Verzweifelte jobsuche
Hallo, liebe Leute,
ich hoffe, euch geht es gut. Ich wende mich heute an euch, weil ich bezüglich meiner Jobsuche ziemlich frustriert und ehrlich gesagt auch etwas verzweifelt bin. Ich suche ernstgemeinte Ratschläge von Leuten, die vielleicht etwas Ähnliches durchgemacht haben oder sich im Recruiting auskennen.
Kurz zu meinem Hintergrund, damit ihr die Situation versteht:
2011 – 2015: Zeitsoldat bei der Bundeswehr.
2015 – 2025: 10 Jahre erfolgreiche Selbstständigkeit. Angefangen in der Gebäudereinigung (Spezialaufträge wie Tatort-/Leichenwohnungsreinigung, Unterhaltsreinigung) habe ich das Unternehmen so weit aufgebaut, dass ich ein Team von 8 bis 12 Mitarbeitern geleitet habe. Wir haben am Ende komplette Sanierungen, Malerarbeiten und Innenausbauten übernommen – darunter Großprojekte, die über eineinhalb Jahre liefen.
Eine Ausbildung hatte ich damals angefangen (Notenschnitt 1,0 / 2,0), habe sie aber abgebrochen, weil die Selbstständigkeit einfach durch die Decke ging und meine volle Aufmerksamkeit brauchte.
Warum das Ende? Ich habe am Schluss den falschen Leuten vertraut, wurde im Stich gelassen und habe 2025 die Reißleine gezogen, weil ich mir den existenziellen Druck nicht mehr antun wollte.
Ich habe sofort reagiert und mir einen Übergangsjob gesucht, damit meine Miete und alle Fixkosten absolut sicher gedeckt sind. Das läuft auch. Aber jetzt möchte ich dort weg und mich auf Positionen bewerben, die meinen tatsächlichen Fähigkeiten entsprechen – wie etwa Bereichsleitung, Objektleitung oder Projektmanagement im Handwerks- oder Dienstleistungsbereich.
Mein Problem: Ich kassiere nur Absagen oder finde einfach nichts Passendes. Es fühlt sich an, als würde meine 10-jährige Führungserfahrung komplett ignoriert, nur weil ich keinen klassischen Meister- oder IHK-Abschluss auf dem Papier habe.
Wie verpacke ich eine 10-jährige, eigentlich erfolgreiche Selbstständigkeit so im Lebenslauf, dass Konzerne oder größere Betriebe den Wert meiner Führungserfahrung erkennen?
Gibt es hier Ex-Selbstständige, die erfolgreich den Sprung in die Bereichsleitung geschafft haben? Wie habt ihr das ohne klassischen Abschluss argumentiert?
ich sag euch ganz ehrlich, ich mache das zwar nicht, aber spiele mit den Gedanken, IHK Zertifikats zu fälschen und das sogar mitzuschicken, sonst hat’s ja langsam keinen Sinn.
Ich freue mich über jeden ehrlichen Rat. Danke für eure zeit.