Seltsamer Workshop mit Berater
Hey - ich brauche mal eure Einschätzung. Ich arbeite in einer politischen Fraktion. Konservative Partei- ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen. Ich bin eine junge Frau (26)- gestern hatte ich eine Session mit einem unabhängigen Berater, der die Prozesse in der Fraktion "verbessern soll". Nach ein bisschen belanglosem Gelaber hat er mir ein paar Matrixen aufgemalt, blabla. Dann kam das Gespräch immer mehr auf mich und meine Position und meine "Bedürfnisse". Ich hab dann halt erzählt, dass es nach dem Wechsel aus der privaten Wirtschaft schon befremdlich war auf einmal nur mit Männern in Führungsrunden zu sitzen, und dass ich es frustrierend finde, dass ich stark merke, wie ich mich zweimal mehr durchsetzen muss als meine männlichen Kollegen. Ich hab ihm auch erklärt, dass ich das so aus meiner alten Arbeit nicht kannte. Er hat kurz pausiert und mich dann gefragt: "Woher dieser Idealismus käme- dieses "revolutionäre"?" Ich wusste nicht, was ich dazu sagen soll. Sorry, aber seit wann ist es im Jahr 2026 revolutionär als Frau gleichberechtigt gehört werden zu wollen am Arbeitsplatz?? WTF? Ich hab dann zugemacht. Für Kontext: Der Berater war Mitte 50, und männlich, Hobby-Landwirt, wie er mir erzählt hat. Aber ist sowas normal? Ich hab das Gefühl, implizit wollte er mir vermitteln, ich solle mich nicht so haben und das wäre ja überall so, egal wo ich hingehe. Ich bin überzeugt, dass das nicht stimmt und dass Arbeitgeber, die sich nicht der jungen weiblichen Generation anpassen, gute Arbeitskräfte verlieren werden. Was meint ihr?