r/BAfoeG

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Wie die Heirat meiner Eltern mein BAföG um ~300 € im Monat kürzt und mir jetzt eine fette Rückzahlung droht (Rant)

Moin zusammen,

ich muss mir kurz den Frust von der Seele schreiben, weil dieses System einfach nur noch absurd und aus der Zeit gefallen ist.

Meine Eltern (beide um die 50) waren ewig unverheiratet. Vor fünf Monaten haben sie sich dann gedacht: "Komm, wir heiraten jetzt einfach mal." Beide arbeiten ganz normal, keine Großverdiener. Steuerlich bringt ihnen die Hochzeit so gut wie gar nichts.

Was es aber bringt: Es zerschießt mein BAföG komplett.

Ich mache gerade den Antrag für den kommenden Bewilligungszeitraum fertig und falle aus allen Wolken. Vorher hatte jeder Elternteil einen eigenen Freibetrag. Das Einkommen meiner Mutter war komplett geschützt, beim Vater gab es minimale Abzüge. Ich war fast beim Höchstsatz.

Jetzt nach der Hochzeit gibt es nur noch einen einzigen, gemeinsamen Freibetrag, der viel kleiner ist. Das Gehalt meiner Mutter knallt jetzt voll in die Anrechnung

Ergebnis: Fast 300 € weniger BAföG im Monat.

Und es kommt noch besser: Da die beiden ja schon vor fünf Monaten geheiratet haben und dieser miese Freibetrag ab dem Monat der Hochzeit gilt, darf ich für mein noch laufendes Semester sehr wahrscheinlich auch noch eine fette BAföG-Rückzahlung abstottern. Ich bin wurde finanziell einfach komplett zerstört.

Das ganze System ist doch ein rein patriarchaler Witz aus den 1950ern: Es belohnt das Modell „einer arbeitet viel, einer macht die Care Arbeit zu Hause“. Wenn beide normal arbeiten, spart die Familie bei der Steuer fast nichts, aber das Kind verliert massiv BAföG, weil das Amt so tut, als würden Eltern durch eine Heirat plötzlich massig Geld sparen.

Mein Vater hat mir direkt gesagt, dass er mir diese ~300 € im Monat unmöglich überweisen kann. Das Geld ist in der Familie schlicht nicht da. Mir geht es psychisch aktuell ohnehin nicht gut, und ich weiß gerade echt nicht, wie ich im nächsten Semester Miete und meine Fixkosten decken soll.

Bin gerade einfach nur verzweifelt und für jeden Ratschlag oder Erfahrungsbericht dankbar, falls jemand von euch schon mal in genau dieser Falle steckte.

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u/dieseidis — 4 days ago
▲ 0 r/BAfoeG

Muss ich eine regalmäßige private Schenkung beim Bafög angeben bzw. hat es Einfluss auf mein Bafögsatz?

Hallo zusammen,
ich bekomme seit Oktober 2025 von einer nicht mit mir verwandten Privatperson finanzielle Unterstützung. Sie unterstützt auch andere Studierende privat. Es gibt keine Gegenleistung, es handelt sich nach meinem Verständnis um eine Schenkung.

Zunächst waren es 200 € monatlich, seit Juli 2026 sind es 400 € monatlich. Insgesamt habe ich bisher etwa 2.600 € erhalten.

Ich habe die Zahlungen bisher nicht beim BAföG-Amt angegeben, weil ich davon ausgegangen bin, dass eine private Schenkung kein BAföG-Einkommen ist.

Mein BAföG-Bewilligungszeitraum läuft vom 01.10.2025 bis 30.09.2026. Ab September bekomme ich außerdem 300 € Deutschlandstipendium.

Jetzt bin ich unsicher, weil die Schenkung regelmäßig erfolgt und die Person mehrere Studierende unterstützt.

Meine Frage wäre
- Sind solche regelmäßigen privaten Schenkungen beim BAföG als Einkommen anzurechnen?
- Ist § 21 Abs. 3 Nr. 2 BAföG („gleichartige Leistungen“) hier relevant?
- Muss ich das nachträglich dem BAföG-Amt mitteilen? Und falls ja: Mit welcher Rückzahlung müsste ich ungefähr rechnen?

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u/Aware-Ring-1188 — 3 days ago
▲ 1 r/BAfoeG

Änderung der Post-Adresse

Hey,

also folgende Situation: Ich wohne aktuell nicht bei meinen Eltern, sondern in einer studentischen WG. Ich habe also auch die ganzen Dokumente, die bestätigen können, dass ich dort wohne.

Ich würde ganz gerne aber meine Postadresse NICHT dort haben (hauptsächlich, weil meine Mitbewohner die halt immer öffnen und ich einfach ganz gerne sichergehen möchte, dass die Post an einen Ort geschickt wird, an dem nur ich regelmäßigen Zugang habe - die ganze Geschichte ist kompliziert).

Ist es möglich, ohne großen Stress wegen irgendwelchen 300 Nachweisen, die ich vor 20 Jahren hätte sammeln müssen, einfach NUR die Post-Adresse zu ändern? Hat da jemand schonmal Erfahrung mit gemacht?

Ich danke euch!

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u/Background-Letter267 — 4 days ago
▲ 8 r/BAfoeG

Bafög Odyssee und langsam Ratlos

Hallo liebe Menschen, meine Freundin und ich sind langsam ratlos. Im Juni 25 beantragte sie Bafög woraufhin im Februar 2026 eine Antwort mit Aufforderung zur Nachreichung von Unterlagen kam. Die geforderten Unterlagen wurden damals fristgerecht eingereicht. Nach ca. zwei Monaten kam wieder ein Brief, in dem wieder Unterlagen nachgefordert wurden, die schon beim Antrag mit eingereicht wurden. Bis zu diesem Punkt, machte sie sich recht wenig Gedanken, da das zuständige Studierenwerk sowieso stark überlastet ist und Anträge erfahrungsgemäß sehr lange dauern.

In den folgenden Monaten kamen nun immer wieder Aufforderung, dass Unterlagen nachgereicht werden müssen, wobei uns aber auffiel, dass Dokumente angefordert wurden, die wir schon mehrfach eingereicht haben. (Unter anderem 3x* die Immatrikulationsbescheinigung,* 4x KV-Nachweis, 2x Gehaltsnachweis der Mutter usw.) In den Briefen wurden auch immer andere Unterlagen angefordert (Brief A: KV-Nachweis, Brief B: Immatrikulationsnachweis, Brief C: KV-Nachweis)

In mehreren Telefonaten wurde ausdrücklich bestätigt, dass die Unterlagen vollständig vorliegen.

Einen Anwalt hat meine Freundin auch konsultiert, jedoch war die Aussage, dass eine Untätigkeitsklage kaum Aussicht auf Erfolg hätte, da das Amt ja (irgendwie) tätig ist.

Langsam sind wir absolut ratlos und wissen nicht mehr weiter, auf jeden Brief, Upload oder persönlichen Einwurf der Unterlagen kommt nur ein neues Schreiben, dass die Unterlagen unvollständige wären.
Ich hoffe, dass niemand so eine Odyssee durchmachen musste, aber vielleicht ein hilfreichen Tipp hätte.

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u/Knusperparty — 5 days ago
▲ 1 r/BAfoeG+4 crossposts

Sind wir reich?

Hallo zusammen,

die Überschrift ist bewusst etwas provokant formuliert. Ich frage mich das aber tatsächlich immer häufiger, wenn ich meine Familie mit anderen vergleiche.

Meine Eltern sind 48 und 50 (ich bin 24, meine Schwester 21) und verdienen heute zusammen etwas über 65.000 € brutto im Jahr. Früher war es entsprechend weniger. Beide kamen in ihrer Jugend, in den 90er praktisch mit nichts nach Deutschland. Mein Vater arbeitet im Handwerk, meine Mutter im Einzelhandel (Teilzeit).

Auch ihre Eltern hatten kaum Geld, arbeiteten im Niedriglohnsektor und haben nie eine deutsche Schule besucht. Meine Eltern haben jeweils mehrere Geschwister, hatten als Kinder nie ein eigenes Zimmer und waren nie im Urlaub. Große finanzielle Unterstützung gab es später ebenfalls nicht. Bezahlt wurden ihnen im Wesentlichen der Führerschein, das erste Auto und ein paar Möbel für die erste Wohnung.

Sie kamen also wirklich aus ziemlich armen Verhältnissen.

2001 kauften meine Eltern mithilfe eines Kredits eine Wohnung im Rohbau in Nord-West-Baden-Württemberg (Rhein-Neckar-Region) und bauten sie selbst fertig. Dort lebten wir einige Jahre.

2005/2006 bauten sie dann in einer Nachbarstadt in einer guten Gegend ein Haus. Dafür nahmen sie etwa 240.000 € Kredit auf, wobei allein das Grundstück 95.000 € kostete. Auch das Haus wurde zum großen Teil in Eigenleistung gebaut.

Die Wohnung verkauften sie später mit ungefähr 100.000 € Gewinn. Nachdem der Kredit der Wohnung abbezahlt war, floss dieses Geld direkt in den Hauskredit. Die restlichen rund 140.000 € zahlten sie innerhalb der nächsten zehn Jahre ab.

Heute dürfte das Haus ungefähr 700.000 € wert sein und ist komplett schuldenfrei. Die Instandhaltung kostet meine Eltern meistens weniger als 1.000 € im Jahr, weil mein Vater praktisch alles selbst repariert oder renoviert.

In den Jahren der Kreditrückzahlung haben wir relativ sparsam gelebt, aber ich hatte nie das Gefühl, dass uns etwas fehlt. Urlaub war meinen Eltern beispielsweise immer wichtig. Wir waren meistens ein- bis zweimal im Jahr weg, allerdings eher günstig, etwa in der Türkei, Bulgarien oder Tschechien.

An vielen anderen Stellen sparen sie dafür konsequent: viel Fahrrad statt Auto (Auto nutzen wir eigentlich nur am Wochenende und für Urlaube), Reparaturen selbst machen, Dinge lange benutzen, wenig unnötiger Konsum usw.

Seit das Haus vor ungefähr zehn Jahren abbezahlt wurde, können meine Eltern deutlich mehr zurücklegen und gleichzeitig ziemlich entspannt leben. Mittlerweile liegen auf ihrem Tagesgeldkonto knapp 150.000 €.

Und genau das bringt mich zu meiner eigentlichen Frage.

Freunde haben mich schon immer als „reich“ bezeichnet, weil wir in einem recht schicken Haus wohnen und meine Eltern mir beispielsweise Führerschein und erstes Auto (für 10K) bezahlt haben.

Jetzt studieren wir alle und ausgerechnet ich bin der Einzige in meinem Freundeskreis, der BAföG bekommt, ungefähr 450 € im Monat. Zusätzlich unterstützen mich meine Eltern trotzdem noch mit weiteren 600 €. Für das bestehen meines Studiums wurden mir 20.000 € von meinen Eltern zugesagt.

Das stört einige meiner Freunde offenbar so sehr, dass sie mir teilweise unterstellen, wir hätten beim BAföG-Antrag falsche Angaben gemacht. Haben wir aber nicht.

Und irgendwie lässt mich das Ganze inzwischen darüber nachdenken, wie unterschiedlich finanzielle Situationen entstehen können.

Meine Eltern hatten weder reiche Eltern noch Erbe noch besonders hohe Einkommen. Sie sind aus sehr armen Verhältnissen gekommen und haben trotzdem mit zwei eher normalen Berufen innerhalb von ungefähr 25 Jahren ein abbezahltes Haus im Wert von rund 700.000 € plus 150.000 € Ersparnisse aufgebaut.

Was vielleicht auch noch relevant ist: Auch meine Großeltern besitzen mittlerweile jeweils abbezahltes Wohneigentum. Dadurch ist es ziemlich wahrscheinlich, dass meine Eltern in den nächsten 20 Jahren irgendwann zusätzlich erben werden. Grob gerechnet dürften das auf beiden Seiten jeweils mindestens 100.000 € sein, auch wenn das natürlich nur eine Schätzung ist und niemand weiß, wie sich Immobilienwerte, Pflegekosten usw. bis dahin entwickeln.

Natürlich hatten sie sicherlich auch Glück mit dem Zeitpunkt des Immobilienkaufs und damit, dass mein Vater extrem viel selbst machen kann. Trotzdem frage ich mich:

Wie kann es sein, dass andere Familien mit ähnlichen oder teilweise sogar höheren Einkommen dauerhaft finanziell kaum auf einen grünen Zweig kommen?

Ist der Unterschied wirklich hauptsächlich Konsum und Lebensstil? Liegt es an Mieten, Kindern, Scheidungen, Krankheiten, fehlender Unterstützung, schlechten finanziellen Entscheidungen oder einfach daran, dass meine Eltern zur richtigen Zeit Immobilien gekauft und extrem viel Eigenleistung eingebracht haben?

Mich würden vor allem Erfahrungen von Leuten interessieren, die selbst mit wenig Geld aufgewachsen sind oder trotz normalem Einkommen finanziell kaum vorankommen.

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u/Acceptable_Media9210 — 8 days ago
▲ 145 r/BAfoeG+1 crossposts

Investements/Bafög

Ich bin 20 und möchte nach meiner Ausbildung wahrscheinlich Studieren. Ich komme aus einer Familie die eher im unteren Viertel Geld verdient und habe mir deshalb vorgenommen immer sehr sparsam zu sein.
Das fällt mir jetzt möglicherweise auf die Füße, da ich voll Bafög bezugsfähig wär aber durch meinen Portfolio den ich mir über die letzten 3 Jahre aufgebaut habe habe ich keinen Anspruch mehr laut kurzer Recherche.

Kennt sich da jemand aus oder hat Ahnung wie ich am sinnvollsten vorgehen kann? Fragen auch gerne stellen versuche alles zu beantworten was ich vergessen habe.

u/Acceptable_Media9210 — 12 days ago
▲ 0 r/BAfoeG+2 crossposts

Ich glaube, die meisten unterschätzen komplett, wie VIEL die Eltern eigentlich verdienen müssen, damit man wirklich 0 € BAföG bekommt

Ich lese ständig sowas wie: „Meine Eltern verdienen zu viel, deshalb bekomme ich kein BAföG.“

Aber wenn man sich die Freibeträge und die tatsächliche Anrechnung mal anschaut, ist „zu viel verdienen“ offenbar eine ganz andere Hausnummer, als viele denken.

Grob gerechnet liegt man bei verheirateten Eltern, die zusammenleben, ungefähr bei:

  • ohne Geschwister: ca. 4.250 € BAföG-relevantes Netto zusammen
  • mit einem jüngeren unterhaltsberechtigten Geschwister: ca. 5.200 € zusammen

Und erst dann geht es Richtung wirklich 0 € BAföG.

Ich hatte vorher ehrlich gesagt gedacht, dass man schon bei irgendeinem relativ normalen Doppelverdiener-Haushalt komplett raus ist. Aber offenbar müssen die Eltern schon ziemlich ordentlich verdienen, bevor wirklich gar nichts mehr übrig bleibt.

Deshalb frage ich mich mittlerweile, ob bei vielen „Meine Eltern verdienen zu viel für BAföG“ eigentlich eher bedeutet:
„Ich habe es nie genau ausgerechnet / nie beantragt / meine Eltern wollten ihre Unterlagen nicht rausrücken.“

Natürlich ist BAföG-relevantes Netto nicht einfach das normale Netto vom Konto und jeder Fall ist anders.

Aber die Größenordnung finde ich trotzdem ziemlich krass.

Bin ich der Einzige, der dachte, die Grenze liegt deutlich niedriger?

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u/Acceptable_Media9210 — 11 days ago
▲ 7 r/BAfoeG

BAföG 2024 komplett zurückgezahlt – BVA fordert 2026 trotzdem meine Adresse für „weitere Darlehensmeldungen“

Ich bin gerade ziemlich irritiert und wollte mal fragen, ob jemand hier schon etwas Ähnliches erlebt hat.

Ich habe zuletzt 2022 BAföG bezogen und mein Darlehen 2024 vollständig zurückgezahlt. Für mich war das Thema damit erledigt.

Vor ein paar Tagen kam dann plötzlich eine Mail vom Bundesverwaltungsamt, in der ich aufgefordert wurde, meine aktuelle Adresse mitzuteilen. Die Mail klang dabei so, als wäre ich meiner Pflicht zur Adressmitteilung nicht nachgekommen.

Daraufhin habe ich geantwortet und den Nachweis mitgeschickt, dass mein BAföG-Darlehen bereits seit 2024 vollständig zurückgezahlt ist. Ich bin deshalb davon ausgegangen, dass ich nach Abschluss der Rückzahlung auch nicht mehr verpflichtet bin, dem BVA weiterhin jede Adressänderung mitzuteilen.

Heute kam dann diese Antwort:

„Sie werden nicht mehr zur Zahlung aufgefordert, dennoch muss ich Ihnen Bescheide zu weiteren Darlehensmeldungen postalisch zustellen.“

Dafür soll ich jetzt also meine aktuelle Anschrift mitteilen.

Und genau da verstehe ich gar nichts mehr. Ich habe 2022 zuletzt BAföG bezogen, kein weiteres Darlehen erhalten und 2024 alles in einem Rutsch bezahlt. Was sollen dann bitte über 2,5 Jahre später noch „weitere Darlehensmeldungen“ sein, zu denen jetzt Bescheide ausstehen?

Ich habe meine Adresse inzwischen mitgeteilt, weil ich das einfach hinter mich bringen möchte. Gleichzeitig habe ich nochmal nachgefragt, was mit diesen Meldungen konkret gemeint ist. Einen Zugang zu dem damaligen Online-Portal habe ich nach der ganzen Zeit natürlich auch nicht mehr.

Hat jemand hier schon mal nach vollständiger BAföG-Rückzahlung so etwas bekommen?

Was waren bei euch diese „weiteren Darlehensmeldungen“? War das nur irgendeine Formalie/Korrektur oder kam danach tatsächlich noch etwas Relevantes?

Mich wundert vor allem, warum das Ganze erst mehr als 2,5 Jahre nach der vollständigen Rückzahlung auftaucht.

Auch das Wording klingt so, als habe ich was falsch gemacht, als sei ich meiner Pflicht nicht nachgekommen. Das ist unnötige Panikmache und beschäftigt mich jetzt natürlich. Denn wie kann es sein, dass die immer noch meine Adresse verlangen?

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u/Responsible_Role_603 — 11 days ago
▲ 0 r/BAfoeG

Unbeliebte Meinung: Studenten die nicht Bafög berechtigt sind, sollen ihre Erzeuger auf Unterhalt verklagen

Hallo,

ich weiß kontroverse Aussage und ich will hier niemandem auf den Schlipps treten. Aber lasst mich das mal erläutern und dann kann man das ja sachlich ausdiskutieren, weil ich versuche es wirklich zu verstehen :)

Vorab will ich erwähnen dass Eltern sowohl gesetzlich als auch Moralisch dazu verpflichtet sind, das Existenzminimum des Kindes sicherzustellen, bis dieses eben nicht mehr Unterhaltspflichtig ist (Meistens wenn es ausgelernt ist bzw. noch bei Weiterbildung). Schließlich haben Sie entschieden, dass das Kind lebt und stehen dem gegenüber auch in der Verantwortung und sollten es höher priorisieren, bis es auf eigenen Beinen stehen kann (ausgelernt ist). Alles andere sind in meinen Augen keine Eltern sondern lediglich Erzeuger. (Außer sie verdienen wirklich wenig, dann würde ja der Staat mit Bafög unterstützen).

Es gibt nämlich keine harten Grenzen beim Bafög direkt. Es gibt einen Betrag X. Haben die Eltern mehr als dieses, zahlen sie 50% von dem was sie mehr haben an das Kind. Verheiratete Eltern dürfen mindestens 2540€ behalten. Nehmen wir mal an, die Eltern liegen da knapp drüber bei 2600€. Dann müssen sie genau 30€ an das Kind abdrücken und liegen dann bei 2570€ für sich selbst. Sie liegen da mehr drüber mit 3200€? Dann müssen sie 330€ abgeben und liegen bei 2870€.

Die Idee, dass jemand der knapp drüber liegt also irgendwie besonders Probleme kriegt ist quatsch.

Die Freibeträge wurden vor 2 Jahren ca. stark angepasst. Eltern dürfen 2540€ zu zweit und Kindergeld behalten und 50% von dem was da drüber liegt. Also mindestens 2800€. Wenn die damit nicht auskommen können sie halt nicht wirtschaften.

Bei getrennt lebenden Eltern, weiteren Kindern, Schwerbehinderung usw. gibt es weitere Freibeträge wohlgemerkt.

Mal zum Vergleich: Mit Bürgergeld hätte ein Paar in Deutschland rund 1600€. Selbst in München wären es nur rund 2200€. Und dann will man hier erzählen, Eltern würden dann finanzielle Probleme kriegen.

Sprich aus meiner objektiven Sicht, gibt es nur drei Optionen wie "zu reich für Bafög, zu arm für Unterhalt" zu Stande kommen kann.

  1. Eltern leben völlig über ihre Verhältnisse

  2. Eltern haben in der Vergangenheit finanzielle Fehlentscheidungen getroffen

  3. Eltern sind einfach nur geizig bei der Bildung des Kindes

Bei Option 1. und 3. würde ich einfach mal hinterfragen ob die Eltern das Kind wirklich bedingungslos lieben, wenn Sie Ihre eigenen Bedürfnisse über die Bildung des Kindes stellen. Hier ist die Beziehung bereits durch die Eltern ruiniert und man hat kein Grund auf Bafög Formblatt 8 zu verzichten.

Bei Option 2. habe ich etwas Verständnis, kein Mensch ist perfekt und Fehler sind menschlich. ABER doch nicht auf kosten des Kindes, man darf natürlich Fehler machen. Aber dann muss man diese als Erwachsene Eltern ausbaden. Es kann doch nicht sein, dass das Kind dann gezwungen ist neben dem Vollzeitstudium noch Teilzeit zu arbeiten oder einen Bildungs-Kredit aufzunehmen. Aus meiner Sicht sollten die Eltern ihre Fehler ausbaden und Verantwortung übernehmen, in dem Sie den Kredit für die Kinder übernehmen oder noch einem Minijob nachgehen um mehr an die Kinder zahlen zu können.

Ich weiß einfach nicht ob ich lachen oder weinen soll, wenn ein Student stolz von Papas Neuwagen erzählt, sich aber paar Tage vorher noch darüber beschwert hat dass er kaum Geld hat.

Genauso ist die Gesellschaft (der Steuerzahler) ebenfalls nicht dafür verantwortlich diesen übermäßigen Lebensstil und die Fehlentscheidungen der Eltern zu kompensieren.

Mich stört halt auch diese Doppelmoral. Der Staat soll jedem Bafög zahlen und auch noch mehr weil es nicht reicht. Aber bei den Eltern sagt dann auf einmal jeder, Ach man kann ja auch arbeiten neben dem Studium und sich das selbst bezahlen und man muss ja nicht unbedingt ausziehen. Haben die Eltern oder der Staat die Kinder gezeugt?

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u/Acceptable_Media9210 — 13 days ago
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Warum werden Vollzeit Studenten von der Politik bevorzugt behandelt im vergleich zu dualen Studenten/Azubis?

Ich stehe gerade vor der Entscheidung, ob ich dual studieren oder ein normales Vollzeitstudium machen soll. Eigentlich klingt duales Studium erstmal vernünftig: Praxiserfahrung, monatliches Gehalt, bessere Übernahmechancen, strukturierter Einstieg ins Berufsleben.

Aber je mehr ich mir das finanziell durchrechne, desto absurder wirkt es für mich.

Mir würde voraussichtlich der BAföG-Höchstsatz zustehen. Ich wäre Student, würde nicht bei meinen Eltern wohnen und wäre familienversichert. Für diesen Fall liegt der BAföG-Höchstsatz aktuell bei 855 € pro Monat.

Quelle:
https://www.studierendenwerke.de/themen/studienfinanzierung/bafoeg/voraussetzungen-fuer-bafoeg

Dazu dürfte ich als normaler Vollzeitstudent noch einen Minijob machen. 2026 liegt die Minijobgrenze bei 603 € brutto pro Monat, und bis zu dieser Grenze wird beim BAföG grundsätzlich nichts angerechnet.

Quelle:
https://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/eigenes-einkommen-nebenjob.php

Das heißt erstmal:

855 € BAföG + 603 € Minijob = 1.458 € pro Monat

Natürlich muss man BAföG später teilweise zurückzahlen. Aber die Rückzahlung ist gedeckelt. Maximal muss man 10.010 € zurückzahlen. Wenn man alles auf einmal zurückzahlt, sind es wegen Nachlass sogar nur 7.857,85 €.

Quelle:
https://www.xn--bafg-7qa.de/bafoeg/de/home/_documents/verschuldungsaengste-verringern.html

Wenn man von einem Bachelor über 3,5 Jahre = 42 Monate ausgeht, wären das nominal:

7.857,85 € / 42 Monate = 187,09 € pro Monat

Dann wäre der effektive BAföG-Vorteil:

855 € - 187,09 € = 667,91 € pro Monat

Da man das BAföG aber erst Jahre später zurückzahlt, ist die Rückzahlung real durch Inflation weniger wert. Wenn man grob mit Inflation rechnet, komme ich auf etwa:

ca. 698 € effektiver BAföG-Vorteil pro Monat

Dann ergibt sich:

698 € effektiver BAföG-Vorteil + 603 € Minijob = 1.301 € pro Monat

Jetzt muss man beim normalen Studium noch den Semesterbeitrag abziehen. Die Bundesagentur für Arbeit nennt grob 250–350 € pro Semester, also nehme ich als Durchschnitt mal 300 € pro Semester.

Quelle:
https://www.arbeitsagentur.de/bildung/studium/kosten-studium

Das sind:

300 € / 6 Monate = 50 € pro Monat

Also:

1.301 € - 50 € = ca. 1.251 € pro Monat

Heißt: Als normaler Vollzeitstudent mit BAföG-Höchstsatz + Minijob hätte ich effektiv ungefähr:

ca. 1.250 € pro Monat

Und jetzt der Vergleich zum dualen Studium:

Viele duale Studenten verdienen netto ungefähr 900–1.050 € pro Monat, je nach Unternehmen, Branche und Studienjahr. Brutto liegen viele Vergütungen grob zwischen 700 und 1.500 €, bei sehr guten Unternehmen auch höher.

Quelle:
https://www.wegweiser-duales-studium.de/gehalt/infos/

Klar: Beim dualen Studium zahlt das Unternehmen teilweise den Semesterbeitrag. Den habe ich beim normalen Studium oben schon abgezogen. Trotzdem steht der normale BAföG+Minijob-Student in meiner Rechnung finanziell besser da.

Vergleich:

Modell Effektiv pro Monat
Vollzeitstudium mit BAföG + Minijob, nach Semesterbeitrag ca. 1.251 €
Duales Studium, Semesterbeitrag vom Unternehmen bezahlt ca. 900–1.050 € netto

Differenz:

ca. 200–350 € pro Monat zugunsten des normalen Studiums

Über 3,5 Jahre gerechnet:

200–350 € × 42 Monate = ca. 8.400–14.700 € Unterschied

Und genau das irritiert mich.

Beim dualen Studium arbeite ich ja nicht „nebenbei ein bisschen“. Ich bin an ein Unternehmen gebunden, habe Praxisphasen, Hochschule, Prüfungen, Projektarbeiten, Anwesenheitspflichten und oft deutlich weniger freie Zeit. Es gibt auch nicht wirklich klassische Semesterferien wie bei normalen Studenten, weil man in der vorlesungsfreien Zeit häufig im Unternehmen ist.

Quelle:
https://www.arbeitsagentur.de/bildung/studium/duales-studium
https://www.wegweiser-duales-studium.de/haeufige-fragen/

Ein zusätzlicher Minijob ist im dualen Studium realistisch kaum machbar. Man hat ja bereits Studium plus Arbeit. Bei einem normalen Vollzeitstudium ist ein Minijob in vielen Studiengängen dagegen ziemlich realistisch — natürlich nicht in jedem Fach. Bei Medizin, Jura oder sehr zeitintensiven/laborlastigen Naturwissenschaften ist es deutlich schwieriger. Aber in vielen anderen Studiengängen sind 8–10 Stunden pro Woche nebenbei schon machbar.

Was ich auch unfair finde: Ein normaler Minijob wird beim BAföG bis zur Grenze sehr großzügig behandelt. Die Vergütung aus einem dualen Studium wird dagegen als Einkommen aus dem Ausbildungsverhältnis angerechnet. Dadurch bleibt bei dualen Studenten oft kaum oder gar kein BAföG übrig.

Quelle:
https://www.xn--bafg-7qa.de/bafoeg/de/antrag-stellen/merkblaetter/einkommen-der-auszubildenden/einkommen-der-auszubildenden_node.html

Das heißt für mich praktisch:

Wenn ich normal studiere, BAföG bekomme und nebenbei minijobbe, habe ich ungefähr 1.250 € effektiv pro Monat.

Wenn ich dual studiere, habe ich je nach Unternehmen vielleicht 900–1.050 € netto, dafür aber deutlich mehr Verpflichtungen, weniger Flexibilität und kaum realistische Möglichkeit, zusätzlich noch zu arbeiten.

Natürlich hat ein duales Studium andere Vorteile: Berufserfahrung, Lebenslauf, Übernahmechancen, Struktur, vielleicht bessere Karrierechancen direkt nach dem Abschluss. Aber rein während des Studiums wirkt das normale Vollzeitstudium mit BAföG + Minijob für jemanden mit BAföG-Höchstsatz finanziell lukrativer.

Und genau deshalb frage ich mich gerade ernsthaft:

Warum sollte ich dual studieren, wenn ich dadurch mehr Stress, weniger Freizeit und gleichzeitig weniger monatlich verfügbares Geld habe?

Übersehe ich etwas, oder ist das System an der Stelle wirklich so schief?

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u/Acceptable_Media9210 — 13 days ago
▲ 2 r/BAfoeG+1 crossposts

hallo, ich habe eine frage bezüglich der verlängerung der förderungshöchstdauer.

hey, also ich habe folgendes problem:

ich studiere im master (regelstudienzeit 4 semester/toleranzsemester: +2).

ich habe kürzlich (ende Juli 26) für das 5. semester (WiSe 2026/27) das flexibilitätssemester beantragt.

kurz vor dem antrag, erfuhr ich, dass sich meine chronische erkrankung verschlechtert hat, außerdem erhielt ich zusätzlich kurz nach dem antrag (anfang august) einen platz für eine psychotherapie (davor noch nie therapie gemacht).

jetzt beiße ich mir bisschen in den arsch, dass ich nicht statt dem flexisemester, doch eine verlängerung wegen krankheit beantragt habe, damit ich das flexisemester dann für das 6. semester beantragen kann (da ich auf jeden fall 6 semester studieren werde müssen, aufgund meiner gesundheitlichen situation).

wie soll ich am besten vorgehen? ab wann soll ich den antrag auf verlängerung wegen erkrankung einreichen und habe ich überhaupt chancen darauf, wenn meine situation sich bereits im 4. semester verschlechtert hat und ich nun im 5. das flexisemester in anspruch nehmen will? dass sich meine gesundheitliche situation verschlechtert hat, weiss ich erst seit den semesterferien des 4. semesters, hat das einen einfluss?

ich hoffe man versteht was ich für ein problem habe, bei unklarheiten bitte nachfragen, ich brauche dringend beratung! danke schonmal!

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u/Impressive-Carpet923 — 11 days ago