Wenn selbst spezialisierte Traumatherapie ablehnt – wie soll man noch Hilfe finden?
Ich weiß inzwischen ehrlich nicht mehr, wie man im deutschen Hilfesystem weiterkommen soll, wenn man nicht „zu leicht“, aber offenbar auch „zu schwer“ für Behandlung ist.
Zu meinem Hintergrund:
Ich habe komplexe, chronische Traumata erlebt und war unter anderem fünf Jahre lang geschlossen untergebracht. Mittlerweile bin ich in „Freiheit“ und seit längerer Zeit suche ich aktiv nach einem passenden Therapieplatz.
Das Problem ist, dass ich fast nur Absagen bekomme. Der Tenor lautet meist:
„Tut mir leid, aber Ihr Fall überschreitet meine Kompetenzen bzw. die Möglichkeiten einer ambulanten Therapie.“
Mittlerweile lehnen mich sogar spezialisierte Ambulanzen ab, weil meine Vorgeschichte und Symptomatik als „zu schwerwiegend“ eingeschätzt werden.
Ich verstehe grundsätzlich, dass Therapeut:innen ihre fachlichen Grenzen kennen müssen. Niemandem wäre geholfen, wenn eine Behandlung aus Überforderung scheitert. Aber nach unzähligen Absagen, besonders auch von spezialisierten Stellen, fühlt sich das irgendwann einfach nur noch zermürbend an.
Deshalb wollte ich hier fragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder vielleicht Ideen hat, wie man in so einer Situation noch weiter vorgehen kann.
Welche Anlaufstellen oder Wege gibt es, wenn selbst spezialisierte Angebote ablehnen?