Wie habt ihr gemerkt das ihr Autismus habt?
Vor allem im Alter von 18-30 und weiblich. Wie hat sich das geäußert und wie habt ihr gemerkt, dass ihr Autismus habt? Was war der letzte ausschlaggebende Punkt, an dem ihr das gemerkt habt?
Vor allem im Alter von 18-30 und weiblich. Wie hat sich das geäußert und wie habt ihr gemerkt, dass ihr Autismus habt? Was war der letzte ausschlaggebende Punkt, an dem ihr das gemerkt habt?
Hallo,
Bei mir wurde AuDHS diagnostiziert. Mehrere Ärzte und Therapeuten haben mich gefragt, ob ich hochbegabt sei. Wo habt ihr das denn überprüfen lassen? Und ist es eurer Meinung nach wichtig, das zu wissen?
Hallo zusammen,
vor einiger Zeit habe ich mich selbst gefragt wie die Diagnostik ablaufen wird. Da ich diese inzwischen abgeschlossen habe, wollte ich einen kleinen Erfahrungsbericht hier lassen 😊
Zunächst verbrachte ich 1,5 Jahre damit zu, zu versuchen auf die Warteliste zu gelangen. Also alle 3 Monate das Formular ausfüllen und hoffen.
Dann hatte ich es endlich geschafft und bekam zig Fragebögen zum online ausfüllen, auch einen für die Kontaktperson, die mich seit meiner Kindheit kennt. Diese wurden von mir und der entsprechenden Person unmittelbar ausgefüllt und zurückgesandt.
Ich hatte Glück und konnte durch einen Terminausfall ziemlich schnell zu einem Ersttermin. Bei diesem wurde mir der Ablauf der Diagnostik erklärt, so auch, dass die Termine aus Abrechnungsgründen lediglich einmal pro Quartal stattfinden können. Wir sind erste Fragen durchgegangen zb was mich dazu bringt die Diagnostik aufzusuchen, was meine größten Probleme sind uä.
3 Monate später erfolgte der nächste Termin, bei diesem wurden nochmal sehr viele Fragen besprochen und genauer auf meine Antworten eingegangen.
Während ich auf meinen nächsten Termin wartete, nahm die Dame, welche die Diagnostik durchführte, telefonisch Kontakt zu meiner Kontaktperson auf und sprach 60 Minuten mit ihr. Sie gingen fragen bzgl meiner Kindheit und auch aktuelle Themen durch.
Bei meinem 3. Termin ging es um die Verhaltensbeobachtung. Da es die Ergebnisse wohl beeinflusst, wenn man schon weiß was auf einen zukommt, verzichte ich an dieser Stelle auf Details.
Auf die Ergebnisse musste ich zum Glück nicht nochmal 3 Monate warten, sondern nur 3 Wochen.
Das Ergebnis erhielt ich in einem Telefontermin. Das Ergebnis in meinem Fall war, dass ich sehr eindeutig auf dem Spektrum liege. Ich kann jetzt an einer Therapiestudie an der Humboldt Universität teilnehmen und bin froh diesen Prozess durchgezogen zu haben, auch wenn besonders die Vorlaufzeit zäh war.
Die diagnostizierende Person war sehr freundlich, verständnisvoll und ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.
Also glatte Empfehlung meinerseits 😊
Hallo ich habe eine Frage,
Warum tut sich die Gesellschaft eigentlich mit dem Wort Behinderung ( körperlich und psychisch) so schwer? ich bin selbst betroffen habe seit der Geburt eine Behinderung und habe es schwer in der Arbeitswelt Fuß zu fassen aber warum ist das so dass die Gesellschaft sich so schwer tut mit du bist ja behindert oder der ist doch behindert oder ähnliche Sätze egal jetzt ob psychisch oder physisch
Wo bleibt da die Inklusion? Das frage ich mich schon eine Weile …..
Hallo ihr Lieben,
ich hatte ein Leben lang Probleme im sozialen Kontext und mein Leben zu organisieren und gestalten. (Eine Ausbildung konnte ich abschließen und habe dann auch gearbeitet, unter großer psychischer Belastung)
Mit Anfang 30 dann ein „Zusammenbruch“. Nicht gearbeitet. Therapie; Reha… Diagnosen: Depression, soziale Ängste, generalisierte Angststörung.
Dann wieder gearbeitet und nach einem Jahr wieder ein Zusammenbruch und wieder Klinik erst stationär, dann ambulant. Meine Nichte wurde mit ADHS diagnostiziert und ich sah die ganzen Parallelen, also hatte ich mich bei einer Psychiaterin testen lassen und erhielt die Diagnose.
Wieder gearbeitet, mit Medikinet angefangen. Hatte nicht geholfen. Nach 1 1/2 Jahren wieder ein Zusammenbruch.
Ich bin aktuell wieder Mal seit vielen Monaten krank geschrieben und habe den starken Verdacht auf Autismus. Meine Therapeutin sagt, sie kann die Diagnose nicht machen, weil sie da keine Expertise hat und die Situation mit Terminen für eine Diagnose ist mir bekannt.
Der medizinische Dienst hat festgelegt, dass ich einen Reha Antrag stellen muss. Und ich kann einfach nicht mehr, weil ich mich frage, was das bringen soll. Im Bericht meines letzten Klinikaufenthalts stand drin, dass ich mich ins Gesundheitssystem etablieren möchte… und habe riesige Angst nicht ernst genommen zu werden. Ich möchte grad nicht aus meinem Umfeld rausgerissen werden, weil ich eh grad schon kämpfe klar zukommen.
Ich bin gerade drauf und dran mir eine Arbeitsstelle zu suchen, weil ich sowas von nicht mehr die ganze Klinik Sache kann. In der Vergangenheit war das hilfreich und gut, aber ich fühl überhaupt nicht, dass mir das jetzt was bringen soll.
Wenn ich aber wieder arbeite, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich bald wieder einen Burnout habe, ziemlich hoch.
Meine Frage ist: könnte es sich lohnen in Reha zu gehen, weil dort bestätigt/widerlegt werden kann, dass ich Autismus habe?
Danke für‘s Lesen!
Das ist ein Wegwerfaccount.
Ich habe seit einiger Zeit mit jemandem Kontakt, die ich eigentlich mag. Wir haben uns über so eine App kennengelernt und seitdem haben wir viel geschrieben und telefoniert und uns auch ein paar mal getroffen. Wir sind aber nicht zusammen oder irgendwie sowas. Ich selbst habe diagnostizierten Autismus und ADHS. Sie hat keine Diagnose aber angeblich auch Autismus und/oder ADHS und wartet auf einen Diagnosetermin.
Seit einer Woche ca hat sie wohl Kontakt zu noch jemanden. Seitdem wird der Kontakt von ihr aus rarer und sie ist auch seltener für ein Telefonat zur Verfügung. Auf die andere Person angesprochen meinte sie, sie müsse sich halt erst entscheiden.
Problem ist, sobald ich mich mal nicht melde, stört sie das extrem und sie versucht dann mit vielen nachrichten wieder mehr Kontakt zu haben. Außerdem erzählt sie mir immer wieder von der anderen Person, um mich entweder eifersüchtig zu machen oder zu kränken.
Meine Frage ist, ob es da in Ordnung wäre, ihr per Telefonat oder falls das nicht möglich ist auch über Nachrichten mitzuteilen, dass ich keinen Kontakt mehr will? Auf ein Treffen will ich ehrlich gesagt nicht ewig warten, weil sie es seither versucht zu verschieben etc.
Und die zweite Frage, warum genau sie das eigentlich macht, weil sich mir der Sinn dahinter nicht ganz ergibt. Wenn sie mich nur als Platzhalter oder sowas sieht, warum wird sie dann so schnell gestresst oder böse, wenn ich mich mal nicht zurückmelde?
Vielen Dank schon mal für alle Antworten
Hi,
mich würde interessieren wie so eine Diagnostik abläuft (mir wurde bei der Klinik gesagt die bieten das dort für Erwachsene nur bis 35 an).
Vor allem wenn kaum Bezugspersonen aus der Jugend vorhanden, weil Eltern nie anwesend waren und ich bei meiner Großmutter aufgewachsen bin und diese leider schon verstorben ist.
Wie schwierig ist das wenn man schon ADHS als Diagnose hat, wird man dann eher in eine Schublade gesteckt weil beides so ähnlich ist?
Danke an alle.
Ich habe vor kurzem eine Diagnostik gemacht und warte gerade noch auf den Bericht.
Da Spezialambulanzen ja komplett zu sind hatte ich das Glück, dass das Ausbildungsinstitut meiner Therapeutin eine neue Stelle für Diagnostik gegründet hat und sie mich dort zeitnah anmelden konnte. Die Stelle ist nicht auf Autismus spezialisiert und die Diagnostikerin hat erwähnt, dass sie den Ados nun zum ersten mal durchführt. Auch wenn sie sicher generell gut qualifiziert ist habe ich das Gefühl, dass ich das auf ASS positive Ergebnis jetzt nicht so richtig annehmen kann bzw. Mich nicht so darauf einlassen kann. Ein definitives Sicherheitsgefühl ist ja glaub ich schwer zu bekommen, da es ja immer auf Gesprächen und Fragebögen basiert.
Zumindest war es bei mir so, dass meine beiden bisherigen Therapeutinnen einen ASS Verdacht bei mir hatten und ich mich auch großteils darin wiederfinde selber. Aber sein Selbstverständnis/konzept komplett umzustellen fällt mir bei sowas sehr schwer, vorallem wenn ich dann wie jetzt keine zweifelsfreie Sicherheit fühle, weil ist ja keine Spezialambulanz gewesen.
Wie sind eure Erfahrungen mit Diagnosen von "nicht Spezialambulanzen" durch TherapeutInnen? Bzw auch der Umgang mit der Unsicherheit?
Ganz oft habe ich erlebt, wenn ich Personen von meinem Autismus erzähle, dass gefragt wird, ob ich so bin wie Sheldon oder Sheldon als Beispiel genommen wird.
Ich bin bei so etwas froh zu erwähnen, dass jener nie eine offizielle Diagnose erhalten hatte, weder im Universum noch durch Produzenten.
Zu debattieren ob er nun hat oder nicht wäre ein anderes Topic.
Was finde ich bringt es.
Es hilft, finde ich, dass nicht immer Stereotypen im Medien oder der Gesellschaft vertreten sind.
Es hilft das wir drastisch überspitzt Charakteren von uns abtrennen können.
Hey,
hat(te) noch jemand immer Probleme bei den eigenen Geburtstagen und Geschenken?
An meinen Geburtstagen als Kind (6–10 Jahre), sind wir immer bowlen gegangen, davor und danach wurde nie "richtig" gefeiert bzw. irgendwas unternommen, und das fand ich auch gut so.
Mal abgesehen davon, dass ich nie ein Fan davon war bowlen zu gehen, mit Kindern, die ich nicht mochte, die meine Eltern nur eingeladen haben, nur damit überhaupt jemand zu meinem Geburtstag kam, war es trotzdem irgendwie okay, weil ja immer dasselbe gemacht wurde.
Ich habe mich aber trotzdem an meinen eigenen Geburtstagen gefühlt, als würden andere Kinder ihren feiern. Ich habe mich immer ausgeschlossen gefühlt.
Wie fandet ihr Geburtstagsfeiern? Habt ihr euch da auch wie ich fehl am Platz gefühlt?
Ich könnte jetzt viel babbeln, aber worauf ich eigentlich hinaus wollte sind:
GESCHENKE!
Das ist meiner meinung nach, das schlimmste was es geben kann! Für mich war es immer unangenehm vor mind. 10 gespannten Personen Geschenke auszupacken. Zumal ich auch nie wusste, was eine angemessene "Reaktion" wäre. Soll ich jemanden umarmen? Ist "aww danke" zu wenig und klingt gespielt? Soll ich dabei lächeln? Wie zeige ich, dass mir das Geschenk gefällt? Wie packe ich es angemessen aus, sodass es nicht wirkt, als wäre ich gierig oder desinteressiert?
Ich mag es bis heute nicht beschenkt zu werden, egal ob Geld oder Materielles. Ich würde am liebsten abhauen!
Hat(te) noch jemand Probleme damit?
Ich suche nach einer Möglichkeit, für etwa 14 Tage irgendwo zur Ruhe zu kommen – möglichst weit weg von Großstadtlärm, vielen Menschen und ständig neuen Reizen. Im Idealfall wäre es ein sehr abgelegener Ort, vielleicht sogar eine kleine Insel oder ein Ferienhaus irgendwo in der Natur, wo man möglichst wenig Kontakt zu anderen Menschen hat.
Eine komplett einsame Insel ist wahrscheinlich unrealistisch, aber vielleicht kennt jemand einen Ort oder eine Unterkunft, die zumindest ein ähnliches Gefühl vermittelt.
Mir geht es wirklich darum, für zwei Wochen möglichst vollständig aus dem Alltag und der Reizüberflutung herauszukommen und einen Ort zu haben, an dem ich mich nicht ständig an Lärm, Menschenmengen oder andere äußere Reize anpassen muss.
Falls jemand selbst schon einmal so einen Urlaub gemacht hat oder einen passenden Ort kennt, würde ich mich sehr über Erfahrungen und Empfehlungen freuen. Auch Tipps, wonach man bei der Suche konkret schauen sollte, wären hilfreich.
Ich habe seit einigen Monaten gehäuft Vorstellungsgespräche und immer wiederkehrende Probleme (seit Jahrzehnten):
– Klar, jeder merkt, das man nicht ganz normal ist
– Mein ADHS neigt dazu, ausschweifend zu erzählen: Viele, teils unpassende, Anekdoten
– Mein Autismus zwingt mich, selbst banale Dinge richtig zu stellen
– Wenn mein Gegenüber mal etwas ausführlicher wird und ich Blickkontakt halten muss, wird es schnell unangenehm
Kognitiv weiß ich natürlich, was ich machen muss und wie man sich verhalten sollte. Das klappt in der jeweiligen Situation aber halt so rein gar nicht.
Was kann man da machen?
Hoffentlich richtiger Flair ...
Ich (31W) bin frisch mit Autismus diagnostiziert, ADHS schon länger. Ich möchte mir nun endlich Mal ein Paar Kopfhörer/Gehörschutz gönnen und finde mit meinen Anforderungen nur welche für Kinder ...
Muss: over-ear/Kapselkopfhörer, nicht elektrisch (also kein anc), ich muss noch mitbekommen was um mich herum passiert und Gespräche verstehen. Ich möchte auch normal reden können, ohne dass es sich komisch anfühlt
Hier bin ich bereit notfalls Abstriche zu machen: ich hätte sie gerne in pink oder sonstwie optisch ansprechend und bitte kein schwarz oder so und ich hätte gerne, dass sie aussehen wie ganz normale Kopfhörer. Ich finde unangenehm, wenn sie sehr nach Gehörschutz aussehen und möchte sie "tarnen" können.
Gibt es Produkte mit diesen Anforderungen, die euch einfallen und mit denen ihr zufrieden seid?
Hi ihr alle,
ich habe super spontan einen Diagnostik-Termin bekommen und habe morgen mein Erstgespräch. Dort muss ich mich entscheiden ob ich (gegen Aufpreis) den ADOS-2 Test durchführen lassen will, da der als optionale Möglichkeit mit dabei ist.
Es wird auch geschrieben, dass das die Chancen erhöht dass die Diagnostik von Nachbehandelnden Stellen anerkannt wird.
Jetzt bin ich unsicher, ob ich den Test durchführen lassen soll oder nicht.
Ich weiß nicht was sich manche Leute denken aber ich hab große Lust nochmal ins Freibad zu gehen, mich hinter diese Frau zu stellen und so richtig fett herzhaft laut (und böse) zu lachen. Dieses Lachen aus MIB3 - ho ho.
Warum?
Man hält die Hand vor die Sonne und will beobachten wieviel Wolken da hängen - weil zu kalt für's Wasser.
Was hört man - ein lautes lachen direkt hinter einem gefolgt von einem hahah irgendwas Finsternis er beobachten tut. Hab mich dann umgedreht und die beidem angestarrt. Ich glaube sie hat gedacht ich hab das nicht bemerkt...
Wird jeder ausgelacht der die Hand vor die Sonne hält? Oder nur der Autist mit dem riesigen aufälligen Rundrücken?
Hab ne Mail ans Freibad geschrieben, habe aber den innerlichen Druck da hinzugeben und sie zur Rede zu stellen
Nur jetzt ist es zu kalt geworden fürs Freibad....
Aber eigentlich hat das alles keinen Sinn. Ist doch scheiße. Genau wie die Welt. Und ich. Und viele der Gesellschaft. Sollte man darüber schreiben - ich denke das ist wohl jetzt die von Gott zu mor über tragende Aufgabe.
"Mach Musik und schreibe darüber was in dieser Welt falsch läuft und was die Lösung wäre".
Ich? Ich soll aufzeigen " warum alles kaputt ist"??
Klar kann ich.
Will ich? Nein.. Will ich nicht. Habe keine Eier, keinen Selbstwert.in dieser kaputten Welt. und keime Lust auf diese seltsamem Tiere. Rant Ende.
Hi zusammen,
ich wollte mal fragen, ob jemand von euch etwas Ähnliches erlebt hat.
Seit einiger Zeit habe ich starke Derealisation. Meine Umgebung wirkt teilweise wie eine Filmkulisse: Gebäude, Bäume, Menschen und selbst vertraute Räume sehen irgendwie künstlich, fremd oder „nicht richtig echt“ aus. Ich weiß aber jederzeit, dass alles real ist.
Zusätzlich habe ich etwas, das mich noch mehr verunsichert: Mein Blick bleibt extrem an Formen und Mustern hängen. Ich erkenne plötzlich in ganz normalen Gegenständen Gesichter, Smileys oder roboterartige Formen. Zum Beispiel können technische Geräte, Schachtdeckel, Autos oder bestimmte Muster für einen Moment wie ein Gesicht aussehen. Ich weiß dabei trotzdem genau, dass es nur der jeweilige Gegenstand ist – ich glaube also nicht, dass dort tatsächlich ein Gesicht ist. Trotzdem löst es teilweise starke Angst oder Ekel bei mir aus.
Ich frage mich, ob das mit Hypervigilanz, Pareidolie, Angst und Derealisation zusammenhängen kann. Je mehr ich meine Umgebung beobachte und kontrolliere, desto stärker scheint es zu werden.
Hat jemand während einer starken Angstphase oder Derealisation ebenfalls:
überall Gesichter oder Smileys in Gegenständen erkannt?
bestimmte Formen plötzlich als unheimlich empfunden?
die Umgebung extrem genau beobachtet?
das Gefühl gehabt, alles sehe künstlich oder wie eine Kulisse aus?
und hat sich das wieder normalisiert, als die Angst/Derealisation besser wurde?
Mich würden vor allem eure persönlichen Erfahrungen interessieren und was euch geholfen hat.
Hallo in die Runde,
bzgl. meiner Sonntagsroutine brauche ich Rat. Nach einem Longrun vormittags lese ich Sonntag Nachmittags außerhalb meiner 4 Wände mein aktuelles Sachbuch. Bücher lese ich sonst super gerne, allerdings eher Romane. Um bei Sachbüchern dranzubleiben, brauche ich den „Bibliothekseffekt“, also Abstand zu meinem zu Hause.
Bisher gehe ich dazu im Winter in meine Stadtteilbibliothek und im Sommer auf den Friedhof (Ungewöhnlich I know, aber da gibts schattige Bänke und Ruhe). Nun hat meine Bibliothek den Sonntagsbetrieb leider eingestellt und mir fehlen die Ideen, wo ich ab dem Herbst indoor lesen kann.
Hat die Community hier Vorschläge dazu?
Kirchen sind mir noch eingefallen, aber darf man sich da einfach zum lesen reinsetzen?
Hey:)
kennt ihr ANC Kopfhörer die in ear buds sind, aber mit Kabel oder Band dran sodass die tollpatschigen Menschen nicht ständig runterfallen?
Danke vorab!
Hi ihr, bin mir nicht ganz sicher, ob das eher zu Ratschlag oder zu Strategien passt. Vielleicht trifft auch beides zu.
Zu mir: Weiblich, Anfang 30, seit einem Jahr mit ADHS diagnostiziert plus Verdachtsdiagnose ASS.
Ich kenne Meltdowns seit ich ein Kind bin, damals dachte man noch es seien Wutanfälle. Durch die genauere Auseinandersetzung mit der Autismus-Thematik bin ich mir mittlerweile recht sicher, dass es sich um Meltdowns handelt. Irgendetwas wird zu viel (Streit, lautes Geräusch, zu viele Anforderungen, zu viele Menschen) und je nach Auslöser muss ich alles von mir reißen, schreie, weine, falle zusammen, schlage mich zeitweise und bin zutiefst verzweifelt (größte Erkenntnis: Ich bin nicht wütend dabei).
Nun weiß ich auch schon, dass auf einen Meltdown ein Shutdown folgen kann. Das kenne ich ungefähr so: Ich kann nicht reden oder mich bewegen, alles in mir fühlt sich leer an, möglicherweise fange ich dann an zu stimmen. Bisher dachte ich, dass ich nur in solchen Situationen direkt nach einem Meltdown eine Art Shutdown erlebe.
Aktuell ist meine Situation aber so: Ich habe Anfang August in einem neuen Job angefangen und war dort in extremen Stresssituationen. Teilweise waren es 7 Stunden Daueralarm, der sich auch entsprechend in meinem Körper bemerkbar machte. Ich hatte innerhalb der ersten Woche drei Meltdowns nach der Arbeit, die schon auf dem Nachhauseweg angefangen haben. Das empfand ich auch deshalb so schlimm, weil es beruflich für mich in diesem Jahr bisher sehr hart war und ich oft die falschen Entscheidungen getroffen habe. Jetzt dachte ich, ich könne endlich ankommen und es wird wieder ruhiger und Routinen kommen zurück. Ich habe mich wohl komplett getäuscht und verstehe nicht, wie das passieren konnte.
Jetzt bin ich schon die zweite Woche im Krankenstand und immer noch extrem erschöpft, müde, fühle mich irgendwie erkältet, obwohl ich es nicht bin. Außerdem sehr antriebslos. Meine ADHS-Medis wirken gefühlt viel schwächer, obwohl sie mir eigentlich gut helfen. Ich kenne auch depressive Phasen, das könnte es natürlich auch sein. Aber das war irgendwie anders. Ich kann mich nämlich schon um mich selbst kümmern momentan. Körperpflege, Nahrungsaufnahme, lachen funktioniert noch und sogar ein kleiner Ausflug in die Natur war am Wochenende möglich und dabei empfinde ich auch Freude.
Doch ich bin extrem reizoffen momentan. Vorhin musste ich in ein Einkaufszentrum und mit den Öffis dorthin fahren. Ich reagiere sensibel auf Gerüche und Menschen, die mir näher als zwei Meter kommen. Aber statt wie sonst gestresst und vielleicht sauer zu sein („Wie kann man sich so viel Parfüm aufsprühen?“, „Warum checken die nicht, dass sie so nahe an mir kleben?“ 😅), werde ich plötzlich müde. Vorhin im Laden hätte ich mich im Kassenbereich am liebsten auf den Boden gelegt und geschlafen. Ich habe ALLE Gerüche gleichzeitig gerochen und das Noise Cancelling meiner Kopfhörer hat irgendwie weniger geholfen als sonst.
Jetzt meine Fragen
- Kennt ihr solche Situationen aus Shutdowns bzw. denkt ihr, es könnte ein Shutdown sein?
- Dauern Shutdowns bei euch mitunter auch so lange an?
- Was hilft euch in solchen Phasen?
Ich habe diese Woche mehrere Vorstellungsgespräche, weil ich relativ schnell etwas Neues finden möchte. Leider stresst mich die Unsicherheit über die aktuelle Jobsituation so sehr, dass ich so bald wie möglich kündigen möchte. Das steht für mich fest.
Danke euch schon einmal fürs Lesen und ich freue mich auf den Austausch.