r/AutismusADHS

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German Audhd People, Attexis

BIG ASK, hello people, specifically German people.

Ich brauche einen Nachteilsausgleich für meine Ausbildung.

I have realllyyyy bad grades and i just got a psychiatrist to help me, and even though im diagnosed with adhd since age 17.

I’m now 21, 20 days short on being 22. and i was diagnosed with autism (Asperger’s ew (ew to the fact my diagnosis is named after a nazi)) literally last Friday, 3. day ago.

So i have really bad grades at my school (5) over tests, but my internship grades are much better (3/2)

Like i struggle for example to really give the information that is asked of me.

So now, i have my big exam in a year, and i am asking for accommodation.

Thing is, i have a really bad sense of my needs. Like i wont see why i am struggling, heck i wont remember it further then several days.doesnt Mean it will go away :(

So i am looking for advice what i should look out for, and what you guys are experience is.

Alsoooooo i was given an attest for attexis, anyone experience? I’m going today to my insurance for the code

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u/Novellover- — 10 days ago
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ADHS und das alltägliche Schubladendenken

Ich bin 38 Jahre alt, habe zwei Kinder und leide seit ich klein bin an ADHS, was sich in den letzten Jahren aber deutlich in den Symptomatiken reduziert hat. Klar: Ich habe immer noch Probleme damit meine Impulse zu steuern oder 2 Stunden lang ein Buch in Ruhe zu lesen. Jedoch hatte ich vor einigen Monaten einen Schlüsselmoment, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Und zwar hatte ich mich über meine Kinder unterhalten und dahingehend auch die Sorge transportiert, dass meine Kinder an der Krankheit leiden könnten, was gut sein kann, da ADHS vererbbar ist. Ich habe Situationen geschildert die mir aufgefallen sind, und in diesem Moment wie plötzlich direkt in die Schublade "ADHS" geschoben. Zack. Einfach so. Ohne zu Fragen, ob vielleicht Umstände dazu geführt hatten, dass diese Situationen so entstanden sind. Und auf einmal wurde mir klar, dass ich als junger Mensch, von den Menschen, die von meiner Krankheit wussten, systematisch kategorisiert wurden. Das hat mich wirklich hart getroffen.

Ich weiss, dass ADHS Symptome wirklich gut zu diagnostizieren sind. Und ja, natürlich erschweren diese Symptome nicht nur unseren Alltag sondern auch den der Angehörigen.

Aber können wir bitte damit aufhören, pauschal direkt die ADHS Keule zu schwingen?

Wie seht ihr das?

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u/Lost-Crew746 — 11 days ago

Komplettes Systemversagen bei AuDHD, PTBS und komplexem Hilfebedarf – wie wehrt man sich noch, wenn genau dafür die Kraft fehlt?

Hallo zusammen,

ich schreibe diesen Beitrag, weil ich inzwischen an einem Punkt angekommen bin, an dem ich nicht mehr weiß, wie ich mich gegen dieses System überhaupt noch wehren soll. Gleichzeitig suche ich Menschen, die ähnliche Erfahrungen mit Behörden, Krankenkassen, Gutachtern, Gerichten und dem medizinischen Hilfesystem gemacht haben. Mir geht es dabei nicht einfach darum, meinen Frust loszuwerden. Ich möchte vor allem verstehen, welche Möglichkeiten man überhaupt hat, wenn man einen sehr komplexen Unterstützungsbedarf hat, aber von den verschiedenen Stellen immer nur einzelne Probleme betrachtet werden.

Meine Situation

Ich bin 33 Jahre alt und lebe unter anderem mit Autismus, stark ausgeprägtem ADHS, Traumafolgen bzw. PTBS, wiederkehrenden Depressionen, einer Zwangsstörung, Legasthenie/LRS, einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung, Tinnitus, Visual Snow, starker Lichtempfindlichkeit, Schlafapnoe und weiteren körperlichen Beschwerden.

Ich habe einen GdB von 50, lebe allein und bekomme ambulant unterstütztes Wohnen (ABW). Außerdem besuche ich an mehreren Tagen in der Woche für einige Stunden eine Tagesstätte. Trotzdem kann mein Alltag sehr schnell zusammenbrechen, wenn diese Unterstützung wegfällt oder nicht ausreicht.

Bei mir gibt es außerdem eine deutliche Diskrepanz zwischen verschiedenen kognitiven Fähigkeiten. Ich kann sprachlich und beim allgemeinen Verständnis teilweise sehr viel leisten, habe aber gleichzeitig erhebliche Probleme mit Arbeitsgedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Reizverarbeitung und der Umsetzung von Handlungen. Komplizierte Informationen kann ich häufig verstehen, wenn ich ausreichend Zeit bekomme und sie entsprechend aufbereitet werden.

Dabei hilft mir inzwischen vor allem KI, insbesondere Gemini, enorm. Ich nutze KI nicht einfach aus Bequemlichkeit, sondern als eine Art kognitive Unterstützung: um komplizierte Informationen überhaupt zu verstehen, Gedanken zu sortieren, Zusammenhänge zu erkennen und meine eigenen Texte zu formulieren. Viele der Texte, die ich heute schreiben kann, wären ohne diese Unterstützung für mich kaum möglich.

Das bedeutet aber nicht, dass ich dadurch plötzlich selbstständig wäre. KI macht selbst Fehler, gerade bei rechtlichen, medizinischen oder persönlichen Themen. Ich muss diese Fehler erkennen, überprüfen und korrigieren. Auch das kostet mich sehr viel Energie. Für mich ist KI deshalb eher mit einer „kognitiven Prothese“ vergleichbar als mit einem Beweis dafür, dass ich alle diese Dinge problemlos alleine bewältigen kann.

Was das im Alltag bedeutet

Mein Problem ist oft nicht, dass ich nicht weiß, was ich tun müsste. Mein Problem ist, dass ich es trotz dieses Wissens nicht zuverlässig schaffe, die Handlung überhaupt zu beginnen und durchzuziehen.

Es kann beispielsweise passieren, dass ich stundenlang im Bett liege, obwohl ich dringend zur Toilette müsste. Ich weiß genau, dass ich aufstehen müsste. Trotzdem funktioniert die Umsetzung nicht.

Ein besonders deutliches Beispiel ist die Körperpflege. Es kann tatsächlich vorkommen, dass ich ohne Unterstützung tagelang nicht einmal meine Unterwäsche wechsle. Das liegt nicht daran, dass mir Hygiene egal wäre. Zum einen habe ich teilweise schlicht nicht die Kraft und die Fähigkeit, die notwendigen Handlungsschritte zu beginnen und zu organisieren. Zum anderen ist das Ausziehen und insbesondere das Nacktsein für mich aufgrund meiner früheren Erlebnisse mit starken Unsicherheits- und Belastungsgefühlen verbunden. Das ist also nicht einfach eine normale Hemmung, sondern kann durch meine Traumafolgen zusätzlich erschwert werden.

Auch Duschen bedeutet für mich deshalb nicht einfach: „Ich gehe ins Badezimmer und stelle mich unter die Dusche.“

Schon der erste Schritt, mich überhaupt vom Bett oder aus einer anderen Tätigkeit heraus ins Badezimmer zu bewegen, kann eine enorme Hürde sein. Danach kommen mehrere Belastungen gleichzeitig zusammen: Ich muss mich ausziehen und damit umgehen, plötzlich keine Kleidung mehr am Körper zu haben. Ich muss Temperaturunterschiede aushalten, das Wasser auf der Haut, Shampoo und andere Körperempfindungen. Dazu kommen die Geräusche des Wassers, die Akustik im Badezimmer und die vielen anderen Reize.

Durch meinen Autismus kann mich das teilweise extrem überreizen. Gleichzeitig kann es auch Situationen geben, in denen ich unterreizt bin und bestimmte Reize brauche, um überhaupt bei der Handlung bleiben zu können. Genau deshalb muss ich beim Duschen beispielsweise häufig zusätzlich ein Video oder andere Reize laufen lassen. Das wirkt von außen vielleicht widersprüchlich: Einerseits sind die Reize der Dusche zu viel, andererseits brauche ich zusätzliche Reize, um die Handlung überhaupt durchführen zu können. Für mich können aber beide Dinge gleichzeitig zutreffen.

Dann kommen die Schwierigkeiten durch mein ADHS hinzu: mehrere Handlungsschritte hintereinander zu beginnen, die Reihenfolge einzuhalten, nicht zwischendurch hängen zu bleiben und die Handlung tatsächlich bis zum Ende durchzuführen. Meine Traumafolgestörung kommt zusätzlich dazu, insbesondere beim Thema Nacktsein und Körper.

Es handelt sich also nicht um ein Problem beim Duschen, sondern um mehrere gleichzeitig wirkende Barrieren.

Wenn die Unterstützung durch das ABW wegfällt oder nicht ausreicht, kann das deshalb sehr schnell dazu führen, dass grundlegende Körperpflege über mehrere Tage nicht funktioniert. Von außen sieht man aber möglicherweise nur: „Die Person kann körperlich duschen. Sie kann laufen, ihre Arme und Beine bewegen und die Dusche benutzen.“

Genau darin liegt für mich ein großes Problem. Körperlich in der Lage zu sein, eine Handlung auszuführen, bedeutet nicht automatisch, diese Handlung unter den tatsächlichen Bedingungen zuverlässig und selbstständig durchführen zu können.

Das gilt auch für andere alltägliche Dinge. Ich kann beispielsweise einen langen Text schreiben, mich im Internet informieren und mit Unterstützung von KI komplizierte Informationen verstehen und strukturieren. Und trotzdem kann es gleichzeitig passieren, dass ich stundenlang im Bett liege, obwohl ich dringend zur Toilette müsste, nichts esse oder mich nicht dazu bringen kann, zu duschen oder meine Kleidung zu wechseln.

Gerade diese Diskrepanz wird meiner Meinung nach bei der Beurteilung meines Unterstützungsbedarfs viel zu wenig berücksichtigt. Es wird gesehen, was ich theoretisch oder mit Hilfsmitteln leisten kann, aber nicht ausreichend, unter welchen Bedingungen ich es tatsächlich zuverlässig schaffe und wie viel Unterstützung dafür notwendig ist.

Pflegegrad, Betreuung und GdB

Bei meiner Pflegegrad-Begutachtung lag das Gesamtergebnis nur etwas über drei und unter vier Punkten. Bei der Selbstversorgung wurden mir dabei 0 Punkte angerechnet.

Das kann ich bis heute kaum nachvollziehen. Denn körperliche Beweglichkeit ist für mich nicht dasselbe wie zuverlässige Selbstversorgung. Ich kann laufen und meine Arme und Beine bewegen. Trotzdem kann ich aufgrund der beschriebenen Blockaden, Reizüberlastung, Traumafolgen und exekutiven Schwierigkeiten grundlegende Dinge nicht zuverlässig alleine erledigen.

Es gab beispielsweise auch Rückmeldungen aus einer Praxis über eine deutliche Geruchsbelastung durch ausgelassene Körperpflege. Mein Unterstützungsbedarf wurde dort als höher eingeschätzt, als das derzeitige ambulante Hilfesystem abdeckt. Trotzdem wurde die Selbstversorgung bei der Pflegegradbewertung praktisch nicht berücksichtigt.

Auch eine rechtliche Betreuung wurde trotz Unterstützung durch Fachleute und EUTB abgelehnt. Dabei habe ich zunehmend das Gefühl, dass gerade meine sogenannten Kompensationsfähigkeiten gegen mich verwendet werden.

Ich kann schreiben. Ich kann das Internet benutzen. Ich kann mich mit Behörden beschäftigen. Ich kann mit KI lange Texte erstellen. Daraus wird dann offenbar abgeleitet, dass ich meine Angelegenheiten grundsätzlich selbstständig regeln können müsste.

Aber genau das funktioniert in meinem Alltag eben nicht zuverlässig.

Unterwegs und außerhalb meiner Wohnung

Auch beim Thema Außenwelt wird mein Unterstützungsbedarf meiner Meinung nach falsch verstanden.

Ich kann mich außerhalb meiner Wohnung teilweise kaum ohne extreme Überlastung bewegen. Das ist nicht einfach nur „Angst“. Ab einer bestimmten Entfernung und ohne Begleitung ist die Außenwelt für mich dauerhaft extrem belastend.

Geräusche, Menschenmengen, Licht, enge Räume, Gespräche, unbekannte Situationen, Verkehr und ständig wechselnde Reize können zu einer massiven Überlastung führen. Dinge, die andere Menschen gerne machen, sind für mich deshalb nicht automatisch angenehm.

Ein Kinobesuch oder eine Veranstaltung kann für mich alleine beispielsweise nicht einfach ein schönes Freizeiterlebnis sein, sondern eine enorme Belastung oder sogar eine Art Qual. Mit geeigneter Begleitung kann es dagegen möglich werden, überhaupt teilzunehmen.

Deshalb brauche ich persönliche Unterstützung nicht nur innerhalb meiner Wohnung, sondern auch außerhalb: bei schwierigen Situationen, bei Reizregulation, bei Orientierung, bei der Aufrechterhaltung meiner Handlungsfähigkeit und auch dafür, überhaupt an sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen zu können.

Das Problem ist zusätzlich, dass private Freunde diese Funktion nicht zuverlässig übernehmen können. Viele Menschen möchten ihre Freizeit verständlicherweise mit Menschen verbringen, die weniger Unterstützung brauchen und mit denen Aktivitäten unkomplizierter sind. Dadurch entsteht für mich ein Teufelskreis: Ich brauche Begleitung, um am sozialen Leben teilnehmen zu können, habe aber gleichzeitig kaum Menschen, die bereit oder in der Lage sind, diese Begleitung zu leisten.

Ich empfinde das deshalb nicht nur als persönliches Problem, sondern als echtes Problem der sozialen Teilhabe.

Das Problem mit meiner Traumafolgestörung

Meine Traumafolgestörung ist zwar in meinen Unterlagen dokumentiert, aber trotzdem habe ich häufig das Gefühl, dass niemand wirklich für die Behandlung der eigentlichen Problematik verantwortlich sein möchte.

Ambulant heißt es teilweise, das Thema sei zu groß. In Kliniken geht es hauptsächlich um akute Stabilisierung, während eine eigentliche Traumatherapie wieder ambulant erfolgen soll. Dadurch wird die Verantwortung immer weitergereicht.

Meine Situation hat sich nach Konflikten innerhalb meiner Familie noch einmal deutlich verschlechtert. Dadurch habe ich teilweise das Gefühl, innerlich wie festgefroren zu sein. Auch mein Zeitgefühl und meine Wahrnehmung der vergangenen Monate sind teilweise stark verändert.

Ich habe gegenüber Ärzten auch schon geäußert, dass ich manchmal lieber nicht mehr da wäre. Gleichzeitig möchte ich klarstellen, dass ich mein Leben nicht beenden möchte und große Angst davor habe, was nach dem Tod kommt.

Meine bisherigen psychiatrischen Aufenthalte haben mir deshalb häufig wenig geholfen. Es ging hauptsächlich darum, Medikamente zu geben, mich zu versorgen und sicherzustellen, dass ich die akute Situation überstehe. Was mir gefehlt hat, waren Empathie, echtes individuelles Verständnis und eine Behandlung, die meine Neurodivergenz und meine Traumafolgen tatsächlich berücksichtigt.

Positive Erinnerungen habe ich beispielsweise eher an kreative Angebote wie Kunst oder Soundarbeit aus der Ergotherapie.

Meine eigene Wohnung ist für mich außerdem ein ganz wichtiger Rückzugs- und Schutzraum. Es gibt auch fachliche Einschätzungen, nach denen diese Wohnsituation für meine Stabilität von großer Bedeutung ist. Eine Wohnform mit vielen Menschen oder ein gemeinschaftliches Wohnen könnte meine Reizüberlastung sogar noch verschärfen.

Gleichzeitig entsteht aber auch hier Druck, diesen für mich wichtigen Rückzugsort möglicherweise aufgeben zu müssen.

Erwerbsminderungsrente und das Behördenproblem

Mein Antrag auf Erwerbsminderungsrente läuft inzwischen seit ungefähr zwei Jahren. Unterlagen werden zwischen verschiedenen Stellen und Gutachtern weitergereicht, und ich habe immer wieder das Gefühl, dass niemand das gesamte Bild betrachtet.

Für mich liegt darin ein grundlegender Widerspruch:

Ich brauche Unterstützung, weil ich organisatorische und kognitive Aufgaben nicht zuverlässig alleine bewältigen kann.

Aber um diese Unterstützung zu bekommen, muss ich genau diese Aufgaben selbst bewältigen.

Ich muss Anträge ausfüllen, Fristen beachten, Gutachten verstehen, Widersprüche formulieren, Arzttermine organisieren, Behörden anschreiben, Unterlagen zusammensuchen und immer wieder erklären, warum ich etwas nicht zuverlässig alleine schaffe.

Und genau diese Anforderungen sind teilweise die Dinge, bei denen meine Einschränkungen besonders stark zum Tragen kommen.

KI hilft mir dabei inzwischen erheblich. Aber auch das kostet Energie. Ich muss die Ergebnisse überprüfen, Fehler finden und korrigieren. Gerade bei rechtlichen oder medizinischen Themen kann ich mich nicht einfach darauf verlassen, dass die KI alles richtig macht.

Dazu kommt, dass meine verschiedenen Probleme miteinander verbunden sind:

Mein ADHS beeinflusst unter anderem Initiierung, Planung und das Abarbeiten von Handlungsschritten.

Mein Autismus beeinflusst Reizverarbeitung und Regulation.

Meine Traumafolgestörung kann zu Freeze, Vermeidung und starken Belastungsreaktionen führen.

Depressive Phasen reduzieren zusätzlich Belastbarkeit und Energie.

Dazu kommen weitere psychische und körperliche Probleme.

Das System betrachtet diese Bereiche aber häufig getrennt. Dadurch entstehen widersprüchliche Situationen: Eine Stelle erkennt eine Einschränkung, eine andere nicht. Für eine Klinik bin ich nicht akut genug, für eine normale ambulante Versorgung aber zu komplex. Für manche Hilfen bin ich scheinbar zu selbstständig, gleichzeitig funktioniert mein Alltag ohne Unterstützung nicht zuverlässig.

Am Ende soll ich dann selbst alle beteiligten Stellen koordinieren.

Was ich gerne von euch wissen würde

Mich interessieren vor allem konkrete Erfahrungen und nicht nur allgemeine Aussagen wie „Such dir Hilfe“.

Wie habt ihr einen Pflegegrad bekommen, wenn psychische, neurodivergente oder traumabedingte Einschränkungen bei der Begutachtung kaum berücksichtigt wurden? Hat jemand erfolgreich einen Widerspruch oder ein Verfahren vor dem Sozialgericht geführt?

Wie habt ihr erklärt, dass „körperlich in der Lage sein“ nicht dasselbe bedeutet wie „eine Tätigkeit unter den tatsächlichen Bedingungen zuverlässig und selbstständig durchführen können“?

Hat jemand Erfahrungen damit, dass die Nutzung von digitalen Hilfsmitteln, Internet oder KI gegen den eigenen Unterstützungsbedarf verwendet wurde? Wie habt ihr erklärt, dass ein Hilfsmittel gerade deshalb notwendig ist, weil bestimmte Dinge ohne dieses Hilfsmittel nicht funktionieren?

Wie habt ihr Einschränkungen außerhalb der Wohnung dokumentiert, insbesondere wenn es nicht einfach um Angst geht, sondern um dauerhafte Reizüberlastung, Orientierungsprobleme, Überforderung und den Verlust der Handlungsfähigkeit?

Hat jemand Erfahrungen mit einem höheren GdB, insbesondere 70 oder mehr, oder mit den Merkzeichen G und B bei Autismus, ADHS und komplexen psychischen Einschränkungen?

Wie bekommt man persönliche Unterstützung auch außerhalb der Wohnung, wenn diese für soziale Teilhabe und überhaupt für die Bewältigung schwieriger Situationen notwendig ist?

Und wie geht ihr damit um, wenn man ständig zwischen Ärzten, Kliniken, Krankenkasse, Pflegekasse, Gutachtern, Versorgungsamt und anderen Behörden hin- und hergeschoben wird und jede Stelle nur einen kleinen Ausschnitt betrachtet?

Welche Stellen haben euch tatsächlich geholfen – beispielsweise EUTB, VdK oder andere Sozialverbände, Sozialpsychiatrischer Dienst, Patientenberatung, Beschwerdestellen, Ombudsstellen oder spezialisierte Anwälte?

Für mich ist aber die wichtigste Frage:

Wie soll man seine Rechte durchsetzen, wenn genau die Einschränkungen, wegen denen man Unterstützung benötigt, gleichzeitig die Kraft und Fähigkeit nehmen, jahrelange Anträge, Widersprüche, Gutachten und Verfahren selbst zu organisieren?

Denn genau darin liegt für mich der größte Widerspruch:

Ich brauche Unterstützung, weil ich bestimmte Dinge nicht zuverlässig alleine bewältigen kann.

Um diese Unterstützung zu bekommen, muss ich aber genau diese Dinge über Jahre hinweg selbst organisieren, dokumentieren, beweisen und gegenüber verschiedenen Stellen immer wieder erklären.

Wie soll man ein System überwinden, das genau an den Stellen versagt, an denen man eigentlich Unterstützung bräuchte?

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u/Resident-Pattern731 — 10 days ago

Kommt ihr noch ohne eure medis klar?

Heyho, bin seit letztem Jahr diagnostiziert und hab mir Elvanse verschreiben lassen.

Nach Einstellung passen bei mir die 30mg echt ziemlich gut..

Anfangs hab ich es am WE nicht genommen, dann irgendwann schon weil einkaufen halt mega meine Energie zieht ohne lisdex.

Jetzt waren ja zwei Feiertage und ich hab irgendwie die intrinsiche motivation gehabt mal wieder ne Pause zu machen.

Die beiden Tage gingen auch, war halt samstag echt müde, hab 1 1/2 std mehr gepennt, sonntag dann wieder meine standartschlafdauer ca. 7h30min und tagsüber schon fitter.

Heute dachte ich mir gehste auch mal ohne auf die Arbeit, das sollte eigentlich machbar sein..

Denkste, alleine die Lichtempfindlichkeit hat mich richtig gestresst...bin dann in der mittagspause kurz heim und hab mir ne 30er genehmigt, jetzt ist alles wieder tutti und vor allem bin ich WACH.

selbst mein schlaf ist leichter ohne amphetamine, ich hab so viel geträumt wie seit ewigkeiten nicht mehr und hab unruhiger geschlafen. Das ist mir auch letztes jahr direkt aufgefallen, dass ich einfach tiefer schlafe wenn ich auf elvanse bin.

Und naja, ich wollt mir halt mal kurz beweisen dass ich noch ohne kann, aber wenn ich ehrlich bin war es auch bevor ich elvanse genommen hab kein "zustand" - gut ging es mir davor auch nicht - und naja, ich bin irgendwie n bisschen genervt dass ich jetzt amphetaminabhängig bin, meine Stimmung war bodenlos und ich einfach sehr gereizt und soo unmotiviert.

Klar wusste ich dass es wohl so kommen wird aber ich frage mich echt wie man die Einnahme vergessen kann? Das ist mir noch nie passiert und ich würde halt auch sofort merken dass einfach was gar nicht stimmt..

wie ist das bei euch ?

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u/gammeldoener — 10 days ago
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Vermutung AuDHD mit 34 (w). Habt ihr Tipps für den Umgang im Umfeld und mit Selbstzweifeln?

Hallo zusammen, das ist mein erster Reddit-Beitrag überhaupt. Verzeiht mir, wenn ich gewisse Regeln noch nicht berücksichtige.

Ich (w, 34) habe seit kurzen die Vermutung, dass ich auf dem Spektrum liegen könnte. Genauer gesagt die Richtung AuDHD. Ich recherchiere seitdem ununterbrochen und habe mehrere Screening-Tests gemacht, die ebenfalls in diese Richtung deuten. (Ich möchte das langfristig natürlich per Diagnose abgeklärt haben, weil die Tests nicht aussagekräftig genug sind. Aber das dauert ewig.)

Trotz alledem hab ich irgendwie Angst, dass ich mir das alles nur einbilde. Ich weiß nicht wie ich damit selbst und in meinem Umfeld umgehen soll. Vielleicht hat hier der ein oder andere einen Tipp für mich. Ich würde mich sehr freuen.

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u/ConfusedStone_ — 12 days ago
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Ich habe mir ein Tool gebaut, weil mich die Suche nach reizarmer Kleidung, Fidget-Toys & Stuff fertig macht. Mich interessiert eure Sicht darauf

Hallo zusammen,

ich bin Autist mit einer sehr starken Reizfilterschwäche und starker Sensibilität. Ein für mich deshalb großes Thema ist immer wieder das finden von passener Kleidung, Stimmin-Tools usw. Kratzende Etiketten, drückende Nähte, Stoffe, die nach einer Stunde nicht mehr auszuhalten sind sorgen dafür das neuerworbene Kleidung dann ungetragen im Schrank liegen bleibt. Oft kauft man auf Verdacht, schickt zurück und fängt von vorn an. Dazu kommt die Frage, welche Fidget-Toys wirklich etwas taugen und nicht nur hübsch aussehen.

Wenn ich ein produkt gefunden habe dass ich tragen kann, habe ich es gleich immer in mehrfacher ausführung gekauft um dann ein paar Jahre Ruhe zu haben. Schlimm ist es dann wenn dieses Produkt dann irgendwann nicht mehr erhältlich ist.

Genau das hat mich auf die Idee gebracht, diese Erfahrungen an einem Ort zu sammeln. Ich habe angefangen, selbst etwas zu bauen: Wohlig, ein Katalog für reizarme Kleidung und Fidget-Toys, den alle mit ihren eigenen Erfahrungen füllen können. Man kann Produkte vorstellen, erzählen, warum sie einem gutgetan haben, nach sensorischen Eigenschaften filtern und bewerten.

Ich bin ehrlich: Das Projekt ist noch jung, und ich weiß nicht, ob ich mit meinen Vorstellungen auf dem richtigen Weg bin. Deshalb schreibe ich hier. Mich würde interessieren:

  • Wie sucht ihr bisher nach passender Kleidung, und was nervt euch daran am meisten?
  • Welche Eigenschaften sind für euch entscheidend?
  • Was müsste so eine Seite können, damit sie euch im Alltag helfen würde?

Seit Kurzem gibt es eine Beta-Version. Wenn ihr Lust habt, schaut sie euch an und sagt mir, was gut funktioniert und was nicht. Kritik und Ideen sind ausdrücklich willkommen.

Zur Beta: https://wohlig.waldschwaermer.org/beta?code=WOHLIG-ZJX4-82VJ

Danke fürs Lesen, und ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Gedanken.

u/k4imling — 10 days ago

Wie schaffe ich es zu telefonieren?

Mir fällt telefonieren sehr schwer und ich fühle mich da sehr unwohl. Über WhatsApp zu kommunizieren mit Textnachrichten ist für mich kein Problem, da ich das Gefühl habe nicht innerhalb von Sekunden reagieren zu müssen. Telefonieren fällt mir wirklich schwer, vorallem wenn es eine unbekannte Nummer ist.

Irgendwelche Strategien?

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u/Agitated-Green6183 — 13 days ago

Rückfragen zum GdB-Antrag

Hey, ich bin neu hier und habe vor ca. 3 Monaten (mit 36) meine Autismusdiagnose bekommen.

Mir wurde empfohlen, einen GdB-Antrag zu stellen, was ich vor kurzem auch gemacht habe.

Ich habe den Befundbericht (5 Seiten) und eine ergänzende Anlage mit Beispielen usw. mitgeschickt. Neben der Autismusdiagnose habe ich auch meine vorherigen Diagnosen (PTBS, Depressionen und Migräne) erwähnt und auch wie die unterschiedlichen Diagnosen zusammenspielen und inwiefern mich das eben einschränkt.

Heute habe ich (nach einem eh schon beschissenen Tag) dann ein Schreiben mit Rückfragen vom Amt erhalten:

  1. Sie fordern ein Migränetagebuch an (das ist kein Problem, ich nutze dafür eine App und kann das exportieren)

  2. Sie fragen, welcher Arzt AKTUELL etwas zu Migräne, PTBS und Depression sagen kann.

Und bei 2. weiß ich gerade nicht, wie ich darauf antworten soll. Ich war wegen meiner Depressionen mehrfach in Behandlung, zuletzt bis vor ca. einem Jahr und dort wurden dann auch PTBS und Migräne diagnostiziert (Tagesklinik). Die Klinik hatte ich natürlich bereits angegeben. Aktuell bin ich nicht in Therapie, sondern eben noch auf der Suche nach einem Platz (wir wissen ja alle, wie schwierig das ist). Meine Medikamente (Sertralin wegen der PTBS und Rizatriptan wegen der Migräne) bekomme ich von Psychiaterin und Hausarzt, aber die habe ich ebenfalls schon angegeben. Es gibt also letztlich nicht wirklich jemanden, der AKTUELL etwas dazu sagen kann.

Habt ihr eine Idee, wie ich darauf antworten könnte? Habt ihr da Erfahrungswerte? Kommt es blöd, wenn ich einfach ehrlich schreibe, dass ich aktuell eben auf einen Therapieplatz warte und sich mein Zustand eben zwischen Tagesklinik (danach ging es mir eine Zeit lang relativ gut, daher war ich nicht in Behandlung) und jetzt wieder verschlechtert hat?

Hoffe das war jetzt nicht zu wirr geschrieben, bin etwas durcheinander heute, weil mich das alles überfordert. 🥲

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u/cinderellahope — 12 days ago

Erfahrungen mit Tagesklinik und Autismusverdacht – fühle mich dort völlig überfordert

Hallo zusammen,

ich bin momentan in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Tagesklinik und suche gerade etwas Austausch mit Menschen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben.

Ich bin selbst noch nicht diagnostiziert und möchte mich ausdrücklich nicht auf Autismus festlegen. Ich versuche momentan eher herauszufinden, was hinter meinen seit der Kindheit bestehenden Schwierigkeiten steckt. ADHS, Autismus, Borderline oder andere Erklärungen sind für mich grundsätzlich alle möglich.

Was mich momentan aber besonders beschäftigt: Ich fühle mich in der Tagesklinik extrem unwohl und überfordert. Ich bin jetzt seit einer Woche dort und habe bisher eher das Gefühl, dass mein Zustand schlechter statt besser wird. Die vielen Menschen, Gespräche, festen Abläufe und die ständige Selbstbeobachtung sind für mich unglaublich anstrengend und ich merke, dass ich dauerhaft sehr angespannt bin.

Auch einige der therapeutischen Methoden fallen mir schwer. Zum Beispiel soll ich regelmäßig meine Anspannung und Gefühle beobachten und einschätzen, aber ich merke oft erst mit zeitlichem Abstand, wie es mir eigentlich ging. Auch Entspannungsübungen funktionieren für mich bisher überhaupt nicht, weil ich dabei viel zu sehr mit meiner Umgebung und meinen Gedanken beschäftigt bin.

Deshalb würde mich besonders interessieren:

Kennt ihr das, dass eine Tagesklinik oder stationäre Behandlung euch eher zusätzlich überfordert hat?

Wie habt ihr Gruppentherapie, viele Menschen und die ständige soziale Interaktion erlebt?

Hattet ihr Schwierigkeiten mit Methoden, bei denen man seine Gefühle oder körperliche Anspannung direkt wahrnehmen soll?

Hat sich dieses Gefühl im Laufe der Behandlung noch verändert oder war das Setting für euch einfach nicht passend?

Dazu kommt eine diagnostische Situation, die mich gerade ziemlich beschäftigt. Ich habe seit meiner Kindheit soziale Schwierigkeiten, passe mich in sozialen Situationen sehr stark an und habe unter anderem sensorische und exekutive Schwierigkeiten. Deshalb bin ich irgendwann auf Autismus und ADHS gestoßen und erkenne mich in vielem wieder.

In einem Gespräch hier habe ich versucht, das anzusprechen, hatte aber leider das Gefühl, überhaupt nicht verstanden zu werden. Meine Aussagen wurden teilweise anders interpretiert, als ich sie gemeint hatte. Als ich schließlich Autismus angesprochen habe, wurde mir relativ schnell gesagt, dass das bei mir nicht gesehen werde – unter anderem, weil ich Blickkontakt halten könne und im Gespräch „präsent“ gewesen sei.

Ich möchte dabei keine Bestätigung dafür, dass ich autistisch bin. Mich interessieren einfach eure Erfahrungen:

Wurde euer Autismusverdacht in psychiatrischen Einrichtungen schon einmal nicht ernst genommen? Habt ihr erlebt, dass starkes Anpassen/Masking dabei übersehen wurde? Und wie seid ihr damit umgegangen, wenn ihr euch von Therapeut:innen nicht richtig verstanden gefühlt habt?

Ich würde mich wirklich freuen, von euren Erfahrungen zu hören. ❤️

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u/gluehwuermchenn — 13 days ago