u/Ok_Promise2972

Wenn selbst spezialisierte Traumatherapie ablehnt – wie soll man noch Hilfe finden?

Ich weiß inzwischen ehrlich nicht mehr, wie man im deutschen Hilfesystem weiterkommen soll, wenn man nicht „zu leicht“, aber offenbar auch „zu schwer“ für Behandlung ist.

Zu meinem Hintergrund:
Ich habe komplexe, chronische Traumata erlebt und war unter anderem fünf Jahre lang geschlossen untergebracht. Mittlerweile bin ich in „Freiheit“ und seit längerer Zeit suche ich aktiv nach einem passenden Therapieplatz.

Das Problem ist, dass ich fast nur Absagen bekomme. Der Tenor lautet meist:
„Tut mir leid, aber Ihr Fall überschreitet meine Kompetenzen bzw. die Möglichkeiten einer ambulanten Therapie.“

Mittlerweile lehnen mich sogar spezialisierte Ambulanzen ab, weil meine Vorgeschichte und Symptomatik als „zu schwerwiegend“ eingeschätzt werden.

Ich verstehe grundsätzlich, dass Therapeut:innen ihre fachlichen Grenzen kennen müssen. Niemandem wäre geholfen, wenn eine Behandlung aus Überforderung scheitert. Aber nach unzähligen Absagen, besonders auch von spezialisierten Stellen, fühlt sich das irgendwann einfach nur noch zermürbend an.

Deshalb wollte ich hier fragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder vielleicht Ideen hat, wie man in so einer Situation noch weiter vorgehen kann.
Welche Anlaufstellen oder Wege gibt es, wenn selbst spezialisierte Angebote ablehnen?

reddit.com
u/Ok_Promise2972 — 1 day ago

Wenn selbst spezialisierte Traumatherapie ablehnt – wie soll man noch Hilfe finden?

Ich weiß inzwischen ehrlich nicht mehr, wie man im deutschen Hilfesystem weiterkommen soll, wenn man nicht „zu leicht“, aber offenbar auch „zu schwer“ für Behandlung ist.

Zu meinem Hintergrund:
Ich habe komplexe, chronische Traumata erlebt und war unter anderem fünf Jahre lang geschlossen untergebracht. Mittlerweile bin ich in „Freiheit“ und seit längerer Zeit suche ich aktiv nach einem passenden Therapieplatz.

Das Problem ist, dass ich fast nur Absagen bekomme. Der Tenor lautet meist:
„Tut mir leid, aber Ihr Fall überschreitet meine Kompetenzen bzw. die Möglichkeiten einer ambulanten Therapie.“

Mittlerweile lehnen mich sogar spezialisierte Ambulanzen ab, weil meine Vorgeschichte und Symptomatik als „zu schwerwiegend“ eingeschätzt werden.

Ich verstehe grundsätzlich, dass Therapeut:innen ihre fachlichen Grenzen kennen müssen. Niemandem wäre geholfen, wenn eine Behandlung aus Überforderung scheitert. Aber nach unzähligen Absagen, besonders auch von spezialisierten Stellen, fühlt sich das irgendwann einfach nur noch zermürbend an.

Deshalb wollte ich hier fragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder vielleicht Ideen hat, wie man in so einer Situation noch weiter vorgehen kann.
Welche Anlaufstellen oder Wege gibt es, wenn selbst spezialisierte Angebote ablehnen?

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u/Ok_Promise2972 — 1 day ago

Half a year of freedom - and nobody even remembers

Today marks exactly six months since I got out after five years living in a locked residential facility and moved into my own apartment. Six months of freedom. Six months of trying to rebuild a life after feeling like the world kept moving without me for years.

And I’ve been crying since yesterday.

I think deep down I already knew nobody would remember this date, even though I kept mentioning it over and over again these last couple of weeks. I think I was desperately hoping that if I talked about it enough, someone would finally realize how important it is to me.

But nobody did.

No messages. No calls. No “I’m proud of you.” Nothing.

And I know maybe for everyone else this is just another day. But for me this date means surviving something that nearly destroyed me. Five years in a closed facility changed me in ways I still can’t even explain properly. Sometimes I still feel disconnected from normal life, like I’m watching everyone else live while I’m just trying to learn how to exist again.

These six months alone in my apartment were hard in ways I never expected. People think freedom automatically feels good, but nobody talks about how unbearably lonely it can feel afterwards. The silence. The isolation. Realizing you have nobody to share your small victories with. Nobody who really understands what you survived or what it took just to make it this far.

I am gonna spent this day alone in my apartment crying over a milestone that apparently matters to nobody except me.

And that feeling is honestly devastating.

Because I don’t think I even needed people to fully understand what those five years were like. I just wanted someone to remember. Someone to see me. Someone to acknowledge that making it six months outside after losing five years of your life is actually huge.

Instead it feels like I disappeared for years and came back completely forgettable.

I don’t think I’ve ever felt loneliness like this before. Not even in the facility. At least there I knew why I was alone. But being free and still feeling invisible somehow hurts even more.

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u/Ok_Promise2972 — 9 days ago