Sprunggelenksverletzung durch Umknicken - Heilungsverlauf und Frage, was meine zukünftigen Optionen sind
MRT Befund/Beurteilung 02.04.2026 Teil 1
MRT Befund/Beurteilung 02.04.2026 Teil 2
MRT Befund/Beurteilung 18.05.2026 Teil 1
MRT Befund/Beurteilung 18.05.2026 Teil 2
Bild Fuß direkt nach dem Unfall (29.03.2026)
Bild Fuß wenige Tage nach Unfall
Hi Leute,
meine Verletzung zieht sich nun schon geschlagene 135 Tage und ich mache mir Gedanken, ob das wohl noch länger so geht. Ich kann mittlerweile glücklicherweise auftreten und auch gehen und etwas laufen, aber die Bewegung ist nach wie vor eingeschränkt und das Gelenk ist auch noch angeschwollen. Die eingeschränkte Bewegung macht sich vor allem bemerkbar in der Streckung und dem Heranziehen des Fußes.
Ich würde gerne bald wieder Fußball spielen und laufen gehen, weiß aber nicht, ob es schon soweit ist aber mal von Anfang:
Am 29.03. diesen Jahres bin ich in einem Fußballspiel gefouled worden. Bei dem Foul bin ich beim Versuch, mich zu fangen, umgeknickt, wobei zwei laute Geräusche vom Gelenk ausgegangen sind. Ich bin sofort liegen geblieben und hatte starke Schmerzen. Vom Platz konnte ich nur gestützt vom Kollegen runter. Angekommen im Krankenhaus haben wir ein Röntgen gemacht, was unauffällig war. Mehr Untersuchungen am Gelenk selbst waren aufgrund der starken Schmerzen (zu dem Zeitpunkt auf eine 8 von 10 geschätzt) nicht möglich. Ich habe dann in der Notfallaufnahme einen Gips und Thrombosespritzen bekommen und bin damit nach Hause geschickt worden. Am nächsten Tag (Montag) bin ich dann zum Orthopäden gegangen. Dessen erste Reaktion war eine Verwunderung darüber, dass ich einen Gips bekommen habe, da das wohl schlecht sei in diesem Fall. Ich habe also eine Orthese bekommen (ein großer Stiefel) sowie ein Rezept für die KG und bin nach Hause. Nach ca. 2-3 Wochen habe ich dann meine erste Physiotherapie gehabt, wo das Gelenk mobilisiert wurde. Aufgrund der starken Anschwellung hat mir der Physiotherapeut empfohlen, eine Lymphdrainage verschrieben zu bekommen, was der Arzt nicht vorsorglich getan hat. Die nächsten Wochen waren dann also geprägt von Thrombosespritzen, KG, Lymphdrainagen und Schmerzen. Ibuprofen gegen die Schmerzen habe ich kaum genommen (vermutlich so um die 3 Tabletten). Ich habe nach 4 Wochen einen weiteren Termin beim Orthopäden gehabt, der mir ein weiteres MRT verschrieben hat, um das ganze erneut zu betrachten. Dazu hat er mir auf meine Bitte, eine Schiene zu verschreiben, die ich nachts tragen kann diese verschrieben. Ich habe dazu geäußert, dass ich seit einigen Tagen starke Schmerzen in der Achillessehne habe, was er als normal abgetan hat.
Da sich der Orthopäde meine Verletzung so gut wie gar nicht angesehen hatte, die behandelnden Ärzte aufgrund des Gipses sofort als inkompetent abgestempelt und sie für ihr junges Alter angegriffen hat und dazu die Lymphdrainage nicht sofort verschrieben hat, war er mir unsympathisch und ich habe das Vertrauen in ihn verloren, also habe ich mir einen neuen Arzt gesucht.
Ich habe das neue MRT-Ergebnis also dem neuen Arzt gezeigt und seine erste Reaktion war auch nur: "Normalerweise empfehle ich den Leuten ja auch, Sport zu machen, aber bei Ihnen verstehe ich, warum Menschen sagen: Sport ist Mord". Das hat meine Laune während dieser ganzen Phase ganz gut zusammengefasst. Er hat mir empfohlen, weitere 4 Wochen die Schiene zu tragen und daher auch weitere Spritzen verschrieben.
Nach diesen 4 Wochen habe ich gefragt, ob ein weiteres MRT sinnvoll sei, was dieser verneinte, da er davon ausgehe, dass das Knochenmarködem weiterhin bestehen würde. Er hat mir dann aber gestattet, die Krücken, die ich bis dahin immer getragen habe, weg zu tun und fortan mit der Schiene zu laufen.
Es ging dann also weiter mit KG und außerdem KGG, also Krafttraining am Gerät, was der Arzt selbst nicht gut hieß, der Physiotherapeut aber wollte. Rückblickend muss ich sagen, dass das völlig unnötig war, da der Physiotherapeut teilweise sowieso nicht dabei war und mich einfach alleine in deren Gym geschickt hat, um Ganzkörpertraining zu machen.
Vor kurzem war ich dann wieder beim Arzt und dieser meinte zu mir, dass ich nun mit einer Kompressionssocke und Geleinlagen laufen könne, da ich geäußert habe, dass ich kaum Schmerzen (eine 1 von 10) mehr habe und die einzigen Probleme in der eingeschränkten Bewegungsfreiheit liegen. Er war weiterhin dagegen, ein MRT zu machen und sagte zu mir, dass es jetzt noch Zeit braucht und ich daher im September wieder kommen soll.
Ich kann seit ca. einem Monat also wieder Fahrrad fahren und schwimmen und letzte Woche habe ich versucht, joggen zu gehen. Das war auch ganz okay, wobei ich darauf geachtet habe, nicht an das Schmerzlimit zu gehen. D.h. die Schritte haben nicht geschmerzt, ich habe aber auch ein entspanntes Tempo gehabt und keine großen Schritte gemacht.
Da mein Sprunggelenk jetzt also nur noch wehtut, wenn ich versuche, es zu dehnen, allerdings noch etwas angeschwollen ist, frage ich mich, was ich jetzt tun soll. Ich habe noch ein Rezept für die KG, bin aber noch nicht dazu gekommen, dieses einzulösen. Kenn sich da jemand vielleicht aus und weiß, ob der bisherige Verlauf so typisch ist? Das ganze ist jetzt wie gesagt 4 Monate her und nach wie vor ist mein Fuß angeschwollen. Ich habe mich natürlich online eingelesen und habe dort auch gesehen, dass sich eine solche Verletzung über mehre Wochen bis Monate hin ziehen kann, aber ich habe nirgendwo gesehen, dass es 20+ Wochen dauern kann. Meint ihr, ich kann in diesem Zustand langsam anfangen, beim Fußball wieder mitzumachen, wobei ich immer unterhalb der Schmerzgrenze bleiben würde, oder sollte ich darauf warten, dass die Schwellung komplett abgeklungen ist?
KI generiertes TLDR:
Ich habe mir am 29.03. bei einem Fußballspiel das Sprunggelenk schwer verletzt (starkes Umknicken mit Knackgeräuschen und starken Schmerzen). Obwohl das Röntgen unauffällig war, folgten Gips, Orthese, Thrombosespritzen, Physiotherapie, Lymphdrainage und ein MRT; wegen schlechter Erfahrungen habe ich den Orthopäden gewechselt. Nach inzwischen 135 Tagen kann ich wieder gehen, Rad fahren, schwimmen und vorsichtig joggen, habe nur noch geringe Schmerzen, aber weiterhin eine deutliche Schwellung und eingeschränkte Beweglichkeit des Sprunggelenks, besonders beim Strecken und Heranziehen des Fußes. Mein aktueller Arzt hält ein weiteres MRT derzeit nicht für nötig und meint, die Heilung brauche einfach mehr Zeit, weshalb ich unsicher bin, ob ein so langer Verlauf noch normal ist und ob ich schon vorsichtig wieder mit Fußball anfangen kann oder besser warten sollte, bis die Schwellung vollständig abgeklungen ist.