r/politik

Wie steht ihr zum Thema Immigration, Kultur und Kriminalität?

Ich habe mich mein Leben lang als links eingeordnet und würde das im Grunde auch heute noch tun. Vor allem Themen wie Umwelt, Feminismus, Armut oder LGBT-Rechte beschäftigen mich sehr und werden aus meiner Sicht vor allem von linken oder eher linken Parteien aufgegriffen. Was mir allerdings etwas schwerfällt, ist die Frage der Immigration.

Das ist natürlich ein riesiges Thema. Hier geht es auch nicht darum, ob Immigration eingeschränkt werden sollte oder nicht. Was ich im Zusammenhang mit (sexualisierter) Gewalt gegen Frauen jedoch immer wieder höre, ist die Aussage, dass das Problem Männer seien, unabhängig von Herkunft, Kultur oder Religion. Grundsätzlich stimme ich dem zu. Weltweit sind es überwiegend Männer, die solche Verbrechen gegen Frauen begehen, auch in Ländern, in denen die Gleichstellung der Geschlechter vergleichsweise weit fortgeschritten ist.

Gleichzeitig würde ich aber lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich als Frau nachts allein auf der Straße vor einem deutschen Mann genauso viel Angst hätte wie vor einem Mann, der augenscheinlich aus Nordafrika oder dem Nahen Osten stammt. Viele männliche Migranten in Deutschland kommen eben aus Gesellschaften, in denen Frauen aufgrund ihres Geschlechts systematisch benachteiligt werden. Abgesehen von manchen konservativen oder religiösen Familien (sowohl christlich als auch muslimisch) wachsen Männer in Deutschland i.d. R. nicht mit der Vorstellung auf, dass „gute“, "anständige" Frauen sich bedecken und bis zur Ehe jungfräulich bleiben. Oder dass Frauen zu Hause bleiben sollten, während ausschließlich der Mann das Geld verdient. Oder dass Männer und Frauen grundsätzlich nicht miteinander befreundet sein dürfen (wobei solche Vorstellungen durch die Redpill-Bewegung wahrscheinlich die nächsten Jahre auch zunehmen werden).

Natürlich sieht es in jedem Land anders aus, aber insgesamt sind arabisch-muslimische Länder schon konservativer und stärker von traditionellen Geschlechterrollen geprägt. Und das hat natürlich auch Einfluss auf die Art und Weise, wie Männer mit Frauen umgehen, die diesen Vorstellungen nicht entsprechen.

Deshalb frage ich mich, warum sich viele linke Menschen so schwer damit tun, über den Einfluss von Kultur/Religion auf das Frauenbild mancher Menschen zu sprechen, und stattdessen wiederholen, Gewalt gegen Frauen habe damit nichts zu tun. Meiner Ansicht nach hilft es niemandem, wenn schwierige Fragen wie diese nicht diskutiert werden.

Ich bin natürlich offen für Kritik und andere Perspektiven. Mich würde interessieren, wie andere linke Menschen dieses Thema sehen.

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u/Several_Support4889 — 5 hours ago

Was ist nur aus der linken Religionskritik geworden?

Die politische linke hatte mal zu Ziel, Religionen kritisch zu sehen und sie vollends ins private zu drängen. Seit einigen Jahren fällt mir immer mehr auf wie immer wichtiger Religion in diesem Lager wird. Es werden auf Demos Gottesdienste gehalten und mit der Bibel argumentiert. Große Teile der linken unterwerfen sich missionierenden Religionen, zumindest werden sie durch diese hofiert. Warum ist das so? Warum gibt es keine linke Religionskritik mehr bei missionierenden Religionen?

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u/MicK_161 — 14 hours ago

Meinung: Nach Erfurt – Warum wir Religionskritik nicht der AfD überlassen dürfen und wieso sie transparenter sein muss!

Ich komme aus den Tiefen von Ostdeutschland und war bei der Widersetzen-Demo in Erfurt. Seitdem gehen mir einige Gedanken nicht mehr aus dem Kopf. Das hier ist keine wissenschaftliche Analyse, sondern meine persönliche Wahrnehmung — aber sie bestätigt sich leider oft in Gesprächen mit Freundeskreis, Umfeld und auch in der Wahlwerbung der AfD.

Die Rechte hat ein Narrativ geschaffen, viele eigentlich starke Werte als „links“, „naiv“ oder „schlecht“ darzustellen: Menschlichkeit, Solidarität, Antirassismus, Gleichberechtigung, offene Gesellschaft, Schutz von Minderheiten. Dadurch entsteht bei vielen gemäßigten Menschen ein Druckgefühl: Sie stehen eigentlich auf dem Boden der FDGO, laufen aber trotzdem politisch immer stärker der AfD hinterher.

Ich will die freiheitlich-demokratische Grundordnung erhalten, weil ich nicht glaube, dass die AfD unsere Probleme löst — weder kurz- noch langfristig.

Ein Teil des AfD-Erstarkens hängt für mich klar mit 2015 zusammen. Nicht, weil Geflüchtete als Menschen das Problem sind. Nicht, weil Hautfarbe, Herkunft oder Religion automatisch ein Problem wären. Aber weil viele Menschen seitdem das Gefühl haben, bestimmte Konflikte dürften nicht mehr offen angesprochen werden.

Dazu gehören auch Ereignisse, die sich tief ins Sicherheitsgefühl eingebrannt haben und von der AfD propagandistisch ausgeschlachtet werden, welche ich hier nochmal gerne dokumentieren möchte

- Breitscheidplatz 2016 – islamistischer Terroranschlag in Berlin.
- Würzburg 2016 – Axt-/Messerangriff in einem Zug, laut Ermittlern mit politisch-religiösem Motiv; IS-Bezug wurde geprüft.
- Ansbach 2016 – Sprengstoffanschlag eines syrischen Asylbewerbers, mit Hinweisen auf islamistischen Hintergrund.
- Dresden 2020 – tödlicher Angriff auf ein schwules Paar, islamistisch und homophob motiviert.
- Duisburg 2023 – Messerangriff im Fitnessstudio; die Bundesanwaltschaft sprach von IS-Ideologie und Angriffen auf vermeintlich „Ungläubige“.
- Mannheim 2024 – Messerangriff auf eine islamkritische Kundgebung, ein Polizist starb; laut Anklage gab es Sympathien für die Ideologie des IS.
- Solingen 2024 – Messeranschlag auf einem Stadtfest; laut Bundesanwaltschaft handelte der Täter aus radikal-islamistischer IS-Ideologie.
- Magdeburg 2024 Ja, kein „Islamist“ und „Ex-Muslim“ Trotzdem wurde auch diese Tat sofort politisch ausgeschlachtet und hat viele Menschen im „Narrativ“ der AfD bestätigt! Traurig, dass wir mittlerweile soweit sind!!!

Wenn Linke, Demokraten und Menschen, die eine offene Gesellschaft wollen, solche Themen komplett meiden, überlassen sie sie der AfD.

Aber die AfD spricht nicht darüber, weil sie Frauenrechte, queere Menschen, Ex-Muslime oder säkulare Muslime schützen will. Sie spricht darüber, um Angst zu erzeugen, Menschen zu pauschalisieren und „Remigration“ als Lösung zu verkaufen.

Wollen wir ihr das wirklich zulassen?🤷🏼‍♀️

Religion prägt Menschen ungemein in ihrem Sozialverhalten und in ihrer Persönlichkeit aber auch im Denken, Fühlen, Verhalten und in ihren Rollenbildern.

Das gilt für Islam, Christentum und jede andere Religion. Problematisch wird es wenn wir religiöse Vorstellungen über Grundgesetz, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit oder die Würde anderer Menschen gestellt werden.

Wenn wir das nicht offen ansprechen, wirkt Demokratie unehrlich und unglaubwürdig, dann entsteht genau das Vakuum, das Rechte füllen - wir sind ja mittlerweile alle „Zecken“ - „Alt-Parteiler“ - „Links-Grün-Versiffte“.

Meine Sorge ist, wenn demokratische Kräfte diese Debatte nicht führen, werden es andere machen — mit Hass, Pauschalisierung und extremen Forderungen.
Wir brauchen eine klare, säkulare, menschenrechtsbasierte und antirassistische Kritik an jeder Ideologie, die nicht mit der FDGO vereinbar ist.

Ich spreche mich mittlerweile auch soweit aus, dass sich Linke, Grüne, SPD und CDU oder zumindestens die Flügel, welche sich derer Probleme bewusst sind, zusammenzuschließen. Es ist nicht Rechts gegen Links, sondern Sicherheit gg. Angst und ich werfe es keinem Menschen vor, der Angst hat, nur müssen wir dafür sorgen, dass a) die real größere Angst am Ende von der AfD ausgeht und b) Angst, welche durch idealistisch-religiöse Events, Anschläge und Kultur, steigt, durch progressive Aufklärung minimieren.

Schweigen hilft am Ende nur den Extremen und ich möchte einfach nur mit meinen Mitmenschen zusammenleben und nicht dabei zusehen wie unschuldige Menschen am Ende unter der Politik von idealistischen Faschisten leidet 💔

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u/Ok_Ninja2972 — 9 hours ago
▲ 10 r/politik

Was machen wa jetzt?

Ernst gemeinte Frage:
Was machen wir jetzt eigentlich?

Ich habe gerade zunehmend das Gefühl, dass wir politisch auf einen Punkt zusteuern, über den zwar alle irgendwie reden, der aber trotzdem nicht wirklich mit der nötigen Konsequenz behandelt wird.

Die Lage wirkt meiner Meinung nach grob gesagt so:
Die CDU wird für viele immer unattraktiver, bleibt für viele konservative Wähler aber trotzdem die gefühlt einzige „realistische“ Option. Gleichzeitig wird die AfD stärker. Die soziale/progressive Wählerschaft ist zersplittert. Und während viele Menschen im Alltag spüren, dass Wohnen, Energie, Arbeit, Verwaltung, Infrastruktur, Bildung und soziale Sicherheit nicht gut genug funktionieren, wirkt die politische Antwort oft so, als würde man das Problem entweder verwalten oder kommunikativ umdeuten.

Mir geht es dabei nicht um simples CDU-Bashing oder um „mehr Geld löst alles“. Ich glaube, es ist gleichzeitig eine Sozialstaatsfrage, eine Prioritätenfrage, eine Verschwendungsfrage und eine Entbürokratisierungsfrage. Ja, eine funktionierende Wirtschaft ist wichtig. Aber „was der Wirtschaft hilft, hilft am Ende automatisch allen“ reicht als Erzählung aus meiner Sicht nicht mehr aus, wenn viele Menschen den Eindruck haben, dass bei ihnen konkret nichts ankommt.

Und genau deshalb frage ich mich: Was ist eigentlich die Strategie, wenn die AfD in weiteren Ländern stärkste Kraft wird oder irgendwann tatsächlich an die Spitze kommt? Warten wir einfach ab und hoffen, dass es schon irgendwie nicht passiert? Setzen wir weiter darauf, dass die Brandmauer allein reicht? Oder müsste demokratische Politik nicht viel stärker zeigen, dass sie im Alltag der Menschen wirklich etwas verbessert?

Für mich fühlt es sich gerade an wie ein Passagierschiff, das auf einen Eisberg zusteuert. Alle sehen ihn irgendwie, alle reden darüber, aber im Maschinenraum läuft trotzdem alles weiter wie vorher. Die Frage ist: Was macht man als normaler Passagier? Schon mal Richtung Rettungsboote gehen? Versuchen, andere zu warnen? Oder gibt es realistisch überhaupt eine Möglichkeit, gegenzusteuern?
Mich würde wirklich interessieren, wie ihr das seht: Was wäre jetzt eine kluge demokratische Strategie, nicht nur parteipolitisch, sondern gesellschaftlich?

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u/False-Swan-9855 — 16 hours ago
▲ 10 r/politik+1 crossposts

Lobbyismus vom Feinsten

​

Ich wusste ja, dass die Autoindustrie Lobbying betreibt. Aber mir war nicht klar, in welchem Ausmaß.

Allein in den USA sind in wenigen Jahren hunderte Millionen Dollar in Lobbying geflossen. In der EU gab es tausende Treffen zwischen Öl- und Autolobby und der Kommission. Gleichzeitig wurde jahrelang Stimmung gegen E-Autos gemacht. Teilweise mit Behauptungen, die später von Faktenchecks oder sogar Mitgliedern der eigenen Branche widerlegt wurden.

Was ich daran spannend finde: Dieselben Hersteller sagen ständig, Europa verliere den Anschluss an China bei E-Autos. Gleichzeitig setzen sie offenbar viel Energie darauf, strengere Vorgaben abzuschwächen oder hinauszuzögern, statt einfach günstigere Elektroautos und bessere Infrastruktur mit voranzutreiben.

Es wird mal wieder nur versucht die Regeln zu ändern, als sich dem Wettbewerb anzupassen.

Falls jemand den Artikel lesen will:

https://impuls.news/wirtschaft/autolobby-verbrenner-aus-elektroautos/

u/die_mexify_suchtet — 11 hours ago

Warum wird man in r/worldpolitics dafür gebannt, den Krieg in Gaza als Genozid zu bezeichnen?

https://www.ohchr.org/en/press-releases/2025/09/israel-has-committed-genocide-gaza-strip-un-commission-finds

Ich wurde in r/worldpolitics gebannt, offenbar weil ich gesagt habe, dass in Gaza ein Genozid stattfindet. Da war ich aus Zufall das erste Mal in diesem Rathole. Das ist aber natürlich nicht irgendeine Randtheorie: Amnesty International, eine UN-Untersuchungskommission und zahlreiche UN-Experten sind zu diesem Schluss gekommen, Human Rights Watch spricht von genozidalen Handlungen.
Ich finde es ehrlich gesagt völlig absurd, dass ein so großer politischer Subreddit eine derart einseitige pro-israelische Moderationslinie fahren kann. Weiß jemand, ob man gegen solche Moderation überhaupt etwas tun kann oder sind große Subreddits praktisch komplett der Willkür ihrer Mods ausgeliefert?

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u/JakobFroehn — 1 day ago
▲ 19 r/politik

Warum gibt es so viele Demos gegen die AfD, aber so wenige gegen Reformstau oder Korruption?

Mich beschäftigt eine Frage, zu der ich gerne unterschiedliche Perspektiven hören würde.

Warum gibt es in Deutschland so viele große, öffentlichkeitswirksame Demonstrationen gegen die AfD oder zu Themen wie Klimaschutz, während man vergleichsweise selten ähnlich große Proteste gegen die aktuelle Bundesregierung oder konkrete politische Entscheidungen sieht?

Ich meine damit zum Beispiel Themen wie Korruption, Reformstau, Lobbyeinfluss oder aus Sicht vieler Bürger unzureichende Reformen in Bereichen wie Wirtschaft, Bürokratie oder Soziales. Unabhängig davon, welche Partei gerade regiert, gibt es doch viele Menschen, die mit der Politik insgesamt unzufrieden sind.

Mir geht es ausdrücklich **nicht** darum, Proteste gegen die AfD oder für Umwelt- und Klimaschutz zu kritisieren. Ich frage mich vielmehr, warum sich gesellschaftlicher Protest scheinbar auf bestimmte Themen konzentriert, während andere Themen, die ebenfalls viele Menschen betreffen, deutlich seltener große Demonstrationen auslösen.

Liegt das an der Medienberichterstattung? Daran, dass sich gegen konkrete Reformen schwerer mobilisieren lässt als gegen eine Partei? Oder schätze ich das einfach falsch ein?
Mich würden eure Einschätzungen interessieren.

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u/Think-Ad-2427 — 1 day ago

Die Zeitung "Welt" übertreibt bzgl Erfurt maßlos

​

Ich war dabei, weil ich in Erfurt wohne. Und das Ausmaß an Schmutz, den sich insbesondere die Welt da zusammenframed, ist schon schockierend.

Tatsache ist: es wurde ein Reporter von Apollo News mit Gewalt von der Demonstration entfernt. Es soll einen schlag auf den Hinterkopf gegeben haben, wegen dem der Reporter in die Notaufnahme gegangen ist. Keine Schöne Sache, aber auch nichts neues. Journalisten gehen eigentlich nie ohne Polizeischutz mitten in eine Demo rein, wenn sie sich ausmalen können, dass die demonstrierenden ihnen feindselig gesinnt sein könnten. Ihr werdet auch nie einen Taz-Journo sehen, der sich traut in eine Meute AFD Anhänger zu Stiefeln. Und die Polizei warnt davor auch. Wer sich darüber hinwegsetzt, der tut das auf eigene Gefahr.

Ansonsten ist im Prinzip gar nichts passiert. Es gab Sitzblockaden, die mehr oder weniger gewaltsam aufgelöst wurden. Die Polizei hatte das geschehen aber sehr gut im Griff und es ist im Nachhinein ersichtlich, dass selbst die radikalsten Demoteilnehmer nicht mehr wollten, als den Parteitag zu behindern, was schon von früh als gescheitert galt. Danach sind die Gruppen von "Widersetzen" nur noch skandierend zur Hauptdemo und zurück zum Buss gestiefelt.

Man sollte meinen, dass genau diese radikalen Demoteilnehmer oben am Messeparkplatz angekommen doch auf die Idee kommen könnten, Stunk zu machen, oder? Guess what, haben sie nicht. Sie sind singend und tanzend die Straße entlanggezogen und haben sich oben dann der Hauptgemo angeschlossen. Das war da oben mehr Festival als alles andere.

Was mich an der Berichterstattung zudem stört ist dieser einseitige Fokus auf "Widersetzen". Kein Wort über das breitere Erfurter Bündnis "Zusammenstehen", das die Hauptarbeit bei der Organisation gemacht hat. Auch kein Wort über die Kundgebungen in der Stadt von FFF, der Erfurter Kulturszene und der Arbeiterwohlfahrt. (Letztere war ein politisch angehauchtes Familienfest wohlgemerkt)

Ich bin gestern Abend dann nachhausegegangen, ein AFD Wahlender Freund von mir meinte, Protestler haben auf einem Platz in seiner Nähe Campiert, war aber Friedlich. Die Verkäuferin um die Ecke meinte im Gespräch mit anderen, dass es ja bisher entspannt war.

Und was macht die "Welt" heute? Fabulieren über den heißen Sonntag, als würde heute endlich die Welt untergehen. Denen ist wohl entgangen, dass die meisten angereisten Protestierenden auch gestern wieder heimgekehrt ist. Woher sie das wissen könnten? Es gibt mehrere Lifeticker, wo eben auch die Abreise per Bus kommuniziert wird.

Sorry wenn das zu sehr wie ein Rant rüber kam. Das sollte nicht so sein. Ich will nur einen Eindruck wiedergeben, den zu teilen mir glaub ich zusteht, weil ich in Erfurt wohne.

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u/Jelly-Impossible — 1 day ago
▲ 13 r/politik

Ihr AfD Wähler seid einfach nur ein Witz

Zu behaupten, man müsse die "Alternative für Deutschland" wählen, weil man mit der aktuellen Politik unzufrieden ist, ist, als wenn ihr euren eigenen Kot esst, weil euch das Brot nicht mehr schmeckt.

Es gibt so viele kleine Parteien, die Möglichkeit selbst eine Partei zu gründen, die Möglichkeit aktiv in einer bestehenden Partei mitzuwirken, aber als nicht-Nazi eine Partei zu wählen, die eindeutig Nazis toleriert und teils sogar fördert, hat nichts mehr mit "Vernunft", "Alternative" oder sonstewas zu tun. Ihr wurdet manipuliert und ihr seid zu dumm um das zu merken. Fast niemand von euch hat früher rechtsextreme Parteien gewählt und nur weil die nun richtig Geld in Marketing pumpen, lasst ihr euch so stark beeinflussen, dass ihr sie nun doch wählt? Wie blind kann man sein.

Ich lache euch alle so aus, wenn die AfD in 2 Jahren derartig stark gescheitert ist, dass Deutschland ein Dritteweltland geworden ist, während ich mit einem Cocktail im Ausland arbeite.

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u/YUNOHAVENICK — 2 days ago
▲ 4 r/politik+2 crossposts

Wieso werden Studenten von der Politik so bevorzugt behandelt gegenüber Azubis/Duale Studenten?

Ich finde das System beim BAföG in Bezug auf duale Studierende ziemlich unfair. Rein finanziell kann ein normaler Vollzeitstudent mit BAföG + Minijob besser dastehen als jemand, der dual studiert, arbeitet, keine richtigen Semesterferien hat und deutlich weniger zeitliche Flexibilität besitzt.

Meine Beispielrechnung:

Annahmen:

  • Student wohnt alleine / nicht bei den Eltern
  • unter 25 und familienversichert
  • voller BAföG-Anspruch
  • Bachelor über 3,5 Jahre = 42 Monate
  • Minijob bis zur anrechnungsfreien Grenze
  • dualer Student bekommt den Semesterbeitrag vom Unternehmen gezahlt
  • BAföG-Student zahlt den Semesterbeitrag selbst

Der BAföG-Höchstsatz für Studierende, die nicht bei den Eltern wohnen, unter 25 und familienversichert sind, liegt aktuell bei 855 € pro Monat. (Studierendenwerke)

Dazu darf man bei einem normalen Nebenjob 2026 im Schnitt bis zur Minijobgrenze von 603 € brutto pro Monat verdienen, ohne dass das BAföG gekürzt wird. (BAföG Rechner)

Damit kommt der normale Vollzeitstudent erstmal auf:

855 € BAföG + 603 € Minijob = 1.458 € pro Monat

Natürlich muss BAföG später teilweise zurückgezahlt werden. Aber: Die Rückzahlung ist gedeckelt. Maximal sind es 10.010 €, bei vorzeitiger Einmalzahlung sogar nur 7.857,85 €. Außerdem beginnt die Rückzahlung erst 5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer. (BafG)

Auf 42 Monate Studium gerechnet sind das nominal:

7.857,85 € / 42 = 187,09 € pro Monat

Also:

855 € - 187,09 € = 667,91 € effektiver BAföG-Vorteil pro Monat

Wenn man Inflation berücksichtigt, ist die Rückzahlung real noch weniger wert, weil man das Geld erst Jahre später zurückzahlt. Bei einer groben Inflationsannahme von ca. 2,6 % kommt man auf ungefähr:

ca. 698 € effektiver BAföG-Vorteil pro Monat

Die EZB strebt mittelfristig 2 % Inflation an, und die deutsche Inflationsrate lag im Mai 2026 bei 2,6 %, daher ist eine solche Inflationsbetrachtung zumindest nicht völlig aus der Luft gegriffen. (European Central Bank)

Dann:

698 € BAföG-Vorteil + 603 € Minijob = 1.301 € pro Monat

Jetzt noch Semesterbeitrag abziehen. Die Bundesagentur für Arbeit nennt für staatliche Hochschulen ca. 250–350 € pro Semester, also nehme ich als Durchschnitt 300 € pro Semester = 50 € pro Monat. (Bundesagentur für Arbeit)

Damit landet der normale BAföG+Minijob-Student bei:

1.301 € - 50 € = ca. 1.251 € pro Monat

Und jetzt der Vergleich zum dualen Studium:

Viele duale Studenten bekommen netto ungefähr 900–1.050 € im Monat, je nach Branche, Unternehmen und Jahr. Brutto liegen viele Vergütungen grob im Bereich 700–1.500 €, bei Spitzenunternehmen auch höher; ein Qualitätsreport zum dualen Studium nennt durchschnittlich 1.169 € monatliche Vergütung. (Wegweiser Duales Studium)

Der entscheidende Punkt: Ein dualer Student kann zwar theoretisch BAföG beantragen, aber die Vergütung aus dem dualen Studium wird nicht wie ein normaler Nebenjob behandelt. Einkommen aus einem Ausbildungsverhältnis wird ohne den normalen Freibetrag angerechnet. (BafG)

Heißt praktisch:

Fall Effektiv verfügbar
Normaler Student mit BAföG + Minijob, nach Semesterbeitrag ca. 1.251 €/Monat
Dualer Student, Semesterbeitrag vom Unternehmen bezahlt ca. 900–1.050 €/Monat netto

Differenz:

ca. 200–350 € pro Monat zugunsten des normalen BAföG+Minijob-Studenten

Über 3,5 Jahre:

200–350 € × 42 Monate = ca. 8.400–14.700 € Unterschied

Und das ist der Teil, den ich unfair finde:

Der duale Student arbeitet deutlich mehr strukturiert und verpflichtend. Ein duales Studium kombiniert Hochschule und Unternehmen, ähnelt laut Bundesagentur für Arbeit eher einer Berufsausbildung als einem normalen Hochschulstudium und stellt hohe Anforderungen an die Zeitplanung. (Bundesagentur für Arbeit)

Außerdem hat man im dualen Studium oft keine normalen Semesterferien wie klassische Studierende, sondern verbringt die Zeit außerhalb der Hochschule im Unternehmen. Urlaub läuft dann eher wie bei Arbeitnehmern über die Praxisphasen. (Wegweiser Duales Studium)

Ein zusätzlicher Minijob ist dadurch für viele dual Studierende realistisch kaum machbar. Man hat Hochschule, Praxisphasen, Anwesenheitspflichten, Prüfungen, Projektarbeiten und im Zweifel noch Pendeln zwischen Hochschule und Betrieb.

Ein normaler Vollzeitstudent kann dagegen in vielen Studiengängen relativ problemlos einen Minijob machen — natürlich nicht in jedem Fach gleich gut. Bei Medizin, Jura oder sehr zeitintensiven/laborlastigen Naturwissenschaften ist das deutlich schwieriger. Aber in vielen anderen Studiengängen sind 8–10 Stunden Minijob pro Woche realistisch.

Mein Punkt ist nicht, dass BAföG schlecht ist. Im Gegenteil: BAföG ist finanziell extrem attraktiv, besonders wegen Zuschussanteil, Rückzahlungsdeckel und später Rückzahlung.

Mein Punkt ist:
Das System behandelt den Minijob des normalen Studenten deutlich großzügiger als die Vergütung eines dualen Studenten, obwohl der duale Student oft mehr Verpflichtungen und weniger Freizeit hat.

Dadurch kann es passieren, dass jemand, der „nur“ studiert und nebenbei minijobbt, am Ende monatlich besser dasteht als jemand, der dual studiert und faktisch schon im Berufs-/Ausbildungsalltag steckt.

Finde nur ich das unfair, oder übersehe ich etwas?

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u/MainPackage2847 — 2 days ago
▲ 15 r/politik

Alice Weidel Interview

Vor wenigen Minuten Interviewte Dunja Hayali (ARD) Alice Weidel (AfD), dieses Interview wurde etwas gestört durch Meinungsverschiedenheiten. Alice Weidel sagte mehrfach ihre Partei sollte von Frau Hayali „geframed“ worden sein, ich möchte hier nur anmerken das die Fragen sehr objektiv gestellt waren und das Interview professionell geführt wurde. Alice Weidel hatte keinen Grund sich so angegriffen zu fühlen. Also meine volle Solidarität mit Frau Hayali und vielen Dank für das interview.

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u/Topfblumen_12 — 2 days ago

Staatssimulation Grünland

Hallo

ich befasse mich mit virtuellen Staaten und würde hier gerne einen virtuellen Staat vorstellen und simulieren. Mit allen Verfassungsorganen, etc.

Ihr könnt euch auch beteiligen oder auch fragen stellen ("wer wählt die Regierung?" "welche Ausbildung hat die Polizei?" "welche parteien gibt es?").

Ich würde hier simulieren, dass sich im Süden Deutschlands ein ganz kleines Land 1945 unabhängig von der Bundesrepublik Deutschland machen durfte und sich seither entwickelt hat.

Ich würde mich auch auf diesen Thread beschränken, also keine weiteren Themen dazu eröffnen.

Darf ich das hier tun, ist das okay oder eher unpassend?

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u/1-mensch — 2 days ago

Links vs rechtspopulistisch. Findet ihr, dass da ein Unterschied besteht?

Habe gerade eine Nachricht auf ORF gelesen. https://orf.at/stories/3434932/

Da wird Fico als Linkspopulist bezeichnet. Orban wurde meines Wissens immer als Rechtspopulist bezeichnet.

Wie seht ihr die Vor-/Nachteile ob man links oder rechts steht aber trotzdem populistisch agiert. Ist nicht beides gleich schlimm?

u/Dense-Promotion-8125 — 3 days ago

Vielleicht haben wir eine Alternative

Als Sozialliberaler, der bei der FDP ausgetreten ist, sucht man vergeblich nach einer Partei die man wählen kann. Eine soziale FDP wäre schön aber, wenn man ehrlich ist wird es die nicht mehr geben.

Jetzt wird die AfD aus den Gründen gewählt, den Altparteien zu zeigen wo der Hammer hängt, und als Beweis das man vielleicht doch rechte Gedanken hat. Dies spitzt sich dahingehend zu, dass eine rechte Partei zur stärksten Partei wird und die CDU keine Bewegung Richtung gute Politik macht um dies abzuwenden.

Meine Partnerin und Bekanntenkreis ist, zunehmend links orientiert, und ich denke mir so - auch als jemand der keine Linken an der macht haben will „eigentlich“. Warum wählen wir - auch die nicht Linken - die Linke? Ich glaube das wäre einer CDU unangenehmer als eine AfD und könnte mehr Druck machen. Wie seht ihr das? Die Thematik ist zumindest im Kern sozialer auch wenn ich selber die Refinanzierung und SED Verherrlichung etc. garnicht Feier. Aber es könnte die CDU wirklich auf die Nerven gehen und man wählt keine AfD.

Ist nur (m)ein Gedankengang der beim Obduzieren vermutlich Ferdern lassen wird. Aber durch reden wird man bekanntlich schlauer.
Vielleicht weiß ich später wen ich wählen kann.

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u/False-Swan-9855 — 3 days ago

Was passiert bei einem AfD-Verbot?

Hallo

nehmen wir mal an, die AfD gewinnt in Sachsen-Anhalt 40% der Landtags-Sitze (das ist das, was die aktuellen Umfragen vorher sagen).

Die Verteilung gemäss aktuellen Umfragen ist so:

41% AfD

23% CDU

13% Linke

6% SPD

5% BSW

4% Grüne

4% FDP

Jetzt nehmen wir mal an, das wäre das endgültige Wahlergebnis.

Aufgrund der 5%-Hürde fliegen also Grüne und FDP raus. Nehmen wir mal an, BSW schafft knapp die 5%.

Die AfD hätte keine absolute Mehrheit. Aber sagen wir mal, die tun sich mit dem BSW zusammen. Das würde knapp für die Mehrheit reichen. Rechnung: 46*(100/92)=50% . 100/92 kommen daher, weil die 92% Stimmen (ohne Grüne und FDP) auf 100 erhöht werden müssen.

Nach all diesen Rechnungen komme ich zum Punkt:

  1. Was passiert mit den AfD-Leuten im Landtag und im Bundestag, wenn die AfD verboten wurde? Verlieren die ihr Mandat oder sind sie dann einfach als parteilos im Parlament?

  2. Was ist, wenn der Ministerpräsident von der AfD ist in Sachsen-Anhalt? Verliert der sein Amt oder ist er dann einfach ein parteiloser Ministerpräsident?

  3. Bei Verbotsverfahren in Deutschland werden am Tag des Verbots häufig die Räumlichkeiten der neu verbotenen Organisation durchsucht (beim compact-Magazin war das doch so).

Aber was ist, wenn bereits alle Polizeipräsidenten durch AfD-Extremisten ersetzt wurden und der Innenminister von Sachsen-Anhalt und die zuständigen Polizeipräsidenten an die unterstellten Polizeiabteilungen die Weisung erteilen, die Durchsuchungen nicht durchzuführen?

Ich meine damit: Ein allfälliges Verbotsverfahren wird frühestens 2027 oder eher 2028 entschieden (weil es ja noch gar nicht gestartet wurde), und bis dahin hat die AfD genügend Zeit, alle leitenden Positionen bei der Polizei auszutauschen bzw. stellt dann den weisungsbefugten Innenminister.

Allfällige Durchsuchungen von AfD-Büros müsste aber die Landespolizei durchführen, die aber an die Weisungen des AfD-Innenminister gebunden ist.

Kommt dann die Bundespolizei und macht die Durchsuchungen?

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u/1-mensch — 2 days ago
▲ 24 r/politik+1 crossposts

Identitären werden unterschätzt

Ich sehe viel zu selten Diskussionen über die Identitäre Bewegung und habe das Gefühl, viele unterschätzen, wie gut die mittlerweile vernetzt sind.

Das ist keine klassische Jugendgruppe mehr (falls sie das je waren), die nur irgendwo Transparente hält. Die Szene ist Teil eines größeren rechten Spektrums, das stark über Sprache arbeitet. Begriffe wie „Remigration“ oder „ethnokulturelle Identität“ tauchen inzwischen auch in ganz normalen politischen Debatten auf, obwohl sie ursprünglich aus genau diesem Umfeld kommen.

Die Strukturen wurden professioneller als man denkt. Internationale Vernetzung, Social Media Kampagnen, eigene Treffpunkte, Immobilienprojekte usw usw.. das ist ziemlich organisiert für etwas, das oft als Randphänomen beschrieben wird.

Politisch relevant wird es vor allem durch die Nähe zu Teilen der Parteienlandschaft in Österreich+Deutschland. Da geht es weniger um direkte Mitgliedschaften, sondern eher um Überschneidungen bei Themen, Sprache und Leuten im Umfeld usw

Gleichzeitig werden sie in Österreich und Deutschland von den Behörden als rechtsextrem eingeordnet und beobachtet. Verboten ist die Bewegung trotzdem nicht. Mhm.

Quelle: https://kontrast.at/identitaere-bewegung-rechtsextrem-erklaert/

u/die_mexify_suchtet — 3 days ago

Wie kann man zielgerichtet gegen das komische "erzieherische" Selbstverständnis vorgehen, dass der Staat momenten an den Tag legt?

Wie steht ihr zu der Ansicht, dass gerade die Merzkonservativen ihre Rolle total übertreiben und eine stumme Verachtung gegenüber dem freien Menschen ausleben?

Ich finde solche Regelungen wie die Krankschreibung sprechen eine deutliche Sprache von erzieherischer Kontrolle. Dass bei der Demokratie also (schon länger, aber nun umso heftiger) der Schwanz den Hund wedelt ist für mich damit hinlänglich klar.

Habt ihr Gedanken? Methoden? Ideen? Ich glaub, sowas wie Fridays For Future, aber Arbeitsmässig wäre fresh.

Man könnte sich kollektiv Freitag krankschreiben lassen und die Arztpraxen damit an ihre Belastungsgrenzen bringen, für die 4 Tage Woche werben und zeigen, dass unsere Produktivität ohnehin ins unermessliche gewachsen ist. Es ist Zeit mal durchzuatmen.

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u/Noackson — 3 days ago

Wahlberechtigte Stimmen sollten nach Altersgruppe gewichtet werden

Um alle Altersgruppen gleich an der politischen Entscheidungsfindung zu beteiligen, sollten die Stimmen je nach Anzahl der in der selben Altersgruppe abgegebenen Stimmen, gewichtet werden.

Beispiel: es gibt viel mehr 60+ Wähler als 18-20. Folgerichtig müssten die Stimmen der jüngeren Wähler deutlich stärker gewichtet werden, als die der Älteren.

Warum? Die meisten Entscheidungen haben Auswirkungen auf Jahrzehnte. Die Jüngeren werden also viel länger davon betroffen sein, als die Älteren. Also sollten sie auch genauso viel zu sagen haben. Das ist aktuell überhaupt nicht gegeben.

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u/Skare69 — 3 days ago
▲ 13 r/politik

Keine telefonischen Krankschreibungen mehr. Das wird lustig...

Ich verstehe den Sinn hinter diesem Zug. Papa Merz sagt wir sind zu faul und wer krank ist, muss abwägen ob es wert ist zum Arzt zu gehen. Aber außer Populismus der hier bedient wird sehe ich keinen Mehrwert für die allgemeine Bevölkerung. Weder wirtschaftlich, noch persönlich.

Beispiel: Meine Person. Ich sitze in Wiesbaden im Homeoffice für eine kleine aber internationale Firma. Ich habe mir tatsächlich einmal bei HR ein "Zeugnis" Anfang des Jahres angefragt, als diese Debatte losging. Hat mich interessiert wo ich stehe.

2025 hatte ich 6 Kranktage. Ich kann mich an diese Woche auch noch gut erinnern. Ich hatte eine fiese Grippe und hatte enormes Glück dass meine damals Verlobte, jetzt Frau, ausgebildete Krankenschwester ist und genau wusste was zu tun ist. Meine Alternative ohne meine Frau wäre das Krankenhaus gewesen, weil ich die ersten zwei Tage ohne Hilfe nicht alleine einkaufen gehen konnte. Geschweige denn die 45 Minuten Busfahren, die ich zu meinem aktuellen Hausarzt brauche. Weil der einzige Arzt der damals als ich hergezogen bin noch Platz hatte für neue Patienten ist am Popo der Welt. Und wenn jetzt das ganze Land zum Doc rennen muss für eine Krankschreibung... Dann bedeutet das in der Stadt wahrscheinlich lange Wartezeiten. Mit ein wenig Zynismus sehe ich dann viele Menschen, die einfach krank zur Arbeit gehen, weil ob ich nun im Büro ein Super-spreader werde, oder den halben Tag beim Arzt mit anderen Virenschleudern verbringe... Um es kurz zu machen, ich sehe keinen Mehrwert für mich als privatperson.

Ich sehe keinen Mehrwert für die Wirtschaft. Weil ich kann mich noch an Kranktag nummer 6 erinnern. Ich hatte Kopfschmerzen und leichtes Fieber. Ich habe meinen Doc angerufen kurz erklärt und gesagt, dass ein Tag wahrscheinlich reicht. Das... werde ich so nicht mehr machen. Wenn ich jetzt den halben Tag unterwegs bin, dann lasse ich mich solange krankschreiben, dass ich nicht wiederkommen muss. Dann wird aus dem einem Tag, eben drei. Oder 5. Je nachdem was der Arzt sagt. Und nein das wird kein Betrug oder irgendwas. Das wird weniger Mitwirkung von meiner Seite, dass ich eben nicht sage "Ach komm morgen gehts wieder wenn ich heute im Bett bleiben kann". Ich denke es werden viele so denken und die Menschen fallen nun seltener aber dafür deutlich länger aus.

Ja... Ich glaube das ist eine Milchmädchen Rechnung. Was ich eher für sinnvoll halte, ist es dem Arbeitgeber zu überlassen. Wenn wir eine Person A haben, einmal pro blauem Mond (Also sehr selten) krank ist, dann würde ich dieser Person mehr vertrauen, als Person B, die immer krank wird sobald eine Band in der Stadt ist.

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u/Winston_Duarte — 4 days ago

Buchempfehlungen linke Politik

Hallöchen,

ich würde gerne mir etwas mehr Wissen zu u.a. linker Politik und Ideologie aneignen. Könnt ihr mir Bücher, die möglichst neutral, aber auch kritisch reflektierend sind empfehlen? Gerne auch mit Bezug zum heutigen linken Spektrum.

Abgesehen davon bin ich auch offen für Bücher, die auch auf alle anderen Ideologien möglichst wertneutral und faktenbasiert eingehen.

Danke

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u/Own-Wolf-2761 — 4 days ago