r/Psychologie

Wie macht ihr Gruppentherapie?

Hey ich bin frisch approbierte Psychotherapeutin nach dem neuen System und arbeite in einer Rehaklinik. Dort habe ich eine Bezugsgruppe, weiß jedoch nicht so recht, wie ich diese gestalten soll.

Ich habe es als Themenoffene Gruppe probiert. Das hat anfangs auch echt gut geklappt aber momentan ist die Dynamik einfach schwierig. Wie geht ihr damit um, wenn kein Thema kommt?

Habt ihr Tipps oder Ideen, wie man Patienten dazu motiviert, ein Thema in die Gruppe zu bringen?

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u/Scary_Entrepreneur19 — 14 hours ago

Welche persönlichen Eigenschaften bilden eine gute Grundlage, um Psychotherapeut/in zu werden?

Die Frage richtet sich vor allem an Psychotherapeut:innen, aber natürlich auch an Menschen, die selbst viel Therapieerfahrung haben und dadurch einen guten Einblick in die therapeutische Arbeit bekommen haben :)

Mir ist natürlich bewusst, dass man sich einen sehr großen Teil des Wissens und der Fähigkeiten, die man als Psychotherapeut:in benötigt, erst im Studium und später in der Weiterbildung aneignet. Ich nehme mal an, niemand startet mit einem fertigen „therapeutischen Skillset“.

Mich würde aber interessieren, welche persönlichen Eigenschaften oder Charakterzüge eurer Meinung nach ein gutes Grundgerüst für diesen Beruf bilden.

Also welche Eigenschaften sollte jemand idealerweise schon mitbringen, wenn er oder sie später psychotherapeutisch arbeiten möchte? Ich denke dabei beispielsweise an Dinge wie Empathiefähigkeit, Selbstreflexion oder echtes Interesse an anderen Menschen, aber vielleicht gibt es auch weniger offensichtliche Eigenschaften, die ihr für besonders wichtig haltet.

Und andersherum: Gibt es Eigenschaften oder persönliche Schwierigkeiten, bei denen ihr sagen würdet, dass sie die therapeutische Arbeit deutlich erschweren können?

Mich würden besonders die Erfahrungen von Menschen interessieren, die selbst als Psychotherapeut:innen arbeiten: Welche Eigenschaften haben sich im Berufsalltag als wichtiger herausgestellt, als ihr vor Studium und Weiterbildung gedacht hättet?

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u/Plenty_Sugar6322 — 15 hours ago

Welche Werke lesen um die Archetypen nach Jung nachvollziehen zu lernen ?

ich bin sehr enttäuscht.

vor einigen Tagen hatte ich angefangen das Buch „der Mensch und seine Symbole“ zu lesen, das teilweise von Jung verfasst wurde und teilweise aber auch von Jungianern.

Bis zum Kapitel „das schöne Mädchen und das Tier“ von Marie-Louise von Franz fand ich es sehr bereichernd und war auch mega hyped von den Erkenntnissen, die es liefert.

und ich verstehe auch, dass man das Geschriebene im Kulturellen und historischen Kontext betrachten muss - wesweheb ich beim Lesen kein Problem damit hatte, religiöse oder gar patriarchale Einflüsse einfach zu „ignorieren“ oder mir weg zu denken.

aber das ?! sorry, aber was ist das für ein dummer Schwachsinn. Frauen sollen ihre „männliche Heldenrolle“ opfern.

sorry für den rant, aber Icu ärgere mich gerade wirklich darüber, weil ich dieses Buch jetzt nicht mehr weiter lesen kann, weil ich nicht weiß, wie ernst ich den Rest davon noch nehmen kann.

gibt es andere Werke von Jung, die ihr empfehlen könnt ?

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u/Negative_Flower_5360 — 17 hours ago

Weiterbildungsplatz (neues System) - Wie Chancen erhöhen?

Hallooo ihr Lieben,

ich beginne dieses Jahr den KliPP-Master. Mein Weg war sehr lang und nicht gerade der einfachste: Ich bin die Erste in meiner Familie, die das Abitur gemacht hat, und auch das Studium wurde damals nicht unbedingt gutgeheißen. Trotzdem wollte ich es unbedingt und hatte mir vorgenommen, es in Regelstudienzeit zu absolvieren.

2021 habe ich mit dem Bachelor Psychologie in Österreich begonnen und diesen 2024 abgeschlossen. Leider wurde mir dieser Abschluss in Deutschland nicht anerkannt, weshalb ich über einen Quereinstieg nach Deutschland gewechselt bin. An der ersten Uni wurde mir nicht einmal die Hälfte der ECTS aus meinem bereits absolvierten Bachelor anerkannt. Auch mein OP-Praktikum wurde nicht anerkannt, da es von einer nicht in Deutschland ausgebildeten Person betreut wurde.

Deshalb bin ich nach einem Semester noch einmal gewechselt. An der zweiten Uni wurde mir zwar mehr anerkannt (auch das OP), allerdings waren die ECTS so verteilt, dass ich trotzdem noch ein Jahr anhängen musste. Zusätzlich bin ich wegen eines einzigen Punktes in einer Prüfung von 1,4 auf 1,5 gerutscht und werde deshalb voraussichtlich nicht in meiner Region bleiben kann.

Ich erzähle das nur, damit niemand schreibt: „Nimm dir doch ein Jahr Pause“, weil ich das öfter höre und es mir wichtig war, dass ihr meine Situation zumindest grob nachvollziehen könnt. Grundsätzlich bin ich, wie wahrscheinlich viele von euch, von der gesamten Situation ziemlich angestrengt und möchte nach dem Master einfach gerne die Weiterbildung in einer tollen Stadt beginnen, in der ich dann auch langfristig bleiben kann!

Deshalb meine Frage an euch: Was kann ich aktuell noch beeinflussen? Habt ihr Erfahrungen mit dem Bewerbungsprozess für die Weiterbildung? Wann sollte man sich darum kümmern und worauf sollte ich bei den Weiterbildungsstätten besonders achten? Und vor allem: Wie kann ich meine Chancen schon während des Masters verbessern?

Ich würde mich wirklich enorm über Tipps und Erfahrungen freuen, gerade weil ich aktuell hauptsächlich von anderen Studierenden umgeben bin und wir alle noch ziemlich im Dunkeln tappen.

Vielen Dank im Voraus! <3

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u/Infinite-Desk-7667 — 21 hours ago

Wenn deine Therapeutin (F64) mit dir befreundet sein möchte

Aus irgendeinem Grund wird mein Beitrag gefiltert, also neuer Versuch.

Hey, das ist mein allererster Beitrag, den ich auf Reddit poste. Ich muss diese Story einfach mal loswerden, um die Meinung von anderen, vielleicht auch Personen dieser Berufsgruppe, zu hören. Falls das das falsche Forum ist, korrigiert mich, ich kenne mich nur gar nicht mit Reddit aus. Das Ganze ist schon vor einiger Zeit passiert. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich nach einer schweren körperlichen Erkrankung eine PTBS und S****dgedanken entwickelt. Zugleich war meine familiäre Situation kompliziert.

Ich brauchte eine Therapeutin, jedoch waren meine Eltern, nachdem ich meine ersten probatorischen Sitzungen hatte, gegen eine Weiterführung der Therapie, weil sie meinten, diese würde eine potenzielle Beamtenlaufbahn gefährden (nicht, dass ich jemals eine angestrebt hätte). Die Therapeutin (KiJu) bot mir an, dass sie die Therapie kostenlos und mit mir im Geheimen weiterführen würde, was ich total nett fand. Alles verlief normal, bis ich diese Therapie nach 2 Jahren On/Off-Therapie abbrechen wollte. Ich hatte das Gefühl, dass wir einfach nichts bearbeiteten. Ich saß da und erzählte und erzählte, und sie gab mir weder Input noch Anleitungen für Übungen (zur Bewältigung meiner Ängste) oder sonst was.

Ich schrieb ihr deswegen eine Whatsapp-Nachricht und es kam eine sehr wütende Nachricht zurück, dass sie es nicht gut von mir finde, dass ich ohne richtige Verabschiedung gehe, weil man das so nicht macht, wenn einem jemand wichtig ist. Also kam ich gegen 21 Uhr zu ihrer Praxis. In diesem Abschlussgespräch meinte sie zu mir, dass ich etwas ganz Besonderes sei, anders als die anderen und dass sie gerne mit mir befreundet wäre. Sie hat mich auch umarmt. Habe ich mich deswegen geschmeichelt gefühlt - absolut, keine Frage, wer würde das nicht.

Danach gab es erstmal ein paar Wochen keinen Kontakt, bis sie mich nochmal wegen einer privaten Rechnung angeschrieben hatte (ich hatte ihr versprochen, dass ich ihr wenigstens ein bisschen Geld zurückgebe). In dem Kontext meinte sie auch zu mir, dass ich ihr gerne auch mal Bilder aus meinem Privatleben schicken könne. Sie schickte mir auch einen Link zu einem Youtube-Video, wo es irgendwie um philosophische Zitate ging, die alle sehr depressiv klangen. Es war irgendwie schräg und ich fragte sie "Oh, falscher Chat?", weil ich davon ausging, dass sie das nicht an mich schicken wollte - aber wollte sie.

Mit der Zeit entwickelte sich eine Freundschaft und wir trafen uns privat. Dabei initiierte explizit sie zu Anfang diese Treffen. Sie erzählte viel Privates, wie sich ihre Freundin das Leben genommen hatte, wie gemein all ihre Ex-Männer zu ihr waren (sie verglich sich mit Belle von die Schöne und das Biest), diese Ex-Männer würden immer vor ihrer Tür stehen, weil niemand würde je so richtig von ihr loskommen, wie sie sich s****dieren wollte, falls Russland in Deutschland einmaschiere. Manchmal kam da aber auch der ein oder andere se**elle Witz, wo ich zwar verlegen gelacht habe, aber es war mir sehr unangenehm.

Nun veränderte sich mit der Zeit der Ton in unserer Freundschaft. Sie wurde unglaublich unfreundlich und gereizt. Und mit jedem Mal, wo sie mich angegangen ist, wurde ich immer unsicherer. Ich habe mich für Gott und die Welt entschuldigt (z.B. habe ich mich dafür entschuldigt, dass ich bei ihr geklingelt habe, um mit ihrem Hund Gassi zu gehen, und dabei in eine Therapiesitzung reingeplatz war - sie hatte mir eine falsche Uhrzeit genannt). Ich dachte, die Arme hat Burnout, weil sie auch meinte, sie arbeite nur noch und ihr ganzes Leben würde keinen Sinn mehr machen und sie wollte nicht mehr weiterl****. Ich versuchte also krampfhaft, alles für sie perfekt zu machen und sie zu unterstützen. Das ging so 1 Jahr.

Irgendwann hatte ich so eine Art Aversion ihr gegenüber entwickelt, ich habe mich richtig vor ihr geekelt. Eigentlich wollte ich nicht mit ihr befreundet sein, aber ich konnte auch nicht gehen, denn diese Freundschaft hatte mir irgendwie Sinn für die ganzen schlimmen Dinge gegeben, die geschehen sind. So nach dem Motto: Ok, ich bin traumatisiert und mein ganzes Leben steht in Schutt und Asche, ABER ich habe eine Freundschaft geschlossen, die etwas wert ist. Es war nicht einmal so, als hätte ich damals keine Freunde gehabt, im Gegenteil, ich hatte eine sich gut verstehende und unterstützende Freundesgruppe sowie eine beste Freundin, die mich bei jedem Krankenhausbesuch begleitete.

Es kam zu dem Zeitpunkt, wo ich bei ihren Beschimpfungen einmal gegengehalten habe, woraufhin sie unglaublich verletztende Dinge zu mir sagte, z.B. dass sie als meine Psychoanalytikerin sich mit einer Person wie mir nie hätte befreunden sollen, das hätte sie schon damals im Institut gelernt. Kurz gesagt: Sie ist die professionelle Therapeutin und ich nur die psychisch Kranke, von ihr abhängige Patientin. Auf meine Anmerkung, dass sie diese Freundschaft wollte und dass sie das sogar im Chat nachlesen konnte, leugnete sie alles, das wäre so nie geschehen.

Irgendwie unfair. Sie durfte mich kritisieren, ich sie aber nicht, ansonsten wurde ich an meine Rolle als Patientin erinnert. Das war der Punkt, wo ich die Freundschaft beendet habe. Damals habe ich versucht, das alles krankhaft positiv zu sehen. Ja, Menschen leben sich halt auseinander blabla......, aber das Ganze war doch gut und hat mir einen Sinn für diese schlimme Zeit gegeben....blabla. Hätte ich das nicht gemacht, ich glaube, ich wäre komplett zusammengebrochen.

Ich bin dann noch einmal zu ihr, um mich zu verabschieden (vor allem, um einen Abschluss für mich zu finden). Bei diesem Gespräch habe ich gemerkt, wie sehr sie mich eigentlich hasst und wie sehr ich mich zugleich vor ihr als Mensch ekel. Als ich dann aus der Tür raus bin, meinte sie "Bis dann, es kommen eh alle zu mir zurück" (eine Anspielung auf ihre Ex-Männer). Das hat mir einen Grund gegeben, sie definitiv nie wieder zu kontaktieren. Mir ist aber aufgefallen, dass sie meine Storys schaut. Also habe ich mich letztens dazu entschieden, sie zu blockieren, mit diesem Kapitel endgültig abzuschließen.

Achso, ich habe übrigens meine PTBS überwunden und studiere Psychologie. Vor ein paar Wochen erzählte ein Kollege in der Klinik von einer Therapeutin aus dem Ort, wo ich herkomme, die dafür bekannt sei, sich mit Patientinnen anzufreunden. Da hatte ich überlegt, ob sie das vielleicht ist. Irgendwie ist das Ganze absurd. Wenn ich meine jungen Patienten ansehe, die in dem Alter sind, wie ich es damals war, für mich sind das Kinder. Und wir liegen nur ca. 10 Jahre auseinander. Die Therapeutin arbeitet nun übrigens im Institut als Dozentin und hält Vorträge, u.a. zur Therapieethik. Ganz mein Humor.

Ich war am überlegen, der Psychotherapeutenkammer alle Chats und Bilder vorzulegen und offiziell Beschwerde einzureichen. Zugleich denke ich mir, sie ist kurz davor, in Rente zu gehen. Sie wird ihre Probleme haben und ich muss ja kein Leben zerstören. Was ist eure Meinung dazu?

reddit.com

Nachrichtendienste sollen Praxen einfacher abhören dürfen

Ich weiß nicht, ob das hier schon mal geposted wurde, ich kann mich allerdings nicht an Diskussionen um das Thema erinnern.

Derzeit befindet sich eine Reform auf dem Weg, durch welches bspw der BND Psychotherapeutenpraxen heimlich betreten, abhören und etwa Unterlagen und Post kontrollieren können.

Diese Reform tut meines empfindens nach so, als ob wir nicht schon eine Offenbarungspflicht und Garantenstellung hätten.

Der Umgang mit unseren Berufsgruppen in den letzten Monaten ist einfach untragbar.

kbv.de
u/NeuropsychIsTheGOAT — 1 day ago
▲ 115 r/Psychologie+1 crossposts

Überraschend: Eine Psychiaterin berichtet, welche Funktion psychologisch-psychiatrische Diagnosen heute für junge Leute erfüllen. (New York Times, 18. August 2026)

>Ein Mädchen erzählte mir, sie habe sich selbst die Diagnose Depression gestellt, weil sie dachte, ich würde mich dadurch um sie kümmern. Ein anderes Mädchen hatte sich in der Diagnose ADHS verrannt, hauptsächlich, weil sie sich dadurch weniger allein fühlte, da sie Teil einer aktiven und engagierten Online-Community war.

Und:

>Mehrere junge Frauen bestanden darauf, die klinischen Kriterien für Angststörungen zu erfüllen, weil es weniger beängstigend war, einen vermeintlichen Fehler im Gehirn dafür verantwortlich zu machen, als die Ursachen ihres sehr realen Unbehagens zu erforschen – die sich als eine Mischung aus Wut auf ihre Angehörigen und Schuldgefühlen wegen dieser Gefühle herausstellten.

Übersetzt aus dem Englischen. Der Kommentar I’m a Psychiatrist. I’m Hearing Something New From Young Women von Suzanne Garfinkle-Crowell ist für viele wohl leider hinter einer Paywall verborgen.

u/Stephan_Schleim — 1 day ago

Psychotherapeutin in Rehaklinik: Ist diese Arbeitsbelastung normal oder liegt es an mir?

Ich arbeite in einer psychosomatischen Rehaklinik und weiß nicht, wie es mir da gehen soll...

Ich bin nach dem neuen System approbiert. Es ist so unglaublich schwer einen Job zu finden, Klinikplätze sind heiß begehrt und allgemein sieht die Situation momentan eher mau aus auf dem Arbeitsmarkt. Daher war ich sehr glücklich, eine Stelle in der Nähe von zu Hsuse gefunden zu haben.

Ich habe dort vor 5 Monaten angefangen. Der Einstieg war schon furchtbar: ohne Einarbeitung, in der ersten Woche drei Aufnahmen ohne vorher nur eine Aufnahme gesehen zu haben, keine Hilfe, alle permanent überarbeitet und alle reden schlecht von der Klinik. Dementsprechend war ich damals schockiert und wollte sofort wieder gehen (hab nur leider bis jetzt nichts anderes gefunden).

Ich empfinde die Arbeit als überfordernd. Man wird bombardiert mit Aufgaben. Ich arbeite 40h und soll 14 Patienten betreuen. Allein das finde ich schon unglaublich viel. Meistens liege ich aber drüber und habe so 15 bis 16 Patienten. Damit komme ich einfach überhaupt nicht zurecht. Zudem diese ganze Bürokratie, Doku, Briefe, Anträge, Diagnostik,... Es ist so viel. Ich muss jeden Tag länger arbeiten um nur mit dem ganzen Berichtswesen hinterher zu kommen. Ich merke, die Arbeit am Patienten macht mir schon Spaß, aber in diesem Umfang kann ich keine gute Arbeit gewährleisten. Irgendwo bleibt dann einfach was auf der Strecke.

Durch diese Zustände weiß ich auch nicht, ob ich die Weiterbildung zur Fachpsychotherapeutin machen möchte. Ich möchte gerne einen entspannteren Job, allerdings weiß ich auch, dass es mit der Weiterbildung in Zukunft nicht leichter wird und man vermutlich extreme Probleme haben wird, wo einen Klinikplatz wie ich jetzt habe zu finden...

Ich weiß nicht, ob es an mir liegt. Scheinbar kommen alle anderen damit so viel besser zurecht als ich. Ich habe schon mit dem Chef gesprochen und gefragt, ob ich eventuell weniger Patienten haben könnte da ich überfordert bin. War ihm egal.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen und wie geht ihr mit der Arbeitslast um?

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NPS-Diagnose erst Jahre später erfahren - ist das in der Psychoanalyse üblich?

Ich frage mich gerade, ob das im psychodynamischen bzw. psychoanalytischen Kontext teilweise eine bewusste Herangehensweise ist, weil dort ja doch etwas anders mit Diagnosen gearbeitet wird.

Ich bin mittlerweile im 8. Jahr meiner Therapie. Angefangen habe ich wegen einer Essstörung, das erste Jahr tiefenpsychologisch fundiert zur Stabilisierung, seitdem Psychoanalyse.

Vor einigen Jahren meinte mein Therapeut einmal, dass ein bestimmter Gedanke bzw. ein Verhalten von mir etwas narzisstisch sei. Damit konnte ich damals überhaupt nichts anfangen und habe es einfach ignoriert. Irgendwann fragte er mich auch, ob ich mit dem psychodynamischen Verständnis von Schizoidie etwas anfangen könne. Da ich von der Beschreibung her sehr ergriffen war, habe ich mich dann für ein paar Monate ziemlich versteift. Rückblickend weiß ich heute, dass das auch meine Grandiosität angesprochen hat, weil ich diese Diagnose irgendwie als etwas Besonderes angesehen habe lol.

Vor etwa zwei oder drei Jahren habe ich dann eher zufällig meine eigentliche Diagnose, NPS, erfahren. Ich war zunächst ziemlich sprachlos und schockiert, konnte mich damit überhaupt nicht identifizieren und hatte auch große Schwierigkeiten, mit meinem Therapeuten darüber zu sprechen.

Mit der Zeit kamen meine Gedanken aber immer wieder darauf zurück und ich habe mich der Frage langsam angenähert. Wirklich akzeptiert und anerkannt habe ich die Diagnose erst dieses Jahr. Davor liefen bei mir offenbar ziemlich viele automatische Schutzmechanismen ab: Abwertung meines Therapeuten, innerer Abstand zur Diagnose, Informationen darüber wieder „vergessen“, Schwierigkeiten, mich überhaupt ernsthaft damit auseinanderzusetzen; es immer wieder zu hinterfragen usw.

Seitdem ich sie wirklich akzeptiert habe, hat es allerdings mehr oder weniger Klick gemacht. Ich kann mein eigenes Erleben und Verhalten inzwischen häufig mit etwas Abstand betrachten und bestimmte Dinge viel besser einordnen. Für mich persönlich war das Wissen um die Diagnose deshalb im Nachhinein ziemlich hilfreich. Es fühlt sich sogar so an, als hätte ich in den letzten paar Monaten riesige Fortschritte gemacht - gerade im Vergleich zu all den Jahren davor, in denen es mir eher wie ein Vorankommen im Schneckentempo vorkam, mit vielen Rückschritten und Umwegen.

In der letzten Sitzung habe ich meinen Therapeuten gefragt, warum wir nicht schon früher explizit darüber gesprochen haben. Ein Teil von mir will es nicht verstehen und macht ihn nun dafür verantwortlich. Ich hatte selbst schon die Vermutung geäußert, dass es wahrscheinlich wenig gebracht hätte, weil ich damals einfach noch nicht so weit gewesen wäre. Er meinte einerseits, dass er in der Therapie den Menschen sieht und nicht die Diagnose. Andererseits kennt er natürlich auch die ganzen Fehlinformationen und extrem negativen Darstellungen von NPS, die man überall findet, und meinte sinngemäß, dass die eigentliche Grundthematik hinter der Störung sehr viel trauriger sei, als sie üblicherweise dargestellt wird.

Ich weiß noch nicht ganz, wie ich das einordnen soll. Deshalb würde mich besonders die Perspektive von Therapeut:innen interessieren, die selbst psychodynamisch arbeiten und vielleicht auch Menschen mit NPS behandeln:

Ist es in diesem Kontext üblich, eine Diagnose nicht unbedingt früh oder ausdrücklich mitzuteilen? Wird teilweise bewusst abgewartet, bis die Person damit überhaupt etwas anfangen kann? Und wie entscheidet ihr, wann eine diagnostische Einordnung für die Therapie hilfreich ist und wann sie eher hinderlich sein könnte?

Dankeschön im Voraus!

PS: Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass in den Jahren davor natürlich trotzdem schon sehr viel passiert ist und sich vieles verändert hat. Mit „Schneckentempo“ meine ich nicht, dass die Therapie bis dahin nichts gebracht hätte - eher, dass sich der Prozess für mich sehr langsam, mit vielen Rückschritten und Umwegen angefühlt hat. Die letzten Monate fühlen sich im Vergleich dazu eher so an, als hätten sich plötzlich viele Puzzleteile zusammengefügt.

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u/Relative-Amount7966 — 2 days ago

Systemische Beratung als Psychologin...lohnt sich die Weiterbildung?

Hallo, ich würde gerne von euren Erfahrungen mit der Weiterbildung in Systemischer Beratung hören.

Nach einem Infoabend an einem systemischen Institut bin ich noch ziemlich unentschlossen. Die Weiterbildung klingt sehr interessant, allerdings frage ich mich, ob sie mir als Psychologin genügend neue Kenntnisse vermittelt. Systemische Therapie erscheint mir vertiefender, setzt an diesem Institut aber zunächst Systemische Beratung voraus. Insgesamt wären das etwa drei Jahre und eine erhebliche finanzielle Investition.

Mein Psychologiestudium liegt einige Jahre zurück. Beruflich war ich überwiegend in der Arbeits- und Organisationspsychologie tätig und arbeite erst seit einigen Jahren im psychosozialen Bereich. Deshalb möchte ich meine Kenntnisse auffrischen, aber eine Weiterbildung wählen, die mir fachlich und beruflich einen echten Mehrwert bietet.

Hat sich Systemische Beratung für euch als Psychologinnen und Psychologen gelohnt? Habt ihr danach Systemische Therapie gemacht? Oder kennt ihr eine Möglichkeit, direkt mit Systemischer Therapie zu beginnen?

Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und Empfehlungen, auch zu anderen passenden Weiterbildungen im psychosozialen Bereich.

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u/Top_Replacement_2225 — 2 days ago

Can I study psychology "just because"?

I work as a vet, I often think of changing careers (because we are overworked, underpayed and deal with a lot). I don't think psychology major would solve that problem though, but thought worth mentioning in case someone has a different opinion and to give some context.

However I am fascinated with the human mind, how humans change throughout their lives, how child trauma molds their personalities, personality disorders, serial killer minds, etc etc

I think I would like to study psychology just for the fun of it, however probably not paying for the degree and doing it on my free time.

Does this make sense? Anyone else done it? Where to start? Any advise?

TIA

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u/MarsAlivee — 1 day ago

Zu viele Optionen machen uns beziehungsunfähig – stimmt das? Suche Teilnehmer*innen für meine Abschlussarbeit

Hier geht’s zur Umfrage:
https://survey.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/BA2026/

Dating hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Durch Dating-Apps und soziale Medien können wir heute jederzeit neue Menschen kennenlernen und potenzielle Partner miteinander vergleichen. Diese große Auswahl kann zwar mehr Möglichkeiten schaffen, aber auch dazu führen, dass man ständig nach einer vermeintlich besseren Option sucht und sich dadurch schwerer auf eine Person festlegt.

Im Rahmen meiner Abschlussarbeit im Fach Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt untersuche ich deshalb, ob die eigene Wahrnehmung im Dating und der persönliche Selbstwert damit zusammenhängen, wie leicht oder schwer Commitment fällt. Dabei geht es nicht um einen objektiven „Wert“ einer Person, sondern um die subjektive Einschätzung der eigenen Attraktivität und Begehrtheit als potenzielle Partnerperson.

Für die Studie suche ich Personen ab 18 Jahren, die an einer anonymen Online-Umfrage teilnehmen möchten. Die Teilnahme richtet sich ausdrücklich nicht nur an Studierende. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten, entscheidend ist allein deine persönliche Einschätzung.

Vielen Dank an alle, die sich die Zeit nehmen und meine Abschlussarbeit unterstützen!

Disclaimer: Nicht vom Systemfehler am Ende verwirren lassen. Das ist ein Redirect für alle Student*innen der Goethe Universität Frankfurt, die sich Versuchspersonenminuten anrechnen lassen wollen. Eure Durchläufe sind auch wenn dieser Fehler angezeigt wird gültig.

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u/Emoxd01 — 1 day ago

[TW] Wie Fantasie ansprechen ohne eingewiesen zu werden?

Gehe morgen akut zu meinem Psychiater hin. Es geht eigentlich um ein anderes Thema, aber jemand hat mir empfohlen, dass ich ihm davon erzähle.

Was in dieser Fantasie vorkommt:

- Suizidmethode

- was nötig ist und woher ich es bekommen kann

- Ort

- Uhrzeit (kein Datum, eher Zeitraum) und wie das Wetter/der Himmel sein soll

Für mich wirkt es beruhigend daran zu denken, aber ein aktuelles Verlangen es umzusetzen besteht nicht

Ich muss aber gestehen, ich habe mich heute informiert, ob die Methode wirklich keinen Schmerz oder Panik auslöst und wie man es richtig macht.

Ich möchte präventiv handeln und vertraue allgemein meinem Psychiater, doch eine Einweisung würde mein Vertrauen und Gesundheitszustand verschlechtern.

Ich weiß er muss per Gesetz bei gewissen Anzeichen handeln und das will ich ihm und mir ersparen.

Wie mache ich ihm klar, dass ich nicht vorhabe diese Fantasie umzusetzen?

PS: Habe derzeit keine Psychotherapie.

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u/AngelBritney94 — 3 days ago

Wie finde ich heraus, was mich wirklich glücklich macht?

Ich habe in letzter Zeit öfter darüber nachgedacht, was mich eigentlich wirklich glücklich macht – und irgendwie fällt mir darauf keine klare Antwort ein.

Ich weiß, was mir kurzfristig Spaß macht oder womit ich mich ablenken kann. Aber bei der Frage, was mich langfristig erfüllt und mir das Gefühl gibt, dass mein Leben „richtig“ für mich ist, bin ich ziemlich ratlos.

Man hört oft Sachen wie „Probier neue Dinge aus“, „Finde deine Leidenschaft“ oder „Hör auf dein Bauchgefühl“. Aber wie macht man das konkret, wenn man selbst gar nicht so genau weiß, wonach man sucht?

Deshalb würde mich interessieren: Wie habt ihr herausgefunden, was euch glücklich macht? Gab es bestimmte Erfahrungen, Veränderungen oder Fragen, die euch dabei geholfen haben?

Und vielleicht noch wichtiger: Woran merkt man überhaupt, dass etwas einen wirklich glücklich macht – und nicht nur kurzfristig beschäftigt?

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u/Acceptable_Media9210 — 2 days ago

Ich bin neidisch

Vor allem auf Menschen die gut aussehen, ich glaube die haben überall Vorteile. Ganz massiv bei der Partnersuche, aber auch bei der Arbeit und Freunden.

Das Leben muss einfach viel mehr Spaß machen wenn man richtig gut aussieht, überall wird man freundlicher behandelt, man kann schneller mal jemanden für einen ons haben, Gespräche fängt man leichter an.

Ja alles Charakter blabla, aber gut aussehend kommt man von vornherein überall besser an.

Und ich meine nicht die schlauen Vorschläge duschen, Friseur und Kleidung sondern wirklich extrem attraktive Gesichtszüge, Körpergröße, Proportionen.

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u/musicandsoon — 3 days ago

Psychologie als Zweitstudium sinnvoll?

Hallo! Ich bin 30 Jahre alt, habe einen Bachelor in Geisteswissenschafften und einen Master in einer Kreativtherapie, ich arbeite in diesem Bereich in einer Klinik.

Zunehmend wächst in mir der Wunsch, mich beruflich noch weiterzuentwickeln. Das Psychologie Studium liegt da für mich thematisch natürlich auf der Hand. Gerne hätte ich dieses bereits nach dem ABi absolviert, da es den Bapsy damals noch nicht gab hat mein NC allerdings einfach nicht gereicht. Da ich in Hamburg wohne, hätte ich mit einem durchschnittlich bis gutem BaPsy Ergebnis die Möglichkeit, Psychologie als Zweitstudium studieren zu können, ohne dass in anderen Bundesländern nötige Zweistudiumsverfahren mit Begründungsschreiben etc.

Mein Plan wäre es, 20h die Woche weiterzuarbeiten und nebenbei in 4-5 Jahren den Bachelor zu machen. Schon klar, finanziell würde es die nächsten Jahre natürlich hart werden. Zum Glück verdient meine Frau sehr gut und steht hinter mir und meinen Entscheidungen.

Der (notwendige) Master hingegen bereitet mir größere Sorgen. Um an einer staatlichen Uni studieren zu können, müsste ich mich quer durch DE bewerben und dann mit Mitte/Ende 30 evtl den Wohnort wechseln, in einem Alter, in dem ich eigentlich gerne Kinder hätte/kriegen würde. Eventuell wäre auch ein privater Master an der MSH finanziell drin.

Neben dem klinischen Master könnte ich mir auch Rechtspsychologie oder Neuro vorstellen, grundsätzlich interessieren mich eigentlich alle Arbeitsbereiche, A&O vielleicht etwas weniger.

DIe zur Zeit etwas unsicheren Aussichten verunsichern mich allerdings. Sollte ich den klinischen Weg gehen, finde ich mit Ende 30 wohl eine Weiterbildungsstelle? Wie sieht der Markt dafür in 7-8 Jahren überhaupt aus? In den anderen Bereichen wäre ich ein Ende 30 jähriger Absolvent ohne jede Berufserfahrung in einem doch recht umkämpften Fachgebiet. Stellen in der sozialen Arbeit sollten wohl drin sein, thematisch wäre ich nicht abgeneigt, aus finanzieller Sicht scheint mir der lange Weg dahin und die finanziellen Einschränkungen auf diesem allerdings nicht gerade sinnvoll. Fast 40 Jahre weiterhin als Kreativtherapeut zu arbeiten kann ich mir allerdings beim besten Willen nicht vorstellen.

Gibt es Menschen, die ähnliche Wege gegangen sind und ihre Erfahrungen mit mir teilen können? Über Ratschläge, Einschätzungen und Ermutigungen freue ich mich. Vielen Dank :)

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u/AdEvening4239 — 2 days ago
▲ 6 r/Psychologie+1 crossposts

Praxis vs Klinik?

Ich bin Psychiaterin (Assistenz-Ärztin) und die Stimmung in unserem Klinikteam ist schlecht. Viel Gezicke und Mobbing. Ich habe ein Angebot einer Praxis vorliegen. Dort würde ich, falls ich rein theoretisch arbeite 6 Patienten am Tag sehen bei Vollzeit. Durch Medikamenteneinstellungen wird das etwas entzerrt.

Trotzdem frage ich mich, ob 3-6h reine Psychotherapie am Tag nicht unglaublich ermüden? Oder der Beef auf Arbeit nicht das kleinere Übel ist? Andererseits würde ich vermutlich richtig fit in Therapie werden....

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u/Existing_Tap_8013 — 2 days ago
▲ 74 r/Psychologie+1 crossposts

Was war der ungewöhnlichste Wahn, der euch im Berufsleben begegnet ist?

Liebe r/medizin Community – und vor allem an die Psychiater:innen unter euch:

Was ist die interessanteste oder ungewöhnlichste wahnhafte Störung, die ihr bisher in eurem Berufsleben gesehen habt?

Ich fange mal an:
Ich habe einmal eine Patientin gesehen, sicher in ihren 60ern, bereits berentet und ehemalige Apothekerin. Sie war fest davon überzeugt, dass ihre Nachbarn ihre Eigentumswohnung „stehlen“ wollten, weil diese mehr Platz für ihr behindertes Kind bräuchten.

Im Rahmen dieses Wahns war sie überzeugt, dass die Nachbarn sie seit Jahren abhören und überwachen würden. Außerdem würden sie sie mit einer Art „Elektrokanone“ durch die Wände beschießen. Einmal sei sie deshalb sogar im Treppenhaus gestürzt, weil die Nachbarn mit dieser Elektrokanone gezielt auf ihr Knie geschossen hätten. Tatsächlich fanden sich in ihrer Krankengeschichte entsprechende Vorstellungen in der Orthopädie bzw. Notaufnahme wegen des Sturzes – natürlich ohne Hinweise auf irgendeine Fremdeinwirkung.

Zu uns kam sie schließlich, nachdem es erneut Streit mit den Nachbarn gegeben hatte. Sie hatte deren Wohnungstür mit einem Duftspray eingesprüht, woraufhin die Nachbarn die Polizei verständigten.

Im Gespräch erklärte sie uns dann ausführlich, dass das Ganze schon seit Jahren so gehe.

Besonders bemerkenswert fand ich, dass sie irgendwann sogar einen Privatdetektiv engagiert hatte, um Beweise für die Überwachung zu finden. Gemeinsam hätten sie wohl sogar Wände geöffnet bzw. untersuchen lassen – Kameras, Kabel oder andere Überwachungstechnik fanden sie selbstverständlich nicht.

Die Reaktion des Privatdetektivs laut ihrer Erzählung war sinngemäß: „Wissen Sie, manchmal findet man solche Dinge erst, wenn das Haus irgendwann abgerissen wird und man sieht, wo die Kabel herauskommen.“

Der hat sie halt einfach für ihr Geld ausgenommen und in ihrer Überzeugung gelassen.

Ich konnte sie schließlich dazu bewegen, zumindest einmal ein Antipsychotikum einzunehmen.

Am nächsten Tag entließ sie sich allerdings selbst. Eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung bestand letztlich nicht.

Was mir an dem Fall besonders im Gedächtnis geblieben ist, war weniger die Absurdität des Wahns als die Tragik dahinter. Sie berichtete, dass sich ihre Familie weitgehend von ihr zurückgezogen habe bzw. nur noch wenig Kontakt bestehe – und dass sie darunter durchaus leide.

Gleichzeitig fehlte ihr natürlich jede Krankheitseinsicht. Man weiß also, dass sie wieder nach Hause in genau dieses Wahnsystem zurückkehrt, das inzwischen einen erheblichen Teil ihres Lebens und ihrer Beziehungen bestimmt.

Jetzt würde mich interessieren: Was waren die ungewöhnlichsten, komplexesten oder einfach eindrücklichsten Wahninhalte, die ihr in eurer klinischen Tätigkeit erlebt habt?

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u/Psychisch_am_Ente — 4 days ago

Zu viele Optionen machen uns beziehungsunfähig – stimmt das? Such nach Teilnehmer*innen für Abschlussarbeit

Ich möchte herausfinden, ob der selbst wahrgenommene Datingmarktwert, die Entscheidung sich auf einen Beziehungspartner festzulegen beeinflusst und welche Rolle der Selbstwert dabei spielt.

Die Bearbeitung der Umfrage erfolgt anonym und dauert nicht einmal 5 Minuten.
Ich würde mich sehr über eure Unterstützung freuen.

Hier der Link zur Umfrage: https://survey.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/BA2026/

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u/Emoxd01 — 2 days ago