r/autismus

Alexithymie und der Tod

Der Flair ist Alltag aber eigentlich eher Interesse an Austausch weniger als Rat sondern eher als informativer Vergleich.

Ich war in einer Gruppenaustausch zum Thema Alexithymie.
Dabei kam die Frage auf wie es denn ist mit sehr einschneidenden Erlebnissen etwa dem Tod des Selbst oder einer Bezugsperson.

Mich würde interessieren welche unterschiedlichen Ansichten es hierzu gibt. Danke.

Meine Perspektive: Ich habe während der Autismus-Diagnostik erst bewusst wahrgenommen, dass mein erlebter Zeithorizont -3/+3 Jahre umfasst. Ich habe auch erkannt, dass ich keine Angst vor dem Konzept des Lebensendes habe nur vor dem physischen Vorgang des Sterbens selbst.

Natürlich ist jedes Individuum anders, Autismus hin oder her, aber mich interessiert ob es eine Auffälligkeit in der autistischen Population gibt.

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u/HawkSignificant7581 — 14 hours ago

Funktioniert Hypnose bei Autistis?

Ich rauche. Und wie heder weiß ist es weder gesund noch günstig und wird in Zukunft noch teurer.

Ich kam, durch Erfahrungen im weiteren Bekanntenkreis, auf Hypnose zur Rauchentwöhnung und habe mich gefragt, ob es überhaupt bei Autistis funktioniert. Ich kann mir vorstellen dass es Unterschiede in der Vorgehensweise gibt.

Hat jemand Erfahrungen zum Teilen? (Der Grund für die Hypnose ist mir erstmal zweitrangig.)

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u/Zealousideal-Ask-203 — 18 hours ago

Overthinking, Facharzt vor vollendete Tatsachen stellen, Zweifel...

Uff.. impulsiv und autistisch, das ist eine schlechte Kombi, und ich bin jetzt wie gelaemt und weiss nicht was ich tun soll.

Also, ich versuche schon seit Ewigkeiten Antworten zu einem angeborenen Muskelproblem zu bekommen. Zu oft international umgezogen und somit kam ich damit nie weiter. Endlich wurden ein paar Gene untersucht, aber gefunden wurde nur eine Mutation von der 2 Kopien vorhanden sein muessen aber nur eine vorhanden ist. Aber: dieses Gen kontrolliert einen Bereich der Muskeln der schon laenger im Verdacht stand bei mir eine grosse Rolle zu spielen; es gibt Testresultate die in diese Richtung weisen und Symptome scheinen endlich mal zu passen. Es gibt etliche andere Gene die diesen Bereich kontrollieren; keines davon wurde getestet, und alle zusammen sind eher wenig erforscht.

Ich habe also den Hauptautor einer neuen Studie zu diesem Gen (einer von nur 3!) dazu angeschrieben, Resultate und Symptome dazu und gefragt ob dieser mir mitteilen koennte was fuer Laborteste genau dafuer noetig sind, ob jedes Labor das koenne und ob das bei mir ueberhaupt Sinn machen wuerde. Ich bekam eine ganz schnelle Antwort: nur ein Speziallabor in Muenchen kann einen Teil der Teste machen, und diese Forschungsgruppe hat noch einen Rest eines Stoffes der fuer den anderen Teil der Teste in diesem Bereich noetig ist. Einem normalen Unikliniklab fehlt vermutlich die Erfahrung und der Teststoff (wurde vor Ort hergestellt).

Jetzt weiss ich nicht was ich tun soll. In <> von mir geaendert.

Der Forscher hat geschrieben: "Ich kann gerne konsilliarisch die <Probe> mit begutachten und vor allem elektronenmikroskopische Analysen durchführen und schauen, ob die <genannten Dinge> geschädigt sind."

eh.. super! Nur: was jetzt? Eine erneute Probenentnahme ist jedoch geplant - irgendwann. Diese koennte fuer weitere Tests genutzt werden. Theoretisch, denn ich habe keinen direkten Draht zum Spezialisten in meiner Uniklinik; irgendwann wird er, oder eine Sekretaerin mich anrufen mit einem Termin zur Probenentnahme. Emails an die Sekraeterin werden gelesen, immerhin. Ob diese an den Arzt weiterleitet weiss ich nicht. Aber soll ich einfach die Kommunikation mit dem Forscher weiterschicken? Was wird ein Facharzt sagen, wenn man hinter seinem Ruecken sowas macht? und was bedeutet ueberhaupt 'konsiliarisch'? Meine Uniklinik hat vielleicht nicht die funds fuer ausfuehrliche externe Analysen. Und was wenn ich jetzt das letzte bisschen Testsubstanz von einer Person wegnehme die eine viel groessere Chance auf eine Diagnose hat?

Basically: Overthinking! Unsicher wie kommunizieren zwischen Forscher und Facharzt, immer noch unsicher wie deutsches Gesundheitssystem funzt, jemanden anders die Chance auf eine Diagnose nehmen? Argh!

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u/orbitolinid — 14 hours ago

Könnte das High Masking ASD sein oder interpretiere ich zu viel rein?

Hallo ihr Lieben!

Ich bin bipolar Typ 2 diagnostiziert, beschäftige mich aber seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Autismus bei Erwachsenen / High Masking, weil ich mich mit den allermeisten Symptomen und Erfahrungsberichten extrem identifizieren kann.

Ich bin nicht diagnostiziert und will mir auch nichts zwanghaft einreden, aber mein Gefühl sagt mir mittlerweile ziemlich deutlich, dass da irgendetwas ist. Gleichzeitig bin ich total unsicher und habe das Gefühl, beim Thema „wer bin ich eigentlich und warum funktioniere ich so?“ komplett im Dunkeln zu tappen. Immer wenn ich darüber lese, kommt es mir so vor, als würde ich mein wahres Ich aufdecken.

Nach außen wirke ich sozial ziemlich normal oder sogar kompetent. Innerlich fühlt sich soziale Interaktion aber oft eher wie Analyse und Anpassung an statt natürlich. Ich beobachte mich ständig selbst, konstruiere Gespräche vorher im Kopf, passe mich extrem an mein Gegenüber an und bin nach sozialen Situationen oft komplett leer, selbst wenn sie gut waren.

Dazu kommen Reizprobleme (Geräusche), verstecktes Stimming, teilweise starke Routinen/Systeme und dieses dauerhafte Gefühl, irgendwie anders zu sein.

Deshalb meine ehrliche Frage an diagnostizierte Autisten hier:
Klingt das für euch nach etwas, das tatsächlich in Richtung ASD gehen könnte, oder verrenne ich mich da vielleicht gerade? Wie war das bei euch? 

Würde mich riesig über Rückmeldungen freuen! :)

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u/kersenberg_ — 1 day ago

Selbsthilfegruppe online

Hey, ich bin Audhslerin, 26, erst letzte Jahr diagnostiziert worden. Suche nach Autisten/Audhslern die selber erst spät diagnostiziert wurden und online eine Selbsthilfegruppe/Freundesgruppe starten wollen um sich auszutauschen (am liebsten eine kleine Gruppe, zwischen 20-30J).

Ich selbst kenne nicht so viele Autisten/Audhsler und möchte mich gerne austauschen und vllt ensteht auch eine Freundschaft :). Zu mir: ich studiere Molbio, bin gerne kreativ (fotografieren,malen,..), mache gerne Sport, bin gerne in der Natur (wandern & Pilze sammeln), interessiere mich für Kunst & Psychologie & bin eine Leseratte, die vorallem Sci-Fi, Fantasy & Klassiker liest.

Würd mich freuen, wenn sich wer findet :)

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u/malavila_ — 1 day ago

Die nächste Runde

Moin miteinander!

Tldr: Meine Arbeit ist scheiße und legt mir überall Steine in den Weg.

Nachdem ich meine Sprechweise verändern sollte und man mir eine Kennzeichnung für meine Akustische Hypersensibilität geben wollte, geht der Spaß mit meinem Arbeitgeber in die nächste Runde.

Ich musste einen Korrekturbeleg für einen Arzt ausfüllen, mit Zettel vom Arzt, dass ich da war. Kein Problem. Denkste.

Bekomme eine Mail, dass ich den Korrekturbeleg und noch einen zusätzlich eingereichten Urlaubsantrag wieder abholen soll, damit ich den vom Ausbilder der Abteilung unterschreiben lassen kann.

Da wunderten sich meine Anwärter Kollegen aber und auch meine Ausbilderin. Weil den Urlaubsantrag zu unterschreiben ist möglich, wird aber nicht nachgefragt. Bislang konnte man immer ohne die Unterschrift abgeben. Und der Korrekturbeleg? Da ist die Unterschrift des Ausbilders ***nicht mal vorgesehen***. Ich musste extra nachfragen, wo meine Ausbilderin unterschreiben sollte. Die Ausbildungsleiterin sagte, im Feld für den Sichtvermerk der Ausbildungsleitung. Oh well.

Dann mal nachgefragt, warum das bei mir durchgesetzt wird und meinen Kollegen nicht. Keine Antwort bislang.

Dann habe ich einen Termin gemacht, um meine Personalakte zu sehen. Bekomme einen und ich erhalte die Weisung, dass ich keine Kopien und Fotos von **meiner** Personalakte machen darf. Nehm ich so hin, mache ich mir halt Notizen.

Hab später dann nachgelesen, dass man mir das nur unter "wichtigen dienstlichen Gründen" verbieten darf. Nachgefragt, was denn die Gründe wären. Keine Antwort bisher.

Und in meiner Personalakte finde ich zwei Schreiben. In dem ersten berichtet meine Geschäftsleitung über mich. Und sie bittet darum, mir die Kopfhörer (die ich brauche!) zu verbieten und auf herkömmliche, günstige Ohrstöpsel zu verweisen. Ich habe proaktiv beim obersten Dienstherren nachgefragt, ob er gerne ein Attest haben möchte, dass die herkömmlichen Stöpsel bei mir nicht in Frage kommen. Mal sehen, bislang keine Antwort.

Das zweite Schreiben drehte sich um das Zwischenzeugnis, welches voller Ableismus war. Man habe das Zeugnis "unter Berücksichtigung der Behinderung" geschrieben. Für Rücksprachen würde man mir einen Termin anbieten. Diesen Brief habe ich bislang nicht bekommen.

Also schreibe ich noch eine Mail und nehme den Termin dankend an. Nur, dass ich zusätzlich noch meine Fachberatung vom IFD und die Hauptschwerbehindertenvertretung mitbringen werde. Und da frage ich diese kleine B mal, warum zum Teufel sie mich schikaniert.

Ende August schreibe ich mein Examen. Ende Dezember die mündliche Prüfung. Und ich habe keine Ahnung, ob ich es bis dahin aushalte. Heute ist mein Widerstand temporär gebrochen. Ich kann nicht sprechen, mein Partner musste meine Arbeit und meinen Hausarzt für mich anrufen. Ich stimme mehr als gewöhnlich und habe fast ne halbe Stunde durchgeheult. Oh, es fängt schon wieder an.

Ich schwanke sehr zwischen "Durchhalten und dann habe ich zumindest eine abgeschlossene Ausbildung und habe höhere Chancen, in Zukunft Quereinsteiger machen zu können" und "Meine Psyche ist schon ziemlich im Arsch und ich sollte mich jetzt, besser gestern, zurückziehen".

Es wurde bereits eine weitere Nachuntersuchung beim Amtsarzt angeordnet, die ich nur abwenden konnte, weil ich gesagt habe, dass ich auf die Urkunde zur Beamtin auf Probe nach der Ausbildung verzichten würde. Was auch nur zustande kam, weil die Hauptschwerbehindertenvertretung das vorbrachte und mir angeraten hat.

Danke für's Lesen. Für Ratschläge bin ich offen.

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u/Odd-Opposite-2105 — 1 day ago

ADHS diagnostiziert - „lohnt“ sich die ASS-Diagnostik noch?

Hallo,

nach über 30 Jahren habe ich bestätigt bekommen, dass ich als Kind nicht „schlampig und unkonzentriert“ war und dass ich soziale Events nicht aus „Unlust“ meide - ich bin neurodivergent. Ich habe mich schon medizinisch vorgestellt, weil ich meine starke Erschöpfung nicht verstehen konnte - die Ärztin brachte mich darauf, dass das psychische Ursachen haben könnte.

Auf jeden Fall kennt ihr das Kreuz mit der ASS-Diagnostik. Ich könnte das privat zahlen, aber das sind 1000€ und ich frage mich wo der Mehrwert ist. Die Diagnose sichert keinen Therapieplatz. GdB ist schwer zu bekommen und ich hab nicht den Eindruck dass das Umfeld einem mehr glaubt, wenn man es schriftlich hat. Durch die ADHS habe ich die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie und das sensorische Thema lerne ich gerade zu managen.

Meint ihr es macht Sinn das in Angriff zu nehmen „für die Gewissheit“? Sind die Strategien für ASS anders?

Danke und viele Grüße

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u/Laena_V — 2 days ago

Gewichtsdecke gesucht!

Hallo liebe Leute vom r/autismus !

Ich suche eine Gewichtsdecke für meine autistische Freundin. Sie ist 165cm groß und wiegt ca. 50kg. Wichtig wäre, dass man die Decke auch gut im Sommer verwenden kann und dass das Material möglichst sanft und weich ist.
Sie würde am liebsten nicht mehr als 100€ bezahlen müssen.

Ich nehme gerne alle möglichen Ratschläge/Empfehlungen diesbezüglich entgegen und Fragen beantworte ich auch gerne.

Vielen Dank und GaLiGrü ;)

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u/Sad_Tomatillo349 — 3 days ago

Autismusfreundliches Wohnen

Ich lese momentan ein Buch über Autismus und es wurde das Thema Wohnung in Bezug auf Neurodivergenz angeschnitten und ich fand diesen Punkt sehr interessant.

Mich interessiert sehr, wie ihr wohnt und was euch hilft zu Hause runter zu kommen, euch zu regulieren und wohl zu fühlen.

Bisher habe ich mich damit noch gar nicht so sehr befasst. Ich habe (relativ klassisch?) praktisch kein Deckenlicht, sondern nur verschiedene Stand - und Tischlampen, die ich nach Bedarf benutze.

Ich habe eine Gewichtsdecke.

Hier und da bin ich auf den Begriff "Nesting" gestoßen. Eine Höhle bauen finde ich verführerisch, aber langfristig unpraktisch. ;D Ich brauche ziemlich viel von meinem Zeug in greifbarer Nähe und deswegen liegt der Rand meines Bettes immer voll.

Ich benutze zum Duschen einen Hocker, weil Duschen sensorisch so anstrengend für mich ist und das macht es minimal leichter. Auch hier suche ich noch eine wasserfeste Beleuchtung, um das Deckenlicht zu vermeiden.

Eigentlich muss alles seinen festen Platz haben und zukünftig werde ich auch Schränke mit Inhaltsschildern versehen. (Mehr ein ADHS Ding)

Ich habe leider überhaupt keinen Sinn für Einrichtung und kann mich nicht entscheiden, ob ich es wohnlich/gemütlich haben möchte oder einfach minimalistisch. Ich weiß nicht, ob beides möglich ist. Manchmal will ich einfach alles entsorgen weil mich der ganze Kram nervt und überfordert. Optische Reizüberflutung ist da auch ein Punkt.

Deko finde ich bis auf Pflanzen oftmals unnötig. Ich tue mich schwer damit, irgendwas aufzustellen, weil es "schön" aussieht? Kann das jemand nachvollziehen?

Spannend fand ich im Buch auch den Punkt der "special interests', das sich dieses in der Wohnung spiegeln und wiederfinden darf z.B. Figuren, Kuscheltiere, Bilder etc. Aufgrund außergewöhnlicher oder vermeintlich kindischer Interessen halten sich manche Autisten da wohl zurück? Mir war früher meine Manga Sammlung peinlich, inzwischen juckt es mich nicht mehr.

Ich hab mir eine Küchenmaschine gekauft, weil Kochen mich völlig überfordert. Ich habe sie noch nicht getestet, aber ich hoffe das es mich etwas entlastet ...

Ich benutze immer dieselben zwei Tassen. Eine für Kaffee. Eine für Tee. Keine Ausnahme.

Haushalt ist eh ein leidiges Thema. Ich hoffe über den Pflegegrad eine Assistenz zu erhalten, die mich im Haushalt unterstützt. Momentan bin ich dazu selbst nicht in der Lage.

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u/queer_crow_ — 3 days ago

Autismus und Psychosen oder OCD?

Ich möchte mir mal etwas von der Seele reden. Ich habe vermehrt das Gefühl, dass meine Gedanken nicht meine Gedanken sind aber irgendwie schon meine Gedanken sind. Also mein Gehirn sucht ständig bestimmte Gedanken btw eine gedankliche stimme auf und diese fühlt sich für mich nicht wie meine Gedanken an, weil warum sollte ich sowas denken wie "Du wirst beobachtet und überwacht und bist ein schlechter Mensch."

Und das hat solche Ausmaße angenommen, dass ich aktiv Zeit alleine suche um einfach in diesen Gedanken zu sein. Wie eine Sucht. Und ich fühle mich vermehrt unwirklich und mein Gehirn fühlt sich merkwürdig an. Schwer zu erklären.

Ich finde wenn ich das so aufschreibe oder erzähle, dann fühlt es sich an als würde ich lügen. Ich weiß deswegen auch nicht ob ich darüber mit meinem Psychiater sprechen sollte. Ich vertraue mir irgendwie selbst nicht mehr ob ich mir das nicht einfach nur ausdenke🫠

Ich hab tbh auch Angst, dass ich weggeschickt werde und mit einen anderen suchen muss. Das sagt mir mein Kopf auch ständig.

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u/jekyllandmisshyde — 2 days ago

Zweckloses Suchen

Ich m22 konnte mich dieses Jahr endlich dazu motivieren aktiv nach Hilfe zu suchen und verschiedenen Stellen anzufragen. Nach jetzt circa 40 Absagen von Psychotherapeuten, Psychiatern, Ambulanzen wie auch Lehrambulanzen im Umkreis von 50km sehe ich keinen Sinn mehr darin überhaupt weiterzusuchen. Ein Psychotherapeut hat mir zwar erst eine Zusage erteilt, erklärte mir dann jedoch nach einem Erstgespräch, dass er mit mir weder eine ADHS oder ASS Diagnostik durchführen, noch mir eine Therapie zeitnah anbieten könnte. Er hat mir letztendlich nur ein ptv11 Dokument ausgestellt.
Die psychologische Studienberatung konnte mir auch nicht weiterhelfen oder mir neue Anlaufstellen vermitteln. I mean, ich weiß nichtmals mehr ob mir eine Therapie überhaupt noch effektiv helfen könne.
Da ich in meinem Alltag doch schon stark eingeschränkt bin und meinem Studium nicht aktiv nachgehen kann, besteht auch keine Hoffnung, dass sich irgendetwas an der aktuellen Situation in Zukunft ändern wird.

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u/Icy_Row175 — 3 days ago

Musik und Gefühle

Guten Morgen zusammen,

habt ihr eigentlich auch bestimmte Lieder, die bei euch starke Gefühle auslösen?

Bei mir sind es vor allem Lieder aus der Zeit der Pubertät. Ich war an sich ein eher unkomplizierter Teenager und habe viele Gefühle mit mir selbst ausgemacht. Vor allem verbinde ich jetzt noch viele Lieder mit Verliebtsein und Personen, in die ich verliebt war und ich bekomme jetzt noch Herzklopfen, wenn ich die Lieder höre:

Es sind z.B. "Wie es geht", "1/2 Lovesong" und "Mach die Augen zu" von den Ärzten, sowie viele Lieder aus dem Album "Audio Secrecy" von Stone Sour - diese Lieder verbinde ich alle mit einem bestimmten "Jungen" von damals, als ich 13 war und bin sofort in die Settings hineinversetzt. Er war auch irgendwie ein Romantiker und hat z.B. mal "Wie es geht" angestimmt und ich mache mir bis heute Gedanken, ob er mir damals "seine Liebe gestehen" wollte (bin mittlerweile über 30 😭) und sehe ihn ab und zu bei Instagram.

Dann verbinde ich noch zwei weitere Lieder "Fireflies" und "About you now" mit einem anderen - about you now Kam morgens Mal vor der Schule (als ich in der 7. Klasse war) und da hat er mich nach einem Date gefragt, was aber am Ende nur eine Orchestrierung und Mobbing Aktion war und er mich ver*rscht hat - naja aber bis heute verbinde ich das Lied damit .

Ich könnte noch hunderte Songs aufzählen (ja, ich war ständig und oft verliebt....)

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u/sharpestdresser — 4 days ago

Selbsthilfegruppen/IRL-Treffen für Spätdiagnostizierte?

Ich habe mit 44 letztes Jahr meine Diagnose erhalten und bin nach wie vor nicht schlau daraus geworden. Insbesondere, was ich jetzt damit machen soll, etc..

Das lokale Autismus-Kompetenz-Zentrum fokussiert sich überwiegend auf autistische Kinder und junge Erwachsene, die einen hohen Hilfsbedarf haben. Für mich, der sein Leben alleine organisiert, der falsche Ort.

Für Menschen in ähnlicher Lage: Bringen/brachten euch Selbsthilfegruppen etwas? Wenn ja, wie findet man diese, die explizit für Spätdiagnostizierte ab 40+? Oder ist es überhaupt sinnvoll, mit anderen Betroffenen IRL, Chatgruppen/Teams/Zoom zu sprechen oder eher Zeitverschwendung, weil die Probleme individuell sind und wir alle als Betroffene wenig bis nicht helfen können?

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u/rmoriz — 3 days ago

Fühle mich wie ein Versager

Hallo!

Kennt hier jemand das Gefühl, im Leben total versagt zu haben? Zu Schulzeiten war ich Musterschülerin und -tochter, seit dem Abi versage ich aber im realen Leben, obwohl ich doch ''klug'' bin und man mir meine Probleme nicht ansieht. Ich bin nicht offensichtlich beeinträchtigt und deswegen werden Erwartungen an mich herangetragen, die ich nicht erfüllen kann.

Wie geht ihr damit um, dass z.B. Familie, von der man vielleicht abhängig ist, normative Erwartungen an einen stellt, wie man sein Leben zu leben, zu funktionieren hat? Wenn sie einem die Diagnose nicht wirklich glaubt? Wenn sie meint, man sei nur faul? Wie geht ihr damit um, dass ihr nicht gesehen werdet in euren Bedürfnissen und Grenzen? Wenn ihr das Gefühl habt, eure Familie zu enttäuschen? Mich triggert es massiv, ich möchte so gerne allen Menschen gerecht werden und gesehen werden so, wie ich bin. Aber ich verachte mich selbst, weil ich mich unglaublich lebensunfähig finde und mein Lebensrecht infrage stelle.

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u/cinnamoncollective — 4 days ago
▲ 33 r/autismus+3 crossposts

Neurodivergentes Burnout, lange Lücke im Lebenslauf und Neuanfang: Wie kommuniziere ich das richtig?

tl;dr: Nach Kündigung in der Probezeit 2022, Burnout, Depression und den späten Diagnosen ADHS und (hochfunktionaler) Autismus möchte ich nach vier Jahren Pause (inklusive medizinischer und beruflicher Reha) wieder ins Berufsleben einsteigen. Wie erkläre ich die Lücke im Vorstellungsgespräch ehrlich und professionell, ohne in eine Opferrolle zu verfallen oder nach Floskeln zu klingen?
Hallo zusammen,

Ich brauche mal einen Rat aus der Community. Ich (M, mitte 30) wurde 2022 nach der Probezeit gekündigt. Erst ein dreiviertel Jahr später erhielt ich die Diagnose ADHS und fast zwei Jahre später die Diagnose Autismus. Im Nachhinein ergibt alles Sinn, aber die Situation damals hat mich in ein tiefes neurodivergentes Burnout und schwere Depressionen gestürzt.

Hinweis zum Hintergrund: Neurodivergenz bedeutet vereinfacht gesagt, dass das Gehirn Informationen anders verarbeitet. Durch dünnere Reizfilter nimmt man die Umwelt viel intensiver wahr, und beim Thema Empathie und Kommunikation redet man oft unwissentlich aneinander vorbei (Double Empathy Problem), weil neurotypische und neurodivergente Menschen eine völlig andere Körpersprache und soziale Logik teilen.

Die Situation im alten Job:
Umfeld: Der Job im Büro (Innendienst) war sehr ländlich geprägt und das Team bestand sonst nur aus sehr jungen Frauen. Ich war 30, kam nicht aus der Gemeinde und war sozial sowie vom Alter her komplett isoliert.

• Die Probleme: Unbewusstes Maskieren, sensorische Überlastung im Großraumbüro und völlig unterschiedliche Arbeitsstile. Ich wollte konzentriert arbeiten, das Team wollte soziale Interaktion. Unbewusstes Maskieren, sensorische Überlastung im Großraumbüro und unterschiedliche Arbeitsstile.

Ich wollte konzentriert arbeiten und habe mich oft mit Noise-Cancelling-Kopfhörern abgeschottet, während im Team der soziale Aspekt starkes Gewicht hatte. Ich habe die Kopfhörer nicht einfach so in die Ohren gesteckt, sondern angekündigt, dass ich jetzt die Kopfhörer rein nehme und jetzt 40-50 Minuten konzentriert arbeiten möchte. Klassische Telefone gab es nicht, hätte ich einen Anruf empfangen, wäre es auf meinem Monitor durch ein eigens sich direkt öffnendes Fenster direkt ersichtlich.

Dennoch wurde mir vorgeworfen, dass ich das Telefon nicht hören würde. Dadurch wurde ich schnell als Fremdkörper und Dorn im Auge wahrgenommen. Wegen der Kopfhörer wurde mir seitens Vorgesetzten mitgeteilt, dass dies unkollegial sei obwohl ich mitteilte, dass es mir da zu laut sei und es wie erwähnt kommunizierte.

Aussage war: Die Kolleginnen stört es ja auch nicht, daher kann es mich nicht stören.

Ergonomie: Ich bin knapp 2 m groß. Die Tische stammten aus den 80er Jahren und waren viel zu niedrig. Ich saß da wie ein Shrimp. Einen höhenverstellbaren Tisch, den ich kurzzeitig hatte, musste ich nach anderthand Monaten an eine Kollegin abgeben, die erheblich kleiner war. Daher wurden auch meine körperlichen Bedürfnisse ignoriert.

Das Ende: Zum Ende der Probezeit wurde ich gekündigt mit der Begründung, die Teamdynamik und ich passe nicht und ich mache dem Vorgesetzten unnötige Arbeit. Das sitzt immer noch tief.

Die lange Pause danach:
Ich bin nun seit vier Jahren ohne Beschäftigung. Diese Zeit war aber keine Untätigkeit. Ich habe eine medizinische und eine berufliche Reha (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) hinter mir. Ich habe die Zeit gebraucht, um das Burnout zu überwinden, mich selbst zu finden und meine Diagnosen zu verstehen. Ich weiß heute ganz genau, wer ich bin, was meine Qualitäten sind und was für Rahmenbedingungen ich brauche und welche eben nicht. Ich will wieder arbeiten und etwas bewegen.

Meine Herausforderung und Frage an euch:
Ich möchte jetzt wieder einsteigen. Ich habe Angst, wieder in so ein Umfeld zu geraten, auch wenn ich mich jetzt wohl besser schützen kann. Beruflich will ich wieder in diesem Bereich tätig sein (kfm. Ausbildung).

Vor allem frage ich mich:

Wie verkaufe ich diese vier Jahre Lücke und die kurzen Stationen davor, die auch wegen der damals unentdeckten Neurodivergenz scheiterten, im Anschreiben und Vorstellungsgespräch, ohne in eine Opfermentalität zu verfallen?

Ich will nicht unauthentisch oder nach weichgespültem Personaler Gerede klingen. Wie verpacke ich den Weg vom Burnout über die Reha bis zur Selbsterkenntnis ehrlich, aber professionell im Anschreiben?

Danke für eure Tipps!

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u/autgay — 4 days ago

Schulkumpel gefunden!

Freitag nach der Schule kommt mein Schulkumpel zu mir nachhause. Seid vor den Osterferien verabreden wir uns regelmäßig am Wochenende, oder nach der Schule zum Kaffee trinken & quatschen. Vorher war und ist er meine einzigste Bezugsperson außerhalb meiner Familie, mit dem ich aktiv kommuniziere. Uns verbindet auch vereinzeltes, er schaut gern Filme/Serien, hört Musik auch Oldies, und ist wie ich eher der ruhigere. Seitdem ich mit meinem Kumpel öfters die Freizeit verbringe, daheim auch Aktivitäten wie Staubsaugen mache, hin und wieder an freien Tagen, oder an einem Freitag wo ich kurz Schule habe, was koche, und seid 2 Monaten mit ÖPNV zur Schule fahre, habe ich immer mehr ein halbwegs gutes Selbstbewusstsein aufgebaut. Besonders bei meinem Wunsch mit dem ÖPNV fahren, wusste ich, dass die Umstellung morgens mit der Bahn zur Schule zu fahren, als daheim mit dem Schulbus abgeholt zu werden, dass sich dies positiv auf mein zu der Zeit vorher noch eher niedriges Selbstbewusstsein auswirkt, weil ich mich häufig wie ein Kind fühle, und das ein Einstieg in ein Erwachsenes Leben ist. Seid 4 Wochen kümmer ich mich dazu noch eigenständig um das Schulfrühstück, was bis dato auch meine Mutter gemacht hat. Zuerst war sie total abgeneigt davon, weil ich das ursprünglich nur an dem einen Tag machen wollte, wo wir in der Schule einen Feuerwehr-Tag Samstags hatten, aber ich konnte sie überreden, und seitdem mache ich das selber. Das alles hat mir beim Aufbau eines Selbstwertgefühls geholfen, besonders mich wie ein Erwachsener zu fühlen. Mein Schulkumpel war mir zuletzt eine große Hilfe, wo ich der FSJlerin die bei mir in der Klasse tätig ist, fragen wollte, ob ich ihr auf Insta folgen darf. Die FSJlerin sagte mir, sie wolle das jetzt noch nicht, weil wir in der gleichen Klasse sind, aber ich kann sie nochmal nach dem Schuljahr fragen, wo ich aus der Schule entlassen werde, und sie dann auch geht. Da bin ich total froh, dass ich inzwischen einen Kumpel habe, der mir bei so etwas hilft, und er redet auch viel mit der FSJlerin, wir beide empfinden eine große Sympathie für sie. Er kommuniziert tatsächlich viel mehr mit ihr, als ich, weil er eher der Extrovertiertere ist wie ich, und generell viel schneller Freundschaften findet. Er hat außerhalb der Schule auch Kontakte, das unterscheidet uns, weil ich auch jetzt noch überhaupt nicht schnell Kontakte finden kann, wenn ich mich in einem fremden Umfeld aufhalte. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht die Geduld habe, mich an einem Ort einzuleben, und die Menschen erstmal kennenzulernen. Dabei fühl ich mich total überfordert, wenn ich in Gruppen bin, wo so viele Menschen sind, sich unterhalten, und ich mich irgendwie einklinken muss. Auch wenn über Themen gesprochen wird, wo ich vieles zu beitragen könnte. Gibt es irgendein Anreiz, der euch geholfen hat, trotz fremdem Umfeld & Ort auf Menschen zuzugehen? Eigentlich hätte ich total Lust auf ein Freundeskreis, andere Menschen zu finden, die die gleichen Interessen wie ich haben.

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u/Better_C4llDavid — 3 days ago

Ist es ratsam meinen autistischen Vater nach 10 Jahren Kontaktabbruch zu schreiben?

Ich habe einen ähnlichen Post im Ratschlag Subreddit geschrieben und seinen Autismus nur kurz erwähnt. Die Mehrheit schrieb, dass ich ihn kontaktieren soll.

Ich würde hier gerne nochmal die Autisten unter euch nach einer Einschätzung bitten. Ich weiß dass das ein Spektrum ist und das jeder Autist anders ist, aber ich habe große Angst davor etwas falsch zu machen. Ich möchte ihn nicht zu sehr aufwühlen oder gar verletzen.
Wer Interesse hat und mehr Informationen benötigt, kann sich gerne meinen Post im anderen Subreddit auf meinem Profil anschauen aber hier würde ich gerne mehr auf das Thema Autismus eingehen. Ich hoffe das gilt nicht als Werbung, ich möchte mich bloß bemühen, dass der Post nicht all zu lang wird.

Als ich 8 war haben meine Eltern sich geschieden. Am Anfang gab es noch Kontakt, der wurde jedoch über die Jahre immer seltener, bis er komplett verschwand. Unser vorletztes Treffen war in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie, wo ich auf Grund von psychischen Problemen war. Ich war ca 14 Jahre alt. Es gab ein Elterngespräch, in dem ich erfuhr dass er Autist ist. Damals konnte ich als pubertierender Teenager absolut garnichts damit anfangen und habe nur nach einem Sündenbock für meine jugendlichen Probleme gesucht.
Dieser Sündenbock war dann mein Vater.

Ich war wütend, depressiv und enttäuscht weil ich einfach nie verstehen konnte, warum er den Kontakt zu mir nicht aufrechterhalten wollte/konnte. Es widerspricht sich. Bis zur Scheidung war er der aller beste Vater der Welt. Er hat einfach alles mit mir unternommen. Wir haben gemalt, gebastelt, sind im Wald Blätter sammeln gegangen, etc., einfach alles wovon ein Kind damals träumen konnte. Und nicht nur das, ich weiß dass er mit Herz und Seele immer Zeit mit mir verbracht hat und in diesen Momenten nur wir beide und was auch immer wir in diesem Moment gemacht haben eine Rolle gespielt hat, alles andere wurde einfach ausgeblendet.

Bis ich ihn vor ca. 10 Jahren das letzte Mal gesehen und mit ihm gesprochen habe, gab es noch vereinzelte Kontaktversuche seinerseits, die ich jedoch alle abgeblockt habe.
Ich hatte komplexe Probleme. Mehrere Klinikaufenthalte. Ich habe einfach nicht verstanden was mit mir falsch läuft und warum ich anders bin als alle anderen Menschen in meinem Umfeld. Ich bekam von verschiedenen Ärzten unterschiedliche Diagnosen und hab schon alle möglichen Psychopharmaka eingenommen. Meine einfachste Lösung am Ende war es, ihn für alles verantwortlich zu machen. Dass das nicht richtig ist, müssen wir hier garnicht weiter besprechen.

Heute, 10 Jahre später, im Alter von 28 fängt alles an langsam Sinn zu ergeben.
Meine alte Psychiaterin ging in Rente und eine neue junge Ärztin übernahm alle ihre Patienten, unter anderem mich. Weil ich Antidepressiva genommen habe, musste ich alle 3-4 Monate in der Praxis aufkreuzen und nach dem 3. Gespräch fragte mich meine neue Ärztin ob ich schonmal auf ADHS oder Autismus getestet worden bin.
Um es kurz zu fassen: ich bekam vor ca 1 Jahr die Diagnose ADHS und es folgt die Autismus-Diagnostik. Es gibt bereits einen Termin für ein Angehörigengespräch mit meiner Mutter.

Und nun würden sie gerne auch mit meinem Vater sprechen, der ja selbst Autismus hat. Als ich das gehört habe, hat mir das den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich dachte ich habe mit ihm abgeschlossen, ich war schon jahrelang nicht mehr wütend oder traurig. Er war mir egal geworden.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich nicht wirklich mit Autismus auskenne und dass ich mich bemühe das besser zu verstehen. Je mehr ich mich damit auseinandersetze, desto mehr Verständnis hab ich für das Verhalten meines Vaters damals. Ich glaube dass das alles viel komplexer ist, als ich in meinem pubertierenden Kopf gedacht habe. Ich habe sogar schlimme Schuldgefühle, weil ich seine Kontaktversuche abgeblockt habe und dachte, er will eh nichts mit mir zu tun haben. Ich habe ihm negative Absichten unterstellt.

In unserer Verwandtschaft wird er belächelt. Viele sind gekränkt und beleidigt, weil er sich kaum blicken lässt. Sie haben absolut kein Verständnis und sagen immer, dass er halt komisch ist.

Mein Kopf gibt keine Ruhe mehr. Ich werde von Schuldgefühlen zerfressen und habe den starken Drang Kontakt zu ihm aufzunehmen. Ich vermisse ihn einfach. Zumindest die Version die ich zu letzt als 8 jähriges Kind von ihm kenne. Meine Gedanken sind total zerstreut.. Ich möchte unter keinen Umständen bei der Kontaktaufnahme etwas falsch machen oder ihn überfordern.

Ich überlege wie ich das am besten anstelle. Ich will ihm keine Vorwürfe machen, ich suche keinen Konflikt. Ich möchte meinen Vater einfach neu kennen lernen und wissen wie es ihm geht bzw. die letzten Jahre ergangen ist. Ich möchte dass er weiß, dass er sich bei mir nicht verstellen muss und ich ihn heute akzeptieren würde, wie er halt ist.

Ich glaube wir haben mehr gemeinsam, als ich je dachte.

Tut mir leid wenn das doch jetzt etwas länger geworden ist. Ich bin dankbar für jeden Tipp, den ihr mir geben könnt.

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u/_maranta — 5 days ago

Hat das Leiden eigentlich nie ein Ende?

Ich weiß gar nicht so recht, warum ich das hier schreibe. Vielleicht, um herauszufinden, ob es noch mehr Leuten so geht wie mir?

Mein einziger verbliebener "Freund" antwortet mir nicht mehr. Jetzt bin ich dann wirklich ganz allein.

Seit 20 Jahren hab ich Depressionen. Austherapiert, fancy Verfahren wie Magnetspulen am Kopf oder Ketamintherapie. Alles durch.

Psychedelika genommen, noch und nöcher, hat alles nix gebracht.

Therapien en masse, hat alles nichts gebracht. Klinikaufenthalte, etc. Alles kein Erfolg.

Ich hab einfach keine Kraft mehr für so eine Existenz.

Ich plane schon wieder meinen Suizid, was soll das denn auch alles noch. Ich hab zu niemandem und nix irgendeine Verbindung. Keine Connection, nix. Hobbies habe ich keine, bin mit den Jahren immer anhedonischer geworden.

Was mache ich eigentlich falsch, dass andere Autisten Freundschaften haben können, mein Hirn das aber nicht hinbekommt? Bin ich wirklich derart behindert geboren worden?

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u/SnooTigers3217 — 6 days ago

Meine Autismus "Diagnose" wurde nicht auf Basis eines Tests gestellt, soll ich ihn nachholen?

Ich habe mit 9 Jahren die Diagnose Autismus bekommen. Anlass für eine Vorstellung beim Psychiater war, dass eine Lehrerin sich über mich beschwert hat, weil ich 1. In der Schule sehr zurückgezogen war und wenige Freunde hatte 2. Sehr geräuschempfindlich war und mich bei den über 30 Mitschülern nicht gut konzentrieren konnte 3. Ich keine Berührungen mochte.

Außerdem hatte ich zu Hause sehr oft Wutanfälle, weil ich eine sehr niedrige Frustrationstoleranz hatte.

Ich habe erst die Diagnose ADS bekommen, nach einigen Sitzungen hat der Psychiater diese revidiert. Mein Vater hat dann eine Doku über Autismus gesehen und viele Merkmale bei mir wiedererkannt. Beim nächsten Termin hat er davon erzählt und der Psychiater hat den Verdacht bestätigt - ohne fachliches Gutachten, wie es eigentlich nötig gewesen wäre.

Die Diagnose hat mir geholfen bestimmte Hilfen zu bekommen wie Medikamente und einen GdB. Allerdings habe ich mich auch sehr geschämt und bis heute rede ich sehr ungern darüber.

Das hat auch einen Grund: Ich glaube jetzt, 15 Jahre später, dass sie nicht ganz passend ist. Ich habe mich in den kommenden Jahren ganz anders entwickelt: mit 11 Jahren bin ich auf eine andere Schule gekommen und habe mich dort sehr wohlgefühlt und viele Freunde gefunden. Viele habe ich heute noch. Ich bin offen für neues, kann gut Smalltalk führen und mich gut in andere hineinversetzen. Ich bin sogar der Meinung, dass von den typischen Autismus-Symptomen, die mir nachgesagt wurden, gar nichts übrig ist. Im Gegenteil - die Menschen fallen aus allen Wolken, wenn eine Autismus-Diagnose in Bezug auf mich erwähnt wird.

Nun könnte es ja sein, dass sich meine Symptome durch die Therapie deutlich gebessert haben - es könnte aber auch sein, dass ich falsch diagnostiziert wurde.

Ich überlege, eine richtige Testung vornehmen zu lassen, aber bin mir unsicher, ob mir das ganze viel "nützt", denn es ist ja viel Aufwand und schließlich werde ich nur ein Label los, aber erwarte mir keine nachträgliche Hilfe.

Hier meine Fragen:

  1. Wie genau läuft eine Testung auf Autismus ab? Wie viele Termine sind nötig?

  2. Fändet ihr es an meiner Stelle sinnvoll oder eher nicht?

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u/Charming-Host-5961 — 5 days ago