u/Asleep-Elephant-4277

PKV als Angesteller mit Kinderwunsch - jetzt noch schnell in die PKV wechseln?

Hallo zusammen,

ich trete gerade einen neuen Job an und habe deswegen die Möglichkeit mich als Angesteller PKV zu versichern. Ich habe vor Jahren einen Optionstarif abgeschlossen und kann diesen nun aktiv schalten. Eine andere Versicherung wird kaum in Frage kommen, da ich im letzten Jahr mehrmals wegen Rückenschmerzen in Untersuchung war. Ich habe nur JETZT die Möglichkeit zu wechseln und ich kann mich einfach nicht entscheiden.

Zu mir: Ich bin m, 34 Jahre alt und möchte unbedingt Kinder. Ich stelle mir derzeit 2-3 Kinder vor. Ich werde mittelfristig aufs Land ziehen und dort ist die ärztliche Versorgung schlecht. Ich wollte eigentlich immer in die PKV, aber gerade vor dem Hinblick der Kosten für die Kinder scheue ich mich.

3 Kinder: Wenn alle versicherten Personen zum Arzt gehen, über 700 Euro im Monat über der GKV(stand jetzt).

2 Kinder: Bei 2 Kindern etwa 440 Euro über GKV.

Bei der Kostenaufstellung rechne ich meine Zusatzversicherungen in der GKV und die der Kinder gegen und käme dann noch auf etwa 200 (300 mit BET) Euro extra im Monat bei 2 Kindern. Wenn niemand zum Arzt geht wäre es etwa plus minus 0 (100 mit BET).

Als Vorsorge für das Alter würde ich einen Beitragsentlastungstarif (BET) dazu wählen, der die volle Höhe des AG Zuschusses ausschöpft bis das die Kinder da sind, danach 100 Euro bei 2 Kindern. Bei 3 werde ich wohl drauf verzichten müssen.

Was mich an der PKV stört: Beitragssteigerungen auch vor der Rente sind nicht kalkulierbar und können die bereits hohe Belastung noch weiter erhöhen. Man muss sich ggf. mit der Versicherung und dem Arzt darum streiten welche Leistungen durchgeführt oder als Vorsorgeleistung gilt. Auch hier bleibt man auf gewissen Kosten sitzen.

Alternative:

Weiter GKV mit Zusatztarifen für mich Stationär (Chefarzt und Zweibettzimmer) und Zahn und für die Kinder Ambulant und Stationär (wie PKV). Aus meiner bisherigen Erfahrung habe ich keine größeren Probleme in der Großstadt bei den Facharztbesuchen (Wie sieht das in 30 Jahren aus?!). Falls etwas dringendes ansteht wird das im Zweifel als Selbstzahler bezahlt.

Was mich bei der GKV stört:

Sie ist offensichtlich nicht durchfinanziert und politischer Spielball. Als gutverdienender Angestellter wird man wahrscheinlich zunehmend stärker belastet. Ich habe hier schlichtweg die Befürchtung dass das System in den kommenden Jahren massiv kollabieren wird und die PKV jetzt noch die rettende Insel ist. Obwohl man für die GKV die Cashcow ist wird man wie ein Esel behandelt. Auf dem Land bekommt man in der GKV in meiner Region nicht die besten Ärzte. Insbesondere bei ambulanten chronischen Behandlungen sehe ich deutliche Nachteile bei der GKV vor allem mit der Perspektive für die nächsten 30 Jahre.

Ich finde es super schwer eine Entscheidung zu treffen, die auch noch in 30 Jahren richtig ist. Was meint ihr? Was würdet ihr machen? Vielen Dank!

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u/Asleep-Elephant-4277 — 11 days ago