Co-Founder mit Wettbewerbsverbot im Großkonzern: Major Red Flag oder normales Risiko?
Sorry, trash account aus offensichtlichen Gründen.
Ich bin potenzieller technical founder und wurde erst vor 2 Wochen in die Startup-Welt geworfen. Ich bin noch dabei mich einzulesen.
Ich denke, die Idee ist gut, der Markt ist da, wir haben zwei Leute mit sehr gutem domain knowledge. Eigentlich wäre ich dabei und bin bereit viel Zeit in ein MVP zu investieren. Allerdings hat der Ideengeber gestern ganz beiläufig erwähnt, dass für ihn während der aktuellen Anstellung die Treuepflicht und das Wettbewerbsverbot bestehen. Das verbietet eigentlich sogar schon die Planung eines konkurrierenden Startups.
Das große Problem ist, falls sein aktueller Arbeitgeber (deutscher Großkonzern) irgendwie davon mitbekommt, dass er während der Dauer des Arbeitsverhältnisses an einem Startup gearbeitet hat, kann er enorm hohe Schadensersatzforderungen stellen und die Herausgabe der IP fordern. Wir werden kaum die Mittel haben, uns mit den Anwälten eines Großkonzerns messen zu können. Wir wären noch nicht mal nach seiner Kündigung sicher. Ein Kunde könnte irgendwann mal gegebüber Vertreter vom Großkonzern erwähnen, dass er noch mit einem ehemaligen ihrer Kollegen arbeitet der sich selbständig gemacht hat, und so die Scheiße ins Rollen bringen. Wir kopieren nichts aus dem Großkonzern. Ich entwickle die IP mit Input und Rückmeldung von meinem Co-Founder.
Teil unseres MVP beinhaltet deep-tech Forschung. Ich habe meinen Zeitaufwand bis zum MVP auf 800 - 900 Stunden geschätzt. Dazu kommen auch noch Kosten für GPU Cluster. Ich verstehe, dass er seinen sicheren, gutbezahlten Job noch nicht vor dem MVP kündigen möchte. Mir ist bewusst, dass konstante Existenzängste Teil eines Startups sind. Aber diese Sache scheint mir schon ein vorhersehbar großes Risiko zu sein. e
Ich wäre für eure Einschätzungen sehr dankbar. Ich stehe kurz vor dem Abschluss meines Masters und habe noch andere Karriereoptionen. Ich hätte wirklich sehr viel Motivation für das Startup, aber die Sache ist schon eine major red flag. Ist das eine "no risk, no fun" oder "run while you still can" Situation?
edit: Noch eine Frage. Ist das nur ein Risiko für das Startup oder mache ich mich da mit strafbar?