Haltephase/eine kleine Warngeschichte

Ich hatte das Bedürfnis, mir einmal von der Seele zu schreiben, was im Moment in meinem Kopf abgeht. Vielleicht geht es einigen von euch ja ähnlich. Ich setze hier aber eine Triggerwarnung vor: es kommen, wie ich glaube, einige essgestörte Gedanken und Verhaltensweisen vor. Aber ich glaube, das ist vielleicht gar nicht so ungewöhnlich, und wird von mir reflektiert. Habe noch mal die Regeln des Subs studiert und nichts gefunden, das den Beitrag hier verbieten würde. Ansonsten sorry, wenn es nicht passt, gebt mir gern ehrliches Feedback :)

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Zähneknirschend steige ich von der Waage und wende den Blick möglichst schnell von der Zahl ab. Dennoch hat sie sich eingebrannt: 56,8. Tief atme ich durch, und versuche, den nächsten Gedanken zu fassen. Es ist okay, sage ich mir. Du musst die Dosis nicht erhöhen. Schnell weiter zur Spülmaschine. Bleib im Flow, und vielleicht schaffst du es die Zeit zu überbrücken bis zum Mittagessen. Dann sparst du dir das Frühstück. Schnell Eier kochen, bevor dann - in mittäglicher hangryness - der Schokoriegel schneller ist.

Ich bin mit Mounjaro mittlerweile deutlich weiter gekommen, als ich vorhatte. Mein Zielgewicht lag bei 67 - endlich wieder Normalgewicht statt Adipositas - doch vor einigen Wochen erfüllte mich ein sagenumwobener Stolz, als auf der Waage die schöne Dopplung der Fünfen aufblitzte, die ich wohl noch nie zuvor gesehen hatte. Ich war in der Jugend zwar nie dick gewesen, aber unterhalb der 57 hatte ich mich zumindest bewusst nie bewegt. Heute, mit 31 Jahren jedoch schon.

Das Problem ist, ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, dass die Waage jede Woche niedrigere Zahlen anzeigt. An die erstaunten und zumindest teils ehrlich besorgten Blicke, wenn mein Ausschnitt auf einer Feier meinen Brustkorb erahnen lässt. An Schwindelattacken, die zumindest zu einem gewissen Teil ein ungesundes Belohnungsgefühl hervorrufen. Daran, dass ich regelmäßig zu große Hosen mit in die Umkleidekabine nehme, und sich letztlich die übrig bleibende 34, welche ich eigentlich nur deshalb mitgenommen habe, um zu "testen", wie weit ich noch kommen könnte, an meinen ungläubigen Hintern schmiegt. 

Und nun das: seit zwei Wochen will die Waage sich nicht mehr weiter nach unten bewegen. Eigentlich weiß ich, dass sie das auch gar nicht muss. Aber muss die Zahl denn ausgerechnet ein knappes Kilo nach oben gehen? 

Meinem Umfeld sage ich seit 3 Monaten, dass ich bald in den Erhalt starten werde - und ich tue es ja im Grunde auch. Es ist nur eine wackelige Angelegenheit. "Bestimmt gehen dann 1, 2 kg wieder hoch, aber das ist schon okay" säusele ich, und tappe in die gleiche Falle der letzten Monate: den ewigwährenden Gedanken, vorher einfach noch mal 2-3 kg mehr abnehmen zu müssen, dann würde ich das schon verkraften. Doch der Tag, an dem ich es verkrafte, kommt nicht. Noch 3-4 kg, und ich falle ins Untergewicht. 

Aber warum fühlt sich immer noch alles nach Fett an? Obenrum passt mir immer noch keine 36, und schlecht sitzende Kleidung sitzt fälschlicherweise immer noch schlecht unter den Achseln. Das breite Kreuz lässt sich doch bestimmt durch weniger Heißhunger bekämpfen. Kann ich die Körperform vielleicht von einer Karotte in eine Birne verwandeln, wenn ich noch einmal die Dosis erhöhe? Kann ich Wohlbefinden vielleicht bei DocMorris zum nächsten Rezept dazu bestellen? 

Selbst die Idee des Muskelaufbaus motiviert mich plötzlich nicht mehr genug, zu glauben, mehr essen zu können wäre etwas schönes, und langsam beschleicht mich das Gefühl, etwas in meinem Leben habe die Seite gewechselt, und ich bin in eine Falle getappt. Die Frage ist: wie komme ich da wieder heraus? 

Ein paar Stunden später packe ich mir ein einzelnes gekochtes Ei in eine Dose, verspüre den ersten Kopfschmerz des Tages und fahre los - vielleicht bespreche ich heute etwas anderes mit meiner Therapeutin, als gedacht.

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u/tipidipi — 17 hours ago

Any functional mods for the new beta?

Especially for fertility/crop output. Everything seems outdated and it's getting too hard 🥹

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u/tipidipi — 12 days ago

Any idea what this is?

I have 8 ox, 2 are free, I have enough stable space. What could it be?

u/tipidipi — 20 days ago

Wie entspannt muss allein bleiben aussehen?

Ich bin im Moment dabei, meine zweijährige Hündin, die seit etwa 5 Monaten bei uns ist, ans Alleinsein zu gewöhnen. In der Regel ist es so, dass sie sich beim Verlassen der Wohnung meistens vor die Wohnungstür legt. Sie winselt nicht oder bellt, aber schaut aufmerksam in Richtung Tür, etwa 20-30 Minuten. Danach legt sie sich meistens ab oder oft auch zu unserem alten Hund (keine Probleme mit dem allein sein) ins Arbeitszimmer und schläft dann. Jetzt frage ich mich - ist das okay, oder ist das Ziel, dass es sie echt gar nicht juckt, wenn wir weg sind?

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u/tipidipi — 27 days ago

Teleclinic Alternativen für die Erhaltung?

Hi,

Bisher habe ich als Premium-Teleclinic-Kundin für das Arztgespräch/Rezept auf Teleclinic nichts bezahlen müssen. Neuerdings wollen sie für den Spaß trotz des Partnervertrages mit meiner Krankenkasse 38€ haben. Wo ist es neben Teleclinic günstiger und wird mir vor allem auch in der Erhaltung verschrieben? Der Antrag wird bei DrAnsay zB direkt gestoppt, weil mein BMI zu niedrig ist. No shit, Sherlock - darf aber gerne auch so bleiben 🫠

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u/tipidipi — 1 month ago

Habe Angst, meine Therapeutin "vor den Kopf zu stoßen" wegen Wechsels

Ich habe vor 2 Jahren eine Therapie angefangen. Zunächst Kurzzeit, dann  Übergang in Langzeittherapie, davon sind nun schätzungsweise 50% der Stunden aufgebraucht. 

Meine Therapeutin ist klasse und hat mir in vielerlei Hinsicht extrem gut geholfen. Ich habe durch sie meine cPTBS Diagnose und über die Arbeit mit ihr eine völlig andere Perspektive und ein anderes Lebensgefühl erreichen können. Und ich habe auch wirklich eine tolle Bindung zu ihr aufbauen können - das ist irgendwie auch das Problem.

Ich habe bei manchen Themen das Gefühl, dass sie mir nur bedingt weiterhelfen kann und ein anderer Approach/"Stil" mir mehr helfen könnte. Vielleicht mit mehr Konfrontation oder Konflikt. Also habe ich entschieden, mal zu prüfen, wie viele Stunden ich noch übrig habe und dann diese noch mit einem anderen Therapeuten zu nutzen. Das scheint ja rechtlich zu gehen. 

Nun habe ich jetzt aber total Bammel davor, wie ich das angehen soll. Ich habe Angst, dass sie sich vor den Kopf gestoßen fühlt und es persönlich nimmt. Das würde meine Entscheidung zwar nicht ändern, aber vielleicht den Umgang damit. Ich glaube, ich brauche mal kurz einen Reality Check: passiert es häufig, dass Therapeut*innen einen Wechsel irgendwie persönlich nehmen und dann traurig sind? Und läuft sowas normalerweise reibungslos ab?

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u/tipidipi — 2 months ago

Mounjaroverträgliche Hitzerezepte mit viiiiiiel Nährstoffen

Ich war im Sommer noch nie eine besonders gute Esserin (das Höchstgewicht habe ich mir jeweils in den 9 weiteren Monaten des Jahres angefuttert) aber dieses Jahr unter Mounjaro ist es sehr sehr schwierig für mich. Ich esse morgens eine trockene Scheibe Brot und abends einen Drittel Salat mit ein bisschen kalten Hähnchen und kriege ansonsten wenig runter, von fast allem wird mir schlecht, das gekocht und warm ist. In der Folge esse ich zu wenig und nehme zu schnell weiter ab, obwohl ich eigentlich mein Zielgewicht längst erreicht habe. Habt ihr Tipps abseits von fettigem Essen (das vertrage ich nicht mehr), für Snacks und Mahlzeiten, mit WENIG Volumen, aber trotzdem nährstoffreich? Welche Routinen und Gerichte tragen euch durch den Sommer?

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u/tipidipi — 3 months ago

Warum schlägt Therapie nicht für jeden an?

Also, wenn wir davon ausgehen, dass die psychologischen Grundmechanismen von bestimmten Störungen häufig psychologisch gleich funktionieren, wieso schlägt die Therapieform dann nur bei bestimmten Menschen an? Welche Faktoren müssen alle stimmen?

An einem Beispiel:

Ich habe über Angst- und Panikstörungen gelernt, dass diese durch Vermeidung in aller Regel verstärkt, und durch Exposition langfristig gemildert werden. Warum gehen dann manche Menschen jahrelang zu verschiedenen Therapien, versuchen Exposition, und es wirkt nicht? Trotz der ggf. medikamentösen Unterstützung, welche Exposition erst möglich macht.

Mich würden da ehrlich ganz konkrete Beispiele aus der Praxis interessieren.

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u/tipidipi — 3 months ago