Gewöhnungseffekt bei Gehörschutz

Hallöchen,

Kürzlich wollte ich angepasste Ohrstöpsel beim Hörakustiker kaufen. Der konnte mich aber absolut nicht beraten und auch keine meiner Fragen zu den Themen Material, Filter, lange Tragedauer usw. Beantworten. Also rief ich direkt bei einem der Hersteller an, die mich interessieren. Als ich sagte, ich möchte maximalen Gehörschutz, lange Tragedauer, habe aber ein Problem mit Verträglichkeit, fragte er ob ich Hyperakusis habe. In dem Fall sei es nämlich so, dass durch das starke Dämpfen ein Gewöhnungseffekt entsteht, wodurch Alltagsgeräusche immer stärker zur Belastung werden. Jetzt wird Hyperakusis aber hauptsächlich als Komorbidität organischer Erkrankungen geführt. Daher möchte ich euch fragen, wie eure Erfahrung mit starker Dämpfung ist. Könnt ihr da einen solchen Gewöhnungseffekt vermerken? Ich habe tatsächlich auch den Eindruck, dass es wohl so einen Grundpegel gibt, der mich belastet und ich nicht zwingend „taub“ sein *muss*, um diesen auszublenden. Ich will aber. Ihr versteht.

Danke und viele Grüße

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u/Laena_V — 4 days ago

Burnout und Arbeit

Hallo zusammen,

dass ich Autismus und ADHS habe, habe ich erst kürzlich erfahren, als ich mich ärztlich aufgrund meiner Erschöpfung vorgestellt habe. Ich bin Mitte 30 und weiblich.

Ich bin erschöpft, Schlaf erholt mich nicht und ich bin dauernd kurz davor meine Nerven zu verlieren. Jedes Geräusch macht mich fertig, ich ertrage es nicht, wenn jemand mit mir reden will und maskieren kann ich nicht mehr. Ich bin lebensmüde und gelte bei meinen Ärzten/Therapeutin als depressiv.

Ich war jetzt zwei Wochen krankgeschrieben und weiß nicht was ich tun soll. Die Symptome sind noch da, außerdem habe ich neue Medikamente bekommen und muss nun Venlafaxin absetzen, wovon ich andauernden Schwindel habe.

Da ich nicht mehr maskieren kann, habe ich auf der Arbeit zuletzt meine Meinung gesagt und dann bin ich ausgefallen, was natürlich verdächtig wirkt. Ich vermute, dass sie denken ich schwänze nur. Daher traue ich mich nicht die krankschreibung zu verlängern. Aber ich bin ehrlich gesagt nicht arbeitsfähig.

Wenn ihr ein ähnliches Profil habt : AUDHS und späte Diagnose, wie lange ging euer burnout? Ich weiß dass jeder individuell ist und ein Hetzen ins Arbeitsleben nicht gesund. Aber ich muss halt arbeiten für mein Geld :(

Vielen Dank für jede Antwort

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u/Laena_V — 14 days ago
▲ 105 r/ADHS

Das ist hier wie Passierschein A38

Ich dachte wenn ich die Diagnose habe, werde ich behandelt und gut ist. Ahahahaha…

Kein Arzt gibt mir das Rezept.

Psychiater in 150km Radius nehmen keinen auf.

Neurologe fühlt sich nicht zuständig bei Erkrankungen wo die Neurotransmitter sich zu schnell aus dem synaptischen Spalt verpissen.

Psychiatrische Notaufnahme sagt „Machen wir nicht, Sie müssen sich einen Psychiater suchen“.

Fängste halt wieder von vorne an.

Ich hab auch Autismus und bin im Burnout. Ich kann nicht mehr, weil ich keine Reize filtern kann. Ich kann so auch nicht arbeiten. Und jetzt erhalte ich kein Medikament weil die selbe Bagage die Bier säuft und raucht, aber Cannabis verbietet, nicht versteht wie Pro-Drugs funktionieren.

Die Kinder vom Bahnhof Zoo nehmen Speed und deshalb bekomme ich kein ADHD-Medikament. Make it make sense.

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u/Laena_V — 19 days ago

Ich komme hier nicht mehr raus

If it looks stupid but it works it’s not stupid!

Ich fühle mich so wohl in meinem dunklen Zelt 🥰

u/Laena_V — 24 days ago

Ich bin so froh, dass ich eines meiner U-Hefte gefunden habe

Ich habe seit zwei Jahren starke Müdigkeit/Erschöpfung und ging schlussendlich zum Arzt, weil ich nicht mehr kann. Ich dachte ich hätte Nährstoffmangel oder so. Lange Rede, kurzer Sinn: ich hab ADHS und wahrscheinlich bin ich auch Autist. Ich bin gerade in der Diagnostik, die mich schlappe 1000€ kostet und da meine Mutter mich nicht als Mensch, sondern Objekt zur Befriedigung ihrer emotionalen Bedürfnisse sieht, haben wir keinen Kontakt. Macht nix für die Diagnostik, da sie aus eben genannten Grund eh nicht fähig wäre Auskunft zu geben. Meine Bedürfnisse waren irrelevant und nicht mal mein Recht auf körperliche Unversehrtheit wurde geachtet.

Auf jeden Fall… hab ich ein U-Heft in meinen Unterlagen gefunden und da steht, dass Baby-Laena „Hypertonie, eine inadequate Hörreaktion und verzögerte Sprachentwicklung“ zeigt. Bingo.

Ich bin einfach froh, weil in Angst habe meine Symptome und Indizien „nicht gut genug beweisen zu können“. Da ist der Bericht vom Kinderarzt sehr wertvoll, insbesondere da meine Zeugnisse nicht viel hergeben. In der ersten Klasse stand da was von still und ernst, aber danach wird nur noch über „fehlende Sorgfalt“ gemeckert. Scheiß Preußensystem ey. Und jetzt hocke ich hier, lebensmüde im autistischen Burnout, weil Mädchen in dem System unsichtbar waren und migrantische sowieso. Immerhin der Kinderarzt hat richtig geprüft und dokumentiert. Dafür bin ich dankbar.

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u/Laena_V — 25 days ago
▲ 73 r/ADHS

Man könnte halt auch einfach ein Freund/Partner/unterstützendes Familienmitglied sein

„Ich glaub nicht, dass du das hast“, „Das ist nur Mode“, „Du bist fähig zu xy, also hast du das nicht“. Ja meine Fresse. Sind neuerdings alle Psychiater oder Neurologen oder was. Wenn jemand sagt er hat ein Magengeschwür, kommen diese Leute dann auch „Ich hab gesehen du hast was mit Pfeffer gegessen, du kannst das gar nicht haben“ oder wie ist da hier. Es scheißt mich an. Ich weiß nicht was bei Neurodivergenz so schief gelaufen ist, dass die Leute da so ablehnend reagieren müssen. Gar kein Bock mehr. Und ganz ehrlich- warum soll ich für andere Leute da sein, wenn meine Probleme und Anliegen nicht zählen? Selbst mit professioneller Diagnose wissen es ja alle besser.

Selbst wenn man Neurodivergenz nicht versteht, weil man nicht betroffen ist - was kostet es ZUZUHÖREN?! Was kostet es zu FRAGEN?! „Was bedeutet das, wie geht‘s dir damit, woran merkst du das“ - aber nee, stattdessen kommen Vorwürfe und Ablehnung. Ich sehe auch nicht ein, das nicht zu thematisieren - ich höre mich doch auch die Probleme der anderen an?! Wenn ich was nicht verstehe, frage ich? Wieso darf ich das nicht auch erwarten? Regt mich echt auf.

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u/Laena_V — 1 month ago

ADHS diagnostiziert - „lohnt“ sich die ASS-Diagnostik noch?

Hallo,

nach über 30 Jahren habe ich bestätigt bekommen, dass ich als Kind nicht „schlampig und unkonzentriert“ war und dass ich soziale Events nicht aus „Unlust“ meide - ich bin neurodivergent. Ich habe mich schon medizinisch vorgestellt, weil ich meine starke Erschöpfung nicht verstehen konnte - die Ärztin brachte mich darauf, dass das psychische Ursachen haben könnte.

Auf jeden Fall kennt ihr das Kreuz mit der ASS-Diagnostik. Ich könnte das privat zahlen, aber das sind 1000€ und ich frage mich wo der Mehrwert ist. Die Diagnose sichert keinen Therapieplatz. GdB ist schwer zu bekommen und ich hab nicht den Eindruck dass das Umfeld einem mehr glaubt, wenn man es schriftlich hat. Durch die ADHS habe ich die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie und das sensorische Thema lerne ich gerade zu managen.

Meint ihr es macht Sinn das in Angriff zu nehmen „für die Gewissheit“? Sind die Strategien für ASS anders?

Danke und viele Grüße

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u/Laena_V — 2 months ago

I’m a climber of two months. I do feel like I am relatively strong due to my gym workouts but I struggle with overhangs. My gym goes from lvl 1-8 and I can only do lvl 1 on overhangs. Obviously I need more practice but the elephant in the room is my weight so idk which one is the limiting factor: weight or technique. Since all the tutorials out there say „you don’t need strength you need technique“. But the people posting them are often slender so idk.

u/Laena_V — 2 months ago