u/queer_crow_

Autismusfreundliches Wohnen

Ich lese momentan ein Buch über Autismus und es wurde das Thema Wohnung in Bezug auf Neurodivergenz angeschnitten und ich fand diesen Punkt sehr interessant.

Mich interessiert sehr, wie ihr wohnt und was euch hilft zu Hause runter zu kommen, euch zu regulieren und wohl zu fühlen.

Bisher habe ich mich damit noch gar nicht so sehr befasst. Ich habe (relativ klassisch?) praktisch kein Deckenlicht, sondern nur verschiedene Stand - und Tischlampen, die ich nach Bedarf benutze.

Ich habe eine Gewichtsdecke.

Hier und da bin ich auf den Begriff "Nesting" gestoßen. Eine Höhle bauen finde ich verführerisch, aber langfristig unpraktisch. ;D Ich brauche ziemlich viel von meinem Zeug in greifbarer Nähe und deswegen liegt der Rand meines Bettes immer voll.

Ich benutze zum Duschen einen Hocker, weil Duschen sensorisch so anstrengend für mich ist und das macht es minimal leichter. Auch hier suche ich noch eine wasserfeste Beleuchtung, um das Deckenlicht zu vermeiden.

Eigentlich muss alles seinen festen Platz haben und zukünftig werde ich auch Schränke mit Inhaltsschildern versehen. (Mehr ein ADHS Ding)

Ich habe leider überhaupt keinen Sinn für Einrichtung und kann mich nicht entscheiden, ob ich es wohnlich/gemütlich haben möchte oder einfach minimalistisch. Ich weiß nicht, ob beides möglich ist. Manchmal will ich einfach alles entsorgen weil mich der ganze Kram nervt und überfordert. Optische Reizüberflutung ist da auch ein Punkt.

Deko finde ich bis auf Pflanzen oftmals unnötig. Ich tue mich schwer damit, irgendwas aufzustellen, weil es "schön" aussieht? Kann das jemand nachvollziehen?

Spannend fand ich im Buch auch den Punkt der "special interests', das sich dieses in der Wohnung spiegeln und wiederfinden darf z.B. Figuren, Kuscheltiere, Bilder etc. Aufgrund außergewöhnlicher oder vermeintlich kindischer Interessen halten sich manche Autisten da wohl zurück? Mir war früher meine Manga Sammlung peinlich, inzwischen juckt es mich nicht mehr.

Ich hab mir eine Küchenmaschine gekauft, weil Kochen mich völlig überfordert. Ich habe sie noch nicht getestet, aber ich hoffe das es mich etwas entlastet ...

Ich benutze immer dieselben zwei Tassen. Eine für Kaffee. Eine für Tee. Keine Ausnahme.

Haushalt ist eh ein leidiges Thema. Ich hoffe über den Pflegegrad eine Assistenz zu erhalten, die mich im Haushalt unterstützt. Momentan bin ich dazu selbst nicht in der Lage.

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u/queer_crow_ — 3 days ago
▲ 41 r/ADHS

ADHS und Vermüllung

Eine Mischung aus jahrelangen Depressionen und unerkannten ADHS hat dazu geführt, dass meine Wohnung ein Kriegsschauplatz ist. Es war nicht nur dreckig. Es war alles voller Müll. Ich erhalte jetzt Hilfe, es war/ist SO peinlich.

Ich bin kein Messie im eigentlichen Sinne. Nur überfordert und chronisch erschöpft.

Ich würde mich über eure Berichte/Tipps/Erfolgsgeschichten freuen, wenn ihr zu dem Thema welche habt.

Danke.

Edit: Ich habe Bewo und Pflegegrad ist auch beantragt.

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u/queer_crow_ — 5 days ago
▲ 76 r/ADHS

GdB von 50 erhalten!

Angegebene Diagnosen waren Rezidivierende Depressionen und ADHS. Ich habe eine SEHR ausführliche, persönliche Stellungnahme geschrieben, in denen ich in sämtlichen Bereichen meine Beeinträchtigungen detailliert beschrieben habe. Dabei habe ich auch deutlich beschrieben, wie sich beide Diagnosen gegenseitig bedingen.

Tatsächlich ist mir dann erstmal bewusst geworden, wie stark ich beeinträchtigt bin. Die ADHS Diagnose ist noch relativ frisch und ich hab jahrelang mir selbst gegenüber Gaslighting betrieben. Das meine Depressionen nicht besser wurden wundert mich jetzt gar nicht mehr. Inzwischen bin ich im neurodivergenten Burnout.

Als der Bescheid mit einem GDB von 30 zurück kam, habe ich Widerspruch eingelegt.

In der Zwischenzeit wurde dann klar, dass ich vorerst nicht erwerbsfähig bin. Das habe ich ebenfalls mitgeteilt.

Auch hier wurde mir nochmal klar, wie bitter eine Spätdiagnose sein kann. Es hätte nicht soweit kommen müssen ...

Die Anerkennung ist wirklich erleichternd, andererseits habe ich derzeit nicht SO viel von dem Bescheid.

Als ich noch arbeiten gegangen bin hätte ich mich sehr über die zusätzlichen Urlaubstage zur Entlastung gefreut. Noch bin ich bei meinem Arbeitgeber angestellt, also freue ich mich über den Kündigungsschutz.

Mit dem Steuerzeug muss ich mich erstmal beschäftigen.

Vergünstigte Preise/Eintritt gibt's hin und wieder bei den städtischen Anbietern, sonst eher seltener.

Nächste Baustelle wäre Pflegegrad.

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u/queer_crow_ — 11 days ago

Hallo,

Ich bin Deutscher mit einem spanischen Nachnamen. Ich habe keine spanische Staatsangehörigkeit.

Spanische Nachnamen bestehen immer aus einem Doppelnamen (Name der Mutter/des Vaters).

Aus Anonymitätsgründen möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen, aber der Name führt aufgrund der Länge, der Schreibweise und der Bedeutung SEHR oft zu Missverständnissen. Er wird nicht nur oftmals falsch geschrieben, auch bekomme ich durch die Unaufmerksamkeit oder Verwirrung der Anderen oft das falsche Geschlecht auf Dokumenten/Briefen etc verpasst (kein Witz) und das kann sehr unangenehm für mich sein.

Vollständig ändern möchte ich den Namen gar nicht, ich möchte gerne die Nachnamensänderung beantragen, um "nur" den zweiten Teil des Namens weg zu lassen.

Jetzt macht es vermutlich für die Beantragung keinen Unterschied, dass ich "nur" etwas weglassen möchte. Schließlich ändert sich der Nachname damit ja offiziell trotzdem.

Über die möglichen Kosten bin ich mir bewusst, wobei ich davon ausgehe, dass das Weglassen eines einzelnen Wortes mich hoffentlich keine 1000€ kosten wird. :P

Vielleicht hat jemand Erfahrungen mit Nachnamensänderungen gemacht oder kann mir noch einen sinnvollen Tipp geben?

Danke euch.

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u/queer_crow_ — 23 days ago