
Identitären werden unterschätzt
Ich sehe viel zu selten Diskussionen über die Identitäre Bewegung und habe das Gefühl, viele unterschätzen, wie gut die mittlerweile vernetzt sind.
Das ist keine klassische Jugendgruppe mehr (falls sie das je waren), die nur irgendwo Transparente hält. Die Szene ist Teil eines größeren rechten Spektrums, das stark über Sprache arbeitet. Begriffe wie „Remigration“ oder „ethnokulturelle Identität“ tauchen inzwischen auch in ganz normalen politischen Debatten auf, obwohl sie ursprünglich aus genau diesem Umfeld kommen.
Die Strukturen wurden professioneller als man denkt. Internationale Vernetzung, Social Media Kampagnen, eigene Treffpunkte, Immobilienprojekte usw usw.. das ist ziemlich organisiert für etwas, das oft als Randphänomen beschrieben wird.
Politisch relevant wird es vor allem durch die Nähe zu Teilen der Parteienlandschaft in Österreich+Deutschland. Da geht es weniger um direkte Mitgliedschaften, sondern eher um Überschneidungen bei Themen, Sprache und Leuten im Umfeld usw
Gleichzeitig werden sie in Österreich und Deutschland von den Behörden als rechtsextrem eingeordnet und beobachtet. Verboten ist die Bewegung trotzdem nicht. Mhm.
Quelle: https://kontrast.at/identitaere-bewegung-rechtsextrem-erklaert/