Könnte das High Masking ASD sein oder interpretiere ich zu viel rein?
Hallo ihr Lieben!
Ich bin bipolar Typ 2 diagnostiziert, beschäftige mich aber seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Autismus bei Erwachsenen / High Masking, weil ich mich mit den allermeisten Symptomen und Erfahrungsberichten extrem identifizieren kann.
Ich bin nicht diagnostiziert und will mir auch nichts zwanghaft einreden, aber mein Gefühl sagt mir mittlerweile ziemlich deutlich, dass da irgendetwas ist. Gleichzeitig bin ich total unsicher und habe das Gefühl, beim Thema „wer bin ich eigentlich und warum funktioniere ich so?“ komplett im Dunkeln zu tappen. Immer wenn ich darüber lese, kommt es mir so vor, als würde ich mein wahres Ich aufdecken.
Nach außen wirke ich sozial ziemlich normal oder sogar kompetent. Innerlich fühlt sich soziale Interaktion aber oft eher wie Analyse und Anpassung an statt natürlich. Ich beobachte mich ständig selbst, konstruiere Gespräche vorher im Kopf, passe mich extrem an mein Gegenüber an und bin nach sozialen Situationen oft komplett leer, selbst wenn sie gut waren.
Dazu kommen Reizprobleme (Geräusche), verstecktes Stimming, teilweise starke Routinen/Systeme und dieses dauerhafte Gefühl, irgendwie anders zu sein.
Deshalb meine ehrliche Frage an diagnostizierte Autisten hier:
Klingt das für euch nach etwas, das tatsächlich in Richtung ASD gehen könnte, oder verrenne ich mich da vielleicht gerade? Wie war das bei euch?
Würde mich riesig über Rückmeldungen freuen! :)