r/Karriereratschlag

▲ 9 r/Karriereratschlag+1 crossposts

Was kann mit Physikstudium beruflich machen?

Ich überlege, Physik zu studieren und eventuell einen Master in Theoretischer Physik anzuschließen. Ganz sicher bin ich mir noch nicht, aber es soll auf jeden Fall in diese Richtung gehen. Meine Frage wäre nun: Welche beruflichen Möglichkeiten hat man damit? Ich habe ein wenig die Befürchtung, dass es abseits der akademischen Welt schwierig werden könnte, Fuß zu fassen.

reddit.com
u/Dependent-Tap-2509 — 5 days ago

Erster Jobwechsel als SAP-Berater und jetzt kann ich mich nicht entscheiden

Hi, ich bin SAP Berater und auf Jobsuche. Habe jetzt drei Angebote bekommen und kann mich schwer entscheiden. Hatte nicht damit gerechnet, dass mich so viele wollen. Bekomme überall mein Wunschgehalt:

- Wunschgehalt fix ohne Bonus, super Firmenkultur, junge nette Kollegen und coole Events, allerdings weniger Feiertage und Vertrauensarbeitszeit und das Gehalt wird erstmal so bleiben
- Wunschgehalt fix und extra Bonus obendrauf, wenig persönlicher Kontakt, gute Karrierechancen, Stundenerfassung
- fix weniger als Wunschgehalt, mit Bonus etwas drüber, Vertrauensarbeitszeit, gute Karrierechancen, Standort in der Nähe, sehr stark an den neuen Technologien dran, Richtung Projektleitung

Aktuell liebe ich an meinem Job vor allem das Miteinander mit den Kollegen und den Kunden, wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis. Das hat mich dann an Angebot 1 so sehr angesprochen. Bei 2 ist vor allem Gehalt und Entwicklung super attraktiv, hier fehlt mir aber evtl die persönliche Nähe. Bei 3 kann ich mich fachlich glaube ich gut entwickeln was vor allem die SAP Roadmap mit den neuen Technologien angeht und ggf. auch mittelfristig disziplinarische Verantwortung übernehmen.

Erfahrungen und Tipps könnten mir vllt hier weiterhelfen. Danke :)

reddit.com
u/for_better99 — 5 days ago

M39 - Karriere im QM fühlt sich nach Sackgasse an

Servus in die Runde,

Ich habe nach einem BWL Studium vor 10 Jahren eine Stelle im QM angefangen. Anfänglich bin ich viel international unterwegs gewesen, was den Reiz der Aufgabe ausgemacht hat.

Mittlerweile sind die großen Entwicklungen erreicht und die Fortschritte werden immer granulater. Ich kann es ehrlich verstehen, wenn Kollegen nur noch mit dem Kopf schütteln - ich empfinde es auch als zäh. Die Führung findet Worte über die Wichtigkeit des Themas, entscheidet aber was sie will.

Nun sitze ich da und werde das Gefühl nicht los, dass ich in der Sackgasse stecke. Ich hatte ein bisschen mit sowas gerechnet und habe vor 2 Jahre nochmal Wirtschaftspsychologie studiert, weil ich mir das Chancen ausgerechnet habe.

Gehalt ist mit 75k für mein Leben in Ordnung. Mehr dürfte es natürlich immer sein.

Ich frage mich jetzt, ob ich da in einer Sinnkrise stecke oder das ein handfestes Plateau ist.

Wir wohnen ländlich, große Arbeitgeber gibt es hier nicht. Kinder sind vorhanden und große Umzüge verbieten sich.

Ich bin gespannt was ihr sagt :) Liebe Grüße!

reddit.com
u/MeepCreep2 — 5 days ago

Unternehmenswechsel Biotech

Ich stehe momentan vor der Entscheidung ein neues Job-Angebot anzunehmen oder nicht. Ich war vor fast einem Jahr schon in einer ähnlichen Situation und hatte es dort ausgeschlagen, weil ich mich nicht dazu durchringen konnte aus unterschiedlichen Gründen. Jetzt bin ich wieder da und hadere. Leider geht es der ganzen Branche grad nicht gut und erschwerend möchte ich in Nord- bis Mitteldeutschland bleiben. Am liebsten hätte ich die eierlegende Wollmilchsau mit einem Job in meiner momentan Metropolregion, aber die Arbeitgeber kann ich an einer Hand abzählen. So viel zur Ausgangslage.

Ich möchte eigentlich wechseln weil ich schon länger nicht mehr zufrieden bin wo ich bin: es gab mehrere Kündigungswellen, aber wirklich Umstrukturierung um was zu ändern nicht. Das Leadership Team der Abteilung hat scheinbar keine Strategie, alles wird auf die Projektteams abgetreten und immer wenn man was anspricht krieg ich nicht viel mehr als ein "das müsst ihr selber wissen/regeln". Meine zukünftige Rolle ist schwammig, ich soll jetzt PL für ein Projekt machen, aber die Organisationsstruktur gibt das eigentlich nicht her (bin unter einem PL für ein paralleles Projekt aufgehängt und keine Leute direkt bei mir) aber da "solle ich mir nicht so viele Gedanken machen". Das ist nur zur Veranschaulichung wie es so läuft, in der Vergangenheit habe ich mich immer wieder nicht wertgeschätzt und verloren gefühlt. Auf der anderen Seite mag ich die Leute hier sehr, zumindest die die nicht bei der Leitung hängen. Ich hab mir in der Stadt was aufgebaut und möchte eigentlich in der Region bleiben, Arbeitgeber gibt es hier aber wie gesagt sehr begrenzt. Vielleicht sehen ich das Ganze hier auch zu pessimistisch, mir wird immer Mal wieder von Leuten gesagt, das sei überall so.....

Jetzt habe ich ein Angebot von einer Firma, zumindest nicht allzu weit weg (1.5 Stunden mit dem Zug), aber sehr kleiner F&E Standort (20 Leute vielleicht?) einer mittelgroßen (500-1000 Leute) Firma, die was neues in meinem Spezialgebiete aufbauen wollen. Geld-technisch ungefähr gleich, würde wechseln in einen Tarifvertrag mit leicht anderen Bedingungen. Meine jetzige Firma ist um einiges größer (>4000 Leute) und international und hat da halt ein paar nette Sachen wie HO wie es der Job hergibt wann immer ich will, 30 Tage offizielles Arbeiten aus dem Ausland etc. Die neue Stelle wäre wieder mehr Labor-basiert, es müsste halt alles neu etabliert werden, vielleicht gibt mir das wieder mehr Richtung und Erfolgserlebnisse, statt dem unklaren Geschwätz momentan. Ich habe aber Angst das ich fast einen Schritt zurück gehe, den ich evtl bereuen werde. Langfristig will ich aus dem Labor weitgehend raus.

Gibt es hier vielleicht Leute aus der Biotech Branche die sowas einschätzen können? Ist der Wechsel zu einer kleineren Firma, gerade mit so einem kleinen Standort zu riskant? Ist der große Konzern am Ende doch die bessere Entwicklungsmöglichkeit, auch wenn momentan alles den Bach runterzugehen scheint? Verbaue ich mir Chancen in dem ich wieder ins Labor gehe? Ich möchte nicht groß Pharmakarriere machen, aber nur Laborratte halt auch nicht, als technische/wissenschaftliche Spezialistin könnte ich mich recht gut sehen.

reddit.com
u/Kahddie — 5 days ago

Kein Wachstum im Konzern (gute Arbeitsbedingungen)

Ich arbeite in einem Konzern (bin Ende 20). Ich habe das Gefühl meine Lernkurve ist flach. Habe Angst um meine Zukunft. KI wird kaum eingesetzt (lerne ich also auch nicht). Wie damit umgehen?

reddit.com
u/Charming-Subject-229 — 6 days ago
▲ 5 r/Karriereratschlag+1 crossposts

Wie gelingt der Schritt zur internationalen Rolle?

Hallo zusammen,

ich (M40, Österreich, 20 Jahre IT/Cloud/Presales) stehe vor einer Entscheidung. Ich habe zwei Angebote vorliegen: Einmal die Rückkehr zum alten Arbeitgeber zu besseren Konditionen, einmal Solution Manager bei einer großen Beratung. Beide Pakete liegen bei ungefähr 125k Base + 55k OTE, womit ich eigentlich zufrieden bin.

Mein Haken: Beide Rollen fokussieren sich auf Central EMEA. Ich habe in der Vergangenheit viel mit Kunden und Teams in APAC/SEA gearbeitet und würde diesen Fokus wahnsinnig gerne wieder ausbauen.

Meine Frage an die international Tätigen hier: Wie komme ich aus Österreich/DACH heraus am besten an Rollen, die so international sind? Geht das in dieser Gehaltsklasse von Europa aus oder führt der Weg fast zwingend über Relocation nach Singapur oder ähnliches?

Danke für eure Erfahrungswerte!

reddit.com
u/CloudDiver16 — 6 days ago

Wie kann ich in Bewerbungen trotz meines türkischen Namens klarstellen, dass ich zu 100% Deutsch kann?

Edit: Ich bedanke mich herzlich bei allen, die mir geholfen haben! Ich habe einfach zwei sehr grobe Fehler gemacht und bei den Sprachen ''Deutsch (C2)'' geschrieben als einfach Muttersprache hinzuschreiben und sämtliche Informationen wie Geburtsort/ Nationalität nicht erwähnt gehabt! Jetzt muss ich nur noch irgendwie Glück haben. :))

Liebe Leute,

über den Rassismus, der in Bewerbungsverfahren stattfindet muss man ja nicht diskutieren.

Ich bin derzeit auf der Suche mach Studentenjobs in Berlin, nachdem ich in NRW mein ganzes Leben lang gewohnt habe. Die Suche nach einem Job, ist viel härter in Berlin, als dass es in NRW jemals war und paar Freunde haben in den Raum gestellt, dass man aufgrund meines Namens glauben könnte, dass ich kein Deutsch kann bzw. mit einem Akzent spreche oder sonst irgendwas. In NRW soll das ganze "Gastarbeitertum" eher in den Köpfen der Menschen verblieben sein.

Das Ding ist aber, dass ich zu 100% wie eine Deutsche aufgewachsen bin. Mein Migrationshintergrund ist die Gastarbeiterschaft meines Opas. Selbst mein Vater kann besser Deutsch als Türkisch und hat seinen ganzen Lehrgang und Lebensweg in Deutschland absolviert.

Ich möchte auch gar nicht suggerieren, dass ich "was Besseres" bin, weil ich Deutsch kann, doch möchte ich keine Chancen in der Arbeitssuche verpassen, nur weil geglaubt wird, dass ich kein Deutsch kann.

(Die meisten Stellen auf die ich bewerbe, setzen Deutsch auf C1/C2 als Voraussetzung).

Hat irgendwer Erfahrungen oder Ideen, wie ich in den Bewerbungen offen zeigen kann, dass ich Deutsche bin? Eine Freundin hat vorgeschlagen, mit einer Alibi- Frage einfach mal bei den Beauftragten anzurufen und damit zu zeigen, dass mein Name nicht trügen soll. Ebenfalls habe ich gelesen, dass manche ihren Geburtsort angeben usw. Jemand schlug auch vor, dass ich mir einen fake deutschen Namen zulegen sollte.

Das wirkt aber alles so absurd.

Ich bin wirklich am verzweifeln und würde mich über jeden Rat freuen!

reddit.com
u/sunflowermatcha — 14 days ago
▲ 7 r/Karriereratschlag+1 crossposts

Erst viel Lob und Vertrauen – nach zwei Wochen plötzlich Gehalt kürzen, Position ändern und am Ende kündigen. Was ist da passiert?

Ich würde gerne Erfahrungen von Menschen hören, die vielleicht schon einmal etwas Ähnliches erlebt haben. Mir geht es nicht darum, bestätigt zu bekommen, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich versuche einfach zu verstehen, wie ein Arbeitsverhältnis innerhalb weniger Wochen so extrem kippen kann.
Ich habe Anfang September bei einem größeren Autohaus im Neuwagenvertrieb angefangen.
Ich kam nicht völlig unerfahren in diesen Job. Ich hatte bereits im High-End-Vertrieb gearbeitet und wurde dort von einem Verkäufer geprägt, der in der Branche sehr bekannt ist und über Jahre außergewöhnlich starke Verkaufszahlen erzielt hat. Ich habe dadurch früh gelernt, was konsequente Kundenarbeit, Nachfassen, Verbindlichkeit und echter Abschlusswille bedeuten. Natürlich behaupte ich nicht, auf seinem Niveau zu sein – aber genau diese Vertriebsmentalität wollte ich in meine neue Position mitnehmen.
Zur Einordnung: Mit meinem Teamleiter meine ich den Senior-Verkäufer, mit dem ich im Arbeitsalltag eng zusammengearbeitet habe und der für mich im Vertrieb der direkte Ansprechpartner war. Der Verkaufsleiter war eine andere Führungskraft, mit der wir im täglichen Ablauf deutlich weniger zu tun hatten. Darüber stand noch der Filialleiter.
Ich war wirklich jemand, der am liebsten vom ersten Tag an schon verkauft hätte. Ich wollte direkt Kunden anrufen, Angebote machen und Abschlüsse erzielen. Gleichzeitig wurde ich immer wieder gebremst mit Aussagen wie: „Du musst erst die Systeme lernen“, „du musst erst dieses Thema können“ oder „lass dir Zeit mit der Einarbeitung“.
Menschlich wurde ich zunächst sehr positiv aufgenommen. Ich bin offen auf die Menschen dort zugegangen, habe viel gesprochen, gelacht und versucht, mich schnell einzufinden. Mir wurde mehrfach gesagt, dass ich eine offene und sympathische Art hätte. Sinngemäß fiel sogar der Satz: „Dich kann man eigentlich nur mögen.“
Ich bin allerdings auch nicht der Typ Mensch, der sich völlig unsichtbar macht. Ich bin offen, selbstbewusst, vielleicht auch etwas präsenter und direkter als jemand, der in einem neuen Team zunächst kaum etwas sagt. Ich stelle Fragen, sage meine Meinung und habe im Vertrieb Ehrgeiz. Dabei ging es mir aber nie darum, jemanden zu dominieren oder mich über andere zu stellen.
Das Team bestand fast ausschließlich aus Männern und war bereits sehr eingespielt. Viele kannten sich lange und hatten untereinander eine feste Dynamik. Auf mich wirkte es teilweise so, als würde man sehr stark zusammenhalten und langjährige Kollegen eher schützen. Rückblickend frage ich mich deshalb auch, ob meine offene und selbstbewusste Art in dieser bestehenden Struktur anders wahrgenommen wurde, als ich sie gemeint habe.
Fachlich war das Feedback anfangs ebenfalls positiv. Gerade mein Teamleiter, der mich im Alltag tatsächlich erlebt hat, sagte mir mehrfach, dass ich Vertrieb könne, dass ich gut sei und dass man sehe, wie viel ich telefoniere. Auch ein Trainer bewertete meine vertriebliche Art positiv.
Schon früh wurde außerdem immer wieder mein ehemaliger Arbeitgeber als möglicher Geschäftskunde angesprochen. Ich hatte mehrfach deutlich gemacht, dass ich diesen Kontakt nicht herstellen möchte, trotzdem kam das Thema immer wieder auf.
Der eigentliche Bruch kam für mich aber nach ungefähr zwei Wochen.
Der Verkaufsleiter, mit dem ich im normalen Alltag deutlich weniger zu tun hatte als mit meinem Teamleiter, kam zu mir und wollte plötzlich meine Konditionen verändern. Mein Fixgehalt von 5.000 Euro sollte auf 3.000 Euro reduziert werden, der vereinbarte Homeoffice-Tag sollte wegfallen und meine Position sollte nach außen als Junior dargestellt werden.
Ich habe diese Änderungen abgelehnt und den Betrieb an diesem Tag verlassen.
Noch von zuhause habe ich eine Übersicht über ungefähr 25 Kundenkontakte geschickt, die ich bearbeitet hatte und die auch im System dokumentiert waren. Darauf bekam ich wiederum positives Feedback: Meine Dokumentation sei professionell, sauber und sehr gut.
Danach meldete sich der Filialleiter bei mir und wollte, dass ich zurückkomme.
Die Änderungen wurden wieder zurückgenommen. Mein Fixgehalt sollte bei 5.000 Euro bleiben, ebenso die ursprüngliche Homeoffice-Regelung.
Trotzdem war danach nichts mehr wie vorher.
Ich musste plötzlich mein Büro wechseln. Mein Gehalt war inzwischen offenbar im Team bekannt und wurde thematisiert. Bei mir entstand zunehmend der Eindruck, dass die Höhe meines Fixgehalts bei einigen für Unmut oder vielleicht auch Neid sorgte. Beweisen kann ich das natürlich nicht.
Ab diesem Zeitpunkt wurden außerdem Kleinigkeiten stärker kritisiert: dass ich mein Büro abschließe, wenn ich gehe, dass eine Pause einmal ein paar Minuten länger war oder dass ich auf dem Hof geparkt hatte. Alles Dinge, die angesprochen und aus meiner Sicht anschließend geklärt waren.
Gleichzeitig wurde plötzlich meine grundsätzliche Eignung für den Neuwagenvertrieb infrage gestellt.
Und genau das verstehe ich bis heute nicht.
Ich musste die internen Systeme und Abläufe lernen. Ich musste aber nicht erst lernen, was Vertrieb grundsätzlich ist.
Besonders widersprüchlich war für mich, dass ich mehrfach genau dann ausgebremst wurde, wenn Kunden bereits konkret wurden. Es gab Kunden, die Angebote hatten, nur noch letzte Abstimmungen benötigten beziehungsweise schon zum Unterschreiben kommen wollten – und ausgerechnet in solchen Phasen wurde ich wieder gestoppt.
Das macht es für mich bis heute schwer nachvollziehbar, wenn anschließend mangelnde Leistung als Thema im Raum steht.
Ich wollte verkaufen.
Und teilweise wurde ich genau an dem Punkt gebremst, an dem aus meiner Arbeit tatsächlich Geschäft werden konnte.
Dazu kam, dass ich einen bestehenden Kundenstamm übernommen hatte. Mehrere Kunden erzählten mir, dass ihnen zuvor Angebote oder Rückmeldungen versprochen worden seien, die teilweise überhaupt nicht gekommen seien. Einige beschrieben ihre vorherige Betreuung mir gegenüber ausdrücklich als unzuverlässig.
Ich wollte deswegen niemanden persönlich schlechtmachen. Mein Gedanke war einfach: Dann holen wir die Kunden wieder ab. Wir kümmern uns, schicken Angebote, fassen nach, gewinnen Vertrauen zurück und versuchen, daraus wieder Geschäft zu machen.
Genau dafür wollte ich dort arbeiten.
Und inzwischen haben sich sogar Kunden bei mir gemeldet, die ausdrücklich enttäuscht beziehungsweise verärgert darüber sind, dass ich nicht mehr dort bin und gerne weiterhin von mir betreut worden wären. Ein Kunde wollte seine Sicht sogar ausdrücklich per Sprachnachricht festhalten.
Gerade deshalb fällt mir die spätere Aussage noch schwerer:
„Es hat einfach nicht gepasst.“
Denn was genau hat nicht gepasst?
Ich war neu und sicherlich nicht perfekt. Aber ich wollte arbeiten. Ich wollte verkaufen. Ich habe telefoniert, Kunden kontaktiert, Angebote bearbeitet, wollte Kunden zurückholen und Abschlüsse machen.
Was mich bis heute beschäftigt, ist dieser komplette Wechsel innerhalb weniger Wochen.
Erst:
„Du kannst Vertrieb.“
„Du bist gut.“
„Du telefonierst viel.“
„Lass dir Zeit.“
„Dich kann man eigentlich nur mögen.“
Dann plötzlich:
Gehalt reduzieren. Junior-Einstufung. Homeoffice streichen.
Danach wieder:
„Deine ursprünglichen Konditionen bleiben bestehen.“
Dann Büro wechseln, stärkere Kritik an Kleinigkeiten, Zweifel an meiner Eignung und schließlich die Kündigung.
Und am Ende nur:
„Es hat nicht gepasst.“
Hat jemand schon einmal eine ähnliche Situation erlebt, in der ihr zunächst sehr positiv aufgenommen wurdet und innerhalb weniger Wochen plötzlich die komplette Stimmung gekippt ist?
Mich würde besonders interessieren, ob ihr später herausgefunden habt, ob dahinter eher Teamdynamiken, Konkurrenzdenken, Gehaltsneid, langjährige Loyalitäten oder interne Entscheidungen standen, von denen ihr als neue Mitarbeiter überhaupt nichts mitbekommen habt.
Denn inzwischen beschäftigt mich fast weniger die Kündigung selbst.
Mich beschäftigt vielmehr, wie aus so viel positivem Feedback innerhalb weniger Wochen plötzlich das komplette Gegenteil werden konnte.

reddit.com
u/MinimumBed1016 — 13 days ago

Was waren Fragen im Vorstellunggespräch, wo ihr am meisten um die Ecke denken musstet?

Vor Kurzem hatte ich ein Vorstellungsgespräch, in dem mich die Personalerin zum einen gefragt hat, was meiner Meinung nach der Aspekt am Job wäre, der mir am wenigsten Spaß macht und mich zum anderen mit einem philosophisches Problem konfrontiert. Und zwar wenn bei einem Schiff alle Planken ausgetauscht werden, ist es noch das selbe Schiff? wtf?!?! :D

Ich habe bei beiden Fragen kurz gestockt und dann etwas Unsinniges geantwortet. Im Nachhinein ärgert es mich, dass ich nicht besser vorbereitet war. Aber ich war einfach total perplex... Was waren unerwartete Fragen im Jobinterview, die euch begegnet sind und konntet ihr vielleicht besser darauf reagieren als ich? :)

reddit.com
u/MeisterTanne — 14 days ago

Erst viel Lob und Vertrauen – nach zwei Wochen plötzlich Gehalt kürzen, Position ändern und am Ende kündigen. Was ist da passiert?

Ich würde gerne Erfahrungen von Menschen hören, die vielleicht schon einmal etwas Ähnliches erlebt haben. Mir geht es nicht darum, bestätigt zu bekommen, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich versuche einfach zu verstehen, wie ein Arbeitsverhältnis innerhalb weniger Wochen so extrem kippen kann.
Ich habe Anfang September bei einem größeren Autohaus im Neuwagenvertrieb angefangen.
Ich kam nicht völlig unerfahren in diesen Job. Ich hatte bereits im High-End-Vertrieb gearbeitet und wurde dort von einem Verkäufer geprägt, der in der Branche sehr bekannt ist und über Jahre außergewöhnlich starke Verkaufszahlen erzielt hat. Ich habe dadurch früh gelernt, was konsequente Kundenarbeit, Nachfassen, Verbindlichkeit und echter Abschlusswille bedeuten. Natürlich behaupte ich nicht, auf seinem Niveau zu sein – aber genau diese Vertriebsmentalität wollte ich in meine neue Position mitnehmen.
Zur Einordnung: Mit meinem Teamleiter meine ich den Senior-Verkäufer, mit dem ich im Arbeitsalltag eng zusammengearbeitet habe und der für mich im Vertrieb der direkte Ansprechpartner war. Der Verkaufsleiter war eine andere Führungskraft, mit der wir im täglichen Ablauf deutlich weniger zu tun hatten. Darüber stand noch der Filialleiter.
Ich war wirklich jemand, der am liebsten vom ersten Tag an schon verkauft hätte. Ich wollte direkt Kunden anrufen, Angebote machen und Abschlüsse erzielen. Gleichzeitig wurde ich immer wieder gebremst mit Aussagen wie: „Du musst erst die Systeme lernen“, „du musst erst dieses Thema können“ oder „lass dir Zeit mit der Einarbeitung“.
Menschlich wurde ich zunächst sehr positiv aufgenommen. Ich bin offen auf die Menschen dort zugegangen, habe viel gesprochen, gelacht und versucht, mich schnell einzufinden. Mir wurde mehrfach gesagt, dass ich eine offene und sympathische Art hätte. Sinngemäß fiel sogar der Satz: „Dich kann man eigentlich nur mögen.“
Ich bin allerdings auch nicht der Typ Mensch, der sich völlig unsichtbar macht. Ich bin offen, selbstbewusst, vielleicht auch etwas präsenter und direkter als jemand, der in einem neuen Team zunächst kaum etwas sagt. Ich stelle Fragen, sage meine Meinung und habe im Vertrieb Ehrgeiz. Dabei ging es mir aber nie darum, jemanden zu dominieren oder mich über andere zu stellen.
Das Team bestand fast ausschließlich aus Männern und war bereits sehr eingespielt. Viele kannten sich lange und hatten untereinander eine feste Dynamik. Auf mich wirkte es teilweise so, als würde man sehr stark zusammenhalten und langjährige Kollegen eher schützen. Rückblickend frage ich mich deshalb auch, ob meine offene und selbstbewusste Art in dieser bestehenden Struktur anders wahrgenommen wurde, als ich sie gemeint habe.
Fachlich war das Feedback anfangs ebenfalls positiv. Gerade mein Teamleiter, der mich im Alltag tatsächlich erlebt hat, sagte mir mehrfach, dass ich Vertrieb könne, dass ich gut sei und dass man sehe, wie viel ich telefoniere. Auch ein Trainer bewertete meine vertriebliche Art positiv.
Schon früh wurde außerdem immer wieder mein ehemaliger Arbeitgeber als möglicher Geschäftskunde angesprochen. Ich hatte mehrfach deutlich gemacht, dass ich diesen Kontakt nicht herstellen möchte, trotzdem kam das Thema immer wieder auf.
Der eigentliche Bruch kam für mich aber nach ungefähr zwei Wochen.
Der Verkaufsleiter, mit dem ich im normalen Alltag deutlich weniger zu tun hatte als mit meinem Teamleiter, kam zu mir und wollte plötzlich meine Konditionen verändern. Mein Fixgehalt von 5.000 Euro sollte auf 3.000 Euro reduziert werden, der vereinbarte Homeoffice-Tag sollte wegfallen und meine Position sollte nach außen als Junior dargestellt werden.
Ich habe diese Änderungen abgelehnt und den Betrieb an diesem Tag verlassen.
Noch von zuhause habe ich eine Übersicht über ungefähr 25 Kundenkontakte geschickt, die ich bearbeitet hatte und die auch im System dokumentiert waren. Darauf bekam ich wiederum positives Feedback: Meine Dokumentation sei professionell, sauber und sehr gut.
Danach meldete sich der Filialleiter bei mir und wollte, dass ich zurückkomme.
Die Änderungen wurden wieder zurückgenommen. Mein Fixgehalt sollte bei 5.000 Euro bleiben, ebenso die ursprüngliche Homeoffice-Regelung.
Trotzdem war danach nichts mehr wie vorher.
Ich musste plötzlich mein Büro wechseln. Mein Gehalt war inzwischen offenbar im Team bekannt und wurde thematisiert. Bei mir entstand zunehmend der Eindruck, dass die Höhe meines Fixgehalts bei einigen für Unmut oder vielleicht auch Neid sorgte. Beweisen kann ich das natürlich nicht.
Ab diesem Zeitpunkt wurden außerdem Kleinigkeiten stärker kritisiert: dass ich mein Büro abschließe, wenn ich gehe, dass eine Pause einmal ein paar Minuten länger war oder dass ich auf dem Hof geparkt hatte. Alles Dinge, die angesprochen und aus meiner Sicht anschließend geklärt waren.
Gleichzeitig wurde plötzlich meine grundsätzliche Eignung für den Neuwagenvertrieb infrage gestellt.
Und genau das verstehe ich bis heute nicht.
Ich musste die internen Systeme und Abläufe lernen. Ich musste aber nicht erst lernen, was Vertrieb grundsätzlich ist.
Besonders widersprüchlich war für mich, dass ich mehrfach genau dann ausgebremst wurde, wenn Kunden bereits konkret wurden. Es gab Kunden, die Angebote hatten, nur noch letzte Abstimmungen benötigten beziehungsweise schon zum Unterschreiben kommen wollten – und ausgerechnet in solchen Phasen wurde ich wieder gestoppt.
Das macht es für mich bis heute schwer nachvollziehbar, wenn anschließend mangelnde Leistung als Thema im Raum steht.
Ich wollte verkaufen.
Und teilweise wurde ich genau an dem Punkt gebremst, an dem aus meiner Arbeit tatsächlich Geschäft werden konnte.
Dazu kam, dass ich einen bestehenden Kundenstamm übernommen hatte. Mehrere Kunden erzählten mir, dass ihnen zuvor Angebote oder Rückmeldungen versprochen worden seien, die teilweise überhaupt nicht gekommen seien. Einige beschrieben ihre vorherige Betreuung mir gegenüber ausdrücklich als unzuverlässig.
Ich wollte deswegen niemanden persönlich schlechtmachen. Mein Gedanke war einfach: Dann holen wir die Kunden wieder ab. Wir kümmern uns, schicken Angebote, fassen nach, gewinnen Vertrauen zurück und versuchen, daraus wieder Geschäft zu machen.
Genau dafür wollte ich dort arbeiten.
Und inzwischen haben sich sogar Kunden bei mir gemeldet, die ausdrücklich enttäuscht beziehungsweise verärgert darüber sind, dass ich nicht mehr dort bin und gerne weiterhin von mir betreut worden wären. Ein Kunde wollte seine Sicht sogar ausdrücklich per Sprachnachricht festhalten.
Gerade deshalb fällt mir die spätere Aussage noch schwerer:
„Es hat einfach nicht gepasst.“
Denn was genau hat nicht gepasst?
Ich war neu und sicherlich nicht perfekt. Aber ich wollte arbeiten. Ich wollte verkaufen. Ich habe telefoniert, Kunden kontaktiert, Angebote bearbeitet, wollte Kunden zurückholen und Abschlüsse machen.
Was mich bis heute beschäftigt, ist dieser komplette Wechsel innerhalb weniger Wochen.
Erst:
„Du kannst Vertrieb.“
„Du bist gut.“
„Du telefonierst viel.“
„Lass dir Zeit.“
„Dich kann man eigentlich nur mögen.“
Dann plötzlich:
Gehalt reduzieren. Junior-Einstufung. Homeoffice streichen.
Danach wieder:
„Deine ursprünglichen Konditionen bleiben bestehen.“
Dann Büro wechseln, stärkere Kritik an Kleinigkeiten, Zweifel an meiner Eignung und schließlich die Kündigung.
Und am Ende nur:
„Es hat nicht gepasst.“
Hat jemand schon einmal eine ähnliche Situation erlebt, in der ihr zunächst sehr positiv aufgenommen wurdet und innerhalb weniger Wochen plötzlich die komplette Stimmung gekippt ist?
Mich würde besonders interessieren, ob ihr später herausgefunden habt, ob dahinter eher Teamdynamiken, Konkurrenzdenken, Gehaltsneid, langjährige Loyalitäten oder interne Entscheidungen standen, von denen ihr als neue Mitarbeiter überhaupt nichts mitbekommen habt.
Denn inzwischen beschäftigt mich fast weniger die Kündigung selbst.
Mich beschäftigt vielmehr, wie aus so viel positivem Feedback innerhalb weniger Wochen plötzlich das komplette Gegenteil werden konnte.

reddit.com
u/MinimumBed1016 — 14 days ago
▲ 4 r/Karriereratschlag+1 crossposts

Ist ArbeitnehmerÜberlassung schlimm oder nicht?

Hallöchen,

ich suche nach einem neuen Job. Ich bin 23 habe eine Lehre zum Mechatroniker gemacht und habe etwas mehr als ein Jahr Berufserfahrung in der Instandhaltung von Schienenfahrzeugen. Ich wollte mehr rum kommen und bisschen mehr Geld machen, daher dachte ich der ServiceTechniker oder bzw mobiler Instandhalter wäre ganz interessant.

Hatte vor kurzem ein Bewerbungsgespräch bei einer Firma für Dienstleistungen für Schienenfahrzeuge die mir sympathisch vorkam und eigentlich auch überzeugend war. Geplant war auch eine unbefristete Beschäftigung in diesem Unternehmen. Im Gespräch kam die Theorie auf durch einem der Person, dass man durch meine Vorerfahrung eine Arbeitnehmerüberlassung bei einem seiner Projekte eine gute Möglichkeit wäre. Das war aber nur eine nebenbei Erwähnung.

Am Abend kam dann eine Nachricht, dass sie mich gerne nehmen wollen würden aber dann nicht wie geplant sondern wie nebenbei erwähnt in bei besagten Projekt über Arbeitnehmerüberlassung.

An sich wäre diese Projektstätte näher an meinem Wohnort und ich würde nicht so viel rumfahren.

Ich hätte noch meine Erfahrungen mir AÜ, kenne halt nur die schlechten Geschichten von Eltern und Bekannten wo die Leiharbeiter einfach Menschen zweiter Klasse sind im Grunde.

Habt ihr vielleicht mehr Erfahrung darin wie das so ist?

reddit.com
u/Terrible_Chard2317 — 14 days ago