u/AnthraxX97

Ständige nächtliche Ruhestörung - Nachbarn uneinsichtig

Hallo!

Ich hoffe ich bin hier richtig und es kann mir jemand ein paar Tipps oder Ratschläge geben.

Zur Thematik:

Im letzten Quartal des vergangenen Jahres bin ich in eine Wohnung eines größeren Objekts für mein Medizinstudium gezogen. Bis auf Nachbarn X bekomme ich von keine der Wohnungen drum herum auch nur einen Ton mit - Altbau aber sehr gut schallisoliert. Jedoch fing es bald nach dem Einzug mit der nächtlichen Ruhestörung der (osteuropäischen) Nachbarn an - fast täglich.

Es ist alles dabei: von lauten Gesprächen bis hin zu Streitigkeiten mit fliegenden Tassen und Tellern gegen die Wand. Die Rauchbelästigung ist extrem - schon gelbliche Wände durch deren Tabakkonsum in ihrer Wohnung. Erstes Indiz dafür, dass auf das Deutsche Hausrecht gesch***en wird.

Irgendwann, nachdem ich es lange toleriert habe und auch tagsüber ein hoher Lautstärkepegel mit Musik und Schreierei/Unterhaltung die Norm war, ist mir eines Nachts gegen 23.30 Uhr der Gedultsfaden gerissen.

Aufgestanden, bei den Nachbarn geklingelt - wurde ignoriert mit einem höhnischen Lachen hinter der Tür - deutlich hörbar. Über die Trennwand des Balkons habe ich die Nachbarin dann angetroffen. Ich bat darum, die Lautstärke nur ein klein wenig zu senken. Zurück kam ein "Was du wollen?!", schreiend aggressiv. Ich entgegnete, dass es Menschen gäbe die morgen arbeiten und deswegen schlafen müssen. Die Antwort? "Dann du gehen schlafen, was du willst von uns? Arbeite, bezahlen unser Bürgergeld. Schei* Deutsche!" mit einer mutmaßlichen Beschimpfung auf osteuropäisch und zuknallender Balkontür.

Gut, für ein paar Tage wurde es tatsächlich etwas leiser. Dann, 2 Uhr morgens ging der Staubsauger, etc. Tage später wieder immense Streitgespräche. Erneut geklingelt - diesmal wurde mir die Tür tatsächlich aufgemacht. Zunächst verlief das Gespräch freundlich - ich bat erneut um ein wenig Reduktion der Lautstärke. Mir wurde entgegnet "Das unsere Mentalität - können nicht dafür. Musst du gewöhnen." Nun ja, ich selbst bin derart leise, dass ich nichtmal mit Schuhen durch die Wohnung laufe und auch nur mit Kopfhörern arbeite, etc. - mit Bedacht auf meine eigene praktisch nicht existierende Lautstärke hieß es "das uns egal. Wir laut, haben Leute oft gesagt. Aber ist Mentalität. Wenn dir nicht passt, dann du ausziehen."

Kurzgesagt - mein Verweis auf die Hausordnung interessiert sie nicht, denn anscheinend regelt Bürgergeld ja die Wohnung.

Aber jetzt das schärfste:

Nach dem zweiten Gespräch zeigte ich mich ja noch einsichtig und Willens eines Konsens. Seitdem bekomme ich nachts von 23:00 Uhr - 02:00 Uhr...Klingelstreiche! Es wird sturmgeklingelt und ich höre schnelle Schritte zu eben dieser Nachbarwohnung, Tür fällt ins Schloss, 2x zugesperrt. Wo sind wir denn hier?

Ich habe bereits ein Lautstärke Protokoll geführt aber dies bisher nicht der Hausverwaltung gemeldet. Diese ist zwar sehr nett, aber da es anscheinend schon bekannt ist nichts dagegen unternommen wird, habe ich nicht vor mich als Störenfried auf die Abschussliste des Vermieters setzen zu lassen...v.a da gut bezahlbare, anderweitig Top Wohnung in MUC...und nun ja, man braucht sie. Ich werde jedenfalls weiterhin Rücksichtsvoll in Sachen Lautstärke wohnen...vielleicht sitzt man dann doch irgendwie am längeren Hebel.

Hat jemand Tipps wie man mit solchen Nachbarn am besten umgeht? Mittlerweile bin ich v.a. in der Prüfungsphase auf Ohropax umgestiegen...

Besten Dank!

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u/AnthraxX97 — 1 day ago