glaube, die meisten unterschätzen komplett, wie VIEL die Eltern eigentlich verdienen müssen, damit man wirklich 0 € BAföG bekommt

Ich lese ständig sowas wie: „Meine Eltern verdienen zu viel, deshalb bekomme ich kein BAföG.“

Aber wenn man sich die Freibeträge und die tatsächliche Anrechnung mal anschaut, ist „zu viel verdienen“ offenbar eine ganz andere Hausnummer, als viele denken.

Grob gerechnet liegt man bei verheirateten Eltern, die zusammenleben, ungefähr bei:

  • ohne Geschwister: ca. 4.250 € BAföG-relevantes Netto zusammen
  • mit einem jüngeren unterhaltsberechtigten Geschwister: ca. 5.200 € zusammen

Und erst dann geht es Richtung wirklich 0 € BAföG.

Ich hatte vorher ehrlich gesagt gedacht, dass man schon bei irgendeinem relativ normalen Doppelverdiener-Haushalt komplett raus ist. Aber offenbar müssen die Eltern schon ziemlich ordentlich verdienen, bevor wirklich gar nichts mehr übrig bleibt.

Deshalb frage ich mich mittlerweile, ob bei vielen „Meine Eltern verdienen zu viel für BAföG“ eigentlich eher bedeutet:
„Ich habe es nie genau ausgerechnet / nie beantragt / meine Eltern wollten ihre Unterlagen nicht rausrücken.“

Natürlich ist BAföG-relevantes Netto nicht einfach das normale Netto vom Konto und jeder Fall ist anders.

Aber die Größenordnung finde ich trotzdem ziemlich krass.

Bin ich der Einzige, der dachte, die Grenze liegt deutlich niedriger?

reddit.com
u/Acceptable_Media9210 — 10 days ago
▲ 1 r/Berufsberatung+3 crossposts

Was soll man beruflich eigentlich noch machen, wenn KI so weitergeht?

Ich habe gerade dieses Video über AGI gesehen:

https://youtu.be/wjnue6NJmKI

Und seitdem frage ich mich ernsthaft, was heute eigentlich noch eine sinnvolle Berufswahl ist – vor allem wenn man noch 30–40 Jahre Arbeitsleben vor sich hat.

Früher war die Empfehlung oft: Studium machen, etwas „Solides“ lernen, sich spezialisieren und dadurch langfristig einen sicheren Beruf haben.

Aber was bedeutet „sicher“ überhaupt noch, wenn KI in den nächsten Jahren immer mehr kognitive Aufgaben übernehmen kann?

Softwareentwicklung, Übersetzungen, Grafikdesign, Marketing, Buchhaltung, Recherche, Datenanalyse und teilweise sogar Beratung – vieles davon kann KI heute schon zumindest unterstützen. Wenn die Systeme noch deutlich besser werden, dürfte sich das Ganze weiter verschieben.

Andererseits kann man ja auch schlecht sagen: „Dann werde ich halt Handwerker“, denn niemand weiß, wie schnell Robotik und Automatisierung dort vorankommen.

Mich würde deshalb interessieren:

Wenn ihr heute nochmal 18–25 Jahre alt wärt und euch komplett neu entscheiden könntet – welchen Beruf bzw. welches Studium würdet ihr wählen?

Würdet ihr eher auf

  • Medizin / Pflege
  • Handwerk
  • Ingenieurwesen
  • Informatik / KI
  • Vertrieb / Unternehmertum
  • öffentlichen Dienst
  • soziale Berufe
  • etwas ganz anderes

setzen?

Oder glaubt ihr, dass die konkrete Berufswahl künftig sowieso weniger wichtig wird und man vor allem lernen sollte, mit KI zu arbeiten, sich schnell anzupassen und Probleme zu lösen?

Und besonders interessant: Gibt es hier Leute, die ihre aktuelle Karriereplanung wegen der KI-Entwicklung bereits geändert haben?

youtu.be
u/Acceptable_Media9210 — 10 days ago