r/KommunismusDE
Frage zum Widerspruch in der Betrachtung der RUS-UA und Palästina-Israel Konflikte.
Ich habe meine Antwort: Es funktioniert indem man den Ukrainern einfach ihren Opferstatus abspricht und die Taten Russlands leugnet. Ich hatte echt gehofft es wäre was anderes gewesen.
Eddit: ich brauche nicht die 10te Erklärung dass man in einem Fall solidarisch mit einer Gruppe ist die an einem Ethnostaat leidet und das andere ein Staat ist. Offensichtlich ist die Ukraine bereits ein Staat, der sich mit staatlichen Mitteln wehrt und Palästiner noch nicht und die Hamas eine Terrororganisation, die sich mit den Mitteln einer Terrororganisation die teilweise staatliche Autorität besitzt betätigt. Aber es kann ja kaum das Argument sein dass die Palästinenser in der Sekunde ihre Unterstützung für ihren Staat verlieren in der sie ihn haben, oder die Ukrainer ihren erst verlieren müssen damit sie sich dann ohne die Mittel eines Staats dran machen können ihn für sich wiederzuerkämpfen. Dann müsste Israel nur die Staatsgründung Palästiner zulassen und könnte auf diesen dann mit voller Gewalt drauf und Wehe der Staat geführt von wem auch immer würde seine Bürger dann mit den Mitteln eines Staats zwingen sich gegen Israel zu wehren. Auch gilt: Wenn Israel ein Ethnostaat ist so ist es Russland auch. Die Ukraine zwingt teilweise ihre Bürger zum Kampf aber das tut die Hamas ebenfalls. Wenn Isreal eine Genozid durchführt so tut es Russland aber erwiesenermaßen ebenfalls. Diese Argumentation ist nur eine die das Leid der einen Partei nicht anerkennen will und keine logische Erklärung für die Differenzierung.
Ich verstehe mich als am Kommunismus interessiert, aber nicht als Kommunist, das vorweg.
Ich habe zu beiden Konflikten eine eigene Auffassung, aber ich kann durchaus nachvollziehen wenn jemand in einem in sich schlüssigen Weltbild zu anderen Auffassung kommt. Das heißt nicht dass ich die dann gut oder clever finde, aber das ist was anderes. Was ich nicht verstehe ist wenn man in seinem eigenen Weltbild so komplett inkonsisten ist.
Ich möchte kurz meine Wahrnehmung, ohne eine Wertung der Position beschreiben.
Im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern wird den Palästinensern zugestanden sich mit äußerster Gewalt gegen die Besatzungsmacht zu wehren. Es finden sich besonders in Subs wie diesem Menschen die wirklich jede Tat rechtfertigen und (wie vor ein paar Stunden) sogar den Versuch sich dagegen zu wehren kriminalisieren. Die äußerst Islamistische Hamas, ihre Unterdrückung der Zivilbevölkerung und ihr religiöser Fanatismus werden als legitime Gegenwehr angesehen oder eben als "einzige existierende" Gegenwehr legitimiert. Die tausenden Toten und auch jeder weitere wird mit dem Ziel eines freien Palästiner gerechtfertigt. Der offene Nationalismus wird Befreiung Nationalismus genannt und als solcher von der Kritik an Nationalstaaten den es hier sonst gibt ausgespart.
Aber die gleichen Menschen verlangen von der Ukraine ihr Gebiet aufzugeben damit doch nur das sterben endet. Sie gestehen den Ukrainern nicht zu für ihren Nationalstaat zu verteidigen, sondern behaupten man würde ausschließlich für die Regierung und Kapitalinteressen kämpfen. Man führt Asow in die Argumentation weil sie zumindest mal Nazis waren. Hier gilt nicht dass es eben ein Widerstand gegen Besetzer ist (2014 Abspaltung Luhansk und Donezk + Annektion Krim). Wir wissen was in der Ukraine in besetzten Gebieten mit der Bevölkerung passiert und wir wissen um den Rassismus zwischen Groß-, Klein- und Belarusen.
Man erwartet dass die Ukrainer sich wieder in die Besatzung und Unterdrückung begeben aus der man den Palästinensern in der eigenen Wahrnehmung helfen will.
Der einzige wirkliche Unterschied ist doch dass die Ukrainer ihren Nationalstaat schon in den 90er Jahren bekommen haben und die Palästinensern ihn noch wollen.
Wieso diese Ungleichbehandlung? Was genau habe ich übersehen dass einem gleichzeitig beide Positionen einnehmen lässt ohne an der eigenen Inkonsequentz zu verzweifeln?
Zionists don't have a Right to Self-Defense.
Koloniale Abhängigkeit und Feindschaft zum Westen [99zuEins ft. Peter Fox]
Warum steigen Staaten, die in der kapitalistischen Konkurrenz ständig verlieren, nicht einfach aus und haben zwar kein tolles BIP und viele ADI´s, aber wenigstens sowas wie eine halbwegs funktionierene Gesundheitsversorgung? Koloniale Abhängigkeiten verschwinden nicht automatisch mit der formellen politischen Unabhängigkeit. Wer versucht, Ressourcen der eigenen Bevölkerung zu entziehen, zu nationalisieren oder einen anderen Entwicklungsweg einzuschlagen, gerät schnell in Konflikt mit den mächtigen Staaten der Weltordnung. Über Kompradoren-Eliten, Neokolonialismus, Thomas Sankara, Gaddafi – und die Frage, wie viel Freiheit schwächere Staaten eigentlich wirklich haben. Peter Fox & 99zuEins
Deutschland hilft beim Öko -Kolonialismus kräftig mit...
natürlich um unseren Wohlstand zu sichern...
Fortschritt und Entdeckung im Kapitalismus vs. Kommunismus
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Natur und der Kapitalismus für Dummies
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quelle: Wie schlimm ist DIGGER wirklich? Kritik & Analyse
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Anti-Antisemitismus
Der „Anti-Antisemitismus“ folgt einem bestimmten Interesse und hat einen rationalen Gehalt. Warum dieses Interesse dennoch in dem Wahn münden muss, wie er sich grad gegen @dielinke richtet 👆 Die ganze Episode gibt es auf dem YouTube-Kanal von 99zuEins und als Podcast!
Ausbeutung
Die verschleierte Ausbeutung
"Obgleich nur ein Teil des Tagewerks des Arbeiters aus bezahlter, der andre dagegen aus unbezahlter Arbeit besteht und gerade diese unbezahlte oder Mehrarbeit den Fonds konstituiert, woraus der Mehrwert oder Profit sich bildet, hat es den Anschein, als ob die ganze Arbeit aus bezahlter Arbeit bestünde.
Dieser täuschende Schein ist das unterscheidende Merkmal der Lohnarbeit gegenüber andern historischen Formen der Arbeit. Auf Basis des Lohnsystems erscheint auch die unbezahlte Arbeit als bezahlt. Beim Sklaven umgekehrt erscheint auch der bezahlte Teil seiner Arbeit als unbezahlt.
Natürlich muß der Sklave, um zu arbeiten, leben, und ein Teil seines Arbeitstags geht drauf auf Ersatz des zu seiner eignen Erhaltung verbrauchten Werts. Da aber zwischen ihm und seinem Herrn kein Handel abgeschlossen wird und zwischen beiden Parteien keine Verkaufs- und Kaufakte vor sich gehn, so erscheint alle seine Arbeit als Gratisarbeit.
Nehmt andrerseits den Fronbauern, wie er noch gestern, möchte ich sagen, im ganzen Osten Europas existierte. Dieser Bauer arbeitete z.B. 3 Tage für sich auf seinem eignen oder dem ihm zugewiesnen Felde, und die drei folgenden Tage verrichtete er zwangsweise Gratisarbeit auf dem herrschaftlichen Gut. Hier waren also der bezahlte und der unbezahlte Teil der Arbeit sichtbar getrennt, zeitlich und räumlich getrennt; und unsre Liberalen schäumten über vor moralischer Entrüstung angesichts der widersinnigen Idee, einen Menschen umsonst arbeiten zu lassen.
Faktisch jedoch bleibt es sich gleich, ob einer 3 Tage in der Woche für sich auf seinem eignen Felde und 3 Tage umsonst auf dem herrschaftlichen Gut, oder ob er 6 Stunden täglich in der Fabrik oder Werkstatt für sich und 6 Stunden für den Lohnherrn arbeitet, obgleich in letzterem Fall der bezahlte und der unbezahlte Teil seiner Arbeit unentwirrbar miteinander vermengt sind, so daß die Natur der ganzen Transaktion durch die Dazwischenkunft eines Kontrakts und die am Ende der Woche erfolgende Zahlung völlig verschleiert wird."