
u/Birkenrinde1867

Zum falschen Bewusstsein und der Psychologie des bürgerlichen Individuums
Linke Parteien und ihre Entwicklung zur Regierungsfähigkeit
Wikipedia-Artikel: "Das Kapital"
Was haltet ihr vom Artikel auf Wikipedia zu "Das Kapital" von Karl Marx?
Lenin, der Spießer!
Bundesstiftung Aufarbeitung:
Lenin hatte wenig Interesse an Frauen, Genuss war ihm fremd, ein "fanatischer Leser" und schrecklicher Naturliebhaber!! Was ein schlechter Mensch mit so einem Privatleben! Da weiß man, was man vom Kommunismus zu halten hat.
Ebenso Bundesstiftung Aufarbeitung:
Marx war privat ein Lebemann, ein Hedonist!, der Genusssucht verfallen, liebte Dramen und Romane lesen!! (statt Netflix schauen, wie normale Leute), Essen, Bier, Wein, Rauchen und Sex. Sogar ne Affäre hatte er und sich totgeraucht und ständig geforscht und geschrieben! So ein lasterhafter Mensch. Da weiß man, was man vom Kommunismus zu halten hat.
🫠
#Argumentumadhominem #Propaganda #Dummerscheiß
Kritik des AfD-Programms
Aus aktuellem Anlass: Gute Podcast-Episode von 99zuEins mit Henry von den GKN aus dem Jahr 2023.
Was will die Alternative für Deutschland?
Ist sie faschistisch?
Welche Urteile über Politik und Wirtschaft, über Deutschland und die Welt, stecken in ihrem Programm?
Sind sie richtig?
Und falls nicht, warum nicht?
Spaß mit Religion
In den Kommentaren ein paar lustige Bildchen, Memes, etc. zu Christentum&Co.
GSP-Diskussionsvorträge
Hallo zusammen,
da hier kürzlich nach Vorträgen vom GegenStandpunkt gefragt wurde, teile ich hier eine Liste dazu. Ich habe alle tagespolitischen Videos, alle zu dieser oder jener Reform, zu einzelnen Ländern und zu diesem oder jenem Krieg/Konflikt/Machtwechsel/Anschlag auf dem Globus weggelassen und versucht nur Videos zu ganz, ganz grundsätzlichen Themen, wie Lohnarbeit, Kapital, Volk, Staat, Ideologien, usw., aufzulisten. Die Liste ist natürlich trotzdem eine Auswahl und nicht vollständig, aber vielleicht dennoch nützlich. Zwei Links sind nur vorgelesene Artikel, zu denen es keine Veranstaltung gab, zwei Links sind Interviews und einer eine Radiosendung. Der Rest waren "Teach-in"s bzw. öffentliche Veranstaltungen mit Vortrag und Diskussion zwischen den 70ern und heute.
xxxxxx
Arbeit und Reichtum
https://youtu.be/laRIpaUnNno?is=J9UfG6TegxhAW4QS
Marktwirtschaft und Planwirtschaft
https://youtu.be/\_Ax0ZIWPLJ4?is=hB9pVoae-8AEAFms
Lohnarbeit, Arbeiterklasse, Sozialstaat, Kampf um Rechte
https://youtu.be/HzYJV8p2KPU?is=Ol62H01qITM8mF9j
Das Proletariat
https://youtu.be/3hHLxd0nVFA?is=U9rm6ay6OeAV685O
Kapitalismus
https://youtu.be/dS5grOcj85c?is=yypoNbNALY72ogy-
Einführung in "Das Kapital" von Marx
https://youtu.be/jVVNVwcWlic?is=SMqbJBgBtvOyExwh
Kritik der Volkswirtschaftslehre
https://youtu.be/ZJwU9IiZ\_j4?is=5lQodqumyD3O4Htk
Einkommensunterschiede
https://youtu.be/dkDUB2NzJG8?is=qs5r62iBw2GiGmqW
Wer verdient warum wie viel?
https://youtu.be/LxztWnJzTNk?is=nINtZ4JUz0csYWMn
Gewerkschaften / DGB
https://youtu.be/0QgTyWmyLqs?is=\_V5EMF84VegiGlDa
Das Elend des gewerkschaftlichen Kampfes um Arbeitsplätze
https://youtu.be/NMVoc7r7bBw?is=gGubxsCMLsOpPCI\_
Die Wohnungsfrage im Kapitalismus
https://youtu.be/XNIdZdjnLQc?is=HP0QbpLl1YbZ0Ovv
Zur Lage der arbeitenden Klasse in Deutschland
https://youtu.be/IV\_vhG6q4d4?is=KsZcuxGFGSwQcoUs
Das Geld 1
https://youtu.be/1NkeWY\_s0l8?is=UhUQNtvlfFAqgQj\_
Das Geld 2
https://youtu.be/g\_h6H\_3pgJY?is=EKbV6sNH-syQ\_8OD
Das Finanzkapital
https://youtu.be/btOh9T9q9CY?is=XPiyifDeC8dK2Ah6
Konkurrenz
https://youtu.be/ESeEcrw0ln0?is=idgSWqJgcdOaHnyX
Oktoberrevolution 1917 und Sowjetunion
https://youtu.be/CLBXLg-XyQQ?is=9-KP0LL7Ulu-SEpA
Die DDR-Ökonomie
https://youtu.be/\_MlC5qRbBRc?is=Cs7-dz6F66qNcOMW
Marxismus - Anpassungslehre oder Kritik?
https://youtu.be/y29YiYTqYvM?is=aP2Z4OCOMnkT4QhQ
Kritik der Politologie
https://youtu.be/9ondyxBzYxc?is=INmy5a-L7Wx7AP0e
Grundprinzipien des bürgerlichen Staates:
Freiheit, Gleichheit und Eigentum
https://youtu.be/sqJWtfS8GeY?is=votyxuRj8vOxKsBt
Der bürgerliche Staat
https://youtu.be/vKd9M7nDhgo?is=Dh6SLVTYybHh8MD3
Das Recht 1 - Wer oder was herrscht, wenn das Recht herrscht?
https://youtu.be/6W9LygeKsUk?is=sd-pnYHzHbZiQjcx
Das Recht 2 - Die Rechtspflege
https://youtu.be/5692nVc5lT8?is=d0vnl8t3UyzrwYTd
Wirtschaft und Politik
https://youtu.be/xv00tZUqftg?is=cBZQ1N8ICtagTm1v
Demokratie - Die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft
https://www.youtube.com/live/CGO6kM2hIy4?is=hcvFGr0q4cJOvEWV
Wählen ist verkehrt!?!
https://youtu.be/eG9-rWmkV7s?is=aQmimc0xRCiDwpEl
Die Kunst politischer Selbstdarstellung - am Fall Gutenberg
https://youtu.be/Msc8CktpYhI?is=FFz-nrWhqeS8Dm0K
Beruf Polizist
https://youtu.be/L4xc2Vwsfvs?is=M4ncJiAVhahIKNdR
Staatsschulden
https://youtu.be/j-pVuWf2hFA?is=ZTUcFGyZ2-8c4AD2
Imperialismus heute - Weltmarkt und Weltmacht 1
https://youtu.be/-xV7\_sYJ95I?is=Pandqx1JO3jaKkep
Imperialismus heute - Weltmarkt und Weltmacht 2
https://youtu.be/JlHNeGyXM5E?is=RJrkL0fEh6IntQ7B
Krieg und Frieden
https://youtu.be/LHuEMjazY8c?is=7TWOY15t0ABM9R94
Krieg - Blutige Lektionen über den Segen staatlicher Souveränität
https://youtu.be/XkUTylvAppY?is=M6iE5YN10B2Z44Iv
Das Völkerrecht
https://www.youtube.com/live/n6nav6idayE?is=mELw9aMkBjXGK-xH
Menschenrechte
https://youtu.be/ZRsmuBlwDME?is=CdOeuiEv798tW6Co
Pazifismus
https://youtu.be/CKiXecR3Gzk?is=cw6dajYg7yMQoFQG
Kritik des Nationalismus
https://youtu.be/tzNk\_0hmHjg?is=W-1mHlRGSYXRBPgu
Das Volk - eine furchtbare Abstraktion
https://youtu.be/D33alx3NbMk?is=tgk-WkzPnNWRUlXl
Der Faschismus und seine Gegner
https://youtu.be/bmJLW00cIQg?is=wJpw2ONy7DQPvTnl
Antisemitismus
https://youtu.be/nGJp7dJMjM0?is=Wtp6\_n\_t4hGxBYvb
Rassismus
https://youtu.be/liG-OfxTz50?is=r0hHXXKe-k8Dv1Kz
Integration
https://youtu.be/eP582-bXvMM?is=4a0cPbKD\_TBc4KxG
Die "Brandmauer"
https://www.youtube.com/live/hdF8cqOIW2Q?is=8WZyRGmES44wFJBz
Schule im Kapitalismus
https://youtu.be/yO6l9gSTH24?is=haHXBIJYEgiyUT9-
Kritik der Pädagogik
https://youtu.be/Q74tKKyBtxw?is=2Xyy1rH9UczGXN1I
Erziehung
https://youtu.be/Gv0Q-8EvI3s?is=nZgpXyTzwcJoW2Nd
Gesundheit - Ein Gut und sein Preis
https://youtu.be/i-\_O6nCujCU?is=yvrh0ZFSy0nDEoZ1
Demografischer Wandel
https://youtu.be/zu\_Eos3WO8g?is=mcqnStX3JWTCKu3v
Klimawandel
https://youtu.be/pJsnoR48730?is=BhvnDb2DbKabco5s
Fair Trade
https://youtu.be/HWPxWTlwSQw?is=QSbvXoGjVNVkn5rh
Kritik der Soziologie
https://youtu.be/wYz-zY4YshU?is=ieGUOQXm6R1U8wiz
Kritik der Geschichtswissenschaft
https://youtu.be/G28h4oasAxM?is=W98WHF9JREcvcppC
Kritik der Religion - Glaube und Herrschaft
https://youtu.be/RmQEanZoBZE?is=qPKVG1--RcUFTUSZ
Kritik der Philosophie
https://youtu.be/\_a1nESbq8lU?is=iFvEr0v-OJ9vDOBP
Frankfurter Schule - Die Kritische Theorie
https://youtu.be/zEAx4oNSFZI?is=6EKrd64Joxj6DLZS
Hegel
https://youtu.be/5NLroVikEnI?is=Iuflv4JtrwVx9uoZ
Formale Logik
https://youtu.be/GRpqswVzAog?is=GZ3i7J0RlAVQNhss
Kritik - Wie geht das?
https://youtu.be/EDh0XbGGo5s?is=MSY-4KPlOQ6sQuvV
Was ist Moral?
https://youtu.be/GmTJ-MMrdsM?is=XuWns0vjW2XVX0UG
Gerechtigkeit
https://youtu.be/DAyIC7mnzBE?is=EQUr1-xHKpBpN1hJ
Die Frauenfrage
https://youtu.be/PzZ6mJVKlBc?is=waCLQf9gvFYhEZin
Die Frau im Kapitalismus
https://youtu.be/x-qb30mb4i4?is=9nspTtkfg3tcyJA7
Liebe, Ehe, Familie
https://youtu.be/j93sqC7QXV0?is=gjlBk9PBWWn4L6-D
Sex, Liebe, Familie
https://youtu.be/eRVlPhX0wgg?is=F6L4aDjJi9zeGIty
Die Psychologie des bürgerlichen Individuums
https://youtu.be/i3UHCISnXCY?is=APJ5RFRY8YEOFTBe
Kritik der Psychologie - Das moderne Opium des Volkes
https://www.youtube.com/live/E3Jo9vPtFtQ?is=P78PgVq0tAGPXCI9
Weihnachten
https://youtu.be/ha5vYxZiblU?is=yyiTRuZIlgK1XgGs
Dichtung (wollt ihr ja lieber... :P )
Zum Witz: Warum Duschen unmarxistisch ist
Neulich postete jemand einen Witz:
>Warum Duschen gegen den Marxismus verstößt:
>1. Man muss kapitalistische Produkte (z.B Shampoo, Duschgel, Haarspülung usw.) kaufen, nur damit man duschen kann. Dieses Konsumismus passt perfekt zur Bourgeoisie.
>2. Es ist ein Warenfetisch (auch in Das Kapital erwähnt). Hygiene wird eher als ein Symbol des sozialen Status gesehen, nicht als Muss.
>3. Der Prolet wird vom Klassenkampf abgelenkt. Statt sich darüber Sorgen zu machen, wie es den Arbeitern gehen wird, macht sich der Prolet eher um Hygiene Sorgen. Das ist komplett unnötig und verschwendet nur Zeit.
>4. Man normalisiert die Normen der Herrschenden. Durch Sachen wie Werbungen wollen sie uns zwingen, täglich zu duschen, nur damit wenig Theorie gelesen wird und die Herrschenden uns kontrollieren.
>[SchokoEierGeil](https://www.gutefrage.net/diskussion/warum-duschen-gegen-den-marxismus-verstoesst)
Naja, humormäßig eher ein Schenkelklopfer bzw. Sparwitz, bzw. nichtmal das, der wohl das Bild vom linksgrünversifften Weltverbesserer aufgreift, aber damit das Posting nicht ganz umsonst war, wollte ich auf ein paar Fehlurteile aufmerken, die der OP offenbar über Marxismus und die kapitalistische Produktionsweise hat und paar Denkanstöße geben:
>1. Man muss kapitalistische Produkte (z.B Shampoo, Duschgel, Haarspülung usw.) kaufen, nur damit man duschen kann. Dieses Konsumismus passt perfekt zur Bourgeoisie.
Die Kritik an der Ware und Warenproduktion ist doch nicht, dass so viel Konsum oder übertriebener Konsum ("Konsumismus") zustandekommt, sondern das genaue Gegenteil. Dass Shampoo, Duschgel, Haarspülung, Dusche, warmes Wasser, usw. Ware sind, also einen Preis haben, also Geld kosten, ist doch der Mist. Die sind nämlich Privateigentum und werden nur veräußert, wenn bezahlt wird.
Sodass manche sogar am Duschen sparen, damit das Geld übern Monat reicht. Oder wie meine Nachbarin, eine Rentnerin in "Alterarmut", die im Schwimmbad duscht, um ihre Jahreskarte gegenzufinanzieren. Nun ist in Deutschland Duschen noch für die allermeisten erschwinglich, aber es ist eben ein Kostenfaktor von vielen (neben Miete, Nahrung, Kleidung, Windeln, Auto, usw.) und am Monatsende ist das Konto bei vielen ziemlich leer. Diejenigen, die all die Gebrauchswerte, also Güter herstellen, müssen schauen, was sie sich davon leisten können.
Im Kapitalismus wird eben nicht produziert, damit die Leute die Produkte haben, sondern um ihnen mit jenen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Und was sie in der Tasche haben, ist bei den meisten ziemlich begrenzt, denn ihr Lebensunterhalt ist Lohn und Lohn ist ein Kostenfaktor der Produktion. Die Lohnkosten gilt es gering zu halten, damit möglichst viel Gewinn rauskommt.
Deshalb kennt ja jeder von Unternehmen das Ziel der "Gewinnmaximierung" bzw. "Profitmaximierung", aber man hört nie von "Lohnmaximierung" oder " "Personalkostenmaximierung".
Der Lebensunterhalt der Arbeiterklasse ist eben nicht Zweck der kapitalistischen Produktion, sondern Mittel der Profitmacherei.
Der Zweck dieser Produktionsweise ist eben nicht die bestmögliche Versorgung aller zur Bedürfnisbefriedigung, sondern aus Geld mehr Geld zu machen. Und dieser Zweck ist end-, grenzen- und maßlos. Da gibt's keine Grenze und kein Maß: Es gibt nie "genug Gewinn" oder "zu viel Gewinn".
Denn die Geldvermehrung findet auch nicht statt, um den unglaublichen Luxuskonsum der Kapitalisten zu finanzieren - der fällt dann quasi nebenbei ab - sondern um immer noch mehr Geld zu investieren, damit immer noch mehr Geld aufgehäuft wird (endlos = hat kein Ende).
Was da in Wahrheit aufgehäuft wird und dazu dient, immer noch mehr aufzuhäufen, ist "Mehrarbeit", also unbezahlte Arbeitszeit. Die Kapitalisten kaufen Arbeitskraft mit Lohn, aber die Arbeitskraft kann länger eingesetzt werden als zu ihrer Reproduktion nötig, also mehr Wert schaffen (Mehrwert) als sie kostet (Ausbeutung).
>2. Es ist ein Warenfetisch (auch in Das Kapital erwähnt). Hygiene wird eher als ein Symbol des sozialen Status gesehen, nicht als Muss.
Hier liegt ein völlig falsches Verständnis vom Warenfetisch vor. Was der Marx damals "Warenfetisch" nannte, hat nichts mit sozialem Status zu tun, den man mit teuren Sachen zur Schau stellt oder vorspielt. Es hat auch nichts mit "Markenfetisch" zu tun (ich kauf nur Apple oder Coca Cola), "Konsumwahn" oder mit einer Obsession für käufliche Dinge.
Solche Wortbedeutungen gehen auf Freud zurück. Als Karl Marx "Das Kapital" schrieb, hatte Sigmund Freud noch nichts von Fetisch und Fetischismus geschrieben. Der Sigmund Freud schrieb erstmals im Jahr 1905 in seinem Werk "Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie" über sexuellen Fetisch und Fetischismus als sexuelle Abweichung. Seine Schrift "Fetischismus" verfasste er erst im Jahr 1927, wo er den Fetisch als unbewussten Ersatz für den mütterlichen Phallus bestimmte.
Zu Marx' Zeit war "Fetisch" ein Begriff aus der Ethnologie und Religionswissenschaft. Europäische Händler, Missionare, usw. brachten das Wort im 16. und 17. Jahrhundert von der westafrikanischen Küste mit. Im 18. Jahrhundert machte der französische Philosoph Charles de Brosses den Begriff in Europa als vermeintliche Urform von Religion populär. Im 19. Jahrhundert wurde er von Vordenkern wie Auguste Comte oder späteren Ethnologen intensiv genutzt, um den - angeblich „primitiven“ - Glauben an beseelte Gegenstände bei außereuropäischen Völkern zu beschreiben. Es ging um den Glauben an Geister, Götter oder übernatürliche Mächte, die in bestimmten Gegenständen wohnen und deren Verehrung als heilige Objekte. (Im weiteren Sinne manchmal auch um Götter-Idole, Totems, Talismane, Schutzamullete, usw.)
Das Wort "Fetisch" hatte damals explizit und überdeutlich eine abwertende Bedeutung. (So ähnlich wie heute manche Muslime über vorislamische Araber oder indigene Ethnien sagen: "Haha, die beten Steine, Bäume, Flüsse, Donner, Sonne und Mond an! Wie dumm!! Haha")
Ethnologen und Religionswissenschaftler des 19. Jahrhunderts machten sich regelrecht lustig über den dumm-primitiven Glauben im Vergleich mit der aufgeklärt-rationalen modernen Zivilisation der weißen "Rasse" in Europa.
Marx kannte das Wort in dieser, zu seiner Zeit üblichen Bedeutung: Primitive 'Naturvölker' verleihen Sachen eine Macht über sich und werden dementsprechend von ihnen beherrscht.
Wenn Marx also bei der wissenschaftlichen Erklärung der bürgerlichen Gesellschaft von "Fetisch", "Mystifikation", usw. schrieb, war das damals quasi skandalös, weil es dem stolzen Selbstbild dieser Gesellschaft als zivilisiert, aufgeklärt und rational widersprach.
So viel vorab und nun zur Frage:
Was meinte Marx mit "Warenfetisch"?
Eine Ware ist ein Nutz- oder Gebrauchswert und hat einen Tauschwert.
Der Gebrauchswert ist kein Rätsel. Ein Stück Natur wird verarbeitet zu einem nützlichen Ding und seine Nützlichkeit hängt einerseits vom Bedürfnis ab, das es befriedigt und andererseits von seinen physikalischen, chemischen, technischen, usw. Eigenschaften die diese Bedürfnisbefriedigung ermöglichen.
Rätselhaft wird nur der Tauschwert und nur wenn man ihn erklären will: Wie kann eine Sache die Eigenschaft haben, den Zugriff auf andere Sachen zu ermöglichen? Marx nennt das auch "gespenstische Eigenschaft" der Waren, denn wie man die Ware auch dreht und wendet, ist der Tauschwert nicht zu entdecken.
Die Auflösung ist, dass der Tauschwert eine Beziehung, ein Verhältnis der Waren (die Privateigentum sind) zueinander ist, in welches sie im Tausch gesetzt werden und damit ein Verhältnis der konkreten Arbeiten (Produktionsverhältnis). Die Gleichsetzung im Tausch am Markt reduziert die unterschiedlichen individuellen konkreten Arbeiten auf durchschnittliche gesellschaftliche abstrakte Arbeit.
Die voneinander unabhängigen Privatproduktionen werden am Markt vergesellschaftet zum Teil der Gesamtproduktion. Die gesellschaftliche Arbeitsteilung von getrennten, vereinzelten, voneinander unabhängigen Privatproduzenten muss irgendwie zur Nachfrage passen, aber es gibt keine Instanz und keinen gesellschaftlichen Gesamtplan, sodass die zum Bedarf proportionale Verteilung der Teilarbeiten nicht bewusst entschieden wird. Ob und wie viel die verausgabte Arbeit ( = Produktion) als Teilarbeit der gesellschaftlichen Gesamtarbeit zählt, erfährt man erst im Tausch am Markt - eben darüber, wie viel die Ware wert ist.
"Und die Form, worin sich diese proportionelle Verteilung der Arbeit durchsetzt in einem Gesellschaftszustand, worin der Zusammenhang der gesellschaftlichen Arbeit sich als Privataustausch der individuellen Arbeitsprodukte geltend macht, ist eben der Tauschwert dieser Produkte." (Marx)
Das gesellschaftliche Produktionsverhältnis "Wert" scheint eine Eigenschaft der Ware zu sein.
In einer warenproduzierenen Gesellschaft sind die ökonomisch-gesellschaftlichen Verhältnisse als Verhältnisse der Sachen vermittelt. Marx schreibt gesellschaftliche Verhältnisse der Sachen und sachliche Verhältnisse der Personen.
Durch das Handeln der Individuen erhalten die Sachen Macht über sie und sie sind existenziell anhängig von ihnen. Das ist der Warenfetisch und der scheint den Leuten ganz natürlich.
>3. Der Prolet wird vom Klassenkampf abgelenkt. Statt sich darüber Sorgen zu machen, wie es den Arbeitern gehen wird, macht sich der Prolet eher um Hygiene Sorgen. Das ist komplett unnötig und verschwendet nur Zeit.
Die Trennung von Prolet und Arbeitern ist unsinnig bzw. das mein im Wesentlichen dasselbe. Davon abgesehen: Ein Proletarier hat meistens Sorgen. Geldsorgen in zig Varianten (reicht das Geld, Schulden, erhöht der Vermieter die Miete, geht die Versicherung hoch, etc.), Sorgen um Karriere, Arbeitsplatzverlust, Stress, Überarbeitung, Mobbing, usw. am Arbeitsplatz, er muss mit der Freizeit, die ihm der Job lässt, zurechtkommen, die Kinder umsorgen, ob er bald an die Ostfront muss, usw. usw. usf.
Dass sich Arbeiter keine Sorgen um ihre Lage machen, darüber muss man sich keine machen.
Das Problem mit den Klassengenossen ist, wie sie sich das erklären, worüber sie sich Sorgen machen.
Da hört man vom "Versagen der Politik" zum Beispiel, was die gute Meinung von deren Zwecken und Zielen impliziert. Denn versagen kann man nur an Aufgaben und Zielen, die man auch hat.
Oder man hört von Missmanagement. Da dasselbe. Ganz so, als könnte es beispielsweise Massenentlassungen nur geben, wenn jemand was verbockt hat.
Oder man hört von der Gier der Investmentbanker.
Oder davon, dass Arbeiter meinen, sie wären, "selbst schuld" an ihrer schlechten Lage, weil sie dran glauben, ihres Glückes Schmied zu sein.
Oder irgendeine andere falsche Erklärung.
Ein Gedanke kommt nicht. Nämlich der, dass diese Gesellschaftsform und diese Produktionsweise vielleicht gar nicht für einen da sein könnte, sondern, dass man nur ihr Mittel sein könnte, dass man mit Lohn und Arbeit als Lohnarbeiter Mittel der Bereicherung anderer ist, also Mittel des Profits anderer und dass der eigene Lebensunterhalt für diese Profitrechnung die niedrigzuhaltenden Kosten sind, dass die Arbeit dementsprechend unschön und ungesund organisiert wird.
>4. Man normalisiert die Normen der Herrschenden. Durch Sachen wie Werbungen wollen sie uns zwingen, täglich zu duschen, nur damit wenig Theorie gelesen wird und die Herrschenden uns kontrollieren.
Nein, Werbung hat den Zweck, die Waren besser zu verkaufen als die Konkurrenten. Man hört da, dass Werbung lüge und da ist ja was dran. Es muss auch nicht gleich Lüge sein, obwohl das häufig vorkommt, aber öfter ist es eine Beschönigung. Man wirbt eben mit den Vorzügen des Produkts, übertreibt sie und lässt die Nachteile weg.
Würde es darum gehen, alle möglichst mit Gütern zur Bedürfnisbefriedigung zu versorgen, wäre Werbung absurd.
Dann wäre eine sachliche Produktinformation angesagt - so a la Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest - und es wäre der Anlass, Fehler und Schwächen des Produkts zukünftig zu vermeiden.
Dass es überhaupt Werbung gibt und dass sowas wie Stiftung Warentest, Verbraucherzentrale, Fass ohne Boden, usw. existieren und mit Unternehmen aneinandergeraten, zeugt davon, dass es den mittelbaren Herstellern nicht um den Gebrauchswert geht, sondern darum, aus Geld mehr Geld zu machen.
Der Gebrauchswert interessiert bloß als Mittel zu diesem Zweck. Und da ist Pferde-Lasagne genauso gut bzw. besser, solange es keiner merkt.
Und für die kleinen Geldbeutel ist qualitativ minderwertiges Billig-Produkt gerade richtig, um auch denen das Geld aus der Tasche zu ziehen, die wenig haben und sich mit "Preis-Leistungs-Verhältnissen" zufrieden geben müssen. Da macht der niedrige Preis die schlechte Leistung scheinbar wieder wett. Schmeckt scheiße, aber kostet dafür auch fast nix. Und so lässt man sich die Scheiße schmecken...
KPÖ Graz: Zukunftsinvestitionen für das Kapital
In Graz wird derzeit ein bestehendes Rechenzentrum des deutschen Unternehmens Nexspace erweitert. Auf dem Gelände an der Alten Poststraße entsteht ein dreistöckiger Neubau mit Platz für 240 zusätzliche Racks. Die IT-Kapazitäten des Rechenzentrums sollen damit verdoppelt werden, die Gesamtnutzfläche auf 1.400 Quadratmeter wachsen. Im August kommenden Jahres soll die Anlage betriebsbereit sein.
Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) begrüßt das Projekt ausdrücklich. Sie bezeichnet den Ausbau als „Zukunftsinvestition“ und als wichtigen Impuls für den Wirtschaftsstandort Graz. Insbesondere mittelständische Unternehmen sollen von der zusätzlichen Infrastruktur profitieren und Graz dadurch attraktiver werden.
Damit zeigt sich einmal mehr, welche Rolle die KPÖ inzwischen in der Verwaltung des österreichischen Kapitalismus übernommen hat. Wo früher die Sozialdemokratie den Anspruch erhob, die Interessen von Arbeiterinnen, Arbeitern und Kapital innerhalb des bestehenden Systems auszugleichen, tritt heute in Graz zunehmend die KPÖ an ihre Stelle. Soziale Maßnahmen und eine vergleichsweise großzügige individuelle Unterstützung werden mit einer ausgesprochen wirtschaftsfreundlichen Standortpolitik verbunden.
Differenzen zwischen ML und GSP
Ich wurde gebeten, diesen Kommentar hier zu reposten:
>Könnt ihr mal 5 Differenzen nennen, wo ML und GSP uneinig sind?
Ist schwierig, da MLer unterschiedliche Positionen vertreten. Aber paar Unterschiede zum GSP, die mir begegnet sind, kann ich zusammenfassen. Wie repräsentativ das für ML aktuell ist, weiß ich nicht.
- Werttheorie
Einige MLer nennen Marx' Werttheorie "Arbeitswertlehre" und fassen den Wert substanzialistisch auf. Er würde sozusagen in der Produktionsphäre geschaffen, durch die nachzählbaren Arbeitsstunden, und dann existieren, ganz gleich, ob die Produkte getauscht werden oder nicht. Dementsprechend gäbe es Wert immer, in jeder Produktionsweise - auch in der paläolithischen Wildbeutergemeinschaft oder im Kommunismus, weil ja immer Arbeitszeit für ein Produkt aufgewendet wird.
Die ersten drei Kapitel in K1 werden als historischer Abriss der Entstehung von Ware und Geld aufgefasst und als eine geschichtliche Phase/Epoche namens "einfache Warenproduktion".
Von "abstrakter Arbeit" oder "Warenfetisch" liest man dann meist nichts.
Der Werttheorie wird eigentlich keine Kritik am Wert, an Ware und Geld, entnommen, sondern mehr so als: So war es und ist es. Und: Die Arbeiter schaffen den Wert - was als dickes Plus verbucht wird. Darf man "stolz" sein, aber "ungerecht", dass die Kapitalisten im nächsten Kapitel den Mehrwert "wegnehmen".
Die verschiedenen Fassungen von "Das Wertgesetz nicht außer Acht lassen", "Das Wertgesetz bewusst anwenden", usw. in Sowjetunion, DDR und China kritisieren sie nicht, machen sie nichtmal stutzig. Stalin kritisieren sie nicht dafür und DDR-Ökonomen ebenso nicht. Manche distanzieren sich dann in der Diskussion und meinen, das sei gar nicht ML. Was ist denn ML, wenn nicht die staatsoffiziellen Lehrmeinungen in Sowjetunion und DDR?
- Konkurrenz- und Monopolkapitalismus
Es gibt MLer, die sagen, dass der Marx in 'Das Kapital' den Konkurrenzkapitalismus erklärte, aber nun Monopolkapitalismus herrsche. Im Monopolkapitalismus gelte das Wertgesetz nicht mehr, kein freier Markt mehr, usw. (Was Punkt 1 widerspricht, dass das Wertgesetz sogar im Sozialismus gelte oder anwendbar sei...)
- Kapitalismus als verhinderter Wohltäter
Es gibt viele MLer, die sagen, dass der Kapitalismus unfähig sei, die Menschheitsprobleme zu lösen.
- Historisches Lob des Kapitalismus
Es gibt MLer, die den Kapitalismus in mehrfacher Hinsicht gut finden: Der hat die vorbürgerlichen Produktionsweisen global zerstört, die Produktivkräfte enorm gesteigert, enormen Reichtum geschaffen, die Arbeiterklasse hervorgebracht und den Kommunismus ermöglicht.
- Verteilungskritik statt Kapitalismuskritik
Es gibt MLer, die meinen, der Kapitalismus sei in Sachen Produktion an sich gut, aber auf Seiten der Verteilung schlecht. Dagegen wie der Reichtum produziert wird, lasse sich nichts sagen - im Gegenteil -, aber dass der Reichtum dann so ungleich verteilt würde, sei das Problem. Der Staat könne aber für eine gleichere, gerechtere Verteilung sorgen, indem der umverteilt, allerdings tue das der Staat der Bourgeoisie nur unter Druck der Arbeiterklasse und das bleibe sehr einge- und beschränkt. Ein sozial gerechterer, also sozialistischer Staat der Arbeiter könne dann gerecht den Reichtum bzw. die Konsumgüter verteilen.
- Kapitalismus fehlt Verstaatlichung
Es gibt MLer, die Markt, Ware, Geld, Preis, Kapital, Lohn, Kredit, Miete, usw. "an sich" gut finden, aber die Bourgeoisie sei das Problem. Man müsse "nur" diese Klasse entmachten, die Anarchie der Produktion beenden und das alles verstaatlichen.
- Geschichtsdeterminismus bzw. -teleologie
Es gibt MLer, die als HistoMat die Menschheitsgeschichte als vorbestimmt durch die Produktivkraftentwicklung behaupten, wobei da eine feste Stufenleiter von "Urkommunismus - Sklavenhaltergesellschaft - Feudalismus - Kapitalismus - Sozialismus - Kommunismus" im Drehbuch steht. Die Produktivkräfte müssten ab einem gewissen Punkt mit den Produktionsverhältnissen in Widerspruch geraten, was dann automatisch zur Revolution und zur nächsten Produktionsweise führe. Der Kapitalismus sei erstmal eine gute Sache, hatte seine "Berechtigung", weil ein Fortschritt gegenüber dem Feudalismus, tolle Produktivkraftssteigerung und die notwendige Vorstufe zum Sozialismus, aber nun sei seine Zeit vorbei, er "verfaule" und der Sozialismus kommt.
- Moral und moralische Kapitalismuskritik
Manche MLer vertreten den Standpunkt, dass die Gier und Skrupellosigkeit der Kapitalisten (und korrupten Politiker) der Grund für Überarbeitung, Armut, Elend, usw. sind. Für sich und die Arbeiterklasse beanspruchen sie jede Menge Anstand und die moralisch richtige Seite der Geschichte.
- Kapitalismus sei ungerecht
Es gibt MLer deren Kapitalismuskritik lautet, dass der ungerecht sei. Manche MLer machen daraus eine Systemkritik. Allerdings eine, die dann eine Alternative anstrebt, in der dann jeder bekommt, was er verdient bzw. ihm zusteht - wo dann oft eine (sozial) gerechte Herrschaft gewünscht wird. Da gibt's dann den Gedanken "Wir Arbeiter schaffen doch den ganzen Reichtum, also verdienen (!) wir was besseres."
- Der bürgerliche Staat - Verwechslung von Staat und Kapital
Es gibt MLer, die den bürgerlichen Staat so erklären, dass da Politiker von Kapitalisten (Monopolen) gekauft oder Politiker selbst Kapitalisten sind. Der Staat sei die politische Herrschaft der einzelnen Kapitalisten. Daher werden so gerne Korruptionsfälle ausgebreitet oder personelle Verflechtungen von Politik und Wirtschaft.
- Patriotismus bzw. Nationalismus
Viele MLer finden Patriotismus bzw. Nationalismus gut.
- Krieg als Mittel des Geschäfts
Es gibt MLer, die die Kriege stets als Raubzüge erklären. Also die Bourgeoisie des einen Landes würde in ein anderes Militär schicken, um dort Rohstoffe zu nehmen.
Oder Krieg sei bloß dazu da, die Rüstungsindustrie zu bereichern.
- Ablehnung von Religionskritik
Ich hatte schon mit MLern zu tun, die meinten, die Religion solle man nicht kritisieren, sondern stattdessen den Leuten ihren Glauben lassen und die gesellschaftlichen Verhältnisse ändern. Der Gedanke ist: Wenn die Arbeiter das "Opium des Volkes" in ihrer scheiß Lage brauchen, könne man ihnen doch nicht das bisschen Trost nehmen. Außerdem hätten die Religionen doch auch 'fortschrittliche' Elemente und wer die ganz und gar ablehnt, vertue sich da ne Chance Leute für den Kommunismus zu gewinnen.
- Sozialismuswerbung statt Kapitalismuskritik
Viele MLer verbreiten nicht Kapitalismuskritik, sondern werben für eine sozialistische Alternative. Das ist eigentlich ein Systemvergleich zwischen dem Kapitalismus und einer sozialistischen Utopie. Oder der Kapitalismus wird mit dem historischen Realsozialismus verglichen, was zeigen soll, dass der Sozialismus besser ist.
- Marxismus als Weltanschauung
Viele MLer haben eine marxistisch-leninistische Weltanschauung. Lenin schrieb: "Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, sie gibt den Menschen eine einheitliche Weltanschauung"
Sie glauben daran, dass die ML-Lehre alles erklären würde. Man müsse die dialektisch materialistische Erkenntnismethode nutzen, (nur) dann könne man verstehen. Diese Methode ist dann eine Handvoll Vorurteile über den zu begreifenden Gegenstand, in die jener dann gepresst werden müsse.
- Standpunkttheorie und Klassenstandpunkt
Es gibt MLer, die behaupten, dass Erkenntnis von der ökonomischen Lage abhinge, also nur Arbeiter den Kapitalismus wirklich "durchschauen" könnten.
Oder es wird verlangt, dass die Theorie nicht objektiv sein dürfe, sondern Erkenntnis parteilich für das Proletariat hingebogen werden müsse. (In einer DDR-Schrift gehörte das zum "Klassenstandpunkt", den ein Wissenschaftler einnehmen sollte. Marx nannte sowas "gemein".)
- Autoritätsargumente und Personenkult
Manche MLer meinen es genüge, sich auf einen der marxistischen Klassiker zu berufen, damit das Argument als wahr gilt.
Da wird dann nicht darüber gestritten, wie es wirklich ist, sondern wie die Klassiker richtig ausgelegt werden. Und wenn's Marx oder Lenin gesagt haben, ist das Argument unbestreitbar.
Und MLer betreiben oft Personenkult und das wie eine Heiligenverehrung.
- Die antimonopolistische Strategie/Demokratie
Manche MLer, wohl hauptsächlich DKP, verfolgen eine antimonopolistische Strategie. Sie wollen ein Bündnis der Arbeiterklasse mit kleinen und mittelständischen Unternehmern gegen die Großkonzerne und Banken - bzw. deren Verschmelzung. Einerseits als soziale Bewegung und andererseits als reformistisches Regierungsbündnis (antimonopolistische Demokratie).
Ok, sind mehr als 5 Differenzen. 🤐
Wert (Geld) als Zweck der Produktion
Zweck der kapitalistischen Produktion ist nicht das Produkt, nicht der produzierte Gebrauchswert (Gut, nützliches Ding zur Bedürfnisbefriedigung). Den möchte das Unternehmen auch gar nicht selbst konsumieren und er interessiert nur insofern und soweit er notwendig ist, dass andere ihn kaufen. Was interessiert, ist der Wert des Produktes, also wie viel man dafür im Verkauf bekommt.
Der Zweck kapitalistischer Warenproduktion ist Geld - und zwar mehr Geld als diese Produktion kostet. Geld (Wert) ist die gesellschaftliche Privatmacht, Zugriffsmacht auf bzw. Verfügungsmacht über den Güterreichtum - und Kommandomacht über die Produktion selbst. Es geht nur darum, diese Macht aufzuhäufen, sie einzusetzen, um immer mehr davon aufzuhäufen und dieser Zweck ist prinzipiell grenzenlos, maßlos und endlos.