Selbsterfahrung in Psychotherapieausbildung - darf man so mit PIAs umgehen
Hi,
eine gute Freundin von mir macht gerade die Psychotherapie Ausbildung nach altem System.
Einer ihrer Selbsterfahrungswochenenden fällt auf das WE wo ein Familienmitglied heiratet. Sie ist extrem unglücklich darüber, aber meinte, da gibt es keine Ausnahmen, keine Härtefallregeln, wer fehlt muss 1000€ zahlen und das mit eigenne Sitzungen nachholen.
Erstmal finde ich das einfach krass auch für alle anderen hier, die ihr ganzes Leben darum planen mussten im Wissen, das ein Kranktag einfach 1000€ kosten kann. Wtf, das ist einfach nur unmenschlich. Meine Achtung an alle die das durchhalten. ICh hab hier im Forum gelesen, dass nicht einmal Schwangerschaft als Härtefall zählt. Das ist schon krass, dass Psychotherapeur*innen später dafür sorgen sollen dass Menschen seelich ganz bleiben, ihre Grenzen wahren, aber in der Ausbildung sich allen Miseren beugen müssen.
Mir ist klar, dass der Ausbildungsvertrag unter Weiterbildung fällt, und damit nicht in den normalen Rechtsbereich von Arbeitsrecht fällt. Aber habt ihr Erfahrungen, nach welchem Recht es sich orientiert, fällt es unter Ausbildungsrecht? Wo kann man sich informieren, welche Regelungen überhaupt rechtens sind? Habt ihr konkret für diese Situation Tipps oder ähnliche Erfahrungen? Welche Berufskammer/ Gewerkschaft hat sich in so einem Fall erfolgreich für euch eingesetzt?
Mir tut das einfach so leid, dass man durch eine Ausbildung, bei der man Menschen helfen will, selbst so an seine Belastungsgrenze gebracht wird. Überall sonst würde einfach ein Nachholtermin angeboten werden, man könnte mit einer anderen, vergleichbaren Gruppe den Termin nachholen, etc. Ich find's echt unmenschlich.
Danke für eure Einblick und viel Durchhaltevermögen für alle in ähnlichen Situationen ❤️