An die PsychotherapeutInnen: Googelt ihr manchmal eure Patientinnen/Patienten?
Wenn ich beruflich (andere Branche) mit neuen Menschen zu tun habe, google ich sie immer mal, um mehr über sie zu erfahren. Macht ihr das auch?
Wenn ich beruflich (andere Branche) mit neuen Menschen zu tun habe, google ich sie immer mal, um mehr über sie zu erfahren. Macht ihr das auch?
Ich bin seit einem Monat Berufsunfähig und habe bislang 27 Psychotherapeuten kontaktiert, 19 Absagen bekommen und der Rest hat sich nie gemeldet 🙈🤩
Die TK droht mir jetzt zeitgleich mit dem 🕵️♂️ "Medizinischen Dienst" 🧐 sollte ich ins Krankengeld rutschen.
Laut TK habe ich dummerweise meine repräsentativen Möglichkeiten ✨nicht vollständig ausgeschöpft ✨ ich faules Stück Abfall 😍👌💫👌💫🤸♂️
Ich weiß inzwischen ehrlich nicht mehr, wie man im deutschen Hilfesystem weiterkommen soll, wenn man nicht „zu leicht“, aber offenbar auch „zu schwer“ für Behandlung ist.
Zu meinem Hintergrund:
Ich habe komplexe, chronische Traumata erlebt und war unter anderem fünf Jahre lang geschlossen untergebracht. Mittlerweile bin ich in „Freiheit“ und seit längerer Zeit suche ich aktiv nach einem passenden Therapieplatz.
Das Problem ist, dass ich fast nur Absagen bekomme. Der Tenor lautet meist:
„Tut mir leid, aber Ihr Fall überschreitet meine Kompetenzen bzw. die Möglichkeiten einer ambulanten Therapie.“
Mittlerweile lehnen mich sogar spezialisierte Ambulanzen ab, weil meine Vorgeschichte und Symptomatik als „zu schwerwiegend“ eingeschätzt werden.
Ich verstehe grundsätzlich, dass Therapeut:innen ihre fachlichen Grenzen kennen müssen. Niemandem wäre geholfen, wenn eine Behandlung aus Überforderung scheitert. Aber nach unzähligen Absagen, besonders auch von spezialisierten Stellen, fühlt sich das irgendwann einfach nur noch zermürbend an.
Deshalb wollte ich hier fragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder vielleicht Ideen hat, wie man in so einer Situation noch weiter vorgehen kann.
Welche Anlaufstellen oder Wege gibt es, wenn selbst spezialisierte Angebote ablehnen?
Passt das zusammen?
Gibt es Argumente dafür oder dagegen?
Hello hello,
Habe vor kurzem meine Therapeutin gewechselt, weil ich spezifisch nach einer Traumatherapeutin gesucht habe, die EMDR anbietet. Vorher war zur Stabilisierung, damit ich nicht ganz ohne dastehe :)
Weiß nicht ob es blöd klingt, was ich schreibe, aber… irgendwie sind beide Therapeutinnen sehr konträr, meine alte Therapeutin habe ich als sehr warmherzig und mitfühlend empfunden, sie hat mich ständig validiert, wenn mir Sachen unangenehm waren auszusprechen bzw. sie gemerkt hat, dass ich mich geschämt habe, hat sie gesagt „das ist doch auch verständlich bei ihrem Hintergrund (Trauma) oder? Sie hat mir das Gefühl gegeben, dass ich alles erzählen konnte ohne dass sie wertet. Als wir über Traumainhalte gesprochen haben, ist sie auch eher auf die emotionale Ebene gegangen und war validierend wie „das muss schwer für sie gewesen sein“ oder dass sie es mutig fand, das auszusprechen. Oft war auch das Benennen von Emotionen und wo ich das im Körper spüre ein Thema. Also wie ihr seht, es war sehr emotionsbasiert. Aber es hat die Basis dafür geschaffen, dass ich überhaupt mit ihr darüber reden konnte/ mich öffnen konnte, weil ich mich verstanden und gesehen gefühlt habe. Sie hat oft Emotionen gespiegelt, also z.B. traurig/ mitfühlend geschaut, sodass ich meine eigene Trauer auch spüren konnte etc.
Ich weiß es wäre ein unfairer Vergleich mit meiner neuen Therapeutin, weil wir uns ja erst seit kurzem kennen. Mir ist aber aufgefallen, dass sie sehr sachlich ist. Ich würde nicht sagen, dass sie unemphatisch ist, aber sie sie arbeitet eben gefühlt recht wenig validierend/ auf emotionaler Ebene. Also wenn ich ihr etwas erzähle von traumainhalten, fragt sie zwar nach/ stellt weitere Fragen aber eben eher sachlich/ eher infosammlungsmäßig. Irgendwie habe ich das Gefühl dieses Netz, welches ich bei meiner alten Therapeutin hatte, fällt weg. Habe auch generell ein Problem mit Autoritätspersonen (dass diese starke Angst in mir auslösen), aber habe zb auch eher das Gefühl gute Antworten geben zu müssen bzw hat es irgendwas wertendes wenn ich z.B. mal sage „ich weiß es nicht“, aber das kann auch gut an mir liegen.
Letzte Stunde bin ich dann dissoziiert. Ich war schon vor der Stunde nicht ganz im hier und jetzt, aber es wurde dann immer stärker und als sie dann rückgemeldet hat, dass es heute schwer sei in Kontakt zu treten mit mir, dass ich nicht ganz da sei, war es dann vorbei. Hatte mich zeitweise richtig an meinen Armen festgekrallt. Aus Angst vor ihr/ fehlendem Sicherheitsgefühl, I don’t know. Wie geht ihr mit Dissoziation in der Therapie um? Habe das Gefühl wir hätten das besser managen können/ sie schien auch etwas ratlos, obwohl sie sich mit Dissoziation auskennt eigentlich. Wie ist es bei euch in der Therapie so bezüglich Emotions/sachebene?
Liebe Grüße
Sorry für den langen Text und danke an alle, die ihn durchgelesen haben.
Ich bräuchte mal Hilfe von Außen, da ich meine Therapeutin nur alle 6 Wochen sehe. Das nächste Treffen ist noch 4 Wochen hin.
Sie hatte mir gegen Ende des letzten Treffens mehr oder minder "an den Kopf geworfen" dass meine Depression nur erlernte Hilflosigkeit sei.
An dem Tag ging es mir schlechter als sonst und das hatte ich kommuniziert. Mir ist schon aufgefallen dass sie, wenn ich besonders "negativ" bin, eine Art von Grantigkeit an den Tag legt. (Ein bisschen, als würde sie die Geduld mit mir verlieren.)
Ich habe mir jetzt die letzten zwei Wochen Gedanken darüber gemacht und recherchiert und komme auf keinen grünen Zweig. Ich habe das Gefühl dass diese Aussage nur auf Teile meiner Depressionen anwendbar ist. (Wenn überhaupt.) Aber eigentlich fühlt es sich eher wie eine Abwertung und victim blaming an.
Ich bin 36, autistisch und habe seit meines 12ten Lebensjahres Depressionen. Aktuell ist meine "Lebensmüdigkeit" besonders schlimm. Ich bin nicht akut selbstmord gefährdet, nur einfach müde von allem und besonders vom Lebensstruggel.
Kann mir jemand Einblick geben wo die Grenzen des Konzepts der erlernten Hilflosigkeit liegen? Meine gesamten Depressionen damit "abzukanzeln" fühlt sich nicht richtig an und ich würde es gerne beim nächsten Treffen besprechen, aber dafür müsste ich das Konzept erstmal verstehen.
Hallo,
Ich bräuchte mal einen Rat.
Ich war vor zweieinhalb Jahren in der Notaufnahme, da ich dachte, einen Herzinfarkt zu haben. Es stellte sich raus, dass es eine Panikattacke war.
Vorausgegangen ist eine enorme belastende Zeit über ca. 3 Jahre, in denen meine Eltern verstorben sind und ich sehr viele körperliche Symptome hatte. Ich dachte ständig krank zu sein. Mir ging es sehr schlecht.
Nachdem die Panikattacke war, habe ich eine Therapie begonnen (ambulant), in der Hypochondrie diagnostiziert wurde.
Nach einigen Sitzungen ging es mir viel besser und ich beendete die Therapie. Ich hatte ein gutes Gefühl und nicht das Bedürfnis mit ihr weiter zu sprechen.
In der Therapie wurde mir deutlich, dass ich viel zu viel grübel, Vermeidungsstrategien lassen muss und habe mich auch mit bestimmten Sätzen konfrontiert ("Ich sterbe"). Meine Therapeutin meinte auch, dass ich akzeptieren muss, immer mal wieder mit dem Thema konfrontiert zu werden.
Jetzt:
Ich bin im Krankenhaus gelandet mit Verdacht auf Schlaganfall. Meine linke Gesichtshälfte zuckte.
Nach sämtlichen Untersuchungen stellte sich heraus, dass alles in Ordnung ist.
Nach einem Gespräch zu meiner Vorgeschichte empfahl mir der Arzt dringend noch mal eine Therapie zu beginnen.
Ich war geschockt, denn ich dachte, ich bin über den Berg. Wenn ich aber ehrlich bin, habe ich die letzten Monate wieder einige körperliche Symptome gehabt, die ich oberflächlich akzeptierte ("Es ist nur stress"), habe aber teilweise wieder exzessiv nach Symptome und Krankheiten gegoogelt und auch oft geweint. Ich selber sagte aber "Nein, ich habe kein Stress".
Ich nehme den Rat des Arztes an und sehe auch definitiv, dass ich Hilfe brauche. Jetzt kommt das ABER:
Was würde ich in einer erneuten Therapie machen? Ich weiß ja, was ich nicht tun soll (googlen, akzeptieren irgendwann sterben zu müssen usw.). Ich fühle mich, als ob ich die Zeit eines Therapeuten klauen würde. Schließlich sind Plätze sehr rar. Ich meine, so schlimm ist es ja nicht. Ich habe keine Panikattacken mehr und lebe mein Leben gut, nur halt mit bestimmten Gedanken- manchmal mehr, manchmal weniger.
Was meint ihr?
Austausch mit Menschen, die unter KPTBS leiden?
Ich finde es generell wahnsinnig schwer, mit dem Thema in einen Austausch zu gehen. Oft entsteht schnell der Eindruck, man wolle „Trauma Dumping“ betreiben (ich mag den Begriff selbst nicht besonders) oder grenzüberschreitend persönliche Dinge erzählen, obwohl das gar nicht die Absicht ist.
Ebenso habe ich häufig das Gefühl, dass bei Bindungsthemen schnell unterschwellig angenommen wird, man sei „zu anhänglich“, „zu labil“ oder zu sehr auf das eigene Leid fokussiert. Dabei geht es mir überhaupt nicht darum, Probleme abzuladen oder dauernd über sein Leid zu reden. Dafür gibt es Therapeuten, Freunde oder evtl Familie.
Eigentlich will man eher einen respektvollen Austausch darüber, wie andere bestimmte Dinge im Leben bewältigt haben, welche Therapien oder Strategien ihnen geholfen haben und wie sie mit manchen Herausforderungen umgehen.
Und nochmal: Es geht ausdrücklich nicht darum, traumaspezifische Details auszubreiten oder emotionale Abhängigkeiten aufzubauen.
Hier im Reddit las ich mal, dass man doch keine Kontakte suchen soll, weil dies automatisch zu Abhängigkeiten bei Kptbs führt? Verstehe solche Verallgemeinerungen nicht.
Falls jemand offen für einen ruhigen, gegenseitigen Austausch ist, würde ich mich freuen. Wenn nicht.. ich hab’s wenigstens gefragt
Alles Gute 🌿
Hallo zusammen! :)
Für meine Bachelorarbeit untersuche ich aktuell den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, Angst und der wahrgenommenen Performance in Bewerbungsgesprächen.
Es wäre eine riesige Hilfe, wenn ihr euch ca. 5 Minuten Zeit nehmt und meine Umfrage beantwortet. Die Teilnahme ist selbstverständlich komplett anonym.
https://www.soscisurvey.de/BIP2026/
Danke euch! 🤩
Hallo Alle!
Ich habe eine Frage zum Umgang mit Traumapatienten. Ich habe eine PTBS, entstanden in einer psychiatrischen Klinik.
Nun bin ich in stationärer Behandlung wegen einer akuten schweren depressiven Episode.
Im Zuge habe ich anfemetkt, dass die unbehandelte PTBS auch eine Rolle spielt.
Daraufhin hat mich die Psychologin doch eher gedrängt zu sagen, was passiert sei. Auf erzählen hin fragte sie nach einem Arztbrief. Ich erklärte, dass ich auch mit Unterstützung der Vorbehandler nicht an einen Arztbrief gekommen bin.
Sie sagte. es täte ihr leid, dass ich keinen Arztbrief bekommen habe. Das war's.
Jetzt fühle ich mich hier sehr zurückgeworfen, weil ich eigentlich gar nicht darüber reden wollte, weil hier ja keine Traumabehandlung stattfindet.
War das denn ein professionelles Vorgehen überhaupt? Im Moment denke ich daran, mich zu entlassen, weil ich mich gerade in diesem Umfeld jetzt extrem stark bedroht fühle.
Also, wenn wir davon ausgehen, dass die psychologischen Grundmechanismen von bestimmten Störungen häufig psychologisch gleich funktionieren, wieso schlägt die Therapieform dann nur bei bestimmten Menschen an? Welche Faktoren müssen alle stimmen?
An einem Beispiel:
Ich habe über Angst- und Panikstörungen gelernt, dass diese durch Vermeidung in aller Regel verstärkt, und durch Exposition langfristig gemildert werden. Warum gehen dann manche Menschen jahrelang zu verschiedenen Therapien, versuchen Exposition, und es wirkt nicht? Trotz der ggf. medikamentösen Unterstützung, welche Exposition erst möglich macht.
Mich würden da ehrlich ganz konkrete Beispiele aus der Praxis interessieren.
Hallo zusammen,
Ich weiß, dieses Thema taucht jede Woche auf, verzeiht mir also bitte. Bei mir steckt aber eine längere Geschichte dahinter und es geht nicht einfach nur darum, dass mir die Bedingungen im Psychologiestudium oder der Weiterbildung nicht gefallen.
Mein ursprünglicher Plan war seit der 7. Klasse Medizin zu studieren, mit dem Ziel, später in die Psychiatrie zu gehen. Ich habe monatelang für den TMS gelernt, (der dann auch okay ausfiel), ein gutes Abi (1,3) gemacht und Medizin war für mich eigentlich immer Plan A.
Dann wurde ich allerdings genau in der Zeit rund um den TMS chronisch krank. Das war für mich ein ziemlicher Schicksalsschlag. Psychisch war ich damals sehr instabil und musste mir sogar meine TMS-Ergebnisse im Krankenhaus anschauen. Auch wurde mir ständig seitens meiner Familie eingeredet, ich könnte Medizin nicht packen, weil ich zu sensibel gegenüber Blut etc. seit und mir wurde wirklich jeden Tag gesagt, ich sollte mir einen Plan B suchen. Diese Zeit hat meine Entscheidung stark beeinflusst: Ich dachte, Medizin wäre vielleicht zu belastend, könnte meine Erkrankung triggern und gesundheitlich (auch psychisch) langfristig zu viel sein. Deshalb habe ich mich damals für den für mich „leichteren“ Weg entschieden: Psychologie, mit dem Ziel, psychologischer Psychotherapeutin zu werden.
Mittlerweile bin ich im 2. Semester Psychologie und habe mich persönlich sehr verändert. Psychisch bin ich inzwischen deutlich stabiler und gleichzeitig hat sich mein Interesse stark verschoben. In der Schule mochte ich Naturwissenschaften eher weniger, dafür Geisteswissenschaften oder Pädagogik. Im Studium merke ich jetzt aber, wie sehr mich biologische und medizinische Themen faszinieren, auch weit über das Gehirn hinaus. Ergänzungsmodule wie Pharmakologie oder Medizin finde ich unglaublich spannend und ich lese inzwischen oft freiwillig selbst zu somatischer Medizin und Biologie.
Eigentlich hatte ich das Thema Medizin für mich abgeschlossen. Aber irgendwann kam der Gedanke plötzlich wieder hoch und inzwischen beschäftigt er mich fast täglich: War Psychologie wirklich die richtige Entscheidung? Gleichzeitig neige ich generell dazu, schwer mit Entscheidungen abschließen zu können, weshalb ich mich frage, ob das meine Gedanken zusätzlich beeinflusst.
Dazu kommt, dass ich immer wieder höre, wie schwierig die Voraussetzungen in der psychotherapeutischen Weiterbildung inzwischen geworden sind und dass man teilweise trotz Studium keinen Platz bekommt, weshalb es auch sein kann, dass ich niemals Psychologischer Psychotherspeut werde. Selbst wenn man es dann wird, ist man den ÄrztInnen natürlich auch sehr untergeordnet in der Klinik. Ich möchte dazu sagen, dass ich mir keine andere Richtung vorstellen kann außer die Klinische. Das verstärkt meine Zweifel zusätzlich. Auf der anderen Seite machen mir aber auch die Arbeitsbedingungen in der Medizin Sorgen, besonders Berichte über 24h-Dienste, Überstunden und körperliche Belastung, selbst in der Psychiatrie.
Mich würden deshalb besonders Menschen interessieren, die selbst von Psychologie zu Medizin gewechselt sind und vielleicht inzwischen sogar schon arbeiten.
Gerne aber auch Personen, die wirklich Erfahrung oder direkten Bezug zu den Berufen haben, insbesondere zu:
Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie
ärztlichen Psychotherapeut*innen
psychologischen Psychotherapeut*innen.
Mir geht es dabei bewusst nicht um idealisierte Vorstellungen. Gerade unter Nicht-Medizinstudierenden habe ich manchmal das Gefühl, dass der Arztberuf sehr romantisiert wird („alles ist besser dort“). Deshalb würde ich gerne ehrliche Einschätzungen von Menschen hören, die den Alltag wirklich kennen.
Meine Fragen wären vor allem:
1.Wie unterscheidet sich der Berufsalltag zwischen Psychiatrie/ärztlicher Psychotherapie und psychologischer Psychotherapie wirklich?
2.Wie sieht die Work-Life-Balance aus?
Ist der ärztliche Weg langfristig mit chronischem Schlafmangel und ständiger Überlastung verbunden oder hängt das stark vom Fach/Arbeitsort ab? Wie belastend sind die ganzen Extra Dienste?
3.Seid ihr mit eurer Entscheidung zufrieden oder bereut ihr den Wechsel von Psychologie zu Medizin im Nachhinein?
4.Gibt es Dinge, die man als Außenstehender über beide Wege komplett falsch einschätzt?
Hi!:)
Ich brauche ca. 180 männliche Versuchspersonen für meine Masterarbeit. Da die Psychologiestudierenden-Bubble überwiegend weiblich ist, tue ich mich sehr schwer die zu rekrutieren :'( Darum dachte ich, ich versuche es mal hier.
Die Teilnahme dauert ca. 15-20 Minuten und läuft über SoSci-Survey (Link siehe unten). Es geht grob um die Einstellung zu gesellschaftlichen Themen in Verbindung mit der Persönlichkeit, genaueres darf ich leider nicht verraten... aber die Auflösung kommt natürlich am Schluss! 👀
Vielen vielen Dank an jeden, der teilnimmt! ❤️
Link zur Studie: https://s2survey.net/persxsoc/
Hi,
eine gute Freundin von mir macht gerade die Psychotherapie Ausbildung nach altem System.
Einer ihrer Selbsterfahrungswochenenden fällt auf das WE wo ein Familienmitglied heiratet. Sie ist extrem unglücklich darüber, aber meinte, da gibt es keine Ausnahmen, keine Härtefallregeln, wer fehlt muss 1000€ zahlen und das mit eigenne Sitzungen nachholen.
Erstmal finde ich das einfach krass auch für alle anderen hier, die ihr ganzes Leben darum planen mussten im Wissen, das ein Kranktag einfach 1000€ kosten kann. Wtf, das ist einfach nur unmenschlich. Meine Achtung an alle die das durchhalten. ICh hab hier im Forum gelesen, dass nicht einmal Schwangerschaft als Härtefall zählt. Das ist schon krass, dass Psychotherapeur*innen später dafür sorgen sollen dass Menschen seelich ganz bleiben, ihre Grenzen wahren, aber in der Ausbildung sich allen Miseren beugen müssen.
Mir ist klar, dass der Ausbildungsvertrag unter Weiterbildung fällt, und damit nicht in den normalen Rechtsbereich von Arbeitsrecht fällt. Aber habt ihr Erfahrungen, nach welchem Recht es sich orientiert, fällt es unter Ausbildungsrecht? Wo kann man sich informieren, welche Regelungen überhaupt rechtens sind? Habt ihr konkret für diese Situation Tipps oder ähnliche Erfahrungen? Welche Berufskammer/ Gewerkschaft hat sich in so einem Fall erfolgreich für euch eingesetzt?
Mir tut das einfach so leid, dass man durch eine Ausbildung, bei der man Menschen helfen will, selbst so an seine Belastungsgrenze gebracht wird. Überall sonst würde einfach ein Nachholtermin angeboten werden, man könnte mit einer anderen, vergleichbaren Gruppe den Termin nachholen, etc. Ich find's echt unmenschlich.
Danke für eure Einblick und viel Durchhaltevermögen für alle in ähnlichen Situationen ❤️
Moin, ich suche einen Spezialisten für meine Angststörung. Ich habe schon verschiedene Therapien ausprobiert und bin medikamentös eingestellt. Das Problem ist ich hab das Gefühl dort nicht voran zu kommen. Die Therapeuten haben zwar gelernt und Erfahrungen mit der Krankheit aber mir fehlt da meist irgendwie was ich tun soll bzw der letzte Impuls.
Deshalb bin ich auf der Suche nach jemanden der sich darauf spezialisiert hat. Im Netz findet man natürlich Sachen wie der Angstdoc und weitere.
Woher kann ich schauen welche seriös sind bzw. habt ihr Erfahrungen? Am besten jemand der online Termine anbietet. Mir reichen meist nur mal 10
Bewertungen alle mit 5 Sternen nicht so richtig als Referenz wenn man das angeblich schon Jahre bzw. Jahrzehnte macht und da sind 120-150€ pro Sitzung ins Blaue hinein schon viel.
Mein Therapeut hat seiner Frau von mir erzählt.
Ich bin gerade sehr geschockt und weiß absolut nicht wie ich damit umgehen soll und frage mich: ist sowas normal?
Ich bin seit 2 1/2 Jahren in Therapie und seit einem Jahr habe ich starke Gefühle für diesen Menschen.
Das wurde schon oft thematisiert und wir haben das von allen Seiten betrachtet und sind zu dem Schluss gekommen, dass es sich nicht um diese klassische Übertragung handelt. Zumindest nicht überwiegend.
Finde ihn sehr angenehm und bei jedem Date denke ich automatisch an ihn und fange an zu vergleichen. Es gibt auch niemanden, mit dem ich schöner lachen kann.
Mein Leben ist in den letzten Monaten komplett den Bach runtergegangen. Hab keinen Job, kaum Freunde und mein Mann hat sich auch von mir getrennt wegen einer Arbeitskollegin/weil ich ihm zu krank war. Dann noch die Diagnose MS on top. Joa.
Mich hat es sehr getroffen, dass mein Therapeut heute mitteilte, dass er seiner Frau von mir erzählt hat. Falls man sich mal über den Weg läuft und ich „komisch“ gucken sollte oder Blicke meinerseits kämen.
Ich finde es richtig seltsam… vor allem: was soll das bedeuten?
lch würde gerne wieder einsteigen in diesen Job, diesmal aber professioneller. Früher habe ich eine Art Eskort gemacht, aber ich war noch zu jung. Deswegen habe ich jetzt vier Jahre Pause gehabt. Das Beratungsgespräch beim Gesundheitsamt steht schon, welches verpflichtend ist. Es wird also ernst. Es ist dann nicht mein Hauptjob, eigentlich arbeite ich was ganz anderes. Aber es ist eine gute Nebenquelle mit 100-150€ die Stunde. Derzeit schiebe ich nur Nachtschichten und bekomme Mindestlohn, da ist das eine echt gute Alternative. Ich arbeite auch wirklich gerne mit Menschen.
Leider verausgaben sich viele Mädels in dem Job sehr, und halten das psychisch nicht lange durch. So ging es mir auch, weil mein Mindset damals nicht das Richtige war. Und wie es so ist, wenn man jung ist, wird man auch mal manipuliert. Aber diesmal ist das ja anders, ich entscheide das wirklich selbst. Daher habe ich überlegt mich zu "spezialisieren" auf Senioren oder Menschen die keine Erfahrung bisher mit Sex haben, sowas wie eine Sexualbegleiterin. Das klingt sicher. Vorallem ohne mental etwas zu riskieren, dass wäre es mir nämlich nicht mehr wert auf Dauer. Mich hat das damals ein Jahr lang mitgenommen, aber weil ich mir versprochen habe, dass ich das niemandem jemals wieder erlaube, mich schlecht zu behandeln, könnte das was werden.
Dennoch will ich auf Nummer sicher gehen und Frage mich die letzten Tage, was einen psychisch stark macht, damit man sich präventiv mental auf diesen Job vorbereiten kann? Wie schafft man das? Was denkt ihr sind die häufigsten Fehler von Sexarbeiterinnen, weswegen sie daran kaputt gehen? Es gibt ja schließlich auch manche die das lange machen und denen es gut geht, wie schaffen die das, psychisch stabil zu bleiben?
Ich glaube daran, dass ich richtig stark bin mental, aber habe auf der anderen Seite große Angst, dass ich so werde wie manch andere die ich kenne. Das will ich echt verhindern. Daher frage ich mich, ob es da einen "Stark-Sein-Code" gibt, so wie Leistungssportlehr die ein Gewinner Mindset haben oder so
Was denkt ihr?
Hey,
mich interessiert es die ehrliche Innenperspektive von anderen Betroffenen zu hören; was sind nach eurer Selbsteinschätzung die größten Probleme im Alltag?
Womit habt ihr am meisten zu kämpfen? Was verursacht für euch den größten Leidensdruck im Alltag?
Ich meine nicht nur allgemein die Diagnose, sondern die konkreten Dinge, die euch im Alltag am meisten beeinträchtigen. Emotional, sozial, körperlich oder funktional. Wie es sich für euch subjektiv anfühlt und was andere Menschen daran oft missverstehen.
Was euch bisher tatsächlich geholfen hat und was eher nicht.
Edit: Ich bedanke mich an alle für die ausführlichen Antworten. ❤️
Guten Tag,
ich würde sehr gerne Psychologie studieren. Schon seit Jahren, allerdings konnte ich mich aufgrund meiner beruflichen Situation bisher noch nicht bewerben.
Ich lese immer wieder nur von Leuten, die fragen ob es sich lohnt mit 35+/- noch Psychologie zu studieren, aber gefühlt keiner redet darüber wie schwer es ist reinzukommen, wenn man kein gutes Abitur hat.
Daher bin ich inzwischen sogar am überlegen mich bei der Bundeswehr zu bewerben, obwohl ich das eigentlich nie wollte.
Hat denn jemand Erfahrungen mit dem Studium dort auch wie der Einstellungstest so abläuft und wie die Bundeswehr als Arbeitgeber wirklich ist.
Danke euch!
Edit: hätte vielleicht erwähnen sollen, dass mit eine Approbation wichtig ist, da ich mir alle Optionen offen halten möchte! :)